Metallene Rosenblüte an einem Gitter vor unscharfem Kirchenfenster mit buntem Licht.
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Sein Wort mit in den Alltag nehmen – so wächst unsere Verbindung zu Gott.

Impuls zum Tagesevangelium

Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.

Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.

Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.

MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.

Sonntag - 14. Juni

Gesendet sein, um Krankheiten und Leiden zu heilen. Wenn es nur so einfach wäre! Vielleicht heißt gesendet sein, anderen in solchen Situationen liebevoll beizustehen und wieder zu helfen, ein bisschen Freude am Leben zu entdecken. Ein Leben zu gestalten, das mit diesen Krankheiten auch lebendig werden darf. Vielleicht ist es ja das, womit wir ein bisschen Leid lindern können und so auch selbst gesendet sind zu den Kranken und Leidenden. (Mt 9, 36-10,8)

Montag - 15. Juni

Unserer Einzigartigkeit wird es nicht gerecht, alle Menschen mit demselben Maß zu messen. Da passt doch die Haltung Jesu heute: Gebt jedem das, was er braucht! Werdet den Menschen gerecht und begleitet sie auch noch eine zweite Meile. Es ist doch eine schöne Vorstellung, dass wir jede und jeden so behandeln dürfen, dass es gut zu ihm oder zu ihr passt. Jeder soll sich im Leben entwickeln dürfen, sodass wir uns in dieser Menschheitsfamilie gerecht werden. (Mt 5, 38-42)

Dienstag - 16. Juni

Endlich ein Aufruf zum Perfektionismus! Ich soll vollkommen sein, wie Gott es ist. Das krieg ich hin! Ich lächle jetzt alle Menschen an, bin superfleißig in meiner Arbeit, putze meine Wohnung, dass kein Staubkörnchen es mehr hineinschafft. Aber vielleicht meint dieses Vollkommen-Sein auch etwas anderes: ein bisschen gnädiger zu sein, mit anderen und auch mit mir selbst. Nachsichtig zu sein und anderen zu verzeihen, dass auch sie nicht perfekt sind. Vielleicht liegt dann genau in dieser Unperfektion die Vollkommenheit. (Mt 5, 43-48)

Mittwoch – 17. Juni

Kinder haben einen feinen Gerechtigkeitssinn. Ungerechtigkeit wird schonungslos benannt. Da können wir uns als Erwachsene eine dicke Scheibe von der Einstellung der Kinder abschneiden. Auch für Jesus ist die Gerechtigkeit ein hohes Gut. Er macht keinen Hehl daraus. Wir sollen nicht voreinander Schauspielerei betreiben. Gerechtigkeit darf unsere Lebensgrundhaltung werden, wie bei den Kindern. (Mt 6, 1-6.16-18)

Donnerstag, 18. Juni

Das Vater-Unser hat eine ganz besondere Kraft. Es gibt uns Worte, in die wir uns hineinlegen können wie in eine Hängematte. Diese Worte können tragen, auch wenn wir selbst nichts mehr sagen können. Dieses Gebet gemeinsam zu beten, verbindet uns auch untereinander, wenn wir dieselben Worte zur selben Zeit sprechen und genau in solchen Momenten wird uns die Kraft deutlich, die uralte Gebete haben. (Mt 6, 7-15)

Freitag - 19. Juni

Es gibt eine Gebetsgebärde, die uns vom Heiligen Dominikus überliefert ist: Die „Hut des Herzens“, bei der man die Hände ganz beschützend auf das eigene Herz legt. Es ist eine einfache Haltung, die mich immer an den Satz erinnert: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“. Probieren sie es heute einfach aus, ein paar Minuten ganz entspannt die Hände aufs Herz zu legen und sich selbst zu erlauben, sich ganz behütet zu fühlen. (Mt 6, 19-23)

Samstag - 20. Juni

Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist.“ Es gibt Leute, für die bedeuten Geld und Reichtum alles. Große Häuser, dicke Autos sind für sie Prestigeobjekte. Doch Geld und Besitz ist nicht alles im Leben. Darauf macht Jesus heute aufmerksam. „Ihr könnt nicht zwei Herren dienen: Gott und dem Mammon.“ Vielen ist das Geld zum Schutz geworden. Geld und Besitz binden uns Menschen. Gott aber befreit zum wahren Leben. Seine Nähe ist kostbarer als alles. (Mt 6, 24-34)

Zur Person

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Der Impuls für diese Woche kommt von Pastoralreferentin Barbara Bertl, Fachreferentin in der Frauenseelsorge des Erzbistums München und Freising.