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Hl. Kreuz, Obermarchenbach

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Bild: Wolfgang Hilz
Die Kirche Hl. Kreuz thront auf einem Hügel hoch über dem Ort. Steile Treppen führen nach oben. Sie führen zu einem „im Kern spätgotischen Saalbau mit polygonalem Chor, angefügter Sakristei und einem Chorflankenturm mit Zwiebelhaube,“ so die Kurzbeschreibung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche weiter ausgebaut.
 
Hl. Kreuz in Obermarchenbach. Der offizielle Kirchenname lautet „Hl. Kreuzauffindung.“ Er erinnert an die hl. Helena, die Mutter Kaiser Konstantins des Großen, die Anfang des vierten Jahrhunderts das Heilige Land bereiste. Auf ihr Drängen hin, grub man unter römischen Ruinen und fand drei Kreuze und das Grab Christi. Das wahre Kreuz erwies sich durch seine Wunderkraft. Über dem Ort von Grab- und Kreuzauffindung wurde die Auferstehungskirche, die heutige Grabeskirche, errichtet. Bei ihrer Einweihung hielt der Bischof von Jerusalem die große Kreuzreliquie feierlich in die Höhe, daher das Wort Kreuzerhöhung, und zeigte sie den Gläubigen zur Verehrung.
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Die Kreuzigungsgruppe an der rechten Innenwand des Kirchschiffes. Die Jesusfigur stammt aus dem Jahre 1544. Die Schächer an den Seiten sind 230 Jahre jünger. Links im Bild die Kanzel von 1673.

Bild: Wolfgang Hilz
Kleinste Teilchen des Kreuzes fanden ihren Weg in alle Welt. So auch nach Obermarchenbach. Alte Kirchenbücher berichten von einer großen Wallfahrt zum Kreuzpartikel. Anfang des 19. Jahrhunderts ging der kleine Splitter verloren. Die Wallfahrt ist in unserer Zeit längst vergessen. Die Kreuzauffindung durch die hl. Helena war früher ein eigenes Kirchenfest. Es wurde im Mai gefeiert. Heute feiern wir das Fest Kreuzerhöhung, gedenken an diesem Tag auch seiner Auffindung und schlagen damit zugleich einen Bogen in die Vergangenheit. Das Patrozinium der Kirche Hl. Kreuz wird am 14. September begangen, dem Tag der Kreuzerhöhung im alten Jerusalem.
 
 
Quellen:
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, „Baudenkmäler in Haag a. d. Amper,“ geodaten.bayern.de
Berger, R.: „Neues Pastoralliturgisches Handlexikon.“ Freiburg/Basel/Wien, 1999
Hilz, W./Schweiger, R./Bischof, F. (Verf.), Pfarrei St. Georg (Hrsg): „Pfarrei St. Georg, Oberappersdorf, Geschichte und Gegenwart.“ Freising 2013 (Denkschrift zum 50-jährigen Weihejubiläum)
Ökumenisches Heiligenlexikon: www.heiligenlexikon.de
Wimmer, O./Melzer, H.: „Lexikon der Namen und Heiligen.“ Hamburg, 2002