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Maria Himmelfahrt, Allach - Sankt Martin, Untermenzing

  

Wort des Monats

Es ist Juli

In diesem Monat gibt es im Garten viel zu tun: Vor allem muss Unkraut gezupft und gegossen werden. Beides ist wichtig und oft ziemlich anstrengend, aber unscheinbar. Denn ein Beet sieht vor und nach dem Jäten bzw. Gießen meist ziemlich gleich aus, während einem gepflanzten oder geernteten Beet die harte Arbeit sofort angesehen wird.

Auch das Kirchenjahr kennt Phasen, in denen nichts Spektakuläres geschieht, keine Hochfeste wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten gefeiert werden: Die Zeit im Jahreskreis. Sie ist zweigeteilt und ihre liturgische Farbe ist grün. Gemeint sind die beiden ungeprägten Zwischenphasen, die jeweils den Weihnachts- und Osterfestkreis trennen: Die erste zwischen Taufe des Herrn und Aschermittwoch, die andere dauert vom Dreifaltigkeitssonntag bis Christkönig. In dieser Phase befinden wir uns jetzt.

Es ist eine Zeit eher des stillen Glaubens, die bereits von Jesus gelebt wurde. So wird ER vom Geist nach seiner spektakulären Taufe in die Ruhe der Wüste geführt (Mk 1,12), um der Versuchung zu widerstehen und nach seinem ersten öffentlichen Auftreten in Kafarnaum zieht ER sich in die Einsamkeit zurück, um zu beten (Mk 1,35). Das innerliche Widerstehen der Versuchung in der Wüste ist zu vergleichen mit dem Unkraut-Jäten und das Beten in der Einsamkeit mit dem Beete-Gießen. Wir Gläubigen sind wie Jesus Gärtner. Als solche achten wir darauf, dass uns die kostbare Pflanze des Glaubens nicht in unseren Alltagssorgen, diesem Unkraut eingeht, sondern vielmehr stets viel Sonne bekommt, die kleinen, unermüdlichen Freuden christlicher Lebensklugheit bzw. genügend Wasser in Form des Gottesdienstes und Gebets, dem Hören und Antworten auf das Wort Gottes. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Juli.

Ihr Diakon Norbert Uhlenbruck
Norbert Uhlenbruck, Diakon