Gedanken zu den Tagesevangelien für die Woche vom 15. bis 21. Februar 2026

Verschneite Holztreppe im Wald
Winterliche Natur
Sonntag – 15. Februar
Heute geht es um die Herzensgerechtigkeit. Jesus fordert im Evangelium, nicht nur das Gesetz und seine Erfüllungen in den Mittelpunkt zu stellen, sondern wirklich das, was recht und richtig ist, das, was über äußerliche Beobachtungen hinausgeht und auch nicht nur unser Verhalten beurteilt, sondern auch die innere Haltung, die Haltung des Herzens. Und dabei geht es Jesus nicht nur um Regeln, sondern es geht ihm auch darum, in Liebe und Achtsamkeit zu leben. Sowohl in unseren Gedanken als auch in unseren Worten und Taten. (Mt 5, 17–37)

Montag - 16. Februar
Was sagt das über meine Beziehung zu meinen Liebsten aus, wenn ich ständig von ihnen ein Zeichen der Liebe einfordern würde? Eine Überforderung für alle. Das wird nicht lange gut gehen. Doch manchmal geschehen Zeichen und Wunder. An mich wird gedacht und gesorgt! Nicht immer sofort sichtbar, denn meine Achtsamkeit dafür ist leider verkümmert. Sie braucht Training in einem überfüllten Alltag. Vielleicht kann ich heute Zeit finden, um Gottes Liebe und Nähe sichtbar werden zu lassen? (Mk 8,11-13)
 
Dienstag - 17. Februar
Eine Freundin von mir setzt immer über den Winter ihren Sauerteig an, backt ihr Sauerteigbrot und über den Sommer macht sie wieder Pause. Es sind immer ganz besondere Erlebnisse, wenn dieses frisch gebackene Brot aus dem Ofen kommt und ich liebe es wirklich sehr. Trotzdem mag ich selbst nicht gerne Brot backen. Es lohnt sich für mich nicht, ich habe die Geduld dafür nicht, freue mich aber sehr, wenn ich von ihr ein Stück Brot bekomme. Genauso wie das bei mir Freude auslöst, wenn ich so ein Stück Brot bekomme, darf die Freude Christi sich in unserem ganzen Leben ausbreiten. Wir dürfen uns darauf verlassen, dass sich auch die Worte Jesu, das Reich, das er uns verkündet, immer größer wird. (Mk 8, 14-23)

Mittwoch - 18. Februar

Jesus fordert uns dazu auf, unser religiöses Handeln auf seine Intention hin zu prüfen. Ganz besonders heute am Beginn der Fastenzeit. Protze ich mit meiner großzügigen Caritasspende, weil ich auf Bewunderung meiner Mitmenschen hoffe, oder war es mir ein ehrliches Anliegen? Die Menschen werden spüren, dass es nicht um meines persönlichen Glanzes wegen geschieht, sondern weil mich mein Herz dazu leitet und ich aus dieser Herzensmitte mein Leben gestalte. (Aschermittwoch - Mt 6, 1–6.16–18)
 
Donnerstag - 19. Februar
Jesus ist rigoros ehrlich mit seinen Nachfolgern. Er verspricht ihnen keine gemütliche Kuschelgruppe, in denen sie unbeschadet das Evangelium verkünden. Nein, ganz im Gegenteil, er macht deutlich, dass wir in seiner Nachfolge um das Kreuz nicht herumkommen. Es bleibt die Hoffnung und das Versprechen Jesu, dass es sich am Ende lohnen wird. Er selbst hat es vorgelebt. Er hat das Kreuz getragen, ist in die Knie gegangen, hat gezweifelt. Und ist auferstanden. Für uns, seine Nachfolger. (Lk 9, 22–25)
 
Freitag - 20. Februar
Wenn man verzichtet, wenn man manche Dinge weglässt, wird uns erst wirklich bewusst, wonach wir uns sehnen. Und genau das ist es auch, was Jesus uns hier am Anfang der Fastenzeit sagen will. Die Sehnsucht nach Gott, die werden die Menschen dann spüren, wenn die Zeit kommt, dass sie fasten werden. Lassen wir also in dieser Fastenzeit bewusst etwas weg, damit eine Sehnsucht – auch nach Gott - in uns entstehen kann. (Mt 9 ,14-15)

Samstag - 21. Februar
Die Geschichte des Zöllners Levi erzählen wir den Kindern oft in der Erstkommunionvorbereitung, bei der Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung. Denn es ist eine wunderbare Botschaft zu sagen: Jesus kommt genau dann, wenn du selbst dein Leben nicht so im Griff hast, wie du es gerne hättest, wenn du nicht so perfekt bist. Und das ist, glaube ich, eine Botschaft, die wir ganz dringend in unserer Welt brauchen. (Lk 5, 27-32)

Barbara Huber-Bertl
Text: Pastoralreferentin Barbara Bertl, Fachreferentin in der Frauenseelsorge des Erzbistums München und Freising.
 

 


 
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 07:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 09:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.

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