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Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Editorial

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Seit der ersten Ausgabe dieser Broschüre im Jahre 2009 haben zwei Ereignisse den ökologischen und entwicklungspolitischen Bereich in besonderem Maße geprägt. Zum einen war dies die durch einen Tsunami ausgelöste Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011. Sie war der Anlass für einen als „Energiewende“ bezeichneten Beschluss des Deutschen  Bundestags zum forcierten Ausstieg aus der Atomenergie und zu einer damit verknüpften Umstellung auf Erneuerbare Energien. Zum anderen kommt innerkirchlich der 2015 von Papst Franziskus veröffentlichten Enzyklika „Laudato Si’“ eine herausragende Bedeutung zu; hat sie das christliche Engagement für den Erhalt der Schöpfung doch auf eine ganz neue Ebene gehoben. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass dieses Papier auch in der vorliegenden Broschüre eine wichtige Rolle spielt.
                                                                                                               
Anders als in der ersten Ausgabe stellen wir konkrete praktische Tipps vor allem auf unserer Homepage www.anders-besser-leben.com zur Verfügung. Das ermöglicht uns nicht nur eine höhere Aktualität im sich schnell verändernden Feld von Siegeln, Institutionen und praktischen Hinweisen. Dies eröffnet auch bequeme Möglichkeiten der direkten Weiterleitung auf  relevante Internetseiten und es schafft mehr Raum für die inhaltlichen Beiträge in der Druckfassung.
Denn mindestens zwei wesentliche Aspekte schwingen im Diskurs um den gesellschaftlichen Wandel bzw. die sozial-ökologische Transformation stets mit:
1) „Wer treibt den Wandel voran?“ – Individuum oder Gesellschaft, Politik oder Wirtschaft, Zivilgesellschaft oder Nationalstaaten, …       
2) „Wie gelange ich / wie gelangen wir vom Wissen zum Tun?“ bzw. „Was motiviert mich / uns zur Umkehr?“.
LS 64a
In einem ersten Abschnitt folgen wir ganz bewusst dem, was Papst Franziskus in Laudato Si’ zur Beantwortung dieser Fragen aus christlicher Perspektive vorschlägt und stellen so grundlegende Voraussetzungen für einen echten Wandel dar. Aus diesen Überlegungen eröffnet sich ein in einer Schöpfungsspiritualität grundgelegter und in dieHeilsgeschichte eingebetteter Horizont, der einerseits jeden Einzelnen zu einer tiefgreifenden inneren Umkehr aufruft, in dem sich andererseits aber auch nur gesamtgesellschaftlich zu bewältigende Herausforderungen und Aufgaben abzeichnen. Diese behandeln wir in einem zweiten Abschnitt, in dem es um die Veränderung des Lebensstils geht – auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene. In einem dritten und letzten Abschnitt geben wir schließlich ganz konkrete Tipps und Handlungsvorschläge für Veränderungen im Alltag und ein bewussteres Leben.
Besonders freut uns, dass Prof. Dr. Ottmar Edenhofer und Prof. Dr. Markus Vogt als renommierte Vertreter einer sozial-ökologischen Transformation und einer christlich inspirierten Umweltethik die Broschüre mit zwei aus ihrer wissenschaftlichen Beschäftigung gewonnenen Impulsen bereichern.
Ganz im Sinne der Enzyklika möchten wir mit dieser Broschüre alle Menschen zum Dialog einladen und anregen, sich für eine lebenswerte Welt für alle einzusetzen. Wir wünschen, dass Sie, als Einzelperson oder gemeinsam in Pfarreien und Verbänden, viele Anregungen und Impulse finden, vor allem aber den Mut, einfach mal anzufangen.
Fuchs






Dr. Josef Fuchs

Vorsitzender Sachbereichsgremium Ökologie und Globale Verantwortung 
Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising
Otterbach






Isabel Otterbach

Abteilung Weltkirche, Fachbereich Globales Lernen und Entwicklung
Erzbischöfliches Ordinariat München und Freising
Zink







Sebastian Zink

Theologischer Grundsatzreferent
Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising