Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unseres Angebots erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK
Mehr Infos

Pfarrverband Palling - Freutsmoos

Pfarrei Mariä Geburt Palling
Pfarrei St. Laurentius Freutsmoos
Pfarrei Palling Kopfzeile

KREUZWEG-ANDACHT Theologische Meditation zum Kreuz Jesu Christi

Kreuz - Augustinus
„Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die geretet werden, ist es Gottes Kraft“
(1 Kor 1, 18).


Urheberrecht: Pavo Filipovic (copiright by the autor) Verwendung der Texte nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

Eröffnungsmeditation: Das Kreuz Jesu Christi
Man kann fast nicht daran vorbeikommen, denn es ist auf Kirchtürmen, in vielen öffentlichen Gebäuden, in Haushalten, auf Todesanzeigen, Kapellen und Gräbern, oder auch als Kettenanhänger, Tatoo, Glücksbringer-Amulett oder als ein anderes Modeaccesorize zu sehen – das Kreuz. Es ist auch heute noch eines der bekanntesten Symbole der Welt. Es soll einerseits daran erinnern, dass niemand am Ereignis des Todes vorbeikommen kann; andererseits steht das Kreuz für die Möglichkeit der Überwindung des Todes durch Jesus Christus, denn mit dem Tod Jesu war die „Geschichte“ nicht zu Ende, sondern erlebte einen Neubeginn, was das Kreuz (Symbol für Leiden und Tod) in einem ganz neuem Licht erscheinen lässt und zum Hoffnungszeichen macht: Ave crux, spes unica. In der katholischen Kirche hat sich, vor allem durch berühmte Theologen und Mystiker wie z. B. Johannes vom Kreuz, eine ganze Mystik und Theologie des Kreuzes entwickelt, die versucht das Grund-Symbol des Christentums zu enträtseln und tiefer zu verstehen. Wann immer wir das Kreuzzeichen machen, erinnern wir uns – ob bewusst oder unbewusst – an den Leidensweg Jesu Christi und seinen Tod am Kreuz, aber bekennen uns damit auch zu neuer Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi, die stärker ist als Kreuz und Tod: Deinen Tod, o Herr bekennen wir, deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit. Amen (Messbuch, Geheimnis des Glaubens).

Charakteristisch für ein Kreuz ist, dass es vier gegenübergesetzte Punkte miteinander verbindet und das im Kreuz sowohl eine Vertikale als auch eine Horizontale vorzufinden ist. Aufgrund dieser Struktur des Kreuzes eignet es sich als Symbol für Verbundenheit zwischen Himmel und Erde und somit für eine religiöse Deutung der Welt und des menschlichen Daseins. Doch auch wenn das Kreuz zu den bekanntesten Symbolen der Weltgeschichte zählt, ist es – vor allem in unseren Tagen – ein sehr umstrittenes Symbol. Wir denken da ganz besonders an das sogenannte „Kreuz-Urteil“ des Europäischen Menschengerichtshofs in Straßburg. Somit erfüllt sich auch zu unserer Zeit die Prophezeiung des Greisen Simeon, dass Jesus – vor allem der gekreuzigte Jesus – ein Zeichen sein wird, dem widersprochen wird (vgl. Lk 3, 34). Und der Apostel Paulus wurde sich schon sehr bald bewusst, dass das Kreuz Jesu Christi vielen als Torheit und Ärgernis erscheinen müsse: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit“ (1 Kor 1, 18). An anderer Stelle fügt er noch hinzu: „Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit“ (1 Kor 1, 22-23). Diese Kreuzesproblematik ist, wie oben erwähnt, bis zum heutigen Tage geblieben. Über diese hier ein Text vom bekannten österreichischen Theologen und Weihbischof Paul M. Zul
Kreuz-Urteil

Das Kreuz mit dem Kreuz

Kommentar in Tygodnik Powszechny zum Kreuzurteil des EUG für Menschenrechte.

Das „Kreuz-Urteil“ des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs ist Ausdruck eines Ringens um die Auslegung des Begriffs „Religionsfreiheit“ und darum, wie sie politisch zu gestalten ist. Es gibt zwei Wege. Der erste ist der Weg einer „negativen Religionsfreiheit“: sie beruht darauf, dass in der Öffentlichkeit nichts vorkommen darf, was mit der Religion zu tun hat, darunter religiöse Symbole. Dies betrifft übrigens alle Religionen – egal, ob Christentum oder den Islam. Das andere Konzept der Religionsfreiheit sehe ich als eine „positive Religionsfreiheit“: danach haben Religionen das Recht, sich frei im gesellschaftlichen Leben darzustellen und sichtbar zu machen.  

Das Urteil des Menschenrechtsgerichtshofs in Straßburg ist auf dem Konzept der negativen Religionsfreiheit begründet. Sollte man konsequent die Spur dieses Konzepts verfolgen, würde man letztlich die Religionsfreiheit vernichten. Denn es verlangt, dass gar keine Religion im öffentlichen Raum vorkommen darf – außer der „Religion der laïcité“. Dieser Begriff ist auf Frankreich zurückzuführen, wo die Religion aus der Öffentlichkeit längst verdrängt und eine Art „Staatsreligion“ (unter dem Namen „laïcité“) eingeführt wurde. Ich nenne das Religion, denn der atheistische Humanismus ist auch eine Weltanschauung wie Religionen. Um konsequent zu sein, dürfte dann niemand auch im Namen des Atheismus öffentlich auftreten. Das wäre unlogisch. Und so gesehen, ist das nicht eine Religionsfreiheit, sondern eine Art negatives Religionsmonopol des Staates, in dem der Sinn der Religionsfreiheit verloren geht. Obwohl also das „Kreuz-Urteil“ im Namen der Religionsfreiheit gesprochen wurde, schützt es die Religionsfreiheit nicht, sondern macht sie unmöglich.

Ich bin überzeugt, dass dieses Urteil keinen Bestand haben wird. Italien hat angekündigt, dagegen Einspruch zu erheben und es wird sicherlich Erfolg haben. Dabei betrifft das Problem andere Länder, auch Österreich, wo durch das Konkordat versichert wird, dass Kreuze in Klassenzimmern hängen können und dass die religiöse Erziehung zu dem Grundgesetz der Schule gehört. Länder wie Österreich müssten, um solch einem Urteil gerecht zu werden – sollte es eines Tages im Falle Österreich gesprochen werden – ihre Verfassungen ändern. Davon abgesehen, dass das politisch nicht machbar wäre, würde das Europa nur schaden, dessen Geschichte durch das Christentum geprägt ist. Man müsste nicht nur viele Symbole im öffentlichen Leben entfernen. Zugespitzt: man dürfte sogar keine Bücher lesen, wo religiöse Motive vorhanden sind, keinen Schiller, keinen Goethe. Das Christentum ist in einer dichten Art und Weise nicht nur in Symbolen präsent, sondern auch in Kultur und im Alltag. Der Mensch in Europa kommt immer wieder mit dem Christentum in Berührung. Das ist unvermeidbar. Sollte dieses Urteil nicht revidiert werden, würde Europa seine Kultur verraten. Denn das ist auch ein Kultur-, nicht nur ein Religionsproblem. In Europa ist langfristig nur eine „positive Religionsfreiheit“ möglich. Es sei denn, jemand will eine totalitäre Staatsreligion, die
„laïcité“ heißt.

M. P. Zulehner

KREUZWEGANDACHT

Einleitung Kreuzweg
Eröffnungsgebet

Kreuzzeichen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Herr Jesus Christus, du hast aus Liebe zu uns Menschen Leiden und Tod erlitten. Wie ein Weizenkorn wurdest du zermahlen zwischen den Mühlsteinen religiöser und politischer Macht. Viele Gestalten sind dir auf deinem Kreuzweg begegnet. Viele von ihnen haben deinem Todesurteil zugestimmt, manche haben aus reiner Neugier nur zugeschaut; manche sind dir entgegengekommen, einige sind sogar ein Stück mit dir mitgegangen und haben dein Kreuz mitgetragen – nur wenige haben zu dir gehalten bis zuletzt: zwei Frauen und ein junger Man. Heute haben wir uns versammelt eine Kreuzwegandacht zu halten, d. h. deines heiligen Kreuzes andächtig zu gedenken. Heute werden wir deinen Kreuzweg nachgehen. O Jesus, nachdenklich halte ich inne zu Füßen deines Kreuzes: auch ich habe es gezimmert mit meiner Schuld. Du hast für uns das Geschick des Weizenkornes auf dich genommen, das in die Erde fällt und stirbt, um so reiche Frucht zu tragen (Joh 12, 24): „Im Mitgehen auf deinem Kreuzweg willst du uns auf den Weg des Weizenkorns mitnehmen, der der Weg zur Fruchtbarkeit ist, die in die Ewigkeit hineinreicht“ (Kreuzwegandacht, Mit Gedanken von Papst Benedikt XVI). Das Kreuz – das Geben und Aufgeben unserer Selbst um deines Vaters willen – lastet schwer auf uns und weil wir zu sehr an unserem eigenen Leben hängen flehen wir zu Gott: „Abba, Vater, … nimm diesen Kelch von mir“ (Mk 14, 36). Gib uns die Kraft auch die andere Hälfte dieses Satzes auszusprechen: „Aber nicht was ich will, sondern was du willst soll geschehen“ (Mk14, 36). Gib uns die Kraft am eigenen Leben nicht zu hängen, „denn wer an seinem Leben hängt, wird es verlieren“ (Joh 12, 25). Schenke uns die Gnade an deinem Leben zu „hängen“, um es bewahren zu können bis ins ewige Leben hinein.

In mir ist so viel Egoismus und Selbstbefangenheit – komm mit deiner grenzenlosen Liebe. In mir ist so viel Hochmut und Arroganz – komm mit deiner Demut. In mir ist so wenig Begeisterung für das Evangelium – komm mit deinem Heiligen Geist. In mir ist so viel Sündhaftigkeit und Schuld – komm mit deiner Milde und Barmherzigkeit. In mir ist so viel Schwäche und Angst – komm mit Deiner Kraft und Stärke. Nimm meine Angst vor dem Kreuz, nimm mir die Angst vor meinem eigenen Kreuzweg, denn durch dich ist das Zeichen des Kreuzes zum Zeichen des Heiles und zum Siegeszeichen geworden – nicht du bist am Kreuz besagt worden, sondern du hast am Stamme des Kreuzes das Böse und die Welt besiegt. Darum preisen wir dich heute und allezeit bis in Ewigkeit. Amen.
Herr Jesus Christus,
geh mit uns und hilf uns
mit dir zu gehen
auf den Kreuzwegen
des Lebens.

Kreuzwegtafeln der Pfarrkirche Palling "Zur Kreuzwegandacht bitte auf die einzelnen Bilder KLICKEN!" - Achtung: Zur Zeit noch in Bearbeitung!

1. Station:

Jesus wird zum Tod verurteilt
1. Station - Jesus wird zum Tod verurteilt - Pfarrkirche Palling

2. Station:

Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
2. Station - Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern Pfarrkirche Palling

3. Station:

Jesus fällt zum 1. Mal unter dem Kreuz
3. Station - Jesus fällt zum 1. Mal unter dem Kreuz Pfarrkirche Palling

4. Station:

Jesus begegnet seiner Mutter, Maria
4. Station - Jesus begegnet seiner Mutter, Maria Pfarrkirche Palling

5. Station:

Simon v. Cyrene hilft Jesus d. Kreuz tragen
5. Station - Simon v. Cyrene hilft Jesus d. Kreuz tragen Pfarrkirche Palling

6. Station:

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
6. Station - Veronika reicht Jesus das Schweißtuch Pfarkirche Palling

7. Station:

Jesus fällt zum 2. Mal unter dem Kreuz
7. Station - Jesus fällt zum 2. Mal unter dem Kreuz Pfarrkirche Palling

8. Station:

Jesus begegnet den weinenden Frauen
8. Station - Jesus begegnet den weinenden Frauen Pfarrkirche Palling

9. Station:

Jesus fällt zum 3. Mal unter dem Kreuz
9. Station - Jesus fällt zum 3. Mal unter dem Kreuz Pfarrkirche Palling

10. Station:

Jesus wird seiner Kleider beraubt
10. Station:<br/>Jesus wird seiner Kleider beraubt Pfarrkirche Palling

11. Station:

Jesus wird an das Kreuz genagelt
11. Station - Jesus wird an das Kreuz genagelt Pfarrkirche Palling

12. Station:

Jesus stirbt am Kreuz
12. Station - Jesus stirbt am Kreuz Pfarrkirche Palling

13. Station:

Jesus wird vom Kreuz abgenommen
13. Station - Jesus wird vom Kreuz abgenommen Pfarrkirche Palling

14. Station:

Jesus wird ins Grab gelegt
14. Station - Jesus wird ins Grab gelegt Pfarrkirche Palling