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Willkommen in
der Pfarrei St. Sebastian, Ebersberg

Bahnhofstr. 7, 85560 Ebersberg, Telefon: 08092-853390
Mail: St-Sebastian.Ebersberg@ebmuc.de
imago/Westend61
Bild: imago images/Westend61

Sterben, Tod und Trauer

Wir alle sind sterblich und müssen eines Tages sterben. Keiner weiß, zu welchem Zeitpunkt  und wie sein Leben zu Ende geht. Auch wenn wir alle wissen, dass wir Menschen sterblich sind, bestürzt uns der Tod eines Menschen doch. Je näher der Mensch uns stand, desto größer sind die Angst vor dem Verlust und der Schmerz des Verlusts. Wichtig ist deshalb, dass wir den Tod nicht verdrängen, sondern ihn ins Leben holen und mit Angehörigen und Freunden über den Tod sprechen. Es ist für die Zeit der Trauer hilfreich, wenn die Angehörigen über die letzten Wünsche ihrer Verstorbenen informiert sind. So können Entscheidungen rund um den Abschied besser und sicherer getroffen werden. Für Angehörige ist es sehr hilfreich, wenn die persönlichen Angelegenheiten des Verstorbenen soweit wie möglich geregelt sind und bekannt ist, was der/die Verstorbene sich gewünscht hat.

Hilfreich für Angehörige

sind vor allem eine sog. Patientenverfügung, ein Testament und eine Liste all derer, die informiert werden sollen. Dokumente wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, usw. erleichtern den Angehörigen wichtige Entscheidungen.
Bereits getroffene Absprachen und geäußerte Wünsche nehmen die Unsicherheit in Entscheidungen und beugen Streitigkeiten unter den Hinterbliebenen vor. Geregelte finanzielle Angelegenheiten  - soweit möglich -  sind hilfreich, damit Angehörige nicht in existentielle Not kommen.

Haben Sie keine Scheu – besprechen Sie Ihre Wünsche in guten Tagen. Je besser Angehörige informiert sind, umso weniger ungute Gefühle bleiben nach den Entscheidungen rund um Sterben und Tod zurück. Vielleicht können Sie sich auch schon bei Bestattern über deren Leistungen informieren. Es kann hilfreich sein zu wissen, wer im Ernstfall Ansprechpartner ist und welche Kosten auf einen zukommen.
Scheuen Sie sich als Angehörige*r oder gute*r Bekannte*r nicht, mit einem Schwerkranken oder Sterbenden über noch offene Fragen und Angelegenheiten zu sprechen, und haben Sie den Mut, auch schmerzhafte Punkte versöhnlich anzusprechen. Am Lebensende geht es nicht darum, abzurechnen, aber es sind die letzten Chancen, offene Punkte miteinander zu klären und in Frieden Abschied zu nehmen.

Unsere Seelsorger stehen Ihnen gerne bei und unterstützen Sie bei einem friedvollen Abschied.

Wenn es möglich ist, sollte ein dem Tode Nahestehender nicht allein gelassen werden. In den meisten Krankenhäusern und Altenheimen wird Angehörigen die Möglichkeit eingeräumt, über Nacht zu bleiben. Wichtig ist, dass man dem Sterbenden das Loslassen ermöglicht. Wahrscheinlich ist es auch für ihn schmerzhaft, gehen zu müssen. Deshalb kann es gut tun, auch schmerzhafte Dinge friedlich und versöhnlich anzusprechen – Ziel ist es loslassen zu können.
Lassen Sie sich vom Sterbenden leiten, nehmen Sie angesprochene Themen auf und nehmen Sie diese ernst. Nehmen Sie an, was ausgesprochen wird, und seien Sie nicht verletzt über gesprochenes oder nicht gesprochenes – Sterben ist eine Zeit in der evtl. noch Vergebung möglich ist und Dinge ohne Schuldzuweisungen geklärt werden können. Gerne würden wir durchs Leben gehen, ohne jemanden zu verletzen, aber leider ist dies nicht immer möglich. Im Angesicht des Sterbens kann es hilfreich sein, Verletzungen und Verwundungen loszulassen und sich selbst und dem Sterbenden zu verzeihen.

Wünscht Ihr Angehöriger Besuch eines Seelsorgers oder die Krankensalbung?

melden Sie sich bitte im Pfarrbüro Tel. 08092-85339-0

Was ist zu tun, wenn ein lieber Mensch verstorben ist?

Wenn ein Ihnen nahestehender Mensch verstorben ist, lassen Sie sich Zeit. Nichts hat jetzt Eile.
Informieren Sie den Hausarzt - er stellt den Tod fest und bescheinigt diesen.
Informieren Sie auch andere nahstehende Menschen; vielleicht möchte noch jemand unmittelbar (zu Hause, am Krankenbett, …) Abschied nehmen.
Nehmen Sie Kontakt mit einem Bestatter Ihrer Wahl auf; dieser hilft Ihnen bei den weiteren Schritten.

Es ist durchaus möglich, den/die Verstorbene*n zum Abschied nehmen noch eine Zeit zu Hause aufzubahren oder auch von der Klinik noch einmal nach Hause bringen zu lassen. Manche Bestatter haben Trauerräume, in denen Verstorbene aufgebahrt werden können. Viele Bestatter bieten auch an, dass Sie bei der letzten Versorgung des Verstorbenen mithelfen können. Haben Sie keine Angst und fragen Sie den Bestatter nach den Möglichkeiten. Nehmen Sie sich Zeit für Ihren persönlichen Abschied, diese Zeit ist die letzte mit Ihrem Angehörigen. Später haben Sie nur noch die Möglichkeit, am Grab zu stehen.

Die Ebersberger Friedhöfe sind alle in Trägerschaft der Stadt. Für einen Grabankauf wenden Sie sich an die Stadtverwaltung.

Den Termin für die Beerdigung können Sie direkt mit dem Bestatter besprechen. Er nimmt Kontakt zu uns auf. Die genaue Terminabsprache erfolgt dann zwischen Ihnen, Bestatter und Seelsorger.
Nach der Terminvereinbarung nimmt der Seelsorger mit Ihnen Kontakt auf, um die Gestaltung und die Ansprache der Trauerfeier zu besprechen.

Erd- oder Feuerbestattung? Messe oder Trauerfeier? Formen kirchlicher Verabschiedung

Wenn der/die Verstorbene nicht schon vor dem Tod einen festen Wunsch geäußert hat, welche Art der Bestattung er/sie wünscht, entscheiden die Angehörigen. Neben der Erdbestattung oder einer Urnenbeisetzung auf einem Friedhof sind auch in Deutschland andere Bestattungsorte möglich. Ihr Bestatter gibt Ihnen hierzu sicher gerne Auskunft.

Verabschiedungsfeier (früher: Aussegnung): kirchliche Segnung am Ort des Sterbens. Fragen Sie bei uns bitte nach einem Termin.
Für die Trauerfeier haben Sie folgende Möglichkeiten:
-> mit Eucharistiefeier (traditionell Requiem genannt) mit einem Priester oder
-> ohne Eucharistiefeier, der auch ein Diakon oder ein anderer pastoraler Mitarbeiter vorstehen kann.

Auch bei der musikalischen Gestaltung haben Sie verschiedene Möglichkeiten:
-> In der Regel begleitet unser Kirchenmusiker die Trauerfeiern in der Kirche oder in der Aussegnungshalle im neuen Friedhof mit der Orgel.
-> Auf Wunsch organisieren wir eine Solistin für die Trauerfeier. Sollten Sie einen bestimmten Liedwunsch haben, versuchen wir gerne, diesen zu erfüllen.
In der Regel finden die Trauerfeiern für Beerdigungen im Alten Friedhof in der Pfarrkirche und für Beerdigungen im Neuen Friedhof in der dortigen Aussegnungshalle statt.
Sollten Sie eine Trauerfeier in der Aussegnungshalle im Alten Friedhof wünschen, organisiert Ihnen der Bestatter gerne Musik von CD.

Setzen Sie sich bitte als Angehörige*r zur Klärung aller Fragen mit unserem Pfarrbüro in Verbindung.

Das Trauergespräch
Unsere Seelsorger führen vor der Trauerfeier ein persönliches Gespräch mit Ihnen. Inhalt des Gesprächs ist das Leben des Verstorbenen und Eigenschaften die ausgemacht haben. Hier sollen Ihre Erinnerungen mit dem Verstorbenen Platz haben und die Lebensgeschichte des Verstorbenen. Ebenso wird der Ablauf der Trauerfeier besprochen, Sie können Ihre Wünsche mit einbringen und haben dann eine Vorstellung vom Ablauf der Feier.

Nach der Beerdigung

Unsere Seelsorger sind für Sie da - für Gesprächstermine melden Sie sich bitte
im Pfarrbüro Tel. 08092-853390

In schwererer Krankheit

Sie und Ihre Familie können auch Hilfe von Hospizhelfer*Innen in Anspruch nehmen. Wenden Sie sich dazu an den Christopherus Hospizverein im Landkreis Ebersberg, Telefon  08092-256 985 oder www.hospizverein-ebersberg.de Die Beratung und Begleitung ist kostenlos.

In Trauer

2014 hat sich in Ebersberg das Netzwerk Trauer gegründet. Das Netzwerk bündelt Angebote für Trauernde und versteht sich als Plattform für die verschiedenen Anbieter. Alle Angebote des Netzwerkes finden Sie unter www.netzwerktrauer-ebe.de
Einmal monatlich gibt es in Ebersberg ein Trauer Café. Dieses findet am ersten Samstag im Monat von 10-12 Uhr in der Jugendstelle, Bahnhofstraße 8 in Ebersberg statt. Weitere Angebote finden Sie auf der Homepage des Netzwerks oder im Programm des Kreisbildungswerks Ebersberg