Pfarrei St. Georg Ruhpolding

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Aktuelles aus unserer Pfarrgemeinde Hier berichten wir über Kirchenfeste und sonstige Ereignisse in unserer Pfarrei

Pfarrfest

Da dürft ihr auch schon mal die Faust ballen gegen Gott

62 junge Christen empfingen in St. Georg das Sakrament der Firmung
Firmung
Aufgeteilt in drei Gottesdiensten spendete Pfarrer Otto Stangl 62 Jugendlichen den Firmsegen. Pastoralassistent Uli Jauernig (rechts) hatte sie zusammen mit engagierten Firmhelferinnen und Helfern auf den großen Tag vorbereitet.
Ein Hauch von Normalität begleitete die drei Gottesdienste in der Pfarrkirche St. Georg, in deren Verlauf insgesamt 62 Jugendliche das Sakrament der Firmung empfingen. Nach wie vor galten zwar die gewohnten Abstände, jedoch durfte sogar hinter Mund-und-Nasenschutz wieder gesungen werden. Pfarrer Otto Stangl vollzog die weihevolle Handlung, indem er den erwartungsfrohen jungen Christen namentlich  als besonderes Zeichen des Heiligen Geistes das Chrisam-Öl auf die Stirn zeichnete und zugleich den Firmsegen spendete. Um den Pfarreien mehr Flexibilität in der Planung und Durchführung zu lassen gab es diesmal keinen wie sonst üblichen Besuch eines Weihbischofs oder anderen geistlichen Würdenträger. Nach Taufe, Kommunion und nun mit dem Erhalt des Firm-Sakraments ist nach dem Glaubensverständnis für die Schar der Firmlinge die Aufnahme in die Gemeinschaft der gläubigen Katholiken abgeschlossen, sozusagen das Erwachsensein vor Gott.  Damit sind sie auch mit den Gaben des Heiligen Geistes beschenkt; mit Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Ehrfurcht.
Pastoralassistent Uli Jauernig erwähnte eingangs, dass die Vorbereitung aufgrund der Corona-Bedingungen diesmal digital unter Verwendung zweier Programme erfolgte. Unter anderem gab es zum Austausch Videokonferenzen in Kleingruppen oder Konzepte, mit deren Hilfe eine eigene Kirche entstand. Zum Dank wurden die engagierten  Firm-Begleiterinnen und –Begleiter mit Blumen bedacht.
Als Leiter und Koordinator der Vorbereitungen war es Uli Jauernig vorbehalten, sich in seiner sehr persönlich gehaltenen Ansprache an die Firmlinge zu wenden.  Dazu bezog er sich auf den Lesungs-Text nach Jesaja, wo Gott dem Menschen unmissverständlich aufzeigt, dass „…meine Gedanken nicht  eure Gedanken und eure Wege nicht meine Wege sind.“ Oder anders formuliert: Der Mensch denkt – Gott lenkt! Von dieser Erfahrung sei auch er nicht ausgenommen gewesen, denn aus dem ursprünglich angestrebten Meistertitel sind Theologie-Studium, Entwicklungshilfe in Afrika und aktuell die Ausbildung zum Pastoralreferenten geworden. „Da dürft ihr auch schon mal die Faust ballen gegen Gott, wenn es nicht so läuft wie ihr es vorgesehen habt und das Leben andere Bahnen nimmt.“ Gerade in diesen Situationen sei es wichtig, mit Gott über die persönlichen Pläne zu reden, so Jauernig, der den Jugendlichen noch einen Tipp mitgibt: „Vertraut darauf, euer Leben wird mit Gott sicherer und zuversichtlicher.“ Pfarrer Otto Stangl stellte anhand des Weinberg-Gleichnisses die Frage nach Gerechtigkeit und Benachteiligung, mit der sich auch die jungen Christen im Verlauf ihres Lebens werden auseinandersetzen müssen. „Dann stehen immer noch der  Heilige Geist sowie   Patin oder Pate auf eurer Seite.“
Musikalisch umrahmt wurden die Gottesdienste vom Firm-Ensemble Katrin Putschbach aus Inzell sowie Organist Bernhard Kohlhauf.  

Firmung
Gelöste Stimmung herrschte nach dem Firm-Marathon am Wochenende.

Wie geht es weiter mit der Kirchenmusik in St. Georg?

30 Jahre hat in unserer Pfarrei Herr Richard Krekel die Kirchenmusik geleitet und geprägt. Seine schwere Krankheit und sein Tod haben einen schweren Einschnitt für die Kirchenmusik gebracht. Und das in einer Phase, in der wegen der Corona-Pandemie Chorgesang und lange Zeit sogar Volksgesang unmöglich geworden ist.
Zu unserem Glück hat Herr Bernhard Kohlhauf zunächst den Großteil der Orgeldienste übernommen und das mit einem großen Engagement und liturgischem Feingefühl. Inzwischen ist Bernhard Kohlhauf als Kirchenmusiker und Organist in unserer Pfarrei angestellt.
In diesen Tagen und in den kommenden Wochen scheinen sich die Corona-Maßnahmen so zu gestalten, dass – wenn auch unter Einschränkungen – auch der Kirchenchor wieder proben kann. Es ist nach der langen Corona-Unterbrechung wie ein Neuanfang.
Für die Leitung des Kirchenchores konnten wir Frau Veronika Codol gewinnen. Sie stammt ursprünglich aus Lenggries, hat eine Ausbildung als Musikpädagogin und Chorleiterin. Bevor sie vor einem guten Jahr nach Ruhpolding gezogen ist, war sie Kirchenmusikerin am Dom von Granada in Spanien. Neben dem Kirchenchor wird Frau Codol auch versuchen den Gesang mit Kindern neu zu beleben durch einen Kinderchor bzw. Gesangsprojekten.

Starkes Band zum Glauben ist lebenswichtig

Fronleichnam
Auch ohne Prozession durch die Straßen Ruhpoldings feierte die Pfarrgemeinde mit vielen Gläubigen am Musikpavillon im Kurpark ein festliches Hochamt. Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine sowie die Paktisten flankierten den geschmückten Festaltar.
Fronleichnam
Ruhpoldings Pfarrgemeinde beging Fronleichnam im Kurpark
Das Wetter hätte diesmal so schön mitgespielt – lediglich die gewohnt farbenprächtige Prozession musste Corona bedingt ausfallen. Aber auch unter diesen Vorzeichen feierte die Pfarrgemeinde mit den örtlichen Vereinen, Feriengästen und Ausflüglern einen stimmungsvollen Festgottesdienst im Kurpark. Eingerahmt von den Fahnenabordnungen präsentierte sich der blumengeschmückte Musikpavillon als würdige Kulisse für den Altar mit der Monstranz, der an diesem Tag eine besondere Bedeutung zugeschrieben wird. Der Pfarrgemeinderat mit seinen Helfern hatte dafür viel Mühe aufgewendet.  Mit dabei war auch eine Abordnung der Paktisten in ihren blau-rot gefärbten Umhängen. Sie führten die Kirchenfahnen des Heiligen Georgs mit sich.
Fronleichnam
Pfarrer Otto Stangl, der das Hochamt unter dem Baldachin, auch Traghimmel genannt, zelebrierte, bedauerte eingangs, dass das Hochfest nicht wie gewohnt mit dem Allerheiligsten als Prangerzug durch den Ort hinauf zur Pfarrkirche St. Georg durchgeführt werden kann.
Wie lebenswichtig ein starkes Band sein kann, machte der Ortsgeistliche in seiner Predigt am Beispiel des tragischen Seilbahnunglücks in Italien fest. Abgesehen von materiellen Dingen machten Menschen schon seit dem Alten Testament immer wieder diese Erfahrung, wenn etwa Gottes Bund mit Israel  brüchig wurde oder gar abriss.  Auch in den eineinhalb Jahren der Corona-Pandemie sei in unserer Gesellschaft ebenfalls vieles abgerissen, und manches wird in Zukunft nicht mehr so sein wie althergebracht. Umso wichtiger ist es heute, das Band zu Jesus und zum Glauben zu erneuern. Denn Jesus zerreißt das Band nicht.  Diese Zusage  schenkt  Vertrauen und Hoffnung zugleich, so Pfarrer Stangl. Mit der Aussetzung der goldenen Monstranz, dem Fronleichnamssegen und begleitet von Böllerschüssen ging das Hochfest von kirchlicher Seite zu Ende. Musikalisch umrahmt wurde die Liturgie von der Trachtenkapelle D’Miesenbacher unter der Leitung von Georg Baumgartner.

Öffnung und freie Teilnahme bei Trauergottesdiensten und Beerdigungen

Im Laufe der Corona-Pandemie hat es eine Vielzahl von verschiedenen Regelungen und Beschränkungen gegeben, die sich immer wieder geändert haben. Man konnte leicht den Überblick verlieren.
Jetzt gilt zum Glück die Regelung, dass sowohl in der Kirche so viele Personen teilnehmen können wie die Kirche Platz bietet mit den entsprechenden Abständen. Personen aus einem Haushalt müssen diesen Abstand natürlich nicht einhalten. Dieselbe Anzahl von Personen darf auch mit ans Grab gehen (Richtwert bis ca. 200 Personen).
In einer Zeit, in der die Gefahr besteht, dass vieles unpersönlich wird und das soziale Gemeinschaftsgefühl abnimmt, wäre es sehr schön, wenn Trauergottesdienste und Beerdigungen wieder bekannt gegeben werden. Manchmal sind es nur einige Leute, die sich durch frühere, gemeinsame Erlebnisse mit der verstorbenen Person verbunden fühlen. Aber diesen tut es weh, wenn die Beerdigung nicht bekannt gegeben wird.
Also meine Bitte und mein Appell: Setzen Sie gegen die allgemeine Anonymisierung und Isolierung in der Gesellschaft einen Akzent! Geben Sie bei Trauergottesdiensten und Beerdigungen die Termine bekannt. Sie werden trotzdem nicht überrumpelt werden. Die Zeiten, dass jemand aus Neugierde zu einer Beerdigung gegangen ist, sind wirklich vorbei.
                                                                                              Pfarrer Otto Stangl

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  • Firmung
  • Wie geht es weiter mit der Kirchenmusik in St. Georg?
  • Fronleichnam im Kurpark
  • Öffnung und freie Teilnahme bei Trauergottesdiensten und Beerdigungen