Pfarrei St. Georg Ruhpolding

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Aktuelles aus unserer Pfarrgemeinde Hier berichten wir über Kirchenfeste und sonstige Ereignisse in unserer Pfarrei


Pfarrfest

Maiandacht am Froschsee galt dem Heiligen Josef

Maiandacht
Foto: L. Schick
Großer Beliebtheit erfreuen sich seit Jahren die Maiandachten in Hinteroberhausen oberhalb des  Froschsees bei Ruhpolding. Auch diesmal versammelte sich eine stattliche Schar Gläubige vor der idyllisch gelegenen Kapelle mit Blick auf den Rauschberg und die umliegenden Weiler, um den Tag mit Gebeten und sinnstiftenden Gedanken ausklingen zu lassen.  Pfarrer Otto Stangl hatte die Andacht dem Heiligen Josef von Nazareth, dem Ziehvater Jesu gewidmet, der ebenso wie die Gottesmutter Maria vorurteilsfrei den göttlichen Vorkehrungen und Weisungen gefolgt sei. Deshalb dürfe man gerade im Marienmonat Mai auch auf seine Fürsprache vertrauen. Musikalisch umrahmt wurde die abendliche Stunde vom „Kirabiche-Dreigsang“ und begleitet von Gabi Reiserer an der Gitarre. Pfarrer Stangl dankte der Familie Pichler für die liebevolle Pflege und Instandhaltung ihrer Hauskapelle. Dies gelte stellvertretend auch für alle anderen Besitzer von Privatkapellen im Gemeindegebiet. 
ls

Kleiner Kindergottesdienst am 22.05.2022

Im Marienmonat Mai war es dem Kinderpastoral-Team ein Anliegen, die Gottesmutter Maria auch den Kleinen nahezubringen. Unter dem Motto "Blumen für Maria" wurden die Rose, die Sonnenblume und die Lilie in Bezug auf biblische Darstellungen gebracht. Die Schlosskapelle bot sich hier besonders als Andachtsort an, weil die Altardarstellung von Maria mit dem Kind auf dem Arm und einer Rose in der Hand gut von allen gesehen werden konnte. Trotzdem war eine Gottesmutter noch auf einem Tuch aufgestellt, auf dem die Kinder dann mitgebrachte Blumensträuße um die Madonnenstatue legen konnten. Frau Cordula Horn-Bachmann sprach mit den Anwesenden über die Rolle der Mutter, die sich nicht nur durch Kochen, Waschen und Putzen definiert, sondern vorwiegend als Trösterin und Zuhörerin. "So wie wir zu unserer Mama kommen, wenn wir etwas auf dem Herzen haben oder wenn wir froh sind und erzählen wollen, können wir jederzeit auch unsere Bitten und schönen Momente vor Maria bringen. Sie steht uns zur Seite und ist Fürsprecherin bei Gott". Mit Gesang und Segensgebet endete die Andacht.
 
Kleiner Kindergottesdienst Maria

Pfarrfahrt zum Gedenken an Chorleiter Richard Krekel

Informative Städtetour mit Gottesdienst und Trösterich verbunden – Solidarischer Aspekt
Pfarrfahrt
Reiseleiter Claus Pichler in seinem Element
Foto: L. Schick
Kultur, Geschichte und weltberühmte Sehenswürdigkeiten auf Schritt und Tritt erlebten die 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Pfarrfahrt, die in die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und zum Schluss über einen Abstecher nach Franken führte. Gemäß dem Motto „Perlen an Rhein, Main und Lahn“ standen so beliebte Städte wie Frankfurt, Koblenz und Limburg sowie der Weinort Iphofen auf dem von Claus Pichler sorgsam ausgewählten Besichtigungsprogramm, das nichts vermissen ließ. Wie schon bei zahlreichen vorangegangenen Exkursionen betätigte er sich als umsichtiger und kompetenter Reiseleiter, der er verstand,  durch seine perfekten Informationen und Erläuterungen die angesteuerten Ziele „erfahrbar“ zu machen.  Spiritueller Höhepunkt der fünftägigen Reise war zweifelsohne die stimmungsvolle Gedenkmesse in Erinnerung an Richard Krekel, der bis zu seinem Tod am Ostermontag vor einem Jahr drei Jahrzehnte lang in Ruhpolding als Organist, Chorleiter und Religionslehrer gewirkt hatte. Bei der Beerdigung war aufgrund der Corona-Auflagen keine größere Beteiligung möglich gewesen. Pfarrer Otto Stangl, der den Gottesdienst zelebrierte, hob in seiner Ansprache ganz explizit die Verdienste des viel zu früh verstorbenen Kirchenmusikers hervor und sprach posthum seinen Dank im Namen der ganzen Pfarrei St. Georg aus. Die vorgetragenen Fürbitten sowie der ergreifende Text über den „fehlenden Ton“ thematisierten ebenfalls die Trauer und das Mitgefühl gegenüber den Hinterbliebenen. In der Kirche „Maria Verkündigung“ in Hintermeilingen, dem Heimatort von Richard Krekel, hatten sich neben der Ruhpoldinger Reisegruppe auch dessen Mutter Erika, Bruder Jürgen und ein Freundeskreis eingefunden. Musikalisch umrahmt wurde die liturgische Feier von einer kleinen Abordnung des Kirchenchors St. Georg mit Teilen aus der „Kleinen Messe“ von Annette Thoma und alpenländischem Liedgut. Zur Einstimmung gab es vorher am Urnengrab eine kurze Statio, zu der, sozusagen als letzter Gruß aus seiner „zweiten“ Heimat, der Sterzinger Andachtsjodler erklang. Pfarrer Otto Stangl legte dabei ein Blumengesteck der Pfarrgemeinde nieder.
Pfarrfahrt
Foto: V. Hallweger
Beim anschließenden „Trösterich“ im elterlichen Wirtshaus „Zur Sonne“, vergleichbar mit unserem Leichentrunk, kamen viele Erinnerungen,  Begebenheiten und Anekdoten zur Sprache, die sich um den beliebten Kirchenmusiker drehten. Der geselligen Runde hätte der Wirtssohn aus dem Westerwald sicher etwas abgewinnen können und so verlief sie mit Gesang und musikalischen Beiträgen von Mama Erika am Klavier und Claus Pichler an der Diatonischen  ganz in seinem Sinne. Aktuell wurde noch bekannt, dass Erika Krekel das Ruhpoldinger „Trinkgeld“ spontan an die dortige Ukraine-Hilfe gespendet hat. So bekam die Ruhpoldinger Pfarrfahrt auch noch einen solidarischen Aspekt.
ls
Pfarrfahrt
Foto: V. Hallweger

Mit Georgs-Patrozinium sakralen Jahreskreis bereichert

Paktisten
Die Paktisten mit der Georgi-Standarte
Gisela Hunklinger nach 20 Jahren aus dem Pfarrgemeinderat verabschiedet
 
Die katholische Pfarrgemeinde vertraut nach wie vor auf die Fürsprache ihres Kirchenpatrons, des Heiligen Georgs. Dies zeigte sich wieder einmal deutlich während des Patroziniums, das in traditioneller Weise und mit festlicher Musikumrahmung in der Pfarrkirche St. Georg begangen wurde. Der feierliche Einzug ins barocke Gotteshaus wies bereits eingangs des Hochamtes auf die Bedeutung dieses kirchlichen Feiertags hin, der im Miesenbacher Tal seit alters her den sakralen Jahreskreis bereichert. Die besondere Bedeutung des Gedenkens an den Ruhpoldinger „Dorfheiligen“ unterstrichen die „Irgn-Statue“ vor den Altarstufen und die beiden Fahnen, die den Mittelgang des Kirchenschiffs einsäumten: Die erneuerte Prozessionsfahne des hiesigen Georgi-Vereins, dann die Georgs-Fahne der Pfarrei, auf denen der Heilige in der bekannten Darstellung als Drachentöter abgebildet ist sowie die von Anderl Hofmann gestiftete Georgskerze am Seitenaltar.  Standesgemäß hatten die sogenannten Paktisten des Georgi-Vereins in ihren blau-rot gehaltenen Übermäntel ganz vorne in den Kirchenbänken Platz genommen. Vorläufer ihrer Vereinigung war übrigens die Bruderschaft des Heiligen Georgius, die 1756 von Papst Benedikt XIV. errichtet und im selben Jahr vom Salzburger Erzbischof Sigmund Christoph von Schrattenbach gutgeheißen wurde.
Pfarrer Otto Stangl bezog sich in seiner Predigt auf das Tagesevangelium, demzufolge der Apostel Thomas erst sehen und spüren musste, um seine Ungläubigkeit abzulegen. Wenn er als Ortsgeistlicher von Urlaubern gefragt werde, ob man sich als Ortsansässiger schon noch bewusst sei angesichts der landschaftlichen und kulturellen Schönheiten unserer Heimat, könne er dies nur uneingeschränkt bejahen: Man müsse nur wie Thomas sehen und spüren. Deshalb sei er froh darüber, wenn wie heute eine so große Gemeinschaft zusammenkommt, die im Sinne des Glaubens sieht und spürt. Unter diesem Aspekt nutzte Pfarrer Stangl die Gelegenheit, das Gremium des neu gewählten Pfarrgemeinderats vorzustellen sowie die ausgeschiedenen Ehrenamtlichen zu verabschieden.  Neben ihm und Pastoralreferent Georg Gruber bilden den Rat für die nächsten vier Jahre: Johannes Amort, Michaela Grafetstetter, Angelika Hallweger, Manfred Hartl, Cordula Horn-Bachmann, Anton Kecht, Stefan Lehmann, Helmut Müller jun., Kevin Poller, Josef Reiter und Christl Zacher, die zusammen mit Manfred Hartl als gleichberechtigte Vorsitzende dem Gremium vorsteht. Als Schriftführerin fungiert Angelika Hallweger, die das Amt von Christl Zacher übernimmt.
Pfarrgemeinderat
Der neue Pfarrgemeinderat v. links nach rechts: M. Hartl (1. Vorsitzender), St. Lehmann, Pfr. Otto Stangl, J. Amort, H. Müller, Ch. Zacher (1. Vorsitzende), M. Grafetstetter, C. Horn-Bachmann, A. Hallweger (Schriftführerin) kniend: A. Kecht, K. Poller, Pastoralreferent Georg Gruber
Verabschiedet wurden Antonie Feichtenschlager, die zwölf Jahre dabei war, sowie Sophia Hallweger, Renate Rolshausen und Sophia Zacher.
Lautstarker Beifall brandete auf, als sich der Ortsgeistliche mit herzlichen Worten an Gisela Hunklinger wendete, die nach zwanzig Jahren auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidierte. Vier Jahre war sie Schriftführerin, danach 16 Jahre Vorsitzende. Mit ihrem Ausscheiden gehe eine Ära voll Glauben, Hoffnung, der Freude und Mitmenschlichkeit zu Ende, der sie ein Herz und Gesicht gegeben hat, so Otto Stangl. „In deiner Verantwortung im Pfarrgemeinderat und bei der Sternsinger-Aktion hast du das vorgelebt und bist eine Mama und Freundin für eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen geworden. Du warst immer offen und helfend für alle: für die Vereine im Ort, für Ältere und Hilfsbedürftige, für Familien und vieles mehr.“ Ebenso habe sie maßgeblich die Internet-Seite der Pfarrei aufgebaut, die sie auch weiterhin betreuen wird.  Als Vergelts-Gott gab es Blumen und ein Fotobuch zur Erinnerung.  Kirchenpflegerin Barbara Zeller-Fraunhofer bedankte sich ebenfalls für ihr bemerkenswertes  Engagement. An ehrenamtlichen Einsatz ließ es auch Konrad Fegg nicht fehlen: Er wurde ebenfalls nach zwanzig Jahren als Vorsitzender der Kolping-Familie verabschiedet. Gleichzeitig richtete der Pfarrherr seinen Dank an alle kirchlichen Institutionen im Ort. Musikalisch umrahmt wurde das Patrozinium vom Kirchenchor St. Georg unter der Leitung von Monika Schmid mit der „Kleinen Messe“ von Annette Thoma, „Lobt den Herrn der Welt“ sowie zum Auszug mit dem vierstimmigen Satz „Heiliger Georg“. Als weltlichen Dank lud Pfarrer Otto Stangl anschließend zum Weißwurst-Frühschoppen ein, wo noch viel Platz war für Erinnerungen und ausgiebigen Gedankenaustausch.
ls
Pfarrgemeinderat
Nach zwanzig bzw. zwölf Jahren ehrenamtlichem Engagement verabschiedete Pfarrer Otto Stangl die langjährige Vorsitzende Gisela Hunklinger (links) und Antonie Feichtenschlager (rechts) aus dem Ruhpoldinger Pfarrgemeinderat. Auch Sophia Hallweger (ganz links) schied aus dem Gremium aus.
Fotos: H. Braxenthaler

Folgende Themen auf unserer Aktuellen Seite zur Übersicht

     

  • Maiandacht Hinteroberhausen
  • Kleiner Kindergottesdienst
  • Pfarrfahrt 2022
  • Georgs-Patrozinium