PFARRVERBAND PARTENKIRCHEN-FARCHANT-OBERAU

Pfarrgasse 2, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Telelefon: 08821-9670080, E-Mail: Maria-Himmelfahrt.Partenkirchen@ebmuc.de

Pfarrei Maria Himmelfahrt Partenkirchen Kirchen und Kapellen

St. Anna - Wamberg

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Das Dorf Wamberg wird im 12. Jahrh. erstmals urkundlich erwähnt. Es liegt 1000 m über Meereshöhe und gehört damit zu den höchstgelegenen Kirchdörfern Deutschlands. Seine Kirche entstand 1721 auf einem trockeneren Platz, als der, wo vorher eine baufällig gewordene Kapelle stand, und von wo aus man sie nun schon vom Tal aus gut sehen kann. Sie wurde durch den Fürstbischof Johannes Franz Ecker von Kapfing und Lichteneck am 11. September 1721 der Hl. Mutter Anna geweiht.
Die Wamberger, zu deren Gemeinde auch die Einödshöfe Eckbauer, Vorder-, Mitter-, Hintergraseck, Gschwandt, Höfle, Schlattan und Kaltenbrunn gezählt wird, gehören seit 1625 zur Pfarrei Partenkirchen und blieben mit ihr auch nach der Säkularisation 1803 verbunden.

Auf dem Berg in stillem Frieden
Liegt Wamberg wie weltabgeschieden.
Wo einstens Urwald war gestanden,
dort liebe Heimat viele fanden.

Die Kirche besitzt einen künstlerisch sehr wertvollen Hochaltar, ein Werk des Bildhauers Andreas Onich. Das Hochaltarbild zeigt "Anna selbdritt"
Darüber findet sich ein Bild der Hl. Familie; seitlich stehen die Figuren des Hl Sebastian und des hl. Rochus und werden begleitet von den Statuen der hl. Notburga und des hl. Isidor in Zeitkostümen.


Sebastianskapelle

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Gleichsam vom Eingang ins Partenkirchner Zentrum grüßt ein stolzer roter Kirchturm zum Rathaus der Marktgemeinde hinunter und weist mit dem Wappen auf seiner Stirnseite auf die früheren Herren des Werdenfelser Landes das Fürstbistum Freising hin.

Im Jahr 1632 drangen prostestantische, schwedische und auch katholische Söldner aus Spanien über Murnau ins Ammertal ein, plünderten und brandschatzten in der ganzen Region. Wer von diesen die Pest eingeschleppt hat, ist ungeklärt. Fest steht, dass sämtliche Werdenfelser Gemeinden in den Jahren 1632 - 1634 von der Seuche heimgesucht wurden.
In Oberammergau starben 86 Menschen, bis das Sterben nach der Legende durch das Passionsspiel-Gelübde beendet wurde; In Partenkirchen erinnert noch heute jeden Sonntag um 16-Uhr das Läuten der Glocke an den letzten Pesttoten, einem Hirtenjungen, der oberhalb des Floriansbrunnens um diese Uhrzeit verstarb.
Die Partenkirchner legten damals vor dem Ort einen Pestfriedhof an und errichteten eine kleine Pestkapelle. Fürstbischof Veit Adam von Gebeck weihte am 31. Juli 1637 diese Kapelle zu Ehren des hl. Rochus und des hl. Sebastian. Die Kapelle ist somit das älteste noch erhaltene Gotteshaus in der Pfarrei.
Der Turm mit der Sakristei wurde erst 1740 angebaut.
1776 wurde der kleine Pestfriedhof zur allgemeinen Begräbnisstätte der Pfarrei umgewandelt.
Nachdem 1914 am Nordrand Partenkirchens ein neuer Friedhof angelegt worden war, wurde mit dem Jahr 1924 der Friedhof an der Sebastianskapelle aufgelassen.
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Nordseite: "Die apokalyptischen Reiter"
1924 setzte man die im ersten Weltkrieg entstandene Idee um und errichtete 1925 am Nordrand des alten Friedhofs das Kriegerdenkmal. Die Steinfigur stellt den hl. Sebastian dar. Sie wurde nach Entwürfen von Joseph Wackerle vom Bildhauer G. Neuner geschaffen. Im gleichen Jahr erhielt auch die Kapelle ein neues "Gewand": Auf der Nordseite, zum Wank hin, malte Joseph Wackerle die 4 apokalyptischen Reiter, von denen in der Bibel Off.6,1-8 berichtet wird: Pest, Krieg Hungersnot und Tod.

Die beiden Längsseiten werden von Bildern von je zwei überlebensgroßen Engeln eingenommen. Die westliche Turmmauer ziert das Kardinalswappen des Erzbischofs von München und Freising. In Augenhöhe können dort auch die wichtigsten Daten des Kirchleins auf einer dort eingelassenen Steinplatte entziffert werden.

Wie ein Fels in der Brandung des Verkehrs der hier aus 4 Richtungen auf das Kirchlein zufließt, mahnt die Kapelle zu Ruhe und Einkehr. Das wird einem sofort bewusst, wenn man die Kapelle betritt. Das durch die Bäume gedämpfte Licht, die Kühle, die einen umfängt und die Stille durch die dicken Wände lassen einen fast zu plötzlich zur Ruhe kommen.


Kapelle der St. Irmengard-Schulen

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Im August 1930 wurde mit der der St. Irmengard-Schule auch die Hauskapelle durch Kardinal Michael von Faulhaber Erzbischof von München und Freising eingeweiht.

Der stattliche Raum der Kapelle, der etwa 120 Personen Platz bietet, war von Anfang an der Öffentlichkeit zugänglich.
Schwestern, Lehrkräfte und Schülerinnen feierten hier Gottesdienst und versammelten sich zu Gebet und religiösen Feiern.

Der Altarraum war bis 1973 mit einem Marienbild im Jugendstil ausgestattet.

Die Renovierung 1973 brachte eine völlige Umgestaltung: Ein Kreuzbild und die beiden Statuen der Schulpatrone Klara und Irmengard vom Chiemsee schmücken jetzt die Vorderwand, auf der linken Seite zeigt ein Bronzerelief von Anton Rückel die Verkündigung Mariens Von Rückel stammt auch der Kreuzweg an der Rückwand der Kapelle.

Die Hauskapelle wurde von jeher als die "Mitte" des Hauses empfunden.
In regelmäßigen Abständen feiert hier eine charismatische Gebetsgruppe Eucharistie.

Jahrgangsgruppen, ehemalige Schülerinnen kommen immer wieder, um hier in der Kapelle gemeinsam zu singen und zu beten.

Seit mehr als 75 Jahre geht von diesem stillen Ort Kraft und Segen aus.

Vordergraseck

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Die Kapelle entstand vor 1730, das genaue Baudatum ist nicht bekannt. Sie ist nach wie vor in Privatbesitz.
Seit Jahren findet am 1. Mai vor der Kapelle ein festlicher Berggottesdienst für die lebenden und verstorbenen Einwohner von Vordergraseck statt.
Eine alte geschnitzte Figur der Schmerzhaften Mutter Gottes weist auf die Widmung der Kapelle und ihren Namen hin.

Gsteigkapelle

Dieser Name, wie auch ihr eigentlicher Name "Maria Hilf Kapelle" machen deutlich, warum diese Kapelle 1565 (oder 1577, bald nachdem die Fuggersche Handelsniederlassung in Partenkirchen gegründet worden war) errichtet worden war: Die alte Römerstrasse erforderte erhebliche Anstrengungen von den Fuhrleuten und war auf diesem Stück ziemlich gefährlich.
So war es nur recht und billig, vor und nach der Bewältigung des gefährlichen Abschnitts zwischen Partenkirchen und Klais Gott über seine Mutter zu bitten und zu danken und seine Spende in der Kapelle zu lassen.
Während der Säkularisation 1803 wurde die Kapelle eingerissen und erst 1867 mit Spenden der Bevölkerung wieder aufgebaut. Pfarrer Gundermann weihte 1885 nach einer Restaurierung die neue Muttergottesstatue in der Lourdesgrotte. Inzwischen wurde die Kapelle noch einige Male renoviert.
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Vor kurzem erhielt unser "Gstoag-Kurchla" ein neues Schindeldach und ein neues Türmchen. Finanziert haben das der Spar- und Stopselclub, die Zunft der Brauer, Wirte und Metzger, Bewohner der Wiggerhäuser und einige Privatleute. Die Marktgemeinde trug die Hälfte der Materialkosten. Die Arbeit erledigten Mitglieder des Spar- und Stopselclubs ehrenamtlich. Herzlichen Dank!

"Viel Fuhrwerk zog allhier gar weit
in früher Zeit am alten Gsteig.
Der Pfad war rau, der Berg war steil.
Drum bat der Fuhrmann Gott um Heil.
Er hat dies Kirchlein frommerweis
Erbaut zu Gottes und Mariens Preis.
"

Daxkapelle

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Der Name ist zusammengezogen aus "Unseres Herrn Kapelle in den Taxen" (d.h. in den Tannen).
Die Kapelle steht am Wegrand des Forstweges von Partenkirchen zur Esterbergalm.
Sie wurde 1852 vom Schäfflermeister Ignaz Lidl anstelle einer hölzernen Kapelle, die etwas oberhalb stand, erbaut.
Alljährlich geht an Christi Himmelfahrt eine Bittprozession von Partenkirchen zur Kapelle.

Esterbergalm-Kapelle

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Sie wird in historischen Büchern als "Kapelle in der Höhe" bezeichnet und ist dem hl. Josef geweiht.
Sie wurde 1803 (im Jahr der Säkularisation !) von einem Mann namens Jocher erbaut. Höchstwahrscheinlich besteht eine Verbindung zu der im gleichen Jahr niedergerissenen Josefskapelle auf dem Josefibichl.

Pfeifferalm-Kapelle

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Diese zur Pfeifferalm gehörige Kapelle wurde bereits 1696 errichtet.

Gschwandnerbauer

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Antoniuskapelle beim Gschwandtnerbauer:

Im Jahr 1883 errichteten Anton und Walburga Neuner diese Privatkapelle vor dem Einödhof.