"Total Sozial" Die Radiosendung des Münchner Kirchenradios stellt wöchentlich die Arbeit der sozialen Verbände im Erzbistum vor

Was macht die Bahnhofsmission? Wo können junge Menschen in sozialen Wohnprojekten unterkommen, wenn sie für ein Auslandsjahr im Erzbistum sind? Und was verbirgt sich hinter einer Tafel für Kinder? Hören Sie mehr!
 
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Die sozialen Verbände im Erzbistum helfen mit, die großen Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Sie setzen die Botschaft des Evangeliums in aktive Hilfe um. In der Sendung “Total Sozial” des Münchner Kirchenradios wird die Arbeit der sozialen Verbände im Erzbistum vorgestellt und es kommen Menschen zu Wort, die sich für andere engagieren. Die Sendung läuft im Münchner Kirchenradio auf DAB+ und als Livestream im Internet.

Hier finden Sie die aktuellen Folgen:
 
Spielende Kinder
Bis 2024 soll in Putzbrunn ein gemeinsames inklusives Kinderhaus der Gemeinde und des Salberghauses entstehen.
19. November: Spendenaktion für Heimkinder 
Das Salberghaus in Putzbrunn kümmert sich um Kinder, die nicht in ihrer eigenen Familie leben können. Am 1. Advent wird im Erzbistum Geld für einen neuen Kindergarten des Salberghauses gesammelt. Im "Total Sozial"-Interview spricht Leiterin Agnes Gschwendtner über ihre Arbeit und die Pläne für das inklusive Kinderhaus.

Nicht alle Kinder in Deutschland wachsen in einer intakten Familie auf. Wenn Armut, Gewalt, Suchtkrankheiten oder die allgemeine Überforderung der Eltern so groß werden, dass das Kindswohl gefährdet ist, hilft das Salberghaus. Die Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) in Putzbrunn ist das, was man früher ein "Kinderheim" genannt hat. Heute ist es eine moderne pädagogische Institution, die sich um Kinder kümmert, die nicht in ihrer eigenen Familie leben können. Das kann übergangsweise oder dauerhaft geschehen.
Das Salberghaus möchte für sie und Kinder aus Regelfamilien bis 2024 einen gemeinsamen Kindergarten mit der Gemeinden Putzbrunn bauen, damit sie nicht isoliert aufwachsen. Am ersten Advent werden dafür in den Gottesdiensten im Erzbistum Spenden gesammelt. Im "Total Sozial"-Interview spricht Salberghaus-Leiterin Agnes Gschwendtner über ihre Arbeit und künftigen Pläne.
 

Auf dem Bild sind straffällige Frauen in einem Gefängnis zu sehen.
Rund 500 Frauen sitzen aktuell in bayerischen Gefängnissen eine Strafe ab.
12. November: Mehr als einmal bestraft
Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf straffällige Frauen hat.

Der Fachdienst Straffälligenhilfe des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) München betreut und unterstützt Frauen vor, während und nach der Haft. Diese Arbeit ist durch Corona enorm erschwert. So gestalten sich die Vorbereitung der Entlassung aus der Haft wegen der Kontaktbeschränkungen deutlich schwieriger. In dieser Folge von „Total Sozial“ geht es um die Arbeit des Teams der Straffälligen-Hilfe und wie der SkF den Frauen auch während Corona helfen kann. Aber es geht auch um die Situation von Frauen im Gefängnis allgemein und darum, wie sich ihre Lage durch Corona verschlechtert hat.

 

 
Auf dem Foto ist ein leerer Geldbeutel zu sehen
In der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach Schuldnerberatung stark an.
5. November: Schuldnerberatung
Die Caritas im Erzbistum unterstützt Menschen, die sich überschuldet haben, dabei, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.

Ahmet R. ist durch die Pandemie in Schulden geraten und stand vor dem Nichts. Dass er einen Ausweg gefunden hat, verdankt er auch der Caritas-Schuldnerberatung. Dabei ist er kein Einzelfall: Durch die Corona-Krise haben sich viele Menschen überschuldet.
 

 
Auf dem Foto ist Johanna Hofmeir zu sehen. Sie leitet Lichtblick Hasenbergl
Johanna Hofmeir, Leiterin des Lichtblick Hasenbergl
29. Oktober: Wieder fit für die Schule
Die Schulen sind wieder geöffnet, aber damit ist die Pandemie noch lange nicht vorbei. Denn die Kinder, die zum Lichtblick Hasenberg, eine Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge im Münchner Norden kommen, sind noch lange nicht wieder aufnahmefähig. Zu heftig waren die Einschnitte und psychischen Belastungen.

Viel ist passiert in der Pandemie: Homeschooling auf engstem Raum mit Eltern, die Existenzängste ausstehen, weil der Job im Niedriglohnbereich wackelt oder gleich ganz weg ist. Gleichzeitig sind Behörden nur noch digital erreichbar, womit nicht alle Menschen umgehen können. Das Ergebnis: Anträge werden falsch oder gar nicht gestellt und so kommen nicht einmal die Unterstützungsleistungen bei den Familien an. Oft reicht das Geld nicht zum Einkaufen. Im Lichtblick Hasenbergl werden deshalb derzeit sogar Lebensmittelpakete gepackt. Mittendrin die Kinder, die in den letzen Monaten irgendwie am Computer hätten lernen sollen. Das hinterlässt Spuren in den Kinderseelen. Einrichtungsleiterin Johanna Hofmeir hat schnell festgestellt, dass die Kinder so unter diesem Stress leiden, dass sie überhaupt nicht in der Lage sind, zu lernen. Deshalb macht sie jetzt ein Programm, bei dem die Kinder wieder lernen, Kinder sein zu dürfen: Mit Fahrradfahren und Walzer tanzen.
 

 
Judoka Kilian Kappelmeier (blau) bei einem Wettkampf
Judoka Kilian Kappelmeier (blau) bei einem Wettkampf
22. Oktober: Auf dem Weg zu Olympia
Im „Haus der Athleten“ des Katholischen Jugendsozialwerks KSJW leben Sporttalente, die am Olympiastützpunkt München trainieren.

Die Ringe, die Fackel, das Feuer: Fast jeder Sportler träumt davon, einmal im Leben an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Bis dorthin ist es aber ein weiter Weg. Schon in der Schule werden die Weichen für eine erfolgreiche Sportlerkarriere gestellt. Aber nicht überall haben junge Talente die gleichen Förderchancen. In den Großstätten sind die Trainingsbedingungen meist auf einem höheren Level als in ländlichen Regionen. Deshalb bietet das Katholische Jugendsozialwerk (KJSW) im „Haus der Athleten“ jungen Sportlern Wohnmöglichkeiten am Olympiastützpunkt in München. Einer von Ihnen ist Kilian Kappelmeier. Der 17-Jährige ist amtierender deutscher Vizemeister im Judo. Paris 2024 ist sein großes Ziel. Damit er am Olympiastützpunkt trainieren kann, ist er aus seinem Heimatort Schweitenkirchen bei Pfaffenhofen an der Ilm nach München gezogen. Warum das Förderangebot beim KJSW so wichtig ist, erzählen neben Kappelmeier auch der bayerische Kultusminister Michael Piazolo und Münchens Sozialbürgermeisterin Verena Dietl.
 

 
Auf dem Foto ist eine Hand mit einem Waschlappen zu sehen, die eine andere Hand säubert.
Viele pflegende Angehöriges wünschen sich konkrete Unterstützung, um entlastet zu werden.
15. Oktober: Kraftakt Pflege
Tag und Nacht für einen Menschen sorgen: das überfordert viele Betroffene. Wie die Malteser pflegenden Angehörigen helfen, hören Sie in dieser Sendung.

Rund drei Millionen Menschen sind in Deutschland auf Pflege angewiesen. Fast drei Viertel von ihnen werden zu Hause von ihren Familienangehörigen betreut. Viele pflegende Angehörige merken aber schon nach kurzer Zeit, dass sie sich mit der Versorgung eines Menschen, der unter Umständen Tag und Nacht Hilfe braucht, übernommen haben. Die Malteser im Erzbistum München und Freising haben auf die Nöte der Betroffenen reagiert und vor gut eineinhalb Jahren eine Fachstelle für pflegende Angehörige eingerichtet.  Die biete den Vorteil, gezielt auf die zahlreichen Hilfsangebote hinzuweisen, die die Malteser für pflegende Angehörige bereithalten.Menü-Service, Patienten-Fahrdienst, Besuchsdienst für Menschen mit Demenz oder Hausnotruf sind nur eine Auswahl der Dienste, die die Malteser auch mit Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern anbieten.
 
 

 
Auf dem Foto ist ein Gospel Chor zu sehen
Drei der größten Gospelchöre Münchens sangen in der Pfarrkirche Maria Hilf für einen guten Zweck.
8. Oktober 20221: Singen für einen guten Zweck
Mit einem Gospel-Benefizkonzert hat der Katholische Männerfürsorgeverein KMFV Spenden für wohnungslose Münchner gesammelt.

Unter dem Motto „Wir sind Stimme“ haben drei der größten Gospelchöre Münchens für einen guten Zweck gesungen. Rund 60 SängerInnenr traten am 26. September in der Pfarrkirche Maria Hilf in der Au auf. Alle Einnahmen kommen dem sogenannten „Ambulanten Fachdienst Wohnen Münchens“ (AFWM) zugute. Mit dem Fachdienst hilft der Katholische Männerfürsorgeverein wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Münchnern. In „Total Sozial“ spricht die Leiterin des Ambulanten Fachdienst Wohnens über die Arbeit des AFWM und erklärt, warum die Spenden nach eineinhalb Jahren Corona besonders gut gebraucht werden können.
 

 
Auf dem Foto ist Hermann Sollfrank zu sehen. ER ist neuer Caritasdirektor
1. Oktober 2021: Der neue Caritasdirektor
Vor Kurzem hat Hermann Sollfrank seinen Dienst als Diözesan-Caritasdirektor angetreten. Ein Gespräch.

Er ist der zweite nicht-geistliche Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum München und Freising. Bisher war er Präsident der Katholischen Stiftungshochschule. Was der 57-Jährige für den Verband plant, welche Corona-Folgen er befürchtet und wie seine Enkeltochter den Spielpädagogen in ihm weckt, das sind nur einige Themen in dieser Folge von Total Sozial.
 

 
Auf dem Foto sieht man den Deutschen Bundestag von oben.
24. September: Wahl für alle
Hunderttausende Menschen mit einer geistigen Behinderung sind zum Wählen aufgefordert. Aber wie inklusiv ist die Bundestagswahl?

Eigentlich ist Wählen ganz leicht: Man macht ein Kreuz bei einem Namen und einer Partei. Aber welchen Prozess das auslöst und was die Stimme am Schluss bewirkt, ist schon deutlich komplizierter. Wirklich schwierig ist unsere Demokratie für Menschen mit Beeinträchtigungen. Ihre Stimme zählt aber genauso viel, denn auch ihre Interessen müssen politisch vertreten werden. Immerhin handelt es sich um rund eine Million Menschen, die eine geistige oder seelische Behinderung haben. Elke Scheiber ist eine von ihnen. Die 43-Jährige arbeitet im Einrichtungsverbund Steinhöring, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge München. Sie erzählt, wie sie diese Bundestagswahl erlebt hat und wie der Einrichtungsverbund Steinhöring seine BewohnerInnen auf Wahlen vorbereitet.
 

 
Rund 200 Millionen Frauen sind laut who von Genitalverstümmelung betroffen.
17. September: Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung
Die Caritas in Landshut hilft Opfern in Deutschland.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), werden jährlich rund 3 Millionen Frauen Opfer von FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting). Circa 30 Prozent von ihnen sterben noch während des Eingriffs oder an den Folgen der Genitalverstümmelung. Andrea Lindner wirft einen Blick nach Landshut: Dort gibt es seit März 2021 das Projekt „CaRe for Women“ – eine Anlaufstelle für Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind. Angesiedelt ist das Team bei der Schwangerenberatung der Caritas in Landshut. „CaRe for Women“ möchte betroffene Frauen beraten, aber auch aufklären und sensibilisieren.
 

 
Auf dem Foto sieht man einen Stimmzettel und einen Wahlumschlag
10. September: Die Verbände am Wahl-O-Mat
Vertreter von Caritas, KMFV, KJF und SkF beziehen zu den sozialen Thesen des Wahl-O-Mat Stellung.


Am 26. September wird der Bundestag gewählt. Dann entscheiden die Wähler, wer Deutschland künftig regieren soll. Viele Menschen tun sich schwer, eine Entscheidung zu treffen. Hilfe gibt es vom Wahl-O-Mat. Die Anwendung wird seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung gestellt. Enthalten sind viele Thesen, die den sozialen Bereich betreffen. In der Sendung kommen Vertreterinnen und Vertreter der sozialen Verbände im Erzbistum zu Wort. Sie sind Experten für Soziales und ordnen die Thesen des Wahl-O-Mat und deren Hintergründe ein.