Metallene Rosenblüte an einem Gitter vor unscharfem Kirchenfenster mit buntem Licht.
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Sein Wort mit in den Alltag nehmen – so wächst unsere Verbindung zu Gott.

Impuls zum Tagesevangelium

Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.

Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.

Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.

MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.

Sechster Sonntag der Osterzeit – 10. Mai

Haben Sie schon einmal einen Kompass in der Hand gehabt? Er zeigt Wegsuchenden die Himmelsrichtungen und gibt Orientierung im Leben. Jesus sagt den Jüngern heute in seinen Abschiedsreden zu: „Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen“. Und: „Ihr seid in mir und ich bin in euch.“ Diese Zusage ist für sie der innere Kompass Jesu für ihren Weg, den sie vor sich haben. Es ist auch der innere Kompass für uns als nachösterliche Kirche. Auf ihn ist Verlass. (Joh 14, 15-21)

Montag – 11. Mai

Papst Benedikt XVI. hatte sich selbst als „Mitarbeiter der Wahrheit“ bezeichnet. Das ist ein gutes Motto für uns, die wir zur Kirche gehören. Als Kinder haben wir einst gelernt: „Sag die Wahrheit“. So dürfen wir es auch mit der Botschaft Jesu machen, die uns als die Wahrheit unseres Lebens anvertraut ist. (Joh 15, 26-16,4a)

Dienstag – 12. Mai

Das Kantatenwerk Johann Sebastian Bachs ist sehr umfangreich. Die Kantate „Es ist euch gut, dass ich hingehe“ greift das heutige Evangelium auf. Der Komponist thematisiert darin den Abschied Jesu von seinen engsten Freunden in den Abschiedsreden. Hoffnung auf Führung, wenn er nicht mehr da ist, klingt an. Manchmal werden auch wir unsicher, wenn ein guter Weggefährte nicht mehr da ist. An aufmerksamen Menschen aber erfahren wir Begleitung in Abwesenheit. (Joh 16, 5-11)

Mittwoch – 13. Mai

„Hast du ein gutes Gedächtnis?“ hieß ein Spiel, das wir als Kinder gern gemacht haben. Auch für uns Erwachsene ist ein Gedächtnistraining nicht schlecht, auch im Glauben hilft es uns. Der Evangelist Johannes ruft uns heute ins Gedächtnis, was Jesus für seine Freunde und für uns getan hat, damit wir das nie vergessen, weil es die innere Kraft ist, die unser Leben gelingen lässt. Was ist mir vom „Lebenswerk“ Jesu so hängen geblieben, dass es mir Lebenshilfe geworden ist? (Joh 16, 12-15)

Donnerstag – 14. Mai

Heute an Christi Himmelfahrt hören wir den „Taufbefehl“ des Auferstandenen. Es bleibt vom Text her offen, wer alles beauftragt ist, in der Taufe den Himmel auf die Erde zu bringen. Nottaufen sind schon für alle Gläubigen möglich. Das macht Hoffnung auf mehr. (Hochfest Christi Himmelfahrt - Mt 28, 16-20)

Freitag – 15. Mai

Haben Sie schon einer glücklichen Mutter ins Gesicht geschaut, die gerade die Geburt ihres Kindes gut hinter sich gebracht hat und das Kleine froh im Arm hält? Das ist wahre Freude. So ist es auch mit der Osterfreude. Jesus ist gleichsam in seiner Auferstehung zu neuem Leben geboren worden. Haben Sie sich schon einmal wie neugeboren gefühlt?  Sie haben eine schwierige Lebensphase überstanden, und Sie dürfen wieder aufleben. Von solchen kleinen Osterfreuden dürfen wir erzählen. (Joh 16, 20-23a)

Samstag – 16. Mai

„Ich habe eine große Bitte an dich“. Manchmal wenden wir uns so an einen lieben Freund, dem wir vertrauen. Teresa von Avila meinte: „Beten ist Sprechen mit Gott wie mit einem guten Freund, dem wir alles sagen dürfen“. Darauf macht Jesus heute auch aufmerksam. Wir dürfen mit unseren tiefen Sehnsüchten zu ihm kommen. Wir werden nicht abgewiesen, sondern erhört auf seine Weise. Ich finde das sehr beruhigend. (Joh 16, 23b-28)

Zur Person

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Der Impuls für diese Woche kommt von Andreas Krehbiel, Leiter des Pfarrverbands am Luitpoldpark in München.