Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer.

Was gibt mir Zuversicht, was schenkt mir Hoffnung?

Hans Tremmel
Hans Tremmel
Hoffnung auf langersehnte menschliche Kontakte machen mir in dieser verrückten Pandemiezeit die verschiedenen Vakzine, die Erfolge der Medizin, die lobenswerte Selbstdisziplin und die Solidarität von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Zuversichtlich sehe ich der eigenen Impfung entgegen, die mir privat, beruflich und auch ehrenamtlich manches wieder möglich macht, was aktuell fehlt oder nur unter erschwerten Bedingungen realisierbar ist. Es war durchaus heilsam, dass einige Selbstverständlichkeiten weggebrochen sind, weil ich sie jetzt umso mehr zu schätzen weiß. Die schmerzlich vermisste Gemeinschaft im Glauben lässt sich nur sehr bedingt durch virtuelle Formate ersetzen. Besonders freue ich mich auf spontane und unbeschwerte Begegnungen im Familien- und Freundeskreis.

Ich bin dankbar, dass ich im Hinblick auf mein Ehrenamt hier nicht nach Befürchtungen und Sorgen gefragt wurde, denn Grund zum Jammern und Lamentieren gäbe es wahrlich genug. Hoffnungsvoll stimmen mich dagegen die offenen und konstruktiven Auftaktveranstaltungen des Synodalen Weges und die Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der Synodalen tatsächlich verstanden hat, dass nach den Verbrechen an Kindern und Jugendlichen es in der Kirche Jesu Christi kein „Weiter so“ geben darf. Zuversichtlich arbeite ich außerdem mit am innerdiözesanen  Gesamtstrategieprozess. Beide Projekte sind sehr mühsam, aber die angestrebten Ziele sind der Mühe wert. In der Hoffnung, dass der Auferstandene uns begleitet, können wir als Kirche voll Zuversicht gemeinsam weitergehen.
 
Professor Hans Tremmel, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising


[7 x Zuversicht. Hoffnungsvolle Impulse zur Fastenzeit.Die Online-Redaktion des EOM hat sieben Menschen aus dem Erzbistum gefragt, was ihnen Zuversicht gibt und Hoffnung schenkt.]