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Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Geld - Tipps zu Finanzen

Geld kann in Vieles investiert werden. Wenn Sie nicht nur Rendite, sondern auch ein gutes Gewissen haben möchten, informieren Sie sich über nachhaltige Geldanlagen und Banken, die in ihrer Geschäftspolitik auf einen ethischen Umgang mit Geld achten.
Durch unseren Umgang mit Geld und unseren Geldanlagen nehmen wir indirekt Einfluss, z. B. auf die Sicherung von Arbeitsplätzen oder Klima- und Umweltschutz. Bei einer ethischen Geldanlage spielen neben Rendite, Laufzeit und Risiko auch ethische und ökologische Kriterien eine tragende Rolle.

FNG Siegel
Ziel des seit 2015 vergebenen FNG-Siegels ist, Verbrauchern eine Orientierung zu geben, wenn diese ihr Geld unter Nachhaltigkeitsaspekten anlegen wollen. Es will die Nachhaltigkeit von Publikumsfonds (Aktienfonds, Mischfonds und Rentenfonds) transparent machen und damit helfen, diese besser einschätzen zu können. Das Label stellt keine Kaufempfehlung dar und berücksichtigt keine finanziellen Kriterien.

Bei vielen Banken ist nur schwer nachzuvollziehen, wie sie unser Geld anlegen. Sind es z. B. Geschäfte mit Waffen, Nahrungsmittelspekulation, kohlenstoffdioxidintensiven Produkten bzw. Herstellungsprozessen oder intransparente Geschäfte über Schattenfinanzplätze. Nachhaltige Banken, von manchen auch grüne, ethische oder faire Banken genannt, investieren auf Basis von klaren Regeln in sinnvolle soziale oder ökologische Projekte oder in die Energiewende. Sie bieten dem Kunden alles, was normale Banken auch bieten – nur eben auf Basis gesellschaftlich und ökologisch sinnvoller Investitionen (ethisches Investment). Online-Banking ermöglicht den Geschäftsverkehr auch jenseits wohnortnaher Filialen.
Triodos Bank
Die Triodos Bank aus den Niederlanden ist mit 600.000 Kunden „Europas führende Nachhaltigkeitsbank“. Die Triodos Bank finanziert ausschließlich Unternehmen, Institutionen und Projekte, die „einen Mehrwert für Mensch und Umwelt schaffen.“ Dazu gehören neben Initiativen aus dem Bereich Erneuerbare Energien Projekte aus der ökologischen Landwirtscahft oder der Sozialwirtschaft. Girokonto-Kunden können mit der Triodos Kreditkarte an über 65.000 Geldautomaten in Deutschland sowie weltweit an allen Automaten mit MasterCard-Logo kostenlos Geld abheben.
GLS Bank
Die Genossenschaftsbank GLS Bank gilt als erste Bank in Deutschland, die nach sozial-ökologischen Grundsätzen wirtschaftet. Sie finanziert "nur solche Unternehmen und Projekte [...], die Entwicklungschancen für unsere und für zukünftige Generationen erhalten oder schaffen". Die Kunden können auswählen, in welchen Bereichen das angelegte Geld vor allem verwendet werden soll. Neben der Zentrale in Bochum gibt es Filialen in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Stuttgart. Die über 215.000 Kunden können an fast 20.000 Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken und der Sparda-Bank kostenlos Geld abheben.
EthikBank
Die Ethikbank ist eine „ethisch-ökologische Direktbank“, sie führt derzeit rund 23.000 Konten. Mit ihren Krediten finanziert sie ausschließlich „ökologisch und sozial sinnvolle Maßnahmen“. Dazu zählen zum Beispiel ökologische Bauprojekte wie Passiv- und Energiesparhäuser, Erneuerbare Energien, Elektromobilität oder kulturelle Projekte. Die Anlagekriterien beinhalten u. a. eine umfassende Umweltpolitik, die Einhaltung der Menschenrechte und die Förderung von Vielfalt. Kunden können an allen ca. 20.000 Geldautomaten der deutschen Genossenschaftsbanken (Volks-, Raiffeisen-, Sparda-Bank) kostenfrei Bargeld vom Online-Girokonto abheben.
Umweltbank
Die Umweltbank finanziert ausschließlich Umweltprojekte, insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien. Sie bietet sowohl kurz- als auch langfristige Geldanlagen und finanziert auch Kredite mit verbesserten Konditionen für besonders energiesparende Häuser. Ein traditionelles Girokonto gehört allerdings nicht zum Portfolio, ebenso wenig wie die Möglichkeit der Barauszahlung an Bankautomaten.

Einen besonderen Schwerpunkt auf den Ausstieg aus der Finanzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe legt die weltweite Divestment-Bewegung. Es handelt sich also um eine Form ethischen Investments anhand von Ausschlusskriterien. Mittlerweile haben sich zahlreiche Städte (in Deutschland bisher Münster und Stuttgart sowie die Bundesländer Bremen und Berlin; weltweit z. B. Kopenhagen, Oxford, San Francisco und New York), Universitäten (z. B. Standford), Versicherungsunternehmen (z. B. Allianz) und Stiftungen einer entsprechenden Selbstverpflichtung (Go Fossil free) angeschlossen. Im Bereich der katholischen Kirche setzt sich mittlerweile das Global Catholic Climate Movement (GCCM) für entsprechende Anstrengungen von katholischen Institutionen ein.
iStock-608538394_shansekala
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