Pfarrverband Oberes Priental

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Sternsinger-Aktion 2017

Sternsinger in Frasdorf 2017
„Wir folgen dem Stern“. 5327,92 Euro sammelten die Frasdorfer Sternsinger an einem einzigen Tag für die diesjährige Sternsingeraktion. 26 Kinder aus der Pfarrgemeinde Sankt Margaretha machten sich in acht Gruppen als Könige aus dem Morgenland einen ganzen Tag lang auf den Weg durch das Dorf, sangen das Lied der Heiligen Drei Könige und schrieben mit der geweihten Kreide den alten Segensspruch 20+C+M+B+17 (Christus Mansionem Benedicat) an die Haustüren. Barbara Auer studierte mit den Königinnen und Königen das Dreikönigslied ein und zeigte ihnen alles, was die Heiligen Drei Könige wissen müssen. Der Erlös der Frasdorfer Sammlung geht schon seit mehreren Jahren an eine Missionsstation der Steyler Missionare in Stauceni nahe der moldawischen Hauptstadt Kishinew. Moldawien ist der östliche Teil des früheren rumänischen Bessarabien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es an die Sowjetunion angegliedert. In Stauceni ist eine Station der Steyler Missionare mit einer Suppenküche, einem Kindergarten auch für behinderte Kinder und einer Sozialstation mit einer Ärztin und mehreren Krankenschwestern. In diese Station sind auch Bäder, Duschen und sanitäre Einrichtungen für die Bevölkerung integriert, da die Mietshäuser, die während der Sowjetzeit entstanden, weitestgehend ohne diese Einrichtungen sind. In Moldawien sind 20 Prozent der Bevölkerung im Ausland, meist im benachbarten Russland, in Israel oder den arabischen Ländern auf Arbeitssuche unterwegs. Die Kinder bleiben dann oft sich selbst überlassen oder bei den überforderten Großeltern alleine zu Hause  zurück.
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Pfarrversammlung

Im vollbesetzten Pfarrheim fand die diesjährige Pfarrversammlung für Frasdorf und Umrathshausen statt. Die Sprecher der jeweiligen Gruppierungen, wie Kirchenverwaltungen, Pfarrgemeinderat, Pfarrverbandsrat, Jugend, Kindergarten und weitere berichteten über ihre Arbeit im vergangenen Jahr und erzählten über die Ereignisse, die sich in ihren Abteilungen zugetragen haben.
Pfarrer Palus bedankte sich beim gesamten Dorf für die Mitarbeit im kirchlichen Jahreskreis und würdigte ganz besonders das Ehrenamt. „Es ist schön, in diesem Dorf Seelsorger zu sein“. Drei Kirchenbauten – Sankt Margaretha in Frasdorf, Heilig Blut in Umrathshausen und die alte Wallfahrtskirche St. Florian – und die entsprechenden Einrichtungen dazu, seien mit viel Arbeit verbunden. Die Last dieser Arbeit sei aber auf so viele Schultern verteilt, dass alle gleichmäßig mitwirken können – 30 Gruppen wirken ehrenamtlich in der Pfarrgemeinde mit. Mit einem Blumengruß bedankte er sich bei Hildegard Osterhammer für ihre Arbeit um St. Florian, bei Resi Hilger und Pia Moser für die Mitarbeit beim Spenden der Krankenkommunion, bei Agnes Wilfing für ihr Engagement als Mesnerin und Hausmeisterin und die Arbeit im Pfarrbüro sowie bei Rosa Gasbichler und Johanna Abel, die im Auftrag der Pfarrgemeinde bei hohen Geburtstagen gratulieren.
Blumengruß bei der Pfarrversammlung 2017
Von links:
Agnes Wilfing, Resi Hilger, Pia Moser, Pfarer Palus, Rosa Gasbichler, Johanna Abel, Hildegrad Osterhammer

Goldene Hochzeit

Hildegard und Franz Osterhammer feierten in der Wallfahrtskirche St. Florian im Kreise ihrer Familie und Freunde goldene Hochzeit.
Die besondere Liebe der beiden gilt unserer Wallfahrtskirche. „Wir hatten immer ein enges Verhältnis zu dieser Kirche und haben uns für alles interessiert, was wir über die Entstehung, die Ausstattung und die fast 500 Jahre dauernde Wallfahrt in Erfahrung bringen konnten“. So ist es auch den beiden zu verdanken, dass der Seitenaltar nach einer Odyssee um die halbe Welt wieder an seinen angestammten Platz in der Wallfahrtskirche zurückkam.
Hildegard und Franz Osterhammer
Pfarrer Overmeyer und unsere Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller beglückwünschen in der Wallfahrtskirche das Jubelpaar.
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Besuch aus Indien Father Dominic von der Chennai-Mission besucht Frasdorf

Fr. dominic aus Indien besucht Frasdorf
Der Jesuitenpater Fr. Dominic aus Indien, Sabine Gehrling, die langjährige Mitarbeitering von Msgr. Diedrich, Marianne Steindlmüller, Frasdorfer Bürgermeisterin (von links)
Der Jesuit Father Dominic besuchte Frasdorf, den letzten Wirkungsort von Msgr. Albert Diedrich. Der Besuch kam zustande auf Einladung des Freundeskreises Saint Boniface Anbaham und weil es von Father Dominic ein Herzenswunsch war, das Grab von Msgr. Diedrich, dem großen Gönner der Armen in Indien in Frasdorf zu besuchen. Zu Beginn zelebrierte der Gast eine Heilige Messe in der Pfarrkirche Frasdorf und berichtete danach im Pfarrsaal über die von Msgr. Albert Diedrich im Jahr 2009 gegründete Loyola-Schule in Vadamelpakkam, die durch seine Ordensbrüder der Jesuiten-Mission in Südindien geführt wird. Die Schule ermöglicht auch Kindern aus dem armen und kastenlosen Teil der Bevölkerung eine gute Ausbildung und bietet damit eine große Zukunftschance für das weitere Leben. Die Schule umfasst Kindergarten, Vorschulklassen, Mittelstufe und Gymnasium und ist mit dem Kinderdorf St. Boniface Anbaham eng verbunden. Die Kinder, die diese Schule besuchen, beginnen bereits in der 1. Jahrgangsstufe mit drei Fremdsprachen: Tamil (die dortige Landessprache), Hindi (die von Mahatma Gandhi gewünschte Sprache für ganz Indien) und Englisch.  Johanna Abel organisierte den Aufenthalt und fungierte als Dolmetscherin.  In Frasdorf wurde Father Dominic herzlich aufgenommen, die Familie Göttlinger stellte ein Übernachtungsquartier zur Verfügung und 1. Bürgermeisterin, Marianne Steindlmüller, überraschte den Gast bei ihren Willkommensgrüßen mit einer Geldspende. Der Frauenbund von Frasdorf sorgte beim Vortragsabend für ein schönes Büffet. Zu den Besuchern gehörte auch Benno Voggenauer junior, er war für mehrere Monate als Auslandsstudienaufenthalt bei der Chennai-Mission und freute sich, Father Dominic wiederzusehen.
 
Zum Abschluss seines Aufenthalts besuchte Father Dominic mit Sabine Gehrling, der langjährigen Mitarbeiterin von Msgr. Albert Diedrich,  an der Aschauer Kapelle „Maria an der Kette“ eine Mai-Andacht und staunte dabei über die vorher von ihm noch nie gesehenen Alphörner.
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Pfarrer Palus nimmt Abschied

Der Pfarrverband verabschiedet Johannes Palus
Die vollbesetzte Pfarrkirche in Aschau
Pfarrer Palus
Unser beliebter Pfarrer Palus

Mit „Servus, Pfüat Gott und auf Wiedersehen“ gespielt vom Aschauer Kirchenorchester, verabschiedete sich Pfarrer Palus am Sonntag, 23. Juli vom Pfarrverband „Oberes Priental“.

Schon vor Wochen geisterte durch unseren Pfarrverband das Gerücht, dass unser beliebter Pfarrer Palus nach Rom gehen würde. Bei einem von ihm zelebrierten Gottesdienst gab er dann auch in Frasdorf bekannt, dass er nach sieben Jahren Wirkens in unserem Pfarrverband nun in Rom im Vatikan für die Erzdiözese München-Freising arbeiten und hauptsächlich im Bereich der Kurie im internationalen Bereich tätig sein werde.

Er gestand ein, dass ihm der Abschied nicht leicht falle, weil „man anders als in der Stadt hier auf dem Land nach kurzer Zeit Wurzeln schlägt“. Pfarrer Palus war ein sehr beliebter Pfarrer. Zum Abschied bekam er vom Aschauer Bürgermeister Solnar einen Korb voller Andenken. Die evangelische Pfarrerin Hannah von Schroeders übereichte ihm eine neue Luther-Bibel. Die Mitarbeiterinnen aus dem Pfarrbüro brachten in einem Notfallkoffer gegen das Heimweh eingeweckte Kirchenluft in Gläsern aller vier Gotteshäuser, genügend Weihwasser und einen Ventilator mit. Natürlich wird auch sein Rauhaardackel Wichtel mit ihm nach Rom gehen. Ob allerdings seine neue Kapellenhundehütte mitkommen kann, ist nicht gewiss.
Lieber Herr Pfarrer Pauls,
 
heute beim Patrozinium unserer Pfarrkirche St. Margaretha wollen wir Frasdorfer von Ihnen Abschied nehmen.
Ihr weiterer Lebensweg führt Sie ja an die Kurie nach Rom, wo Sie für den Heiligen Vater arbeiten werden.
Sie sagten, Sie gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir haben zum Abschied zwei weinende Augen, denn wir sind schon sehr traurig, dass Sie uns so unvermutet verlassen. Aber wir hatten zwei lachende Augen in den fast sieben Jahren, in denen Sie unseren Pfarrverband Oberes Priental geleitet haben.
Wir wollen Ihnen danken, dass Sie unser Seelsorger waren, sich im guten Sinne des Wortes um unsere Seelen sorgten, danken für die feierlichen Gottesdienste und die Sakramente, die Sie spendeten, danken für die inspirierenden Predigten, danken für die Worte, die trösteten, aufmunterten oder wieder neue Kraft gaben.
Als Sie zum Erntedankgottesdienst am 9. Oktober 2010 offiziell ins Amt eingeführt wurden, bekamen Sie von der Pfarrverbandsratsvorsitzenden Regina Maurer-Fuchs einen aufgekranzten Almstecken überreicht mit der Symbolik, dass Sie damit Halt finden, dass Sie etwas abwehren oder aber auch antreiben können.
Nun erweitert sich die Symbolik: Er soll Ihnen ein guter Wanderstab sein zu den weiteren Stationen in Ihrem Leben.
So eine Änderung im Leben ist ja ein zutiefst biblischer Vorgang. Schon am Beginn der Geschichte Gottes mit seinem Volk steht die Aufforderung Gottes an Abraham: Zieh weg aus deinem Vaterland in das Land, das ich dir zeigen werde. Bei Ihnen zeigt der Wegweiser nach Rom.
Gott sagte dabei: Ein Segen sollst du sein. Sie waren ein Segen in unserem Pfarrverband und wir wünschen Ihnen auch in Rom segensreiches Schaffen.
Nochmal ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihr Wirken in unserer Pfarrei Frasdorf.

Peter Buchauer für den PGR Frasdorf
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Lange Nacht der Kirchen

Es war ein wunderschöner lauer Sommertag als sich eine Gruppe aus unserem Pfarrverband aufmachte und nach Salzburg fuhr, um die „Lange Nacht der Kirchen“ zu besuchen. Mit dem Bayernticket ist der Fahrpreis äußerst niedrig. Und schon der Gang vom Bahnhof über den barock gestalteten Mirabell-Platz war schön. Aber dann erst in der Stadtmitte von Salzburg wurde es wirklich interessant. In jeder Kirche war etwas geboten: Viele Konzerte, Führungen durch die neu gestaltete Dom-Krypta oder Führung durch die Sakristei mit Erklärung der Historie. Sogar in den Katakomben war Musik. Studenten der Musikhochschule zeigten hier ihr Können. Meistens geht es in den Untergrund, wenn man Katakomben besichtigt, nicht so in Salzburg, da geht es hinauf. Wie man einen Flügel die steile und schmale Steintreppe hinauf schaffen kann, ist fast ein Rätsel. In St. Peter wurde eine Messe aufgeführt, im Dom waren beeindruckende Orgelmeditationen zu hören, man konnte den Turm besteigen und den Messwein verkosten. Und um 21:00 Uhr wurde der Dom nur durch Kerzen erhellt, was eine ganz besondere Atmosphäre schuf.
Auf allen Plätzen der Stadt war Musik so z.B. spielten auch die Pongauer Alphornbläser mit ihren kreisrunden Instrumenten. Und überall luden Bänke und Tische zum Verweilen ein. Auch eine kostenlose Fiakerfahrt konnte man unternehmen. Sogar das Impro-Theater mit biblischen Aufführungen konnte besucht werden.
Leider war unsere Zeit viel zu kurz, wir mussten ja den letzten Zug nach Hause noch erreichen. Aber nächstes Jahr fahren wir wieder hin, das haben wir uns fest vorgenommen.
Lange Nacht