St. Hildegard

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Patronin

Die Patronin der Kirche, die hl. Hildegard, wurde im Jahre 1098 als jüngstes von zehn Geschwistern in Bermersheim bei Alzey (Rheinhessen) geboren.
Im Alter von acht Jahren übergaben sie ihre Eltern der Klausnerin Jutta von Sponheim auf dem Disibodenberg zur Erziehung. Diese Klause entwickelte sich allmählich zu einem Benediktinerinnenkloster. Nach Juttas Tod im Jahre 1136 erwählte der Konvent Hildegard zu seiner Meisterin. Ihren Schwestern war sie eine liebevolle Mutter. Um 1150 besiedelte sie das von ihr gegründete Kloster Rupertsberg bei Bingen. Sie übernahm auch das als Augustinerdoppelkloster gestiftete Eibingen und wandelte es in ein Benediktinerinnenkloster um.

Hildegard war von Jugend auf mit einer "inneren Erleuchtung" begnadet, aus der sie tiefe Erkenntnisse der übernatürlichen Dinge gewann. Auf göttlichen Antrieb begann sie in ihrem 43. Lebensjahre ihre Visionen (sie nennt dieselben "das lebendige Licht") niederzuschreiben. Ihre Hauptschriften sind "Wisse die Wege" (Sci vias), "Die Lebensverdienste", "Die Gotteswerke".

Auf Gottes Geheiß verließ sie trotz stets schmerzlicher Kränklichkeit das Kloster, unternahm in ihrem hohen Alter weite Missionsreisen und hielt Bußpredigten, u. a. in Würzburg, Köln, Trier. Hildegard fand die Bewunderung der Welt, die Verehrung der Fürsten und die Anerkennung der Kirche. Das bezeugt der Briefverkehr mit mehreren Päpsten und mit vielen geistlichen und weltlichen Obrigkeiten. Hildegard war auch Dichterin und schuf zahlreiche Lieder und Gesänge. Mannigfach bewandert war sie auf dem Gebiete der Natur- und Heilkunde, wie ihre naturkundlich-medizinischen Schriften bezeugen. Die Sorge für Seele und Leib verband sie zu einem organisch-harmonischen Ganzen durch die Tugend der Maßhaltung.

Hildegard starb am 17. September 1179. Ihre Reliquien ruhen in der Pfarrkirche zu Eibingen.