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Pfarrverband Milbertshofen

St. Georg, Milbertshofener Platz 2, 80809 München, Tel. (089) 35 72 70-0, st-georg.milbertshofen@ebmuc.de
St. Lantpert, Torquato-Tasso-Str. 40, 80807 München, Tel. (089) 35 811 91-0, st-lantpert.muenchen@ebmuc.de

Alte St. Georgskirche und der Förderverein

Alte St. Georgskirche

Die "Alte St. Georgskirche"

Der Mittelpunkt der einstigen Schwaige und des späteren Dorfkerns von Milbertshofen war jahrhundertelang die im Jahr 1507 erbaute Alte St. Georgskirche am "Alten St.-Georgsplatz". Sie ist der einzig verbliebene Rest des ehemaligen Ortskerns von Milbertshofen. 

Am 13. Juni 1944 wurde bei einem Luftangriff die Alte St. Georgskirche größtenteils zerstört. Das Kirchenschiff war ausgebrannt, der Chor und der Turm schwer beschädigt. Der wertvolle spätgotische Flügelaltar konnte vorher in Sicherheit gebracht werden. Wie durch ein Wunder blieb der Altarraum mit dem Grabstein des Andreas Keferloher sowie ein kleiner Teil des Turmes von der vollkommenen Zerstörung verschont.
Im August 1949 sollte dennoch der Abbruch der gesamten Ruine erfolgen. Doch durch die Initiative des Milbertshofener Stadtrates Gottfried Zimmermann konnte der Totalabriß der Kirchenreste verhindert werden.

Durch städtebauliche Veränderungen in den 60er Jahren wurden mehrere historische Gebäude, Reste der einstigen Schwaige, abgerissen oder verändert wieder aufgebaut. Um so schwieriger wurde es, die einstige Dorfkirche in das neue Stadtbild einzugliedern. Ab 1970 wurden die ersten Überlegungen und Pläne zu einem angemessenen Anbau angefertigt. Doch keiner dieser Entwürfe wurde verwirklicht.

Heute ist das denkmalgeschützte Kirchlein ein Kleinod der Münchner Kunstgeschichte. Der Turm wurde restauriert und der gut erhaltene Altarraum beherbergt heute wieder u.a. den besonders wertvollen, vollkommen erhaltenen, Flügelaltar von 1510 sowie den Grabstein des Andreas Keferloher aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

In den letzten Jahren wurde die Außenanlage der Kirche umgestaltet:
Um dem Besucher die Dimensionen der Alten St. Georgskirche zu vermitteln, wurde mit Gabionen der Grundriss der Kirche, sowie mit der aufwändigen Bodengestaltung die Lage der damals vorhandenen Kirchenbänke, nachgestellt.
Alte St.-Georgs-Kirche, Foto Peter Schmid

Der Förderverein

Die Gründung:
Am 21. November 1981 wurde unter Pfarrer Walter Hutterer der "Förderverein Alte St. Georgskirche", mit dem Ziel gegründet, die Kriegsruine wieder aufzubauen und den zwischenzeitlich ausgelagerten und in Restauration befindlichen St. Georgsaltar an seinen angestammten Ursprungsort zurückzubringen und somit den noch verbliebenen Dorfkern von Milbertshofen zu erhalten oder sogar zurückzugewinnen.

Erster Vorsitzender wurde Dr. Hans Graßl. Umgehend wurde eine Satzung erarbeitet, der Antrag auf Gemeinnützigkeit gestellt und durch Werbung die Mitgliederzahl deutlich angehoben. Es sollte eine gezielte Stadtteilarbeit stattfinden.                 

Der Verein:
Kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen finden regelmäßig am Alten-St.-Georgs-Platz statt. Als besonders wichtige Aufgabe des Vereins stellt dieser Interessierten die kulturelle Bedeutung dieses Stadtteiles vor. Auch ist eine Bildblattreihe (bisher 15 Stück) über die Geschichte von Milbertshofen entstanden. 

Das Anliegen des Vereins ist daher in der gegenwärtigen Situation in besonderer Weise aktuell: Das einzige noch verbliebene Kulturgut, der aus der Pollakschule stammende spätgotische Flügelaltar von 1510, muss der Milbertshofener Bevölkerung erhalten bleiben.
Denkmalschutz_2008_VS_200

Auszeichnung 2008

Verleihung der Denkmalschutzmedaille 2008
des Bayrischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
für Besondere Verdienste im Denkmalschutz am 14. September 2008 durch
Dr. Thomas Goppel
(Bayrischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst)

Öffnung der Alten Kirche St. Georg während den Wintermonaten

Vom 01.12.2018 bis 31.03.2019 finden wegen der klimatischen Bedingungen der Alten St. Georgskirche an Sonn- und Feiertagen keine Führungen statt.

Sonderführungen für Gruppen sind möglich (Anmeldungen unter Tel: 089/ 357 270-0 in der Pfarrei St. Georg)