Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Diözesanrat wählt Vertreter aus Gesellschaft und Politik

20 Einzelpersönlichkeiten engagieren sich für vier Jahre / Vorsitzender Tremmel dankt für Engagement
Einzelpersonen
München, 16. Oktober 2021. Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising hat am Samstag, 16. Oktober, bei seiner Herbstvollversammlung in München 20 Einzelpersönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gewählt. Im Rahmen einer Nachwahl für den Vorstand wählte das Gremium außerdem Alma Thoma (35) vom Sozialdienst katholischer Frauen als Vertreterin aus den katholischen Diözesan-Organisationen des Laienapostolats. Thoma folgt auf Felicitas Freifrau von Weichs. Der Vorsitzende des Diözesanrats, Hans Tremmel, dankte allen Gewählten für ihre Bereitschaft zum Engagement und würdigte zugleich alle, die bislang Verantwortung übernommen oder sich zur Wahl gestellt haben.
 
Gewählt wurden folgende Einzelpersönlichkeiten:
  • Martin Choroba (60), Geschäftsführer und Produzent;
  • Tobias Eschenbacher (44), Freisinger Oberbürgermeister;
  • Gerhard Haszprunar (64), Universitätsprofessor für Zoologie und Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns;
  • Franz Heilmeier (58), Bürgermeister der Gemeinde Neufahrn;
  • Andrea Kammhuber-Landfermann (61), Fernsehredakteurin;
  • Alexander Karl (45), Chefarzt;
  • Michael Koller (45), Fachlehrer und Verwaltungsleiter im Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden;
  • Ernest Lang (70), Hörfunk-Chefreporter i.R.;
  • Monika Mayerhofer (43), Bäuerin;
  • Josef Niedermaier (58), Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen;
  • Anna Noweck (44), Professorin für Theologie in der Sozialen Arbeit an der Katholischen Stiftungshochschule München;
  • Doris Rauscher (54), Abgeordnete (SPD) im Bayerischen Landtag;
  • Ulrike Scharf (53), Abgeordnete (CSU) im Bayerischen Landtag;
  • Bruder Christian Schmidberger (56), Ordenspriester der Franziskaner-Minoriten;
  • Johannes Singhammer (68), Bundestagsvizepräsident a.D.;
  • Florian Streibl (58), Rechtsanwalt und Abgeordneter (Freie Wähler) im Bayerischen Landtag;
  • Johannes Trischler (34), Syndikusrechtsanwalt;
  • Joachim Unterländer (64), ehemals Abgeordneter (CSU) im Bayerischen Landtag;
  • Katharina Vogt (38), Leiterin Vertriebssteuerung Firmenkundengeschäft bei einer Großbank;
  • Markus Vogt (58), Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
 
Die Einzelpersönlichkeiten sollen aus dem öffentlichen Leben und dem Laienapostolat stammen und werden anhand einer Liste gewählt, die der Vorstand des Diözesanrats auf Grundlage der Vorschläge und seiner eigenen Beratungen zusammengestellt hat. Sie werden auf vier Jahre gewählt.
 
Im Mittelpunkt der Versammlung mit dem Titel „200 Jahre Erzbistum sind noch nicht genug!“ standen Umbrüche, Aufbrüche und Herausforderungen während des 200-jährigen Bestehens des Erzbistums München und Freising. Aktuelle Entwicklungen im Erzbistum und darüber hinaus thematisierten neben Kardinal Marx und Generalvikar Klingan auch der Diözesanratsvorsitzende Hans Tremmel und der Leiter des Ressorts Grundsatzfragen und Strategie des Erzbischöflichen Ordinariats München, Armin Wouters. Zum Abschluss der Vollversammlung feierte Marx in der Haidhauser Pfarrkirche St. Wolfgang einen Gottesdienst mit Teilnehmenden der Vollversammlung. Dieser eröffnete zugleich die diözesane Phase des synodalen Prozesses auf dem Weg zur Weltbischofssynode 2023, den Papst Franziskus ausgerufen hat.
 
Der Diözesanrat der Katholiken ist das oberste Laiengremium der Erzdiözese. In die Vollversammlung werden Vertreter der Dekanatsräte, die sich wiederum aus Vertretern der Pfarrgemeinderäte zusammensetzen, sowie Vertreter der katholischen Verbände und Organisationen entsandt. Die mehr als 200 Mitglieder des Diözesanrates treffen sich jeweils im Frühjahr und im Herbst zu ihren Vollversammlungen. (hs)