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WILLKOMMEN IN DER
STADTTEILKIRCHE ROSENHEIM AM ZUG

St. Michael

Seite Sankt Michael
Bereits 1959 erhielt der Pfarrer von Pfaffenhofen den Auftrag, für Egarten einen Kirchenbauplatz zu suchen. Im November 1965 wurde der notwendige Grunderwerb notariell vollzogen und der Baubeginn für 1967 geplant. Die Planung eines Pfarrzentrums mit Kindergarten wurde dem Architekten Richard Heller aus München übergeben. Der Antrag dafür wird vom Erzbischöflichen Ordinariat nicht genehmigt. Als vorübergehende Lösung wurde im Herbst 1967 eine Behelfskirche errichtet, in der die Gläubigen ihre Gottesdienste feiern konnten.
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Die weitere Planung ist schwierig, da von der Stadt kein rechter Flächennutzungsplan besteht und die Bebauungspläne ständig wechseln. Derweilen entwickelt sich das kirchliche Leben gut weiter: die polnische und die ukrainische Gemeinde finden in der Behelfskirche eine Heimat. 1972 wird das Pfarrzentrum mit Wohnung genehmigt. 1974 wird der Bauantrag für die Kirche vom Ordinariat auf die Warteliste gesetzt und erst 1976 genehmigt. Architekt Otto Steindle, der bereits das Pfarrzentrum gebaut hat, wird mit der Planung beauftragt. 1978 im Februar wird der Antrag von der Stadt Rosenheim genehmigt, die Gottesdienste finden ab Mitte Juni im Pfarrsaal statt, da die Behelfskirche abgebaut wird. Der Baubeginn für die neue Kirche ist der 24. Juli mit der Grundsteinlegung am 24. September.
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Die Gemeinde hat lange auf IHRE Kirche warten müssen: 
Am 9. Dezember soll sie von Erzbischof Josef Kardial Ratzinger geweiht werden. Dieser ist plötzlich erkrankt und bis kurz vor dem Gottesdienst ist nicht klar, wer die Weihe vollzieht. Es ist der Weihbischof Heinrich Graf von Soden-Fraunhofen, der viele Jahre in Rosenheim gewirkt hatte. 

Geht man auf die Kirche zu, wird man von einem wuchtigen Glockenturm, eine Holzkonstruktion, mit drei Glocken empfangen. Dahinter erscheint der dreifach gestufte, mit Ziegelwänden ausgefachte Holzständerbau der Michaelskirche. Ein Rundbau. Der Eingangsbereich ist etwas zurückgenommen, geschützt. 
Insgesamt wirkt diese Kirche klein, gemütlich, überschaubar. Jeder hat gute Sicht auf das Geschehen am Altar. 

Die Bänke im von oben belichteten Zentralraum sind dreiviertelkreisförmig um den in der Mitte stehenden Altarblock gruppiert, der mit einer Stufe erhöht steht. Eine viertelkreisförmige Wand gibt Rückhalt. In der Mitte hängt ein großes Bronzekruzifix von Josef Hamberger, links davon ein bescheiden gestalteter Tabernakel. 

Die Wand verbirgt die Sakristei und eine kleine Kapelle. Links davon, im Kirchenraum integriert, findet sich die Orgel. Beim Verlassen der Kirche geht man an der Statue des Kirchenpatrons St. Michael vorbei. Er hält nach altem Brauch eine Waage in den Händen. Michael war bei mittelalterlichen Darstellungen des Jüngsten Gerichtes der „Seelenwäger“, der die guten und schlechten Taten eines Menschen abwägt. Hier hat er auf einer Waagschale eine Rose für die guten und auf der anderen eine Distel für die Sünden und Unterlassungen darstellt. Und wieder war es Josef Hamberger, der einen großen Betrag bei der Gestaltung eines Innenraumes in Rosenheims Kirchen leistete.