Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Nachruf auf Max Loayza Navarrete: Wir verlieren einen guten Freund

Ehemaliger Präsident des Nationalen Laienrates Ecuadors im Alter von 58 Jahren verstorben
Max Loayza Navarrete unterzeichnet im Jahr 2012 zusammen mit Prof. Dr. Hans Tremmel den Freundschaftsvertraghat
Max Loayza Navarrete und Hans Tremmel unterzeichnen 2012 den Freundschaftsvertrag.
Der Diözesanrat der Katholiken, die diözesanen Partnerschaftsgruppen und die Verantwortlichen des Erzbistums mit Kardinal Marx an der Spitze haben mit großer Bestürzung und Anteilnahme die Nachricht aufgenommen, dass der ehemalige Präsident des Nationalen Laienrates Ecuadors (CELCA), Max Loayza Navarrete, in der vergangenen Woche plötzlich und unerwartet im Alter von 58 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben ist.

Max Loayza war ein kluger, humorvoller, spiritueller und herzlicher Mensch, der unsere Partnerschaft mit seiner besonderen Persönlichkeit enorm bereicherte. „Corazon“ war der Schlüsselbegriff, der über alle Sprachbarrieren hinweg die Begegnungen zwischen uns geprägt hat. Sein Herz schlug für die Kirche Jesu Christi, für seine Familie und zu einem nicht geringen Teil eben auch für die Beziehung der Kirche von Ecuador zur Erzdiözese München und Freising. Dass sein Herz nun nicht mehr schlägt, macht uns sehr, sehr traurig. Wir sind sicher, dass dieses Herz in Gott seine Ruhe gefunden hat und dass der Herr ihm das Gute vergilt, das er in seinem irdischen Leben getan hat. Alle, die ihn kennenlernen durften, werden ihn vermissen. Unsere Gedanken und unsere Gebete sind jetzt aber vor allem bei seiner Frau und seiner Familie. Wir hoffen, dass sie Trost in dem Glauben finden, der für Max zur prägenden Kraft seines Lebens geworden war.

Max Loayza hat als überzeugter Katholik einen wesentlichen Beitrag geleistet, damit aus formaler Partnerschaft echte Freundschaft wird. Er hat mit seinem vielfältigen Engagement auch gezeigt, dass das Laienapostolat hier und dort eine unverzichtbare Größe darstellt, um die Botschaft Jesu Christi authentisch in die jeweilige Gesellschaft hineinzutragen und die spirituelle Basis unseres Glaubens fruchtbar zu machen. Sein Vermächtnis ist für uns Ansporn, die Partnerschaft, die nächstes Jahr ihr 60jähriges Jubiläum begeht, in eine gute Zukunft zu führen. Anlässlich der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages zwischen dem nationalen Laienrat von Ecuador und dem Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising habe ich 2012 in Guayaquil gesagt: „Max und ich bräuchten diese Vereinbarung zur Freundschaft nicht. Aber wir stehen eben nicht für uns allein, sondern repräsentieren Institutionen, für die schriftliche Verbindlichkeiten nötig sind. Wir sichern mit dieser Vereinbarung etwas, das man eigentlich nicht in Regeln fassen kann, nämlich eine nachhaltige freundschaftliche Beziehung auf Augenhöhe. Letztlich geht es aber nicht um Dokumente, sondern um den Sinn, der dahintersteht und den wir mit Leben füllen müssen.“

Was unsere Vorgänger begonnen und was die aktuellen Verantwortlichen weitergetragen haben, soll mit vielen engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen, mit Klerikern und Laien in Ecuador und Bayern wirkmächtig und mit Gottes Beistand fortgeführt werden. Wenn uns das gelingt, bleibt Max Loayza über seinen Tod hinaus fest in unseren Herzen.

28.06.2021
Prof. Dr. Hans Tremmel
Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken
der Erzdiözese München und Freising
[Pressemitteilung]