Gedanken zu den Tagesevangelien für die Woche vom 08. bis 14. Februar 2026

Verschneite Holztreppe im Wald
Winterliche Natur
Sonntag – 08. Februar
Welches Licht strahlt die Kirche heute aus? Nun, gläubig gesprochen immer noch das gleiche, das wahre und einzige: Christus! Aber leuchtet die Kirche? Strahlt sie die Größe, Barmherzigkeit und Allmacht Gottes aus? Ehrlich: nein, nicht wirklich. Also: Wagen wir mehr zu leuchten, indem wir nicht nur Fördermitglieder dieser Kirche sind. Bringen wir uns ein, sind wir wissbegierige, betende, engagierte und unbequeme Mitglieder dieser Kirche. Zeigen wir, was wir alles können. Und dann kann es sein, dass wir für diese Kirche leuchten! (Mt 5, 13–16)
 
Montag – 09. Februar
Fragen wir uns heute, wo unsere Kranken sind. Bringen wir auch sie zu Jesus? Oder sollte es in manchen Fällen nicht umgekehrt sein, dass wir zu den Kranken gehen, damit Jesus zu ihnen kommt. Kranke fallen oft aus der Glaubenspraxis heraus. So manche Krankheit wird zum Dreh- und Angelpunkt des Lebens, sie kostet alle Kraft. Vergessen wir vermeintlich Gesunden die Kranken nicht! (Mk 6, 53-56)
 
Dienstag – 10. Februar
Vor dem Essen Händewaschen nicht vergessen! Eine Regel, die zur Zeit Jesu ebenso galt wie heute. Es gibt Lehren und Vorschriften, die machen Sinn. Es gibt aber auch Lehren und Gesetze, die einzig und allein der Gängelung und der Pedanterie dienen. Wenn du Gott in dein Leben lässt, dann ist es völlig gleichgültig, wie sauber deine Hände sind. Die Sauberkeit der Hände ist dann lediglich eine Frage des Ekels oder des Anstands. Mehr aber auch nicht. (Mk 7, 1-13)
 
Mittwoch – 11. Februar
Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein. Im schlechtesten Fall verderben wir uns den Magen. Was uns aber wirklich verdirbt, sind die Dinge, die in uns gären. Die Dinge, die unsere Gedanken vom Glauben abbringen, die Selbstzweifel hervorrufen, die uns überheblich oder unterwürfig machen. Es ist für uns eine tägliche Herausforderung, alles gut zu reflektieren. Sicher ist das anstrengend. Aber leicht war unser Glaube noch nie. (Mk 7, 14-23)
 
Donnerstag – 12. Februar

Jesus muss in dem Blick, in der Vehemenz des Auftretens der Frau gespürt haben, dass es keinen driftigen Grund gibt, ihr das Heil Gottes zu verwehren. Dies möge allen Eltern mit schwerkranken Kindern heute Trost und Zuversicht sein. Es lohnt sich, Gott direkt, Auge in Auge, täglich, unablässig und nervig für das Kind zu bitten. Irgendwann kann er nicht ausweichen, und er wird es nach seinem Maßstab recht machen. (Mk 7, 24-30)
 
Freitag – 13. Februar
Für alle jene, die nicht taub und stumm sind, wie ich es Gott sei Dank sein darf, gilt schlicht: Erst zu Gott gehen, sich von ihm ansprechen und berühren lassen, zuhören und dann erst selbst reden. (Mk 7, 31-37)
 
Samstag – 14. Februar

Die Jünger werden gesandt „wie Schafe mitten unter die Wölfe“. Wolfsituationen gibt es unzählige in dieser Welt. Die Jünger kamen unbeschadet von ihrer bedrohlichen und herausfordernden Mission zurück. Jesu Zusicherung „Nichts wird euch schaden können“ gilt in den Bedrohungen dieser Zeit stets auch mir. (Fest Hl. Cyrill und hl. Methodius, Schutzpatrone Europas - Lk 10, 1–9)

Christine Stauß
Text: Gemeindereferentin Christine Stauß, Pfarrverband Unterhaching, Dekanatsreferentin München-Südost
 

 


 
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 07:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 09:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.

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