Gedanken zu den Tagesevangelien für die Woche vom 19. Mai 2024 bis 25. Mai 2024

rosa Pfingstrose
Blüten
 
 
Sonntag, 19. Mai - Pfingstsonntag
Jesus zeigt den Jüngern seine Wunden. Auch unsere Wunden können Strahlkraft entwickeln. Die Wunden unseres Lebens, die nicht versteckt werden, die nicht verborgen bleiben, sondern die vielmehr gezeigt werden und zunächst im Kleinen geteilt werden. Diese Wunden können Mauern brechen, können Türen öffnen und auch uns heute Mut geben, auf den Herrn zu schauen. Der Herr ist auch heute mit seinen Wunden der, der immer wieder uns begegnen möchte, auch an Pfingsten. (Joh 20, 19–23)
 
Montag, 20. Mai - Pfingstmontag
Wir tragen in uns einen großen Schatz. Deshalb gilt es immer wieder „Ja“ zu sagen zu den Aufgaben, die Gott uns anvertraut. Zur Liebe zu allen Menschen, zu den Prüfungen und auch zu allen Schwierigkeiten, die uns in unserem Alltag begegnen. Dann wird uns dieser Heilige Geist des Pfingstfestes führen und unserem Leben Stärke, Überzeugungskraft und Ausstrahlung verleihen. Wer uns dann begegnet, wird erkennen, dass wir nicht nur einer irdischen Familie angehören, sondern wahrhaft Söhne und Töchter Gottes sind. (Lk 10, 21–24)
 
Dienstag, 21. Mai
Im Evangelium erfahren wir, dass nicht die Ersten die Besten sind, sondern die, die bereit sind zu dienen. Eine Position, eine Ernennung, eine Führungsrolle können für eine Weile Autorität geben. Aber jemand, der liebend dient, erhält eine Autorität für das ganze Leben. Mein Vorschlag daher für heute: durch unser Dienen Zeugen sein. (Mk 9, 30-37)
 
Mittwoch, 22. Mai 
Jesus schaut nicht auf unsere Fehler. Er schaut auf das, was wir wirklich tun, als Person oder als Gruppe, der wir angehören. Wenn wir unsere Zeit damit verbringen zu lieben, bleibt keine Zeit und auch kein Grund, um für Gruppen oder Konfessionen zu kämpfen. Ein Glas Wasser, das wir dem Bruder geben, um etwas Gutes zu tun, ist mehr wert als das Ansehen einer ganzen Gruppe. Es ist also besser, gemeinsam Gutes zu tun, als getrennt zu lieben. (Mk 9, 38-40)
 
Donnerstag, 23. Mai
Wir können und müssen Reaktionen und Handlungen, die uns gegenseitig verletzen und wehtun sowie Dinge, die unserem Leben schaden, abschneiden, um als neue Menschen zu leben. Wir können den Klatsch, die Bosheit, die schlechte Laune, die Isolation, auch die Faulheit, die groben Antworten, die gesundheitsschädigenden Dinge abschneiden. Schwierig? Oh ja. Wie wäre es mit einem Versuch? Strahle die Liebe aus mit positiven Verhalten, mit positiven Taten durch diesen Tag. (Mk 9, 41-50)
 
Freitag, 24. Mai
Um unsere Hartherzigkeit geht es heute im Evangelium. Was können wir dagegen tun? Wir können uns bemühen, authentische Beziehungen aufzubauen, die von Barmherzigkeit durchsät sind. Wie wäre es, wenn wir mit brennendem Herzen leben würden, trotz unserer Wunden, trotz unserer Gründe für Hartherzigkeit? Wenn wir alles in uns reinigen lassen vom Heiligen Geist, vom Frieden, den wir säen, von der Geduld mit uns selbst? (Mk 10, 1-12)
 
Samstag, 25. Mai
Jesus gibt den Kindern den Vorrang. Tun wir das auch? Kinder besitzen die Gnade, im Moment zu leben, mit ganz wenigen Dingen glücklich zu sein. Sie zeigen uns, dass es beim Reich Gottes nicht um Leistung geht. Bemühen wir uns also, das Reich Gottes anzunehmen wie ein Kind. (Mk 10, 13-16)
 

Christopher Lang
Text: Christopher Lang, Gemeinschaft „Familie der Hoffnung“

 
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 07:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 09:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.

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