Gedanken zu den Tagesevangelien für die Woche vom 16. Juni 2024 bis 22. Juni 2024

Isar in Bad Tölz
Sommerzeit
 
 
Sonntag, 16. Juni 
Wie geht das? Wie hast du das gemacht? Warum ist das so? Genau können wir viele Dinge gar nicht erklären oder die großen Zusammenhänge herstellen. Es ist eben so. Jesus erzählt uns so viel, wie wir aufnehmen können. Und selbst bei dieser geringen Dosis bringen wir schon reiche Frucht. (Mk 4, 26–34)
 
Montag, 17. Juni 
Jetzt ist Schluss! Aufhören! Wie oft habe ich als Pausenaufsicht genauso über den Schulhof gerufen. Dazwischengehen, wenn zwei sich gerade in ihrem Tunnel selbst nicht mehr wahrnehmen. Dazwischengehen, wenn es zu viel wird, lieber einen Schritt zurückgehen und fragen, um was geht es denn eigentlich. Könnte helfen! (Mt 5, 38-42)
 
Dienstag, 18. Juni
Es kostet Überwindung, sich nicht zu verstecken, sondern einem unlieben Menschen zu begegnen, mit ihm zu sprechen und dabei sogar den Blickkontakt auszuhalten. Kräftezehrend, aber im Nachhinein, nach ein paar Tagen oder Wochen, merke ich, dass ich genau daran gewachsen bin. Noch nicht vollkommen wie Gottvater, aber einen Millimeter näher dran. (Mt 5, 43-48)
 
Mittwoch, 19. Juni 
Eines meiner liebsten Lieder im Kindergarten war: „Pass auf kleines Auge, was du siehst!“ Gott, mein Vater, sieht auch das Verborgene. Das macht mir keine Angst, denn vor Gott brauche ich mich nicht zu verstecken. Aber mein Handeln soll stimmig sein zu meiner Rede und zu meinen Prinzipien. Aufgabe genug.
(Mt 6, 1-6.16-18)
 
Donnerstag, 20. Juni
Wenn dein Mund trocken ist, dafür deine Augen von Tränen nass, und deine Hände nicht wissen wohin, dann bete einfach das Vater Unser. Laut, solltest du dich sicher fühlen. Leise, wenn es dir sonst komisch vorkäme. Vor der Prüfung, am Bett eines Toten, vor dem ersten Date oder der Trennung. Was auch kommen mag. Bete dieses Gebet, und es erfüllt Dich. (Mt 6, 7-15)
 
Freitag, 21. Juni
Ich sammle Bleistifte mit Sprüchen und guten Radiergummis hinten drauf. Wo mein Schatz ist, also all die Menschen oder all meine Leidenschaften, wie z. B. die Musik, die ich auf ihre Art und Weise liebe, da ist mein Herz. Ein schöner Gedanke, selbst wenn ich dann keine Bleistifte in dieser Schatztruhe finden werde.
(Mt 6, 19-23)
 
Samstag, 22. Juni
„Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen“. Nicht, weil die Sorgen proportional zu den Kindern wachsen. Nein, weil das Leben eine Herausforderung ist. Und weil eine christliche Ethik selbst vorzuleben, zu vermitteln und durchzuhalten eine täglich eigene Plage ist. Aber eben dies fordert Gott von uns. Der Rest wird dazugegeben, irgendwie. (Mt 6, 24-34)
 

Christine Stauß
Text: Christine Stauß, Gemeindereferentin im Pfarrverband Unterhaching, Referentin Erzbischöfliches Dekanat München-Südost.


 
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 07:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 09:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.

MKR
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