Pfarrverband Tegernsee-Egern-Kreuth
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Die Kantorei Tegernsee

Kantorei Tegernsee
Der Chor geht aus einer Stiftung des bayerischen Königs Max Joseph I. hervor und fungiert heute als der Chor der Pfarrkirche mit den üblichen Verpflichtungen eines Kirchenchores, die maßgeblich ergänzt wird durch eine ambitionierte Konzerttätigkeit.

In der jüngeren Geschichte des Chores verbinden sich viele schöne Erinnerungen mit der Zeit Karl-Richard Steinackers, der es verstand, eine florierende Konzertreihe zu gründen, die namhafte Solisten wie Hertha Töpper oder Keith Engen nach Tegernsee lockte. In seiner Zeit erarbeitete sich der Chor umfassendes Repertoire auf dem Gebiet der Mess- und Oratorienliteratur und genießt seither überregionale Beachtung.

Unter seinem Nachfolger Peter Winterer kam es zu denkwürdigen Konzerten und Gottesdiensten, bei denen der heutige Kantor Sebastian Schober entscheidende Prägungen erfuhr und seine Liebe zur musica sacra grundgelegt wurde. Die schwierige Zeit ohne die Pfarrkirche wurde überbrückt durch selbstlosen Einsatz von Alexander C. Maschat, der dem Chor seit Jahrzehnten freundschaftlich und kollegial verbunden ist und das Wirken des Kirchenmusikers Robert Scheingraber.

Zahlreiche Kompositionen, wie von Thomas Rebensburg (De Adventu, De Fundatione, Tegernseer Requiem) oder César Bresgen (De Tempore) wurden durch die Kantorei uraufgeführt. Reisen führten den Chor in viele Städte Europas, so z.B. nach Rom und in die Festspielstadt Salzburg.

Seit Wiedereröffnung der Pfarrkirche meisterte der Chor mit der Aufführung von großen Orchestermessen, J. Haydns Die Schöpfung, F. Mendelssohns Paulus und Elias, T. Rebensburgs De Fundatione und seinem Tegernseer Requiem, J. Brahms’ Deutsches Requiem, Mozarts Requiem und seiner Messe in c-moll, sowie Gounods Cäcilenmesse ein umfangreiches Programm.

Der Dirigent Sebastian Schober

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Nach dem Abitur am Gymnasium Tegernsee schloss er 2001 sein Schulmusikstudium an der Hochschule für Musik und Theater München mit dem ersten Staatsexamen ab.

Bis Februar 2004 studierte er Chordirigieren bei Prof. Michael Gläser, dem langjährigen Leiter des Chores des Bayerischen Rundfunks und wurde aufgrund seiner hervorragenden Leistungen mit dem Meisterklassendiplom ausgezeichnet.

Mit seinem Gesangsstudium im künstlerischen Diplomstudiengang Konzertfach bei Angelica Vogel ergänzte er seine musikalische Ausbildung und ist im süddeutschen Raum als Dirigent und Sänger gefragt.

Zahlreiche Projekte unter anderem als Sänger des Konzertchores des Bayerischen Rundfunks, des Philharmonischen Chores München und des Kammerchores der Klangverwaltung ermöglichen ihm, unter der Leitung so berühmter Dirigenten wie Trevor Pinnock, Mariss Jansons, James Levine, Fabio Luisi, Lorin Maazel, Christian Thielemann, Enoch zu Guttenberg, Claudio Abbado, Daniel Harding, Esa Pekka Salonen oder Ricardo Muti wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Mit dem Palestrina Motettenchor Tegernsee unterhält er seit 1999 eine rege und überregional beachtete Konzerttätigkeit, wobei Konzertreisen nach England, Italien und Österreich besonders erwähnt sein mögen. Aufführungen wichtiger Kantaten und Oratorien z.B. von J.S. Bach und der a cappella-Literatur von Palestrina, Lasso, Monteverdi, Bruckner, Brahms und vielen anderen Komponisten stehen hier im Mittelpunkt seiner Tätigkeit als Chorleiter.

Im Rahmen seiner Dirigier-Ausbildung führte er u. a. Haydns Schöpfung und Mendelssohns Paulus auf. Zu seinem Meisterklassenpodium dirigierte er Bruckners Messe in e-moll.

Assistenzen führten ihn zum Universitätschor München und zur Chorgemeinschaft Neubeuern.

Seit Juli 2003 versieht er seinen Dienst als Kantor an der ehem. Klosterkirche St. Quirinus in Tegernsee und stellt als künstlerischer Leiter die Konzertreihe musica sacra tegernsee zusammen. Dort kam es unter seiner Leitung zu Aufführungen des Paulus von Mendelssohn, der Marienvesper von Monteverdi; des Deutschen Requiems von Brahms, der Auftragskomposition De Fundatione und der Uraufführung des „Tegernseer Requiems“ von Thomas Rebensburg und zahlreicher Messen von Palestrina, Hassler, Mozart, Haydn, Schubert, Bruckner und Rheinberger.

Mit großem Engagement widmet er sich auch als Sänger der Gregorianik (schola gregoriana monacensis Ltg. Prof. Johannes B. Göschl) und der klassischen Moderne - ein Beleg für seine musikalische Vielfältigkeit. Seit Frühjahr 2007 leitet er die Chorgemeinschaft Neuland Bad Aibling, deren Repertoire alle Epochen und Formen der a cappella - Literatur abdeckt.

Kantor Sebastian Schober steht der Choralschola als Leiter und Solist vor.
Das Repertoire erstreckt sich von den gregorianischen Gesängen des Graduale Triplex, über Originalhandschriften der Tegernseer Klosterbibliothek bis hin zum Deutschen Liturgiegesang.

Für die Familiengottesdienste steht der Liturgische Singkreis zur Verfügung, der sich auf die geeignete Literatur aus Gospel, Kanons und neuem Geistlichen Lied sowie auf Liedkantaten auf Basis des Gotteslobes spezialisiert hat.