Stadtkirche Mühldorf - St. Pius X.

Mößlinger Straße 17 (Eingang Richterstraße) | 84453 Mühldorf am Inn
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Anschrift:

Kath. Kirchenstiftung St. Pius X.
Mößlinger Straße 17
(Eingang Richterstraße)
84453 Mühldorf am Inn

 +49 8631 6392
 +49 8631 161763
st-pius.muehldorf@ebmuc.de

Öffnungszeiten Pfarrbüro:

  • Montag
    07.30 - 12.30 Uhr
  • Dienstag
    09.30 - 12.30 Uhr
  • Donnerstag
    07.30 - 12.30 Uhr
    und
    16.30 - 18.30 Uhr

Lageplan

Kirchenpatron St. Pius X.

Gedenktag: 21. August

Geboren wurde Pius X. als Giuseppe Melchiore Sarto in Riese, das politisch zu der Provinz Venetien gehört, kirchlich dem Bischof von Treviso untersteht und bis 1866 unter österreichischer Herrschaft war. Nach zwei Jahren Volksschule in Riese wurde er auf das Gymnasium nach Castelfranco Veneto geschickt. 1850 trat er in das Priesterseminar zu Padua ein und er empfing 1858 das Sakrament der Priesterweihe, 1875 wurde er Domherr in Treviso, 1884 Bischof von Mantua, 1893 Erzbischof und Patriarch von Venedig und fast gleichzeitig Kardinalpriester mit der Titelkirche San Bernardo alle Terme.

Am 4. August 1903 wurde er nach viertägigem Konklave zum Nachfolger von Papst Leo XIII. gewählt.  Er wurde trotz heftiger persönlicher Gegenwehr im siebten Wahlgang gewählt und nahm den Namen Pius an. Die Krönung fand am 9. August 1903 im Petersdom statt.

Im persönlichen Umgang war er spontan, freundlich und legte auf sein hohes Amt keinen besonderen Wert. Er mied die majestätische Redeweise („Wir“), trieb keinerlei fürstlichen Aufwand, zeigte sich fast nie mit der Tiara und blieb immer großzügig und persönlich verbindlich.

So empfing Papst Pius an einem Sonntag römische Pfarrkinder auf dem Pinienhof, die ihm Turnübungen widmeten.

Persönlich zeigte er sich schon in jungen Jahren außerordentlich bedürfnislos, arbeitsam und pädagogisch begabt. Bereits bei seinem Ableben war die gesamte Umgebung fest überzeugt, einen heiligen Papst erlebt zu haben.

Pius X. starb am 20. August 1914 in Rom und ist im Petersdom bei-gesetzt. Entgegen der Tradition wurde sein Leichnam auf eigenen Wunsch nicht einbalsamiert. Sein Nachfolger war Papst Benedikt XV..

Pius X. wurde durch Papst Pius XII. im Jahr 1951 selig- und im Jahr 1954 heilig gesprochen.   Er ist der erste heilig gesprochene Papst seit Pius V. im 16. Jahrhundert.

Die im Jahr 1961 neu eingeweihte Kirche in Mühldorf Nord bekam aus diesem aktuellen Grund den Namen Sankt Pius X. zugewiesen.
Schon zu Lebzeiten soll Pius X. Wunder gewirkt haben. So soll der belgische Konsul Karl Lubois, dessen Körper mit Furunkeln bedeckt war, durch das Gebet des Papstes spontan geheilt worden sein.
Weitere Wunder schreibt man Pius X. nach seinem Tode zu.
Pius X. Bild: By Giuseppe Felici (1839-1923) (souvenir card) [Public domain], via Wikimedia Commons
Pius X. Bild: By Giuseppe Felici (1839-1923) (souvenir card) [Public domain], via Wikimedia Commons

Geschichte 1960

1960 Grundsteinlegung dieser Kirche durch Domkapitular Dr. Delagera. Nach einjährigem Bau durch die Firma Rieshofer und unter architektonischer Leitung des Mühldorfer Architekten Paul Dörr wurde diese Kirche fertiggestellt und noch im gleichen Jahr am 7./8. Dezember 1961 durch Weihbischof Dr. Neuhäusler geweiht. Schutzpatron der Kirche ist der heilige Papst Pius X. (1903-1914), dessen Statue vor der Kirche steht. Der schlichte Bau dieser Kirche hat eine Länge von 28,25 m und eine Breite von 20,24 m. Mit ihrem großen Altarraum und dem wuchtigen Altar ist die Kirche engstens auf die Eucharistie ausgerichtet. Das große Holzkreuz wurde von Matthäus Bayer aus Heufeld bei Bruckmühl geschaffen.

Die Bildtafeln hinter dem Kreuz sowie die Tabernakelwand stammen von Helmut Kästl aus Greifenberg am Ammersee. 1968 bekam die Kirche eine neue Orgel mit 20 Registern und 1.508 Pfeifen, erbaut wurde sie vom Mößlinger Orgelbauer Ludwig Wastlhuber. Im Glockenturm befinden sich vier Glocken, die 1962 von Domkapitular Dr. Delegera geweiht wurden. Die große Glocke wurde St. Pius X. geweiht, die zweite dem HI. Bruder Konrad, die dritte ist die Angelus-Glocke und die vierte die Magdalena-Glocke.1964 wurde die bis dahin als Kuratie der Pfarrei St. Peter und Paul bestehende Gemeinde zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Im Innern der Kirche wird die Altarwand durch das große Holzkreuz beherrscht, das nach der Offenbarung des Johannes das himmlische Jerusalem versinnbildlicht, es hebt sich von den vier vorwiegend in Blau gehaltenen Tafeln, die das Irdische mit den vier Elementen darstellt, deutlich ab.
Altarbild St. Pius X. mit Wei-Gelben-Bändern
Die vier Elemente auf den blauen Tafeln:
links oben die Luft           
rechts oben das Feuer
links unten die Erde
rechts unten das Wasser 

Im Kreuz zwölf Tore, das alte Volk Gottes, aus dem das Lamm hervorgegangen ist, das geopfert worden ist. Es steht über dem Buch des Lebens mit den sieben Siegeln, das nur durch das Lamm zu öffnen ist.Das überdimensionale, mit Edelsteinen besetzte Herz, deutet auf die Liebe Christi für uns Menschen. Die Tabernakelwand zeigt die vier Evangelisten als Verkünder der Frohen Botschaft, darunter das Eucharistische Brot.

Da Papst Pius X. in der Verkündigung der Lehre Christi die Eucharistie besonders hervorhob, ist das Thema des Glasfenster-Cyclus, Christus. Entwurf und Ausführung der zehn bunten Glasfenster stammt vom Mühldorfer Künstler Hermann Maillinger. Die Deutung der zehn Fenster an der Tabernakelseite von vorne nach hinten gehend:
I. Bild:           Nach Christi Opfertod wurde über den Erdkreis der Heilige Geist gesandt. (Pfingsten)
II. Bild:          Das Jüngste Gericht.
III. Bild:         Symbol Gitter: Der Mensch ist in der Sünde gefangen.
IV. Bild:         Erwartung: Die klugen und die törichten Jungfrauen.
V. Bild:          Die Bedeutung der Erscheinung Christi in der Welt.

Auf der Seite des Taufbeckens von vorne nach hinten gehend:
I. Bild:            Als Gefangener auf Golgotha erlöst Christus den Menschen (Karfreitag).
II. Bild:          Christus in der Kelter sühnend, im Hinblick auf Karfreitag.
III. Bild:         Im Schöpfungsakt wird das Universum erschaffen.
IV. Bild:         König Melchisedech opfert Wein und Brot - Vorbild und Gleichnis aus Altem Testament.
V. Bild:          Christus als ordnendes Prinzip im Bezug auf den Menschen.