Pfarrverband Oberes Priental

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Bericht über die Kinderdörfer

Indisches Kinderdorf-Projekt von Monsignore Albert Diedrich geht weiter – Aktuelle Informationen im Pfarrheim von Frasdorf
 
Frasdorf: Vor fünf Jahren verstarb Monsignore Albert Diedrich, Ruhestandspfarrer in Frasdorf und nimmermüder Motor von Kinderdörfer-Projekten in Süd-Indien. Wie sich seine Projekte in den Indischen Kinderdörfern Saint Boniface Anbaham seither weiterentwickelt haben, darüber berichtete im Pfarrheim von Frasdorf Sabine Gehrling, nunmehr Erste Vorsitzende und langjährige Unterstützerin an der Seite von Monsignore Diedrich.

Ein Bericht von Anton Hötzelsperger
Für die Schüler des Anbaham Kinderdorfes beginnt der Unterricht
Für die Kinder beginnt der Unterricht
Das erste Kinderdorf von Pfarrer Diedrich wurde vor 31 Jahren gegründet. Insgesamt drei Kinderdörfer mit vielen sozialen Einrichtungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich brachten ein Dach und eine Zukunft für 640 Kinder, die aus allerärmsten Verhältnissen aufgenommen wurden. Wie Johanna Abel aus Frasdorf vom Anbaham-Freundeskreis in ihren Grußworten sagte, war Pfarrer Diedrich in seiner Zeit in Indien zwar entsetzt vom unmenschlichen Leben in den Slums, aber er hatte sich nicht vom gesehenen Elend abgewendet. Nach einer damaligen Begegnung mit Mutter Teresa begann er eine unermüdliche,  private und große Hilfs- und Projekt-Aktion. Einblicke in die Not von indischen Familien und Kindern gab Sabine Gehrling mit der Erläuterung der Dalit-Angehörigen. Die sogenannten Dalits gehören keiner Kaste an und müssen viele Diskriminierungen erleiden. „In unseren Kinderdörfern hat es in den 31 Jahren keinen Streit gegeben, weil wir nicht nach Religion und Kaste unterscheiden“, so Frau Gehrling, die noch daran erinnerte, dass sich Monsignore Diedrich zusätzlich bei der Befreiung von Kindersklaven, bei der Organisation von Essensverteilungen und bei der Tsunami-Katastrophe nach dem Grundsatz „Alle Menschen sind gleich, haben eine unsterbliche Seele und sind Geschöpfe Gottes“ engagierte. Das von Diedrich erwirkte Lebenswerk mit den Kinderdörfern in Anbaham konnte auch nach seinem Tod ohne Verwaltungskosten dank vieler Engagierter und Spenden fortgeführt werden. Neu hinzu kam in enger Kooperation mit dem Jesuitenorden eine Jesuitenschule, die nunmehr insgesamt 800 Kindern eine Schulbildung bis zum Abitur und damit den Zugang zu internationalen Hochschulstudien ermöglichen. „Vom Straßenkind zum Hoteldirektor und weitere Karriere-Geschichten mit Priestern und Bänkern können wir inzwischen vermelden und viele weitere Beispiele gäbe es zum Erfolg von diesem neuen Bildungsangebot“, so Sabine Gehrling, die insgesamt 22 Jahre mit Pfarrer Albert Diedrich für die Kinderdörfer tätig war. „Nach dem Tod und mit der Projekt-Übergabe fühlte ich mich überfordert, doch die Hilfe Gottes hat mich nicht allein gelassen, Anbaham bleibt am Leben, das Projekt geht weiter“ – mit diesen Worten tiefer Dankbarkeit bat Frau Gehrling um weitere Unterstützung der beiden Freundeskreise für die indischen Kinderdörfer in Kassel (dort war Albert Diedrich 22 Jahre Seelsorger) und in Isny im Allgäu in Form von Spenden oder mit der Übernahme von Patenschaften.
 
Die Konto-Verbindung für das Anbaham-Projekt von Monsignore Diedrich in Südindien bei der Kreissparkasse Ravensburg lautet: IBAN  DE20650501100101010865 und BIC SOLADES1RVB.
 
Sabine Gehrling berichtet über anbaham



Sabine Gehrling, die viele Jahre lang ehrenamtliche Mitarbeitering von Msgr. Diedrich war, berichtet über die Weiterführung der von Msgr. Albert Diedrich in Eigeninitiative gegründeten Anbaham Kinderdörfer in Südindien.