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Pfarrverband Karlsfeld

Krenmoosstr. 7, 85757 Karlsfeld, Telefon: 08131-59393-3, E-Mail: St-Anna.Karlsfeld@ebmuc.de

Aus der Geschichte der Pfarrei Sankt Anna

Sankt Anna
Bis zum Zweiten Weltkrieg war Karlsfeld ein Dorf, das seelsorgerisch der Pfarrei Sankt Peter und Paul Feldmoching zugeordnet war. Gottesdienst gefeiert wurde in der "Ludl-Kapelle", die der Landwirt Ignaz Ludl im Jahre 1900 auf seinem Privatgrundstück errichtet hatte.
Mit Ende des Zweiten Weltkrieges änderte sich die Bevölkerungs- und Wohnraumsituation in Karlsfeld rasch, denn Tausende Heimatvertriebene aus Ost- und Südosteuropa fanden in Karlsfeld und Ludwigsfeld eine neue Heimat.
Die "Ludl-Kapelle" bot nun den Gottesdienstteilnehmern nicht mehr genügend Platz und so musste eine neue Lösung gesucht werden.
Am 13. Juni 1951 beschloss der Karlsfelder Gemeinderat, die Hälfte der Kaufsumme für ein Grundstück zu übernehmen, auf dem in Karlsfeld eine Kirche errichtet werden sollte. Damit war der Weg geebnet, eine ursprünglich in Ludwigsfeld geplante Kirche in Karlsfeld zu errichten.
Nachdem im Dezember 1951 ein geeignetes Grundstück erworben werden konnte, wurde am 16. Juni 1952 mit dem Bau der Sankt Anna Kirche begonnen.
Bereits am ersten Adventssonntag, dem 28. November 1952, feierte der damals noch für Karlsfeld zuständige Pfarrer von Feldmoching, Geistlicher Rat Jakob Sturm, den ersten Gottesdienst in der Sankt Anna Kirche. Ab dem darauf folgenden Sonntag feierte Kaplan Josef Mühlhauser sowohl für die Katholiken Karlsfelds wie auch für die aus Ludwigsfeld regelmäßig die Gottesdienste in Sankt Anna.
Weihe Kirche
Am 26. April 1953 konsekrierte Joseph Kardinal Wendel die damalige Kuratiekirche in einem feierlichen Gottesdienst (Bild links).
Der anfänglich bis auf Altar, Tabernakel, Beichtstühle und Bierbänke leere Kirchenraum wurde dann Stück für Stück ausgeschmückt. So konnte im November 1953 die erste elektronische Orgel in Benutzung genommen werden; 1955 wurde eine Marienstatue erworben; 1956 wurde das Kirchengestühl eingefügt und 1957 wurde das aus rund 330.000 Steinchen bestehende Mosaik an der Altarwand gesegnet.
Am 21.04.1957 wurde die Pfarrkuratie Sankt Anna durch Kardinal Joseph Wendel zur Pfarrei erhoben. Der bisherige Kurat Josef Mühlhauser wurde erster Pfarrer der Pfarrei.
In den Folgejahren wurden die Bauarbeiten mit der Installation einer Heizung, der Errichtung des Taufbrunnens, der Einfügung des Kreuzweges und der Fertigstellung der Sgraffito-Mosaik-Arbeiten abgeschlossen. 1962 wurde schließlich auch mit der Anschaffung einer fünften Glocke das Geläut vervollständigt.
Auch Dank großzügiger Spenden der Pfarrangehörigen konnten in den folgenden Jahrzehnten immer wieder Umbau-, Erweiterungs- und Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche vorgenommen werden, besonders erwähnenswert ist dabei der Orgeleinbau 1979.
Sankt Anna innen
Nachdem Pfarrer Mühlhauser zum 01. April 1985 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand trat, wurde Pfarrer Robert Krieger am 06. Oktober 1985 als zweiter Pfarrer von Sankt Anna installiert.
Die Jahre von Pfarrer Krieger in Sankt Anna haben Karlsfeld nicht nur durch sein seelsorgerisches Wirken geprägt, sondern auch durch bauliche Maßnahmen. Allen voran ist der Bau des Sankt Anna Hauses zu nennen. Bereits 1990 sprach sich die Erzbischöfliche Bau- und Kunstkommission wegen schwerer Schäden am Mauerwerk des alten Pfarrheimes für den Neubau eines Pfarrheimes aus. Es dauerte aber über ein Jahrzehnt bis der Bau auch realisiert werden konnte. Am 25.01.2004 erfolgte schließlich die Segnung der neuen Räume durch Domkapitular Prälat Josef Obermaier. Mit der Fertigstellung des Sankt Anna Hauses, der sich in den folgenden Jahren anschließenden Neugestaltung des Parkplatzes und des Zuganges zur Kirche, entstand ein Kirchplatz, der dem Pfarrgrundstück eine ganz neue Komposition gab.
Als nächstes großes Bauprojekt fiel in die Amtszeit von Pfarrer Krieger der Umbau des Pfarrhauses. Zwischen Sommer 2007 und Frühjahr 2009 wurde das alte Pfarrhaus komplett entkernt. Die Büro- und Wohnräume wurden räumlich getrennt und völlig neu gestaltet. Das Dachgeschoss wurde zu einer Dienstwohnung ausgebaut. Am 24. Mai 2009 wurden im Anschluss an einen Festgottesdienst die Räume gesegnet.
Als weitere große Baumaßnahme stand die Sanierung des Kirchendaches an. Um langfristige witterungsbedingte Schäden am Dachstuhl und Mauerwerk der Pfarrkirche zu verhindern, wurde das Kirchendach vollständig erneuert.
Eine weitreichende Umbaumaßnahme, die 2009 als Übergangslösung gedacht, in der Pfarrkirche Sankt Anna vorgenommen wurde, wartet noch auf ihren Abschluss. Der vordere Teil der Bänke wurde aus der Kirche entfernt, um Platz für einen Altar und ein Taufbecken in der Mitte der Kirche zu schaffen. Damit wird versinnbildlicht, dass der Altar das zentrale Symbol für Christus ist, der in der Mitte seiner Gemeinde gegenwärtig ist. "Den hier deutlich werdenden Unterschied zum nichtchristlichen Kult formulierte Joseph Kard. Ratzinger/Benedikt XVI. so: „Den ‚Kult' vollzieht Christus selbst in seinem Stehen vor dem Vater, er wird der Kult der Seinigen, indem sie sich mit ihm und um ihn versammeln." Räumlicher Ausdruck dieser Versammelung mit und um Christus wurde die Versammlung der Kirche um den Altartisch. Von daher empfängt der Altartisch seine Würde. Deshalb küsst ihn der Priester zu Beginn der Messe, deshalb verneigen sich katholische Christen vor dem Altar." (Liturgisches Institut Schweiz)
Nachdem Pfarrer Krieger im Rahmen der geplanten Errichtung des Pfarrverbandes Karlsfeld im Frühjahr 2012 auf die Pfarrei Sankt Anna resignierte, wurde Pfarrer Bernhard Rümmler am 15. September 2012 durch Dekan Franz Muck als dritter Pfarrer von Sankt Anna in sein Amt eingeführt. Die endgültige Neugestaltung des Innenraumes des Pfarrkirche wird für die ganze Pfarrgemeinde zusammen mit Pfarrer Rümmler eine der großen Aufgaben in den nächsten Jahren sein.

Mehr Informationen zur Geschichte der Pfarrei Sankt Anna finden sich in der Chronik "50 Jahre Sankt Anna Karlsfeld", die im Pfarrbüro Sankt Anna erhältlich ist.

Mehr wissenswertes über die Pfarrkirche Sankt Anna finden Sie auch hier.