St. Sebastian

Hochstift-Freising-Platz , 82205 Gilching, Telefon: 08105-8071, E-Mail: St-Sebastian.Gilching@erzbistum-muenchen.de

Unsere Kirchen und Kapellen

Die Chronik der Kirche
Kelten siedelten am Rand der Moränenhügel aus der Würm-Eiszeit. Später marschierten römische Soldaten durch die Gemeinde, die heutige Römerstraße in Gilching folgt dem Verlauf der alten Heerstraße, die von Juvavum (Salzburg) nach Augusta Vindelicorum (Augsburg) führte. Wann das Gebiet christianisiert wurde wissen wir nicht genau. Um 750 war Gilching - das damals noch Kiltoahing hieß, später Kiltrahing, Gilteking, Gültiking oder Gülking - wahrscheinlich Hauptkirchenort der Diözese Freising.

n der Stelle der heutigen St.-Vitus-Kirche stand damals ein kleines Gotteshaus. Im Jahre 804 wurde der Ort in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Ab 1315 wird von einer Vitus-Kirche gesprochen.

Unsere berühmte Arnoldusglocke
In der St. Vitus - Kirche im Altdorf hängt eine der ältesten Glocken Deutschlands.
Ihr Stifter der Priester Arnoldus, wird in Urkunden zwischen 1162 und 1194 genannt. In dieser Zeit muß die Glocke gegossen worden sein.
Sie bildet zusammen mit der Zahl 804 das Ortswappen von Gilching.
Die Glocke war in unsicherer Zeit vergraben worden. Ein Bauer fand sie beim Pflügen und man hängte sie wieder im Turm auf.
Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges ließ der damalige Pfarrer Hoch die Glocke abnehmen und im Kirchenschiff anbringen. Nun erklingt sie an wichtigen Festtagen während des Gottesdienstes.

Und das sind unsere drei Kirchen und zwei Kapellen heute:

Die Pfarrkirche St. Sebastian wurde 1963 eingeweiht. Der moderne Bau stellt zusammen mit dem Pfarrheim, dem Kindergarten und dem Hort am Schergenamtsweg das kirchliche Zentrum der Pfarrgemeinde dar.
Im Jahre 2008 wurde die Sanierung des Kirchturms mit einer eigenen Sachspendenaktion finanziert.

Der Spätgotische Bau der alten Pfarrkirche St. Vitus, den wir heute noch sehen, wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts neu erbaut und später teilweise erneuert und erweitert. Eine umfassende Renovierung fand in den Jahren 1978 - 1981 statt. An der alten Straße nach Fürstenfeldbruck gelegen bildet St. Vitus den Mittelpunkt des Gilchinger Altdorfs.


Die Filialkirche St. Nikolaus in Argelsried wurde als Nachfolgerin einer kleinen Kapelle erbaut und 1931 eingeweiht. Sie zeigt, wie mit einfachsten architektonischen Mitteln und bei größter Sparsamkeit ein ansprechender Kirchenraum geschaffen werden kann. Nach der großen Renovierung von 1996 bis 1999 wurde die Kirche am 29. Juni 1999 von Weihbischof Engelbert Siebler neu geweiht.

Zum 80jährigen Bestehen wurde 2011 eine Festschrift herausgegeben, die hier auch online zur Verfügung steht.


Die Kapelle St. Aegidius in St. Gilgen, erbaut um 1730, hat eine sehr schöne Innenausstattung. Das Landesamt für Denkmalpflege bescheinigte dem Kirchlein eine große Bedeutung für "Ortschaft und Landschaft". Mit viel Eigenleistung und wurde die Kapelle in den Jahren 1972-1975 renoviert.

Kennen Sie eigentlich unser Kleinod in St. Gilgen: unsere Kapelle St. Ägidius?
Sie wurde um 1730 erbaut und steht in dem Ortsteil von Gilching, der seinen Namen dem Namenspatron verdankt. Die ursprüngliche Turmkuppel fiel 1859 einem schweren Sturm zum Opfer. Nach Aussagen von älteren und zum Teil leider bereits verstorbenen Mitbürgern von St. Gilgen wurde die ursprünglich zweite Glocke in den Kriegsjahren des zweiten Weltkrieges als „Kanonenfutter“ entfernt und eingeschmolzen. 1968 wurde St. Aegidius durch die Initiative von Dr. Mathias Metz und mit unzähligen Eigenleistungen vieler Bewohner von St. Gilgen und Ihrer Gilchinger Nachbarn umfassend saniert, um sie vor dem Verfall zu bewahren. So erhielt die kleine Kapelle einen neuen Glockenstuhl und die St. Gilgener stifteten eine neue Glocke. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde die ehemalige Sakristei abgebrochen und entfernt: der Grund dafür ist leider unbekannt.
Machen Sie doch einmal einen ausgedehnten Sonntagsspaziergang oder eine
kleine Radlfahrt und besuchen Sie unser wunderbares Kleinod in St. Gilgen.
Manfred Schöpfer, Mitglied der Kirchenverwaltung
Quelle: Rudolf Schicht „Wie es in Gilching einmal war“


Die Kapelle Mariä Heimsuchung in Geisenbrunn ist ein neugotisches Kirchlein, sie wurde 1875 eingeweiht und 1981-1985 renoviert.