Gedanken zu den Tagesevangelien für die Woche vom 04. Dezember bis 10. Dezember 2022

Adventskranz
 
 

Sonntag - 04. Dezember (2. Advent)

Einbahnstraße! Wer hier verkehrt herum hineinfährt, riskiert seine  Fahrerlaubnis oder in der Fahrschule die Führerscheinprüfung. Das Navi sagt: „Du bist auf dem falschen Weg, wenn möglich: bitte wenden.“ Im Advent erschallt diese Stimme durch den Täufer Johannes. Wo stimmt etwas nicht in deinem Leben, in deiner Lebensführung? Wo ist eine neue Gangart oder ein gänzliches Umdenken notwendig? Der Advent ist die Zeit der Umkehr. (Ev.: Mt 3,1–1)
 

Montag, 05. Dezember

„Ich fühle mich wie gelähmt!“ Wir fühlen uns so, wenn wir Angst haben, wenn wir überfordert sind. Wir fühlen uns krank. Wie der Gelähmte im Evangelium. Wir wissen nicht, was ihn niedergestreckt hat, sodass er sich nicht mehr bewegen kann. Die Leute bringen ihn zu Jesus. Weil kein normaler Zugang zu ihm möglich ist, decken sie das Dach ab. Welche ungewöhnlichen Wege suchen wir auch für andere, dass sie aus ihrer Lähmung befreit und heil werden können? (Ev.: Lk 5,17–26)
 

Dienstag, 06. Dezember

Eine Checkliste ist hilfreich, wenn wir zu einer Reise aufbrechen. Sie enthält die Dinge,  die wir auf keinen Fall für die kommende Zeit vergessen sollen. Heute legt uns das Evangelium in der Aussendungsrede Jesu gleichsam die Checkliste für seine Jünger vor: Wie Missionare sollen sie sich aufmachen. Als Missionar, mit viel Liebe und Güte im Gepäck, ist der heilige Nikolaus aufgebrochen, um den Menschen von einst und heute Gottes Nähe zu verkünden. (Ev.: Lk 10,1–9)
 

Mittwoch, 07. Dezember

Von welchem Lehrer aus Ihrer Schulzeit würden Sie sagen: „Er war hervorragend“? Warum? Ambrosius von Mailand, der zuerst Diakon und dann schnell Bischof von Mailand wurde, gilt als großartiger theologischer Lehrer. Er hat das „Exsultet“, das Osterlob geschrieben. Er bezeugte durch seine Lehre den „guten Hirten“, der die Seinen kennt. Ambrosius brachte vielen das „Licht der Hoffnung“ und er führte sie als Hirte. Das ist lobens- und dankenswert. (Ev.: Joh 10,11–16)
 

Donnerstag, 08. Dezember

„Jedes menschliche Leben ist Begegnung“, schreibt Martin Buber. Menschliches lebt von Begegnungen der besonderen Art. So ist es auch bei der Begegnung Marias mit Elisabeth. Beide tragen ein Kind im Leib. Beide Frauen ziehen daraus große Kraft. Von welchen Begegnungen der letzten Zeit würde ich sagen, dass sie bewegend waren und dass in ihnen auch die Kraft Gottes spürbar war? (Ev.: Lk 1,26–38)
 

Freitag, 09. Dezember

Jedem Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann.“ Das gilt auch für Gott. Das sieht man am Bild der launischen Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen. Die gleiche Erfahrung teilen auch Johannes und Jesus. Beide wurden von „dieser Generation“, also von Israel abgelehnt. Wie lebe ich? Versuche ich, es allen recht zu machen? (Ev.: Mt 11,16–19)
 

Samstag, 10. Dezember

„Wann kommst du wieder?“, fragen Kinder ihre Eltern, wenn sie für längere Zeit das Haus verlassen. Sie wollen Bescheid wissen. Die Juden fragten sich damals, wann Elija wiederkomme als Vorläufer des Messias. Jesus hat bei seinem Abstieg mit den Jüngern vom Tabor  deutlich gemacht, dass Elija in Johannes dem Täufer schon gekommen sei und dass sein Schicksal anzeige, was das Schicksal des Menschensohnes sei. Jedes menschliche Leben führt durch die Nacht des Todes zum Ostermorgen. (Ev.: Mt 17,9a.10–13)
 

Pfarrvikar Andreas Krehbiel
Text: Andreas Krehbiel Pfarrvikar im Pfarrverband Moosach-Olympiadorf, entnommen aus Münchner Kirchenzeitung vom 04. Dezember 2022, Nr. 49

 
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 12.50 Uhr in der Sendung „München am Mittag“, samstags und sonntags zwischen 12 und 15 Uhr sowie zwischen 19 und 22 Uhr in der Sendung „MKR am Wochenende“.

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