Stadtkirche Mühldorf - Mariä Himmelfahrt

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Grüß Gott in Mariä Himmelfahrt

Mühldorf-Mößling

Anschrift:

Kath. Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt
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Geschichte

Maria Himm

Geschichte und Brauchtum des Hochfestes Mariä Himmelfahrt


Das Fest Mariä Himmelfahrt bringt den christlichen Glauben an die Auferstehung zum Ausdruck, insbesondere Marias Nähe zu ihrem Sohn Jesus Christus, zu seinem Leben und zu seiner Auferstehung. Das Fest der Aufnahme Marias in den Himmel verbindet die katholische Kirche mit den orthodoxen und altorientalischen Kirchen. Im 5. Jahrhundert in Jerusalem und im 6. Jahrhundert in der ganzen Ostkirche wurde der Festtag der „Entschlafung Mariens“ begangen. In einer Predigt beim Ökumenischen Konzil von Ephesus im Jahr 431 heißt es über Maria: „Durch dich wird die gefallene Kreatur zum Himmel erhoben.“ In diesem Sinn ist auch das von Papst Pius XII. 1950 verkündete Dogma zu verstehen, dass Maria „nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen worden ist“.
Der Brauch der Kräuterweihe geht auf eine Erzählung des Johannes von Damaskus zurück, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte. Laut dieser Erzählung erfüllte „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Marias. Und auch aus dem 14. Jahrhundert ist eine Legende überliefert, wonach die Grabtücher, in die der Leichnam Marias gewickelt wurde, „gleich Balsam und der Blume der Lilien“ dufteten. Vor diesem Hintergrund werden in Bayern zu Mariä Himmelfahrt Kräuter zu Sträußen gebunden und im Gottesdienst geweiht. Traditionell werden lebensnotwendige und heilkräftige Pflanzen wie Brotgetreide, Heil- und Gewürzpflanzen eingebunden. Vor allem im Oberland wird in der Mitte eine Königskerze, auch Wetterkerze genannt, eingebunden. Hinzu kommen Rohrkolben und Rainfarn, sowie Heilpflanzen wie Johanniskraut, Salbei, Schafgarbe und Kamille. Als Gewürzpflanzen gehören Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Minze und Liebstöckl in den Strauß, daneben die Hauptgetreidearten Hafer, Gerste, Weizen und Roggen. Oft wird der Kräuterbuschen auch mit Blumen aus dem sommerlichen Garten und einer Rose, dem Symbol für Maria, geschmückt. Gerade in bäuerlichen Familien werden die Kräuterbuschen kopfüber an einem schattigen Ort aufgehängt, getrocknet und später im Herrgottswinkel aufgesteckt.
Zu Mariä Himmelfahrt werden die Kräuterbuschen, die in vielen Pfarrgemeinden von Frauen des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) gebunden werden, an die Gläubigen ausgeteilt und bei den Gottesdiensten gesegnet. In der Kräuterweihe wird über die Fürsprache Marias Gottes Heil erbeten. Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, sondern die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen. (kbr, Pressestelle Erzbischöfliches Ordinariat) Bild: Mariä Himmelfahrt, Mößling