Pfarrverband Tegernsee-Egern-Kreuth
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Gedanken und Gebete

Es war einmal…
 
Es war einmal ein Land in dem lebte die eine Hälfte der Menschen unten im Tal, die andere Hälfte oben auf den Bergen.
 
Denen im Tal ging es gut, sie hatten alles was sie brauchten. Oben auf den Bergen aber fehlte es an allem und jeder hatte Krieg mit jedem.
 
Leider gab es keinen Weg von den Bergen in das Tal und wer hinunter wollte musste einfach in den Abgrund springen und hoffen, dass er lebend unten ankam.
 
Viele versuchten ihr Glück und sprangen aufs Geratewohl und starben. Das Tal füllte sich mit den Toten die in ihrer Verzweiflung gesprungen waren und die Leute im Tal wussten nicht was sie tun sollten.
 
Die einen sagten, man muss unten etwas bauen, damit die Springer nicht sterben, sondern sicher landen. Die anderen sagten man muss oben etwas bauen, damit sie nicht springen können. Wieder andere sagten man solle die Toten wieder nach oben werfen, damit man oben merke, dass ein Sprung sinnlos ist. Die vierte Gruppe sagte man muss das Leben oben schöner machen, damit sie erst gar nicht springen wollen.
 
Doch den meisten war es völlig egal. Sie ließen sich in ihrem Leben nicht stören. Es war ihnen gleich, dass sich vor ihrer Haustür die armen Leute einfach zu Tode sprangen.
 
Am Ende wurde nichts unternommen.
 
Es war einmal ein Land in dem lebte die eine Hälfte der Tiere unten im Tal, die andere Hälfte oben auf den Bergen. Den Tieren im Tal ging es gut, sie hatten alles was sie brauchten. Oben auf den Bergen aber fehlte es an allem. Es gab keinen Weg hinunter und jedes Tier das ins Tal wollte musste einfach springen. Alle Tiere die sprangen kamen dabei um.
 
Die Tiere unten im Tal konnten auch nichts tun.
 
Ja, früher einmal vor langer Zeit, als sie noch Menschen waren, da hätten sie etwas tun können…

Copyright Markus Kocher


Fürbitten Volkstrauertag 2016
 
Wenn Menschen sich zusammentun können sie übermenschliches leisten. Heute sind wir hier versammelt um gemeinsam der Opfer der Kriege zu gedenken. Möge dieses Gedenken mit göttlicher Gegenwart gesegnet sein, damit wir nie wieder Krieg haben.
 
  • Für alle die in einem Kriegsland leben und für die keine Aussicht besteht, dass der Krieg jemals enden wird,
    • lass in ihnen die Sehnsucht nach Frieden größer werden als jeden Wunsch nach Rache.
       
  • Für alle die Waffen an Kriegsländer verkaufen, so dass die Waffen niemals zu ende werden,
    • lass in ihnen den Wunsch ein guter Mensch zu sein größer werden als der Wunsch reich und erfolgreich zu sein.
       
  • Für alle die in Krieg und Gewalt eine Lösung ihrer Probleme sehen,
    • lass sie erkennen, dass Probleme sich so nicht lösen, sondern Krieg und Gewalt für immer bleiben werden.
       
  • Für alle die Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind,
    • lass sie die Freiheit finden, die jedem Menschen zusteht.
       
  • Für alle die für etwas Gutes eingestanden sind und jetzt Feinde haben,
    • lass sie die Freude und den Frieden deiner Gegenwart spüren.
       
  • Für alle die in einem unbedachten Moment alles zerstörten was ihnen am Herzen lag,
    • lass sie die wunderbare Kraft des Lebens erfahren, das aus jeder Asche neu erstehen kann.
Denn mit Dir, o Gott, überspringen wir Mauern, nicht um zu erobern, sondern um zu befreien durch Christus unseren Herrn. Amen.

Markus Kocher

Fürbitten 140 Jahre freiwillige Feuerwehr Kreuth 2016
 
Gott, schenkte uns Deine Gegenwart! Sie gibt uns das Gefühl der Sicherheit. Sie schenkt uns Zuversicht, sie schenkt uns das große weite Herz, das für jeden der in Not ist Hilfe bereit hält.
 
  • Herr hilf, dass wir nicht durch Leid immer neu lernen müssen, dass Zusammenhalt und gegenseitig Hilfe das Leben leichter machen.
     
  • Herr schenke uns ein Herz, dass Freude daran hat das Größte zu tun das Menschen tun können: nämlich einander helfen
     
  • Herr, mögen alle die ihr Leben für andere einsetzen die Ehre und Anerkennung erfahren, die ihnen seit Anbeginn deiner Schöpfung zusteht.
     
  • Herr lass uns erkennen, dass Nächstenliebe den Kampf um‘s Überleben heiligt, weil man nicht um sein eigenes Leben kämpft, sondern um das eines anderen.
     
  • Für unsere Kinder und unsere Jugend: eröffne ihnen die Weisheit, Freude zu haben an der Freude des anderen und zu leiden mit dem Leid anderer. Damit niemand mehr das Leid eines Anderen lustig finde, sondern es einzig und allein ein Anlass sei zu helfen.  
  • Für alle Verstorbenen der freiwilligen Feuerwehr Kreuth, ganz besonders für die Wiederbegründer nach dem Krieg. Rechne ihnen die aufgewendete Zeit so an, als hätten sie ein Stück ihres Lebens gegeben um andere zu retten.

Darum bitten wir dich guter Gott durch deinen Sohn der sein Leben gab um uns zu befreien und der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.