St. Korbinian Freilassing

Sternsinger bringen Segen und sammeln für Kinder in Bangladesch

Vier Sternsingergruppen waren dieses Jahr auf den Straßen Hofhams unterwegs, um den Segen „Christus Mansionem Benedicat“ an die Haustüren der Bewohner zu schreiben und ihnen eine gutes neues Jahr zu wünschen. Am Dreikönigstag wurden die „kleinen Könige“ mit einem Festgottesdienst von den Gemeindemitgliedern in der Korbinianskirche empfangen.
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Als Kinderarbeit bezeichnet man Einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Beispielland ist dieses Jahr Bangladesch. Trotz Fortschritten im Kampf gegen die Kinderarbeit arbeiten in Bangladesch noch rund 1,8 Millionen Kinder, darunter 1,1 Millionen unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen. 
Vor dem Gottesdienst versammelten sich die vier Sternsingergruppen noch im Stall bei der Krippe, der im Atrium aufgebaut war. Danach zogen sie gemeinsam mit Priester Joachim Selka, Diakon Peter Kleinert und dem Altardienst in die Kirche ein, und trugen nochmals mit feierlichem Gesang den Segen vor.  Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Heinrich Hinterreiter an der Orgel.
Priester Selka erinnerte die Gottesdienstbesucher in seiner Predigt daran, dass sich seinerzeit die „Drei Weisen“ auf den Weg gemacht und den Stern folgten um einen König zu suchen. Zu ihrer Überraschung fanden sie ein kleines Kind in der Krippe. Die Sternsinger sollen daran erinnern, dass von diesem Kind Liebe und Friede für die ganze Welt ausgegangen ist. Diesen Frieden wollen die Sternsinger mit ihrem Gesang in die Familien bringen und schreiben deswegen den Segen an die Haustüre. Frieden muss bei jedem selbst beginnen um so diesen in die Familie, zu Freunden und in die Gesellschaft zu bringen. Dabei reicht es nicht nur gute Vorsätze zu haben, es ist viel mehr die Tatkraft notwendig, dass dieser Frieden in der Welt Bestand haben kann, gerade in der heutigen Zeit, erwähnte der Priester.
Auch in den Fürbitten standen die Kinder, die arbeiten müssen und nicht zur Schule gehen können, sowie die vielen Kinder in den Kriegsgebieten im Mittelpunkt.
Zur Gabenbereitung trugen die „Hl. Drei Könige“ nicht nur Brot, Wasser und Wein zum Altar, sondern auch den Stern, der den Weg zu Jesus zeigen soll.
Vor dem allgemeinen Schlusssegen bedankte sich Priester Selka ganz besonders bei den Sternsingergruppen für den unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Tagen und spendete ihnen einen ganz individuellen Segen.
 
Text und Bilder Willi Götzlich
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