Pfarrei St. Georg Ruhpolding

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Aktuelles aus unserer Pfarrgemeinde Hier berichten wir über Kirchenfeste und sonstige Ereignisse in unserer Pfarrei

Pfarrfest

Kirchenmusikalische Hommage an einen verdienten Chorleiter

Das Gedenken an Richard Krekel stand bei den Gottesdiensten im Mittelpunkt
Krekel
Blumenschmuck und die Osterkerze umrahmten das Foto des verstorbenen Kirchenmusikers, der 30 Jahre im Dienst der Kirche stand.
Mit einem bewegenden Requiem verabschiedeten sich der Kirchenchor St. Georg und der Singkreis des Kath. Frauenbundes von ihrem langjährigen Chorleiter Richard Krekel.
Die Wertschätzung gegenüber dem grandiosen Kirchenmusiker, der im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte  in Ruhpolding tiefe Spuren hinterlassen hat, spiegelte sich in der Pfarrkirche St. Georg wider, die unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen auf allen ausgewiesenen Sitzplätzen besetzt war.  Zu dem überaus feierlich und empathisch zelebrierten Seelengottesdienst hatten sich auch Abt Johannes Eckert von der Abtei St. Bonifaz in München und dem Kloster Andechs, der ehemalige evangelische Ortspfarrer Thomas Schmeckenbecher mit Frau Karoline sowie Pater Joshy George Vadakkekara aus Prien eingefunden. Sie alle waren über unterschiedliche Zeiträume hinweg mit dem Verstorbenen in beruflicher oder freundschaftlicher Hinsicht verbunden. Pfarrer Otto Stangl dankte dem Verstorbenen posthum für dessen Verdienste, die weit über die geforderten Aufgaben hinausgingen, ob  als glaubensfester Religionslehrer, brillanter Chorleiter oder virtuoser Organist. „Der Richard war immer zuverlässig, auch in Zeiten der Krankheit.“ Nicht zuletzt wegen seiner musikalischen  Fähigkeiten wurde Krekel mehrmals als „Mozart von Ruhpolding“ bezeichnet.   Mit den Ruhpoldinger Kirchenkonzerten setzte er unvergessliche Glanzpunkte, aber auch die festliche Gestaltung an den kirchlichen Feiertagen galt als  Magnet für zahlreiche Kirchgänger aus der Region. Dass sich sein Gesundheitszustand so grundlegend verschlechterte, war selbst ihm als Dienstherr nicht bewusst, so der Geistliche. Der Chorleiter hatte nie  großes Aufsehen um seine Person gemacht.
„Richard Krekel war im wahrsten Sinn des Wortes ein Brotbrecher, der nicht nur sein umfangreiches Wissen um die Kirchenmusik teilte und weitergab, sondern auch zur rechten Zeit  sein Umfeld mit seiner unkomplizierten  Gastfreundschaft erfreute,“ so charakterisierte Abt Johannes zum Abschluss des bewegenden Requiems in der Pfarrkirche St. Georg zwei Wesenszüge des Verstorbenen.   Für den Benediktiner-Chef aus München war es ein persönliches Bedürfnis, sich im liturgischen Rahmen des Seelengottesdienstes von dem langjährigen Freund und Weggefährten zu verabschieden. Abt Johannes  hatte Richard Krekel während seiner Zivildienstzeit im Vinzentinum Ruhpolding kennengelernt. Damals hatte er sich dem Kirchenchor St. Georg angeschlossen und war auf Anhieb angetan von den musikalischen Fähigkeiten des Dirigenten, ließ der Abt die Gläubigen wissen.   Seither wurden die  freundschaftlichen Kontakte durch jährliche Besuche des Kirchenchors im Kloster Andechs immer wieder aufgefrischt und gefestigt. Die musikalische Umrahmung des Requiems sowie die weiteren drei Sonntagsgottesdienste wurden zu einer einmaligen Hommage an das segensreiche Wirken von Richard Krekel.  So erklang zum Seelengottesdienst  der Introitus aus der „Missa pro defunctis“ von Caspar Ett, solistisch vorgetragen von Pastoralreferent Georg Gruber sowie der „Missa L’Hora passa“ von Ludovico Viadana, die das Quartett Christa Huber, Sopran, Theresa Ufertinger, Alt sowie Georg Gruber, Tenor und Benedikt Meurers, Bass intonierten. Begleitet wurden sie von Bernhard Kohlhauf an der Orgel. Zwischendurch streute  Vreni Meurers-Zeiser vom Altarraum dezente Harfenklänge in das barocke Kirchenschiff.   Die Vorabendmesse zum Weißen Sonntag gestaltete Sopranistin Veronika Codol. Mit einer Uraufführung wartete während der Frühmesse Tomas Palka auf, der dem Verstorbenen eigens ein „Lux eterna“ widmete. Das  Instrumentalstück hatte der Violin-Solist auf die Schnelle komponiert und es mit „61 Takte“ überschrieben;  genau nach der Anzahl  von Krekels Lebensjahren.
Das Hochamt gestaltete dann das Kammerensemble Bernhard Kohlhauf mit Teilen aus der Fischbachauer-Messe von Kathi Greinsberger und alpenländischen Weisen.
Auch in den kommenden Wochen können sich Kirchgänger in das Kondolenz-Buch eintragen, das in der Pfarrkirche aufliegt. Richard Krekel wurde in seinem Heimatort Hintermeilingen im Bistum Limburg beigesetzt.

Kondolenzbuch in der Pfarrkirche

Kondollenzbuch
Für Beileidsbekundungen an die Angehörigen von Herrn Richard Krekel liegt in der Pfarrkirche ein Kondolenzbuch aus. Es ist eine Möglichkeit persönliche Gedanken, Erinnerungen und Erlebnisse, in welcher Form auch immer, in das Buch zu schreiben, zu zeichnen oder zu kleben. Herzliche Einladung an alle davon Gebrauch zu machen.

Kirchenmusiker und Chorleiter Richard Krekel verstorben

Krekel Richard
Am Ostermontag erreichte uns die Nachricht, dass unser langjähriger Kirchenmusiker, Chorleiter, Organist und Religionslehrer Richard Krekel im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Nicht nur die Pfarrei, sondern auch das kulturelle Leben im Ort, insbesondere der kirchenmusikalische Bereich verliert mit Richard Krekel einen wichtigen Impulsgeber, der drei Jahrzehnte lang die Richtung vorgab. Der gebürtige Westerwälder aus der Diözese Limburg, der sich in seiner Heimat als Chorleiter bereits einen  Namen gemacht hatte, kam 1989 als Nachfolger von Hans-Karl Dittrich nach Ruhpolding. Auch an der neuen Wirkungsstätte dauerte es nicht lange, bis er unseren Kirchenchor St. Georg zu einem homogenen Klangkörper formte und zur Freude der Kirchgänger zu neuer Blüte führte. Viele Konzerte, Adventsingen, Wertungssingen, weiterbildende Chor-Wochenenden, Mitwirkung bei zahlreichen Veranstaltungen sowie zwei konzertante Rom-Reisen zeugen davon. Ebenfalls große Beachtung fand die musikalische Entdeckungsreise unter dem Motto „Raum und Klang“, die er in den Jahren 2012 – 2018 zusammen mit Pastoralreferent Georg Gruber gestaltete.  Nebenbei war es ihm immer ein Anliegen, Kinder und Jugendliche für das chorische Singen in der Kirche zu begeistern. Einen festen Bestandteil nimmt auch der Singkreis des Katholischen Frauenbundes ein, der auf seine Initiative hin entstand.       
ls
„Ich möchte dieser zusammenfassenden Würdigung meinen persönlichen Dank an Herrn Richard Krekel anfügen. Er hat den christlichen Glauben mit seiner ganzen Überzeugung gelebt und mit wunderbaren Klängen die Herzen der Menschen bewegt. Nach Monate langer schwerer Krankheit ist er am Ostermontag Morgen ins Licht des ewigen Lebens gerufen worden. Herr Richard Krekel wird in seiner Heimat bei Limburg beerdigt. Wir werden hier in Ruhpolding an den Sonntagsgottesdiensten am 11.04.2021 einschließlich der  Vorabendmesse am Samstag um 19.00 Uhr seiner gedenken. Zusätzlich feiern wir einen Seelengottesdienst am Samstag, 10.04.2021 um 10.00 Uhr. Dieser Gottesdienst ist eigens für die Mitglieder des Kirchenchores und des Frauensingkreises bestimmt.

Pfarrer Otto Stangl

Tierische Palmweihe zum Auftakt der Karwoche

Palmweihe
Foto: L. Schick
Palmweihe
Foto: M. Hartl
Szenisches Spiel im Kurpark mit Esel umrahmte Segnung der Palmbuschen
 
Eine „tierische“ Palmweihe unter freiem Himmel erwartete die etwa 200 Gläubigen, die sich im Kurpark unter strikter Einhaltung der aktuellen Corona-Maßnahmen eingefunden hatten. Denn zur Freude der zahlreichen Kinder, aber auch der Eltern und weiterer Angehöriger stand neben der Segnung der Palmbuschen und –büscherl ein richtiger Esel mit Mittelpunkt des biblischen Geschehens, das sich  um den Einzug Jesus in Jerusalem drehte. Grundlage für das besonders authentisch inszenierte Spiel vor dem Musikpavillon bildete die bekannte Textpassage des Markus-Evangeliums, in der Jesus zwei seiner Jünger um einen jungen Esel, ein unberittenes Fohlen losschickt.
Palmweihe
Florian Scharf als Samuel und Esel Asino bereicherten die Palmweihe während des szenischen Spiels um den Einzug Jesu in Jerusalem. Rechts Pastoralreferent Georg Gruber und Pastoralassistent i.V. Uli Jauernig, der Samuels Vater darstellte.
Foto: L. Schick
Das plötzliche Verschwinden des angebundenen Tieres veranlasste den verärgerten Besitzer (dargestellt von Pastoralassistent Uli Jauernig), auf die Suche seines geliebten „Asinos“ zu gehen. Die blieb dann auch nach längerem Bangen  nicht erfolglos. Denn im Getümmel der Leute entdeckte er überrascht und zugleich erleichtert seinen Sohn Samuel (einfühlsam gespielt von Schüler Florian Scharf), der auf dem vermeintlich gestohlenen Vierbeiner daher ritt, als wäre nichts geschehen. Als Ersatz für die ausgefallene Palmprozession sollte das Lied „Jesus zieht in Jerusalem ein“ mit dem nachfolgenden Hosianna in der Höh‘ gelten, das Florian Scharf solistisch intonierte.
Palmweihe
Foto: M. Hartl
Pfarrer Otto Stangl, der mit dem Tagesevangelium die Karwoche einläutete, stellte besonders die Symbolik der Palmzweige heraus, die für das Leben sowie den Frieden stehen. Musikalisch umrahmt wurde die stimmungsvolle Palmweihfeier von der Trachtenkapelle D’Miesenbacher.
Am Ausgang wurde noch reger Gebrauch gemacht von den Palmbüscherln, die der Frauenbund zur Verfügung stellte. Sie sollten Personen Freude bereiten, denen es nicht möglich war, die Feier zu besuchen. 
Die Vorbereitungen unter Corona-Bedingungen lag in den bewährten Händen von Manfred Hartl und Gisela Hunklinger vom Pfarrgemeinderat. Dass Asino, der eigentlich auf den Namen Janos hört, den Ablauf ohne nennenswerte Regung mitmachte, ist leicht erklärt:  Der Vierbeiner aus Riedering ist Menschen von vielen Eselwanderungen gewohnt.

Folgende Themen auf unserer Aktuellen Seite zur Übersicht



  • Gedenken an Richard Krekel bei den Gottesdiensten
  • Nachruf Richard Krekel
  • Kondolenzbuch in der Pfarrkirche
  • Palmweihe im Kurpark