Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Marx und Tremmel rufen zu Pfarrgemeinderatswahlen auf

Kreative Formen des kirchlichen Miteinanders gesucht / Stimmabgabe erstmalig online möglich
Kardinal Marx und Prof. Hans Tremmel
München, 2. Juli 2021. Unter dem Motto „Christ sein. Weit denken. Mutig handeln.“ finden am Sonntag, 20. März 2022, die Pfarrgemeinderatswahlen in der Erzdiözese München und Freising statt. In einem gemeinsamen Brief rufen der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Hans Tremmel, zur Beteiligung an den Wahlen auf. Das bayernweite Motto der Kampagne motiviere, „mit einem weiten Blick unserer christlichen Botschaft klug, mutig und hoffnungsfroh zu handeln und so gemeinsam Kirche und Gesellschaft zu gestalten“, heißt es in dem Brief. Zudem sei es ein Appell, „neue und kreative Formen des kirchlichen Zusammenlebens zu entdecken und weiterzuentwickeln“, so Marx und Tremmel. Eine wichtige Neuerung bei den Pfarrgemeinderatswahlen im kommenden März ist die Möglichkeit der Wahlberechtigten, ihre Stimme auch online abzugeben. 
 
In dem Brief ermutigen der Erzbischof und der Diözesanratsvorsitzende die Gläubigen zum ehrenamtlichen Engagement in der Pfarrgemeinde: „Christinnen und Christen haben über ihre vielfältigen individuellen Begabungen, Kompetenzen und Charismen hinaus auch ein gemeinsames Fundament ihrer Berufung, nämlich Taufe und Firmung. Auf dieser Basis stellen sie sich bewusst in den Dienst einer größeren Aufgabe, in den Dienst der Gemeinschaft im Glauben.“ Darüber hinaus danken Marx und Tremmel allen bisherigen Pfarrgemeinderatsmitgliedern, die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie gemeinsam mit den Hauptamtlichen „alternative Wege des Miteinanders“ gefunden und so anderen Mut gegeben hätten: „Sie alle leisten einen wertvollen, einen unverzichtbaren Beitrag zur lebendigen Gestalt unserer sichtbaren Kirche vor Ort – in der Verkündigung, der Liturgie und der Diakonie.“
 
Die Stimmabgabe wird im März 2022 erstmalig wahlweise auch online möglich sein. Alle Wahlberechtigten erhalten im Februar 2022 eine Wahlbenachrichtigung mit den Zugangsdaten. Eine allgemeine Briefwahl findet 2022 nicht statt, unter anderem, um mit Blick auf den Klimaschutz Papier zu sparen. Es ist in jeder Pfarrei aber auch möglich, seine Stimme wie gewohnt in einem Wahllokal abzugeben oder Briefwahlunterlagen anzufordern. Die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten beginnt im Herbst, darüber werden jeweils die Pfarrgemeinden informieren.
 
Der Pfarrgemeinderat ist auf Pfarreiebene die demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes. Die alle vier Jahre stattfindende Wahl legitimiert die Pfarrgemeinderäte, die Gläubigen in einer Pfarrgemeinde zu repräsentieren und in allen Fragen, die die Pfarrgemeinde betreffen, beratend, koordinierend oder beschließend mitzuwirken. Der Pfarrgemeinderat trägt maßgeblich zum pastoralen Leben in der Pfarrei bei. Im Pfarrgemeinderat laufen die Fäden des ehrenamtlichen Engagements zusammen. Er behält den Überblick über alle Gruppen und Aktivitäten und stellt die Kommunikation zwischen allen Feldern des kirchlichen und gesellschaftspolitischen Engagements sicher. Der Pfarrgemeinderat entwickelt neue Ideen für die kirchliche Arbeit, indem, ausgehend von den Zeichen der Zeit, offene Fragen gestellt werden und um zukunftsfähige Antworten gerungen wird.  Wahlberechtigt sind alle Katholiken ab 14 Jahren, gewählt werden können Gläubige ab 16 Jahren. (taw)
 
Hinweis: Weitere Informationen sind unter www.deine-pfarrgemeinde.de zu finden.