"Der Neujahrsempfang mit dem Gottesdienst hat schon Tradition", sagte Pater Simo Grgic mit einleitenden Worten beim Jahresauftakt des Pfarrverbandes Seeon. "Und der wird nun auch am kältesten Tag des Jahres durchgeführt", meinte er lachend. Zu Beginn feierte der Pater mit Diakon Gregor Herth die Heilige Messe zum Fest der Taufe des Herrn, musikalisch untermalt vom Kirchenchor Seeon und Truchtlaching sowie von Kirchenmusikerin Andrea Wittmann an der Orgel. Viele der Ehrenamtlichen waren der Einladung der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeindesrates Truchtlaching gefolgt, die die Veranstaltung organisiert hatten. Im Anschluss zog die Kirchengemeinde in den Festsaal des Klosters. Am Fuß der Klostertreppe wurden die Besucher noch von den Truchtlachinger Alphornbläsern empfangen, während im Festsaal Stefan Schulz, Manuela Bankl und Hans Bernauer von der Schnupfer-Musi warteten, um den Neujahrsempfang musikalisch zu begleiten. Dominica von Kiesling, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Truchtlaching begrüßte sämtliche Honorationen. Seit geraumer Zeit ist der Pfarrverband Seeon mit dem Pfarrverband Trostberg und der Pfarrei Baumburg der sogenannte Seelsorgeraum Oberes Alztal. "Nach der wunderschönen Predigt ist es schwer weiterzumachen", sagte von Kiesling, die bei ihrer Rede die Metapher einer Pralinenschachtel verwendete. Die Pralinen stünden als Symbol für alle Anwesenden. "Es gibt herbe Sorten, süße, klassische und überraschende, leise und sehr ausdrucksstarke." Ihrer Meinung nach fühlt sich diese Gemeinschaft so an. "Als ich über unseren Neujahrsempfang nachgedacht habe, hatte ich genau dieses Bild vor Augen. Wir sind Menschen mit unterschiedlichen Aufgaben und Begabungen", ergänzte von Kiesling. "Jeder bringt etwas Eigenes mit ein, und gemeinsam entsteht daraus etwas Wertvolles." Möglichkeiten für dieses Engagement gibt es noch 2026, insbesondere bei den Pfarrgemeinderatswahlen am 1. März und eine Woche später bei der Kommunalwahl. Aber auch bei den anstehenden Jubiläen und größeren Festen 2026.Pater Simo Grgic informierte darüber, dass Pater Sebastian wieder in seine Heimat nach Indien zurückkehrt. Des Weiteren geht Gemeindereferentin Irmi Huber in den wohlverdienten Ruhestand. "Ich hoffe wir können aber noch ein wenig auf sie zurückgreifen", sagte er. Im persönlichen Wort lies er verlauten, dass es die Zusammenarbeit mit ihr sehr schätze. Anschließend gab der Pater den Besuchern auf den Weg, "Nicht übereinander sondern miteinander zu reden". Dem schloss sich Bürgermeister Martin Bartlweber an: "Demokratie beginnt bei uns im Gemeinderat, das Ehrenamt liegt mir am Herzen," Er betitelte es als Rückgrat der Gemeinde".
Anschließend ging der Neujahrsempfang mit einem gemütlichen Ratsch zu Ende.
Im Rahmen der Verabschiedung Diakon i.R. Hans Eder aus dem Pfarrverband, wurden auch die anwesenden Wortgottesdienstleiter geehrt und mit einer Urkunde und einem kleinen Geschenk bedacht. "Das ist ein würdiger Rahmen", betonte Pfarrer Dr. Florian Schomers. Sechs von ihnen - Jakob Brandl (Seeon), Martha und Richard Gruber, Kathrin Schauer (Truchtlaching), sowie Tanja Christlhuber und Hermann Hofstetter (Seebruck) - waren der Einladung in den Klostersaal gefolgt und freuten sich über das unerwartete Geschenk. Der Pfarrverband verfügt über neun Wortgottesdienstleiter, die von Hans Eder in seinen Anfangsjahren "still begleitet wurden". Zur Ehrung habe man sich entschlossen , weil die Ehrenamtlichen immer ein wenig im Abseits stehen und die Veranstaltung ein guter Anlass war.
Seebruck war 33 Jahre seine Heimat, nun wurde Diakon Hans Eder aus dem Pfarrverband Seeon verabschiedet. "Diakon in Reichweite" scherzte Pfarrer Schomers, nachdem der seine letzte Vesper nach 26 Jahren in der Klosterkirche feierte. Dass es die Letzte gewesen sein soll, konnte Schomers noch nicht ganz mit sich vereinbaren. "Jetzt legen wir das Baby erstmal Schlafen. Und in der Kirche gibt es ja die Auferstehung". Nach der Vesper traf sich die Pfarrgemeinde zum Stehempfang im Klostersaal, hier konnten sich alle persönlich von Hans Eder verabschieden. Die letzte Vesper hielt Eder mit Eder zusammen mit Schomers. Untermalt wurde sie von den Kirchenchören Seeon und Truchtlaching. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Seebruck, Martina Hofstetter freute sich bei der Begrüßung im Klostersaal, dass so viele der Einladung gefolgt sind. Sie sprach vom gemeinsamen Christbaum-Herrichten in der Seebrucker Pfarrkirche, von den vielen ernsten Gesprächen und auch von den unzähligen Pfarrgemeinderatssitzungen. Bürgermeister Martin Bartlweber überreichte nach seiner Abschiedsrede einen Regenschirm mit dem Hinweis: "Hans, dass es Euch nicht nass rein geht!" Pfarrer Schomers trauerte dem Ganzen ein wenig nach und brachte es auf den Punkt: "Ein Ära geht zu Ende, Du hast den Diakon zu einhundert Prozent ausgefüllt!" Er lobte seine Arbeit, die für viele von außen nich sichtbar war - vor allem auch das Malawi Projekt. Hier hatte der Geistliche eine Überraschung dabei: "Wir dürfen aus einem Nachlass ein großes Geschenk über die nächsten fünf Jahre machen, damit unterstützen wir auch das Projekt." Zudem übergab er ihm einen "guten Luganer -Wein" für ruhige Stunden. Von 230 000 Euro sprach der Seebrucker Kirchenpfleger Hans Donhauser, die seit zwölf Jahren in das Malawi Projekt flossen. Da ist auch immer wieder der Reinerlös der Tombola bei der Schreinerei Daxenberger mit dabei. Der "Tag des Schreiners" findet auch heuer wieder am 8. und 9. November statt. Dann ergriff Eder selbst das Mikrofon. "Im Jahre 1992 wurde ich in den Pfarrverband Seeon gebeten, mit dem Hinweis, Ruhe hineinzubringen", sagte der 71-jährige. Im Laufe der Zeit hat er viele Pfarrer in der Gemeinde erlebt. "Nicht mit allen habe ich mich vertragen, aber sie mussten auch mich ertragen". Er fügte hinzu" Das Gute im Leben musste manchmal darunter leiden." Nun gibt er zu, dass er "gesundheitliche Soll-Bruchstellen", hat und froh ist, dass er noch am Leben ist. Nachdem der Kirchenchor für ihn noch ein Ständchen sang, wurden die anwesenden Wortgottesdienstleiter geehrt und mit einer Urkunde und einem kleinen Geschenk bedacht. "Das ist ein würdiger Rahmen", betonte Schomers. Zudem entstanden beim kleinen Stehempfang nette Gespräche.
"10 Ministranten, rund 170 Kilometer Fahrt und jede Menge Spaß", so könnte man den Ministrantenausflug des Pfarrverbandes Seeon beschreiben. Unser erster Halt war Scheyern, bessergesagt das dortige Kloster, wo uns ein Frater interessante Einblicke in die Stiftskirche geben konnte. Nach der obligatorischen Brotzeit ging es dann nach Ingolstadt, wo wir uns gleich in der Innenstadt alle ein Eis holen konnten. Danach war aber wieder Kultur auf dem Programm: "Eine Stadtführung....na toll" war aber, dank unserer Führerin, wirklich nicht angebracht. Egal ob es die Kirche der Gebrüder Asam oder das Münster war, immer gab es irgendwelche spannenden Geschichten. Auch wenn einige die Heimfahrt verschliefen, freuten wir uns alle auf den Abschluss. Das gemeinsame Pizzaessen in Truchtlaching, bei dem wir den Tag nochmal ausklingen lassen konnten. Letztendlich passen die Worte des Seeoner Mesners: "Es war wirklich ein Ausflug , den es für Geld nicht zu kaufen gibt."
Text und Fotos Paul Fölsl
Ein kleines Dankeschön für viele geleistete Dienste
59 Ministranten aus dem Seelsorgeraum Oberes Alztal waren der Einladung von Pater Simo gefolgt, sich am Sonntag, den 6 Juli zu treffen. Leider spielte das Wetter nicht mit und das Treffen musste in den Saal des Pfarrheims Schwarzau gelegt werden. Gegrillt wurde unter dem Dach am Eingang und schnell waren die Plätze besetzt und die mitgebrachten Salate, die gegrillten Sachen und die Getränke fanden regen Zuspruch. Je länger das Fest dauerte, umso mehr waren auch die kleienen Cevapcici von Pater Simo gefragt. Sehr erfreut zeigten sich alle, dass sich Dekan Florian Schomers, Pfarrer Andreas Zach und auch Diakon Gregor Herth Zeit genommen hatten, um das Fest zu besuchen.
Ein gelungenes Fest für Gäste und Veranstalter.
Text: Hans Aitl
Seebruck - Foto - Michael Reibert
Seeon - Foto - Anna Dokupil
Truchtlaching - Foto - Julia Guglweid