Der Synodale Weg Idee, Vorbereitung, Umsetzung

 

20-04-2021 Abeoslider
Grafik: www.synodalerweg.de
Unübersichtlich, polemisch, unversöhnlich?
Über Parteiungen und Lagerbildungen im synodalen Weg




Online-Kurs mit Diskussionsforen am
Dienstag, 20. April 2021 | 19:30-21:00 Uhr


Schon ganz am Anfang des Christentums, wie Paulus und die Apostelgeschichte zeigen, gab es Differenzen im Leben der Gemeinden und der Kirche. Parteiungen hatten ihre Überzeugungen und versuchten diese durchzusetzen. So geht das seit 2000 Jahre bis heute, denn es geht im Kern stets darum, das Evangelium für die Gegenwart zu erschließen, eine immer wieder neue Aufgabe.
Auch der Synodale Weg zeigt dies, es existiert die ein oder andere Frontlinie, manchmal wird es da unübersichtlich, auch wegen viel Polemik. Wir wollen die Gemengelage etwas ordnen, um besseren Durchblick zu bekommen, aber auch, um die unterschiedlichen Überzeugungen und Standpunkte besser verstehen zu lernen. Dazu wollen wir mit Berichterstattern ins Gespräch kommen und ihre Außenperspektive hereinholen. Wo sehen sie Schwierigkeiten derzeit? Droht Blockierung des Weges? Welche Medien erweisen sich in der Kommunikation als nützlich, welche Themen spielen in der Öffentlichkeit die größte Rolle? Wie wirkt das wiederum auf die Beratungen?
Anmeldung unter info@domberg-akademie.de

Nähere Informationen auch auf der Internetseite der Dombergakademie.

Ist der Synodale Weg noch auf dem Weg? | Ein Beitrag zur Diskussion um den Synodalen Weg 
Online-Vortrag und Diskussion via Zoom am
Dienstag, 23. Februar 2021 | 19.30 – 21 Uhr

Mit dem synodalen Weg sind für die Kirche in Deutschland viele Erwartungen verbunden. Sie in ihrer Widersprüchlichkeit zu erfüllen, dürfte kaum möglich sein – oder doch? Die Anfragen und Themen sind jedenfalls mannigfaltig und reichen von der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, über die lang verdrängten Fragen der Beteiligungs- und Geschlechtergerechtigkeit bis hin zur Frage der grundsätzlichen Entwicklungsfähigkeit kirchlicher Lehre. Die Pandemie fordert nun den ohnehin schon komplexen Prozess zusätzlich heraus.
Wir fragen deshalb: Wo steht der Synodale Weg aktuell? Was konnte auf der Online-Vollversammlung am  4./5. Februar 2021 erreicht werden und welche Schritte stehen nun an? Welche Themen verhaken sich, wo zeichnet sich schon Konsens ab, was hemmt und befördert die Diskussionen?
Wir fragen nach bei Dreien, die dabei waren und den Weg aktiv mitgestalten.

Die Veranstaltung wurd über das Videokonferenzportal Zoom abgehalten.
Eine Kooperation der Domberg-Akademie mit Ressort 1 des Ordinariats München und dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum

Referent:innen: Weihbischof Wolfgang Bischof, Konstantin Bischoff, Vertreter der Pastoralreferent:innen beim Synodalen Weg, Maria Boxberg, geistliche Begleiterin

Online-Konferenz des Synodalen Weges im Februar 2021
Bilanz der Online-Konferenz
Am 4. und 5. Februar 2021 hat sich die Synodalversammlung zwei Tage lang digital getroffen. Neben dem Vorstellen und dem Austausch über die Arbeitspapiere wurde der Ursprungsgedanke des Reformdialogs — der Missbrauch — in den Blick genommen. Von den 229 Synodalen hatten sich 221 zu dem coronabedingt gewählten Format angemeldet. Außerdem waren Beobachter aus anderen Ländern der Konferenz zugeschaltet. Auch die Medien haben an der Online-Tagung teilgenommen. Mehr Informationen...

Volk Gottes auf dem Weg Synodaler Weg
Grafik: www.synodalerweg.de
Volk Gottes auf dem Weg
Die (Wieder-)Entdeckung der Synodalität – Erfolgreiche Podienreihe im Bildungshaus St. Rupert lud zur Vertiefung und Diskussion ein.
 
An vier Abenden konnten TeilnehmerInnen im Bildungshaus St. Ruppert über die Themen der Foren des Synodalen Weges diskutieren und sich dabei mit der Sicht jeweils eines Erfahrungsträgers auseinander setzen. Dr. Christoph Hentschel zieht Bilanz.
Mehr Informationen ....

Banner900x600V2 Vergebliche Hoffnung
Banner: Domberg
Am Dienstag, 26.01.2021 fand die Veranstaltung "Vergebliche Hoffnung? Zum Entwicklungs- und Wandlungspotenzial kirchlicher Lehre" statt.

Professorin Johanna Rahner (Tübingen, mehr lesen) befragte als Dogmatikerin die Theologiegeschichte und beleuchtete die theologischen Grundvoraussetzungen, um zu klären, was auf welche Weise und warum entwicklungsfähig und wandelbar ist.
Für viele Menschen ist der synodale Weg der deutschen katholischen Kirche mit Hoffnungen verbunden. Die Problemthemen sind benannt, man ringt in der argumentativen Auseinandersetzung darum, wie ein Wandel konkret aussehen kann. Oft hört man pauschal, dies sei theologisch kaum bis gar nicht möglich.
Welche Theologie-Kapitel sind zu überarbeiten, welche vielleicht auch neu zu schreiben?
Dies war eine Kooperation der Dombergakademie mit dem Ressort Grundsatzfragen und Strategie des Erzbischöflichen Ordinariat und dem Diözesanrat der Katholiken.

Online-Vortrag mit Prof. Dr. Johanna Rahner:
 

Bild von der Regionalkonferenz in München im September 2020
Foto: privat
Am 26.11.2020 fand der Online-Vortrag Alles nur Schönheitskorrekturen - brauchen wir eigentlich einen „Systemwechsel“? von Herrn Prof. Dr. Georg Essen statt.
Perspektiven zu grundlegenden Fragen und Voraussetzungen des synodalen Weges wurden besprochen.

Die Veranstaltungsreihe zum synodalen Weg ging weiter: Mit Prof. Dr. Georg Essen (Lehrstuhl für Systematische Theologie des Zentralinstituts für Katholische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin) konnte ein in den aktuellen Diskussionen profilierter Theologe gewonnen werden, der den synodalen Weg und kirchliche Reformprozesse engagiert und konstruktiv-kritisch begleitete. Er betonte in seinem Online-Vortrag den Stellenwert der Theologie und sieht die Probleme in einem Lehramtsverständnis, das oft den Bezug zur Welt und den Menschen verloren hat. Braucht es daher so etwas wie einen Systemwechsel, der belastbare Ergebnisse des synodalen Weges sicherer ermöglicht? Darüber kamen wir nach seinem Impulsvortrag online ins Gespräch.
Eine Veranstaltung der Domberg-Akademie in Kooperation mit Ressort 1 des Ordinariats München und dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum.
 

„Es geht um vielmehr als einen abgeschlossenen zweijährigen Prozess innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland“ – Diskussionsabend beleuchtet die Hintergründe und den aktuellen Stand der Debatte des Synodalen Weges

Logo Synodaler Weg
Grafik: www.synodalerweg.de
Bei einem Diskussionsabend in St. Bonifaz in München haben am 22. September 2020 vier hochrangige Referentinnen, die jeweils in einem der vier Synodalforen mitarbeiten, ihre Sicht auf die aktuellen Debatten im Synodalen Weg dargestellt. Auf dem Podium diskutierten:
Frau Professor Julia Knop arbeitet im Forum Macht und Partizipation mit und gilt durch ihre Beiträge zur theologischen Debatte als eine der wesentlichen Stimmen im Synodalen Weg. Edgar Büttner bringt die Erfahrung zahlreicher aufgrund einer Partnerschaft vom Dienst suspendierter Priester in das Forum „Priesterliche Existenz heute“ ein. Professor Dorothea Sattler leitet mit Bischof Bode das Forum „Frauen in Ämtern und Diensten in der Kirche“. Und Frau Dr. Kreidler-Kos, selbst vielfältig begleitend und lehrend in der Eheberatung tätig, gestaltet das Forum „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ mit.
An vielen Stellen wurde in der von Dr. C. Pfrang, leiterin der Domberg Akademie und Dr. Florian Schuppe, Fachbereichsleiter im Ressort Grundsatzfragen und Strategie geleiteten Diskussion deutlich, dass es neben den komplexen Sachfragen in den einzelnen Foren, immer auch um ein den gesamten Prozess umgreifendes Ringen, um eine Gesprächskultur geht, die einer von Papst Franziskus geforderten „Synodalen Kirche“ entspricht.

Mehrere Regionalkonferenzen anstelle der Synodalversammlung

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf den Fortgang des Synodalen Weges aus. Nachdem deutlich wurde, dass eine Veranstaltung mit über 230 Teilnehmern in absehbarer Zeit schwierig wird, hat das Präsidium des Synodalen Weges eine veränderte Arbeit angesichts der für Anfang September geplanten, zweiten Synodalversammlung beschlossen. Unter dem Leitwort „Fünf Orte – ein Weg“ wird es statt der im September 2020 vorgesehenen Synodalversammlung für alle Synodalen am Freitag, 4. September 2020, von 10.00 bis 18.00 Uhr eine eintägige sogenannte Regionenkonferenz geben, die zeitgleich an fünf verschiedenen Orten stattfindet – in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Ludwigshafen und auch bei uns in München.
Das Präsidium versteht diese regionalen Konferenzen als Zwischenschritt hin zur zweiten Synodalversammlung, die im Februar 2021 stattfinden wird.
 
Bei der Regionalkonferenz in München kamen Synodalteilnehmerinnen aus den Bistümern Augsburg, Bamberg, Eichstätt, München und Freising, sowie Passau zusammen, um über die Herausforderung der Corona-Pandemie für die Kirche, die Frage der Beteiligung von Frauen an Ämtern und Diensten, sowie mögliche Veränderungen in der kirchlichen Sexualmoral zu diskutieren. Die Atmosphäre wurde von den meisten Teilnehmern und Teilnehmerinnen als respektvoll im Umgang miteinander und durchaus intensives Ringen in der Sache beschrieben. Konstantin Bischoff, Delegierter des Berufsverbandes der PastoralreferentInnen, brachte es im Anschluss an die Sitzung auf folgende Formel: „Vielleicht war auch gestern manch konstruktiver Dialog nur möglich, weil noch nichts zu entscheiden war, aber er hat gut getan.“
Einen ausführlichen Nachbericht zur Münchner Regionalkonferenz finden Sie hier.

Welches Anliegen nehmen die elf Teilnehmenden aus dem Erzbistum mit zur ersten Synodalversammlung des Synodalen Weges?

 

Entzünden der Synodalkerze: Wir machen uns auf den Weg

Am ersten Adventssonntag, 1. Dezember, hat die geistliche Vorbereitungsphase für den Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland begonnen. In den Domkirchen wurden an diesem Tag eigene Synodalkerzen entzündet. Im Münchner Liebfrauendom entzündeten der Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Karin Kortmann, gemeinsam mit Diözesanratsmitglied Joachim Unterländer die Synodalkerze in einem Gottesdienst und sprachen ein Gebet für den Synodalen Weg. Cordula Brechmann aus dem Diözesanrat trug im Liebfrauendom Fürbitten vor. Brechmann und Unterländer gehören als Delegierte des Diözesanrats dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken an.


Über die Plattform synodalerweg.de wird kontinuierlich und transparent über den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland informiert.
 

Wieso sich die Kirche in Deutschland für den Synodalen Weg entschieden hat

Um den Missbrauchsskandal aufzuarbeiten, hat sich die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) bei ihrer Frühjahrsvollversammlung 2019 für einen verbindlichen Synodalen Weg ausgesprochen, den sie mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gehen will. Er soll der gemeinsamen Suche nach Schritten zur Stärkung des christlichen Zeugnisses dienen. Offen wollen die Verantwortlichen über die Themen- und Handlungsfelder „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Priesterliche Existenz heute“, „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ sowie „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ diskutieren. Der auf zwei Jahre angelegte Synodale Weg ist dabei keine Synode im klassischen kirchenrechtlichen Sinn.
 
Im Zuge des Synodalen Weges wurden vier Foren zur Vorbereitung einberufen, die jeweils von einem Bischof und einem Laien geleitet werden. Die Foren widmen sich den Themen „Macht, Partizipation, Gewaltenteilung“, „Sexualmoral“, „Priesterliche Existenz“ und „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“. Dort wurden vorbereitende Arbeitspapiere erarbeitet, die in die Beratungen der künftigen Synodalversammlungen einfließen werden.
In ihrer gemeinsamen Verantwortung für den Synodalen Weg haben sich DBK und ZdK im Herbst 2019 auf eine Satzung verständigt. Der Startschuss für die geplanten Reformgespräche fiel am Ersten Adventssonntag, das erste große Treffen ist für Frühjahr 2020 geplant.

Mit seinem Schreiben an „das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ hat sich auch Papst Franziskus zum Synodalen Weg geäußert. Der Vorsitzende der DBK, Kardinal Reinhard Marx, und der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg haben diesen Schreiben gemeinsam kommentiert. Für sie ist es „ein Zeichen der Wertschätzung des kirchlichen Lebens in unserem Land und aller katholischen Gläubigen. Wir danken dem Heiligen Vater für seine orientierenden und ermutigenden Worte und sehen uns als Bischöfe und Laienvertreter eingeladen, den angestoßenen Prozess in diesem Sinn weiter zu gehen.“ Wie die kuriale Verwaltung zu integrieren ist, hängt an der potenziellen Reichweite der Beschlüsse oder Empfehlungen des Synodalen Weges ab.

Informationen zum Synodalen Weg

Zu Hintergründen, Beteiligten des Synodalen Weges und den aktuell vorliegenden Texten aus den Synodalforen finden Sie hier mehr Information.

Diözesane Ansprechpartner

Dr. Armin Wouters, Leiter des Ressort Grundsatzfragen und Strategie, Tel. 089/ 2137-2412

Dr. Florian Schuppe, Fachbereichsleiter im Ressort Grundsatzfragen und Strategie, Tel 089/ 2137 -2367 Mail: fschuppe@eomuc.de

Veranstaltungen

Veranstaltungen im Erzbistum zum Synodalen Weg

Materialien

Gebetszettel, Fürbitten und Liedvorschläge.

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Sorge um die Kirche

Brief der zehn Generalvikare an Kardinal Marx und Professor Sternberg

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