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Pfarrverband Isarvorstadt

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Fannys Dienst-Tag im März 2026


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Ein freundliches Wuff allen miteinander.

Ich bin’s wieder, Eure Fanny.

Wir befinden uns mitten in der Fastenzeit, liebe Leute. Und entgegen meinen früheren Erläuterungen, dass Hunde nicht zu fasten brauchen, habe ich für diese Kolumne den großen Selbstversuch unternommen: Fanny fastet. Jauuuul.
Sehen Sie sich mein Foto für diesen Monat an: Da ist nix im Fressnapf. Schaut das derzeit auch so übersichtlich bei Ihnen zu Hause auf dem Teller aus? Wohl kaum. Damit ist der Beweis angetreten, dass Hunde, wenn wir fasten, das viel besser können als ihr Menschen, he, he, he.
Obwohl, unter Hundeexperten gehen diesbezüglich die Meinungen auseinander: Während Befürworter sich für ein bis zwei Fastentage pro Woche oder gelegentlichen fleischfreien Tagen zur Regeneration aussprechen, warnen Kritiker vor Magenübersäuerung und Nährstoffmangel. Wahrscheinlich liegt, wie so oft im Leben, die Wahrheit irgendwo dazwischen: statt eines kompletten Fastentages also besser ein fleischfreier Tag mit leichter Kost aus Gemüse oder Reis. Das würde auch Euch Menschen ganz gut tun, habe ich mir sagen lassen.
Im Übrigen, auch das habe ich bereits einmal an dieser Stelle geschrieben, kann ich es mir aus Kundenfreundlichkeit im Pfarrbüro gar nicht leisten, ausgiebig zu fasten: Das schlägt bei mir nämlich schnell auf die Stimmung und ich werde dann knatschig und unleidlich. Und die Pfarrbüro-Besucher wären auch not amused, wenn ich ein von ihnen angebotenes Hunde-Leckerli naserümpfend zurückweisen würde, weil ich faste. Nein, bei uns ist der Kunde König.
Ganz krass fastete übrigens der heilige Franziskus, dessen Todestag sich heuer zum 800. Mal jährt: Fastenzeit war für den sogar fünfmal im Jahr: Den Dreikönigstag am 6. Januar, den Aschermittwoch, das Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni, Mariä Himmelfahrt am 15. August und Allerheiligen am 1. November nahm er jeweils zum Anlass für ein 40-tägiges Fasten. Franz von Assisi fastete also insgesamt 200 Tage – und damit mehr als die Hälfte des Jahres.
Durch das Fasten wollte Franziskus offener für Gott werden. Es fiel ihm offenbar auf diese Weise leichter, so seine Stimme zu hören. Mei, scheint ja geklappt zu haben, sonst wäre er heute wohl nicht ein so großer und bekannter Heiliger. Obgleich, am Ende seines Lebens hat er sich dann bei seinem Leib, den er Bruder Esel nannte, entschuldigt, dass er ihn oft so hart behandelt hätte. Späte Einsicht?
Ach, es ist schon eine arg verzwickte Sache mit dem Fasten. Dass jeder von Euch hier einen für sich gangbaren und guten Weg, auf welche Weise auch immer, findet, das wünsche ich Euch.

Herzlichst, Eure Fanny!