Pfarrverband Allershausen

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Filialkirche St. Leonhard - Leonhardsbuch

Kirche.Leonhardsbuch.02
Die Kirche zu Leonhardsbuch

Die Geschichte von Leonhardsbuch, das zur Gemeinde Allershausen gehört und kirchlich immer eine Filiale der dortigen Pfarrei gewesen ist, beginnt 770, als ein Zello und sein Sohn all ihren Besitz zu "Poh" dem Domstift Freising schenkten. 834 erfolgen weitere Schenkungen dorthin von einer Frau Heilrad und ihrem Bruder und 1155 gehörte der ganze Zehent dem Freisinger Kloster Neustift. In diesem Jahr ist für Leonhardsbuch, das von den Einwohnern noch heute nur "Buch" genannt wird, bereits eine Kirche mit Friedhof bestätigt.
Der Ort gehörte bis zur Säkularisation von 1803 zur Herrschaft Messenhausen des Hochstiftes Freising. Die Leonardskirche ist nicht groß. Ehe zur Barockzeit ein neues Langhaus und der schöne Zwiebelturm angebaut wurden, war sie noch bescheidener, bestand nur aus dem heutigen gotischen Chor. Am Hauptaltar stehen Sankt Leonhard und Sankt Ulrich, zwei bescheidene heilige Männer, die in der Altarmitte der Himmelskönigin Maria Platz gemacht haben.
Nicht anders ist es im Langhausgewölbe: Fünf Medaillons, an den Ecken die vier Evangelisten, in der Mitte wiederum Maria, diesmal als Rosenkranzkönigin.
Die Kanzel, schön, aber ausgedient, zwei Seitenaltäre für Johannes den Täufer und die Heiligen Andreas und Rupert und überm Chorbogen ein kleiner, aber höchst ausdrucksvoller Kruzifixus, sehr alt, vermutlich aus dem 14. Jahrhundert, gehören zur weiteren Kirchenausstattung.
An den Seitenwänden dichtgedrängt finden wir die Stationen eines sehr schönen Kreuzwegs, der der Kirche vor ca. 300 Jahren von Baron Vequel-Westernach aus Kammerberg gestiftet wurde. Überhaupt mangelte es dem kleinen Kirchlein nie an Wohltätern. Zu ihnen zählten zum Beispiel auch der Freiherr von Manteufel aus Jarzt und seine Frau Klara.
Die Emporenbrüstung ist bemalt. Sie zeigt Jesus und seine Jünger, von denen allerdings drei einem früheren Orgeleinbau zum Opfer gefallen sind.
Leicht kann der Kirchenhügel von Leonhardsbuch schon in heidnisch-germanischer Zeit Ziel eines Kultumrittes gewesen sein. Sicher hat dann der heilige Leonhard den Brauch verchristlicht.
Und noch heute gibt es um das Leonhardi-Fest hier einen Umritt, bei dem die Pferde gesegnet werden und bei dem die Bauern um die schützende Fürsprache des heiligen Leonhard bitten, er möge sie vor Unglück im Stall bewahren.

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