Pfarrverband Taufkirchen (Vils)

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Welche Bestattungskultur haben wir als Christen?

Der Pfarrgemeinderat Moosen (Vils) hat eingeladen zum Vortrag von Georg Gruber, am 4. Novemer 2019.

Rund 75 Gläubige aus dem Pfarrverband trafen sich am 04.11.19 zu einem sehr interessanten und kurzweiligen Vortrag vom gebürtigen Moosener, Georg Gruber, derzeit Pastoralassistent in Ruhpolding, zum Thema „christlicher Bestattungskultur“.

Nach einer kurzen Einführung, wie wichtig Bestattungsrituale schon seit frühester Geschichte sind erklärte uns Georg auch die Unterschiede der verschiedenen Religionen. So glaubt man im Hinduismus und im Buddhismus z. B. an eine Wiedergeburt in einem anderen Körper und es werden Verbrennungs-Zeremonien abgehalten. Im Islam hingegen glaubt man an eine Art „Himmel und Hölle“ und der Körper wird im Mausoleum oder Grab beerdigt. Im Judentum sowie im Christentum bilden Leib und Seele eine Einheit und man glaubt an die Auferstehung.

Kriterien für eine christliche Bestattung sind:

  • Der Glaube an die Auferstehung soll zum Ausdruck kommen
        
  • Ehrfurcht vor der Würde des Toten, auch seines Leibes (die Verbrennung ist übrigens seit dem II. vatikanischen Konzil erlaubt)
        
  • Die Toten brauchen einen Ort bleibenden Gedenkens (ein Grab, eine Gedenktafel mit dem Namen, …)
        
  • Die Begräbnisfeier ist als Liturgie eine Feier der Gemeinschaft    (möglichst keine anonyme Bestattungen)
Außerdem sollte man sich Zeit nehmen für den Abschied von einem geliebten Menschen. Trauer ist keine Schande!

Gemeinschaft und Rituale helfen oft in einer schweren Zeit. Die Trauerfeier, der Rosenkranz, die Beisetzung und das Requiem sollen klar getragen sein von der christlichen Hoffnung der Auferstehung.

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