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Maria Himmelfahrt, Allach - Sankt Martin, Untermenzing

  

„Das Licht der Welt“ Februar 2026

Liebe Gemeinde,

kommt es Ihnen auch so vor, dass es gefühlt erst gestern war, als wir die erste Kerze am Adventskranz entzündet haben? Dann folgten die zweite, dritte und vierte Kerze und schließlich die vielen Lichter am Christbaum. Danach zogen die Sternsinger durch das Land und nun feiern wir schon das Fest Darstellung des Herrn, bekannt auch als Mariä Lichtmess.

40 Tage nach Weihnachten feiern wir dieses Fest. Der Name Mariä Lichtmess kommt vom Namen Mariä Reinigung, denn nach jüdischer Tradition war eine Frau 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes wieder rein. Ebenso war es jüdischer Brauch, den Erstgeborenen 40 Tage nach der Geburt im Tempel Gott zu übergeben. Davon kommt der Name Darstellung des Herrn. Seit der Liturgiereform steht der Bezug zu Jesus und seiner Darstellung im Tempel wieder im Vordergrund der Feier.  Und wieder feiern wir mit Lichtern in Form von Lichterprozessionen, um Christus, das Licht der Welt, zu feiern.

Im Lukasevangelium lesen wir die Worte, die der greise Simeon bei der Darstellung von Jesus im Tempel gesagt hat:

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht,
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet,
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
LK.2,30-32


Und diese tröstenden Worte über Jesus, dem Licht der Welt, sind Teil des Stundengebets der Kirche. Wenn die Kirche das Nachtgebet betet, in den Klöstern und alle Priester im Stundengebet, dann werden diese Worte für unser aller Heil jeden Tag gebetet. Nicht nur jeden Tag, sondern jede Minute, jede Sekunde, wenn wir weltweit denken, in den verschiedenen Zeitzonen. Ist das nicht ein tröstlicher Gedanke, dass immer jemand für uns betet?

Nehmen wir diesen Gedanken mit in das Neue Jahr 2026. Vielleicht ist er auch Ermunterung, uns mit unseren Stundengebeten näher zu befassen. Die Kirchenglocken erinnern uns an das Stundengebet. Ganz ähnlich, wie bei unseren muslimischen Brüdern der Muezzin zum Gebet ruft, so rufen die Kirchenglocken auch uns. In der Früh zur Laudes, in der das Benedictus gebetet wird, mittags um 12 Uhr zum Engel des Herrn, um drei Uhr zur Vesper mit dem Magnifikat und abends zum Nachtgebet. Die Gebete stehen im Gotteslob und wir haben sie auf den folgenden Seiten für Sie zusammengefasst.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Jahr 2026 im Glanze des Lichtes der Welt.

Ihre Gemeindeassistentin
Eva Maier
Eva Maria Maier-Merck