Pfarrverband Am Tachinger See

Kirchberg 2, 83373 Taching a. See, Tel. 08681/331, E-Mail: PV-Am-Tachinger-See@ebmuc.de

Berichte aus dem Pfarrverband


Beseitigung des Fledermauskotes

Hinterlassenschaften des Großen Mausohrs beseitigt

Taching. Rund 630 Kilo an Hinterlassenschaften der Fledermausspezies des Großen Mausohrs wurden in diesen Tagen aus dem Dachboden der alten Tachinger Pfarrkirche St. Peter entfernt, berichtet der Tachinger Mesner Rudi Jauernig. Die Kirchenverwaltung beauftragte mit den Arbeiten die Firma Pohl aus Prien am Chiemsee. Mit Atemschutzmaske und Staubsauger wurde das Gebälk, das Gewölbe und der Dachboden vom Fledermauskot befreit. Zur Freude der Kirchenverwaltung, der auch Rudi Jauernig angehört und der den Ablauf der Aktion organisierte, werden die Kosten für die Beseitigung vom Bayerischen Naturschutzfond übernommen. Bereits seit vielen Jahren lässt sich eine Kolonie des Großen Mausohrs in der altehrwürdigen Tachinger Peterskirche nieder und nutzt sie als Kinderstube. So wurden bereits 1992 290 Weibchen und Jungtiere von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz erfasst. Im Jahr 2006 sank die Zahl der Individuen auf 110. Seit diesem Negativrekord stieg die Zahl bis 2022 wieder auf 240 Tiere an. Im Durchschnitt kommen auf 100 Weibchen 70 Jungtiere. Die Mausohren sind etwa zwischen April und September in Taching anzutreffen. In dieser Zeit beziehen die trächtigen Weibchen ihre Wochenstuben, bringen ihren Nachwuchs zur Welt und sollen möglichst nicht gestört werden. Seit wann sich die rund 630 kg Kot angesammelt haben, kann man nicht mehr genau nachvollziehen.  ak

Blasiussegen in Burg
Beim entzünden der Kerzen für den Blasiussegen von links: Diakon Anton Lörzel, Pfarrer Markus Nappert und Pfarrvikar Arkadiusz Kolecki.

Kerzensegnung und Gottesdienst an Mariä Lichtmess

Tengling. Zahlreich machten sich Gläubige am Abend des Lichtmesstages auf den Weg in die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt in Burg bei Tengling, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Die Liturgie an Lichtmess sieht zu Beginn des Gottesdienstes die Segnung der Kerzen vor, die bis zum nächsten Jahr zur Ehre Gottes in den Kirchen angezündet werden. In Burg war auch in diesem Jahr wieder ein kleiner Kerzenalter hinten im Kreuzgang aufgebaut. Viele Besucher stellten auch ihre von Zuhause mitgebrachten Kerzen dazu. Nach Segnung der Kerzen zog der Altardienst zusammen mit den Zelebranten über den Mittelgang nach vorne in den Altarraum, um den Gottesdienst zu feiern. Während des Einzugs sangen die Gläubigen zu festlicher Orgelmusik „Mache dich auf und werde Licht.“
Seit dem zweiten Vatikanischen Konzil 1962 – 1965 heißt der 2. Februar aus kirchlicher Sicht offiziell Darstellung des Herrn. Nachdem Gesetz des Mose war es zur Zeit Christi bei den Juden Pflicht, dass die Erstgeborenen 40 Tage nach ihrer Geburt Gott im Tempel übergeben – „dargestellt“ – wurden.  Sie wurden damit als Eigentum Gottes angesehen und erlangten durch die Darstellung im Tempel ihre Heiligung.
Bei den Fürbitten wurden eine Taufkerze, eine Erstkommunionkerze, eine Hochzeitskerze, eine Trauerkerze und eine Kerze für alle Anliegen entzündet. In der Einleitung zu den Fürbitten erinnerte Pfarradministrator Markus Nappert an das Licht, dass uns ein Leben lang immer wieder begleitet und uns Mut und Hoffnung gibt. „Gott ist bei uns in Jesus, dem Licht der Welt!“, so Nappert.
Am Ende des Gottesdienstes spendeten Pfarrer Markus Nappert, Pfarrvikar Arkadiusz Kolecki und Diakon Anton Lörzel den Blasiussegen. Der Segen auf die Fürsprache des Bischofs Blasius soll vor Halskrankheiten und vor allem Bösen bewahren. Der Kirchenchor und Organist Dr. Josef Fenninger ließen es sich nicht nehmen, so lange zu singen und zu spielen, bis der letzte den Segen empfangen hatte. ak

Amtseinführung Pfarrer Markus Nappert

Neuen Tachinger Pfarrer Markus Nappert eingeführt

Taching. Jubelt ihr Lande dem Herrn! Mit dieser Fanfare wurde der Festgottesdienst in der Tachinger Pfarrkirche, bei dem die vereinten Chöre aus dem Pfarrverband zur Amtseinführung von Pfarradministrator Markus Nappert alle Register zogen, eröffnet. Kirchenmusikerin Barbara Danninger vereinigte zu diesem freudigen Anlass die Chöre aus dem Pfarrverband. Vom Kinderchor, über den Chor Belcanto bis hin zu den Kirchenchören umrahmten, zusammen mit den Organisten und einem Bläserensemble, insgesamt 65 Musizierende den Gottesdienst zur Amtseinführung.
Offiziell eingeführt wurde Nappert vom Dekan des Dekanates Rosenheim Thomas Schlichting, der für den erkrankten Traunsteiner Dekan Florian Schomers eingesprungen war. Zunächst verlas Diakon Anton Lörzel die Ernennungsurkunde. Nach den Riten, die der Einführungsgottesdienst vorsieht und in denen der Dekan symbolisch den Kirchenschlüssel und das Evangeliar überreicht, übernahm Pfarradministrator Markus Nappert die Leitung des Gottesdienstes.
In seiner Predigt bedankte sich der neue Pfarrer bei den Gläubigen für die herzliche und freundliche Aufnahme seit seinem Antritt am 1. Dezember. Er erinnerte sich auch an seinen ersten Besuch in Taching, bei dem er zusammen mit dem damaligen Pfarrer Konrad Roider vor knapp einem Jahr den Tachinger Pfarrhof besichtigte. Angetan von der Wohnung und dem Pfarrverband dachte er sich „Wenn die Leute noch halbwegs normal sind, dann passts! Und die Leute sind gut“, so Nappert. Weiter schlug der neue Ortspfarrer die Brücke zum zuvor gehörtem Johannes-Evangelium und ermutigte die Gläubigen, ihre Wohnung, ihren Geist für Jesus bereitzuhalten und ihm einen Platz im Leben zu geben.
Nach der Eucharistiefeier sprach Kirchenpfleger Andreas Kraller stellvertretend für die Pfarrgemeinde ein Grußwort. Kraller ermutigte alle Gläubigen, trotz der großen Freude über den neuen Seelsorger sich auch in Zukunft aktiv für eine lebendige Pfarrgemeinde einzusetzen. Zusammen mit Hubert Schmid, Pfarrgemeinderat, überreichte Kraller ein kleines Begrüßungsgeschenk.
Von den anwesenden Bürgermeistern Andreas Bratzdrum aus Tittmoning und der dritten Bürgermeisterin der Gemeinde Waging Christine Rehrl, überbrachte die Ortsbürgermeisterin von Taching Steffi Lang in einem Grußwort die besten Wünsche an den neuen katholischen Tachinger Pfarrer Markus Nappert. Lang zitierte Karl Valentin, der sagte: „Ein Fremder ist nur in der Fremde fremd.“ Man heiße den neuen Pfarrer herzlich willkommen und versuche ihm den Anfang in Taching so harmonisch wie möglich zu machen, so die Bürgermeisterin.
Der Bitte von Lang und Kraller an den Pfarradministrator gerichtet, doch lange im Pfarrverband zu bleiben, möchte Pfarrer Markus Nappert folgeleisten.
Der Festgottesdienst endete mit dem feierlichen Te Deum, dem Großer Gott wir loben dich. Nachdem die Ministranten zusammen mit den Seelsorgern Astrid Fenninger, Monika Kraus, Diakon i. R.  Anton Lörzel, Pfarrvikar Arkadiusz Kolecki, Pfarrer i. R. Walter Laakmann, Dekan Thomas Schlichting und dem nun offiziellen neuen Tachinger Pfarrer Markus Josef Nappert aus der Kirche ausgezogen sind, klang der Festtag mit einem Stehempfang in der Nebenkirche aus.  ak

Sternsinger zogen von Haus zu Haus

Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – im Amazonien und weltweit“ haben die Sternsinger im Pfarrverband Am Tachinger See in diesem Jahr insgesamt 15.722,62 € Spenden gesammelt. 72 Kinder und Jugendliche, die sich in 16 Gruppen aufteilten, zogen zum Jahresbeginn durch die Dörfer, sammelten Spenden für Kinder in Not und brachten den Segen in die Häuser. Im Fokus der heurigen Aktion stand die Bewahrung der Schöpfung und der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur.

Das Spendenergebnis aufgeteilt nach Orten des Pfarrverbandes:

Taching: 3.851,01 €
Tengling: 3.900,71 €
Tettenhausen: 3.989,39 €
Törring: 3.981,51 €

Die Verantwortlichen möchten sich an dieser Stelle bei allen bedanken, welche bei der Durchführung der Aktion tatkräftig mitgeholfen haben: beim Organisationsteam, bei den Eltern für Fahrdienste, bei den Köchinnen für warmes Mittagessen und vor allem bei den Kindern und Jugendlichen für ihr Engagement. Natürlich gilt unser Dank auch allen für die freundliche Aufnahme und die zahlreichen Spenden. jm

Weihnachten im Pfarrverband

Weihnachten in Taching

Taching

Weihnachten in Tettenhausen

Tettenhausen

Weihnachten in Weilham

Weilham

Weihnachten in Törring

Törring

Weihnachten in Tengling

Tengling

Weihnachten in Burg

Burg


Christmette in Burg

Weihnachten: Das Fest der Menschlichkeit

Christmette in Burg mit Orchester und Kempter-Messe gefeiert

Burg. Auch in der vergangenen Heiligen Nacht feierten Gläubige in der Burger Wallfahrtskirche die Geburt Jesu. Eröffnet wird die Christmette in Burg traditionell mit dem Martyrologium Romanum. Die Ankündigung der Geburt des Sohnes Gottes wurde von Stefan Fellner und Christoph Oettl, in der nur durch Kerzenlicht erhellten Kirche gesungen. Während dieser musikalischen Festankündigung zogen Pfarradministrator Markus Nappert und die Ministranten mit dem Jesuskind in die Kirche ein und legten es in die Krippe vor dem Altar.
Einen festlichen Rahmen verliehen die Kirchenchöre aus Taching, Tengling und Törring, die, zusammen mit einem Orchester und Dr. Josef Fenninger an der Orgel, unter der Leitung von Barbara Danninger die Pastoralmesse von Karl Kempter aufgeführt haben.
In seinen Gedanken zur Geburt Christi ging Pfarradministrator Markus Nappert auf Weihnachten als das Fest der Menschlichkeit ein. „Für uns Christen hat diese Menschlichkeit ihren Ursprung im Stall von Bethlehem. Hier wird Jesus geboren, der mit seiner Menschlichkeit und Liebe die Welt verändert hat. An Weihnachten lassen wir besonders seine Vision von einer menschlichen Welt wahr werden“, so Nappert. Am Ende seiner Predigt ermutigte Nappert, für den es das erste Weihnachtsfest im Pfarrverband Am Tachinger See ist, die Gläubigen, das Fest der Menschlichkeit und der Menschwerdung Gottes nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über zu feiern. „Dann kann der Traum von einer menschlichen Welt wahr werden und braucht keine Vision zu bleiben“.
In seinem Credo, dem Glaubensbekenntnis, hat Karl Kempter die Menschwerdung Gottes besonders hervorgehoben. Mit einem Pianissimo kommt die Passage „Et incarnatus est“, er hat Fleisch angenommen, und die Stelle der Menschwerdung „et homo factus est“ explizit zur Geltung.
Um den weihnachtlichen Frieden in unseren Familien und den Konfliktregionen auf unserer Welt wurde in den Fürbitten gebetet.
Nach der Eucharistiefeier wünschte Ortspfarrer Markus Nappert allen Anwesenden ein Weihnachtsfest der Menschlichkeit. Ferner bedankte er sich bei allen, die ihren Beitrag zur Feier der Christmette beigetragen haben. Mit dem Weihnachtsklassiker „Stille Nacht“ endete die Feier der Heiligen Nacht in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Burg bei Tengling.  ak