Die heiligen drei Könige und der Stern
Sonntag – 04. Januar
Das Wort Gottes wird lebendig in der Person Jesu Christi im Stall von Bethlehem. Gott wird für mich so als mein Bruder nahbar. Da darf ich eine lebendige Beziehung entwickeln, die mich in meinem Leben trägt und auch herausfordert. Miteinander können wir in die Zukunft gehen und, seinem Beispiel folgend, die Würde jedes und jeder Einzelnen in dieser Welt als Komponente unseres gemeinsamen Handelns in den Begegnungen wirksam werden lassen. (Joh 1, 1–18)
Montag – 05. Januar
Jesus geht immer wieder auf unterschiedliche Menschen zu. Er lädt sie ein, sich mit ihm als Zeugen der Liebe Gottes in dieser Welt auf den Weg zu machen. Dabei nimmt er die je eigene Persönlichkeit des anderen und die daraus resultierende Art zu reagieren sehr ernst. Er sieht darin eine Chance, dass die Menschen breitgefächert von der Liebe Gottes ergriffen werden. So kann die wertvolle Beziehung des Vaters allen geoffenbart werden. Der „geöffnete Himmel“ zeigt uns die tolle Lebensperspektive, die er uns schenkt. (Joh 1, 43–51)
Dienstag – 06. Januar - Heilige Drei Könige
Mit der Huldigung der Sterndeuter und ihrer direkten Rückkehr in ihre Heimat wird das Fest der Hl. Drei Könige, das Fest der Erscheinung des Herrn, zum Auftakt dafür, dass die ganze Welt von dem einmaligen Ereignis der Menschwerdung Gottes in Bethlehem erfahren soll. Die Nähe Gottes zu uns Menschen wurde uns dadurch verkündet. Sie gilt am heutigen Afrikatag insbesondere den Menschen, die dort in oft prekären Verhältnissen leben. Für sie bete ich und unterstütze sie mit meiner Gabe. (Hochfest Erscheinung des Herrn - Mk 2, 1–12)
Mittwoch – 07. Januar
Jesus macht mir Mut mit seinem Auftreten an einem Ort und bei den Menschen, die andere schon längst abgeschrieben haben. Im missionarischen Handeln heute in einer säkularisierten Gesellschaft bei uns bestärkt mich dieses Evangelium. So fühle ich mich ermutigt, durch Wort und Tat die Liebe Gottes zu den Menschen zu tragen, auch wenn es vielleicht nicht immer einfach ist. (Mt 4, 12–17.23–25)
Donnerstag – 08. Januar
Missionarisches Wirken ereignet sich in der Zuwendung zu den Menschen. Das zeigt uns Jesus sehr klar im heutigen Evangelium. Er hat Mitleid, schickt die Menschen nicht weg. Er schaut: Was ist da, was können wir teilen? Und wenn wir dies und die dazugehörige Mentalität in den dankbaren Horizont der Wirklichkeit Gottes stellen, wie es in seinem Gebet zum Ausdruck kommt, reicht es für alle im Überfluss. Das bestärkt mich in meinem Handeln bei missio München. (Mk 6, 34-44)
Freitag – 09. Januar
Jesus selbst ist es, der uns auch in den Wirren dieser Zeit, in den Unsicherheiten des eigenen Lebens, in den Ängsten um die Zukunft entgegenkommt, zu uns ins Boot steigt und uns dadurch auch in schwierigen Situationen nahe ist. Dies geschieht auch dann, wenn wir ihn aus dem Blick verlieren. So ermutigt er mich, Ausschau nach ihm zu halten. (Mk 6, 45–52)
Samstag – 10. Januar
Mit Jesus bricht eine neue Zeit an. Die Sprengkraft, die darin steckt, zeigt sich nach dieser ersten Begeisterung und dem Bestaunen in der Synagoge von Nazareth auf dem weiteren Lebensweg, der ihn dann schließlich ans Kreuz führt. Da wird für uns leibhaft deutlich, dass die Konsequenz der Liebe Gottes zu uns Menschen nicht theoretischer Natur ist, sondern dass in Jesus Christus das eingelöst wird, was Jesaja verkündet hat. (Lk 4, 14–22a)
Text: Gemeindereferentin Mandy Adam, Pfarrbeauftragte für die Pfarrverbände Röhrmoos-Hebertshausen und Fahrenzhausen-Haimhausen