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An Gott glauben – und die Welt fängt an zu leuchten
Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, ob wir glauben oder nicht? Thomas Hürten von der Glaubensorientierung erzählt, welche Wege zu Gott fü...
Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.
Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.
MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.
Dreimal versucht ein Weinbergbesitzer, „seine Früchte“ bei seinen Pächtern einzutreiben. Vergeblich. Die Gewalt eskaliert so weit, dass sie gar dessen Sohn umbringen. Der Gutsbesitzer steht für Gott. Er sendet seine Boten, die „seine Wahrheit“ vermitteln sollen. Sich dieser zu stellen, verweigern sich die Pächter. Verdrängung, Verleugnung und Töten einer unbequemen Wahrheit ist oftmals leichter, als sie zu akzeptieren und sein Leben radikal zu ändern. (Mt 21, 33–42.44.43)
Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bewahren, fragt der Schriftgelehrte. Jesus antwortet kurz und präzise: Liebe und du wirst leben. Liebe versteht Jesus dabei immer ganzheitlich und total. Sie umfasst Gott, den Nächsten und mich selbst. Nichts und niemand grenzt sie aus. Im Alltag trifft sie mitunter sehr unverhofft auf mich und fordert mich: Im Nächsten, im Fremden, auch bei einem Menschen, von dem ich es nicht erwarte. (Lk 10, 25–37)
Jesus besucht Martha und Maria. Ein Mann im Hause zweier Frauen, das war skandalös. Im Umgang mit den Geschlechtern machte Jesus keinen Unterschied. Seine Liebe durchbricht die Trennung in Geschlechter. Eigentlich skandalös ist aber: Maria sitzt ihm zu Füßen und hört ihm zu. Martha war mit der alltäglichen Hausarbeit beschäftigt, das war die Norm. Jesus unterweist eine Frau geistlich, das war unerhört, empörend. (Lk 10, 38–42)
Das kostbarste Vermächtnis Jesu ist, dass wir Gott „Vater“ nennen dürfen. Gott ist weder gesichtslose Macht, formloser Geist noch anonymes Gegenüber. Gott ist Person. Durch ihn spricht die Stimme des Trostes und der Geborgenheit. Gott vertraut mir. Ich darf ihm Vertrauen. Er liebt mich bedingungslos. So sehe ich durch die Augen seiner Liebe. Das ändert mein Leben, meine Haltung gegenüber den Dingen, das ändert alles! (Lk 11, 1–4)
Freunde helfen einander, wo es nur möglich ist. Um mein Bedürfnis nach Geborgenheit, Anerkennung und Liebe zu erfüllen, brauche ich Freunde, die nicht berechnen, was sie tun, denen es gleich ist, wann ich mich melde. Wie ich als Mensch hat aber Freundschaft seine Grenzen. Gott ist anders. Er ist grenzenlos. Indem ich bete ich, spreche ich zu einem Freund, der alles grenzenlos macht. (Lk 11, 5–13)
Jesus treibt einen stummen Dämon aus. Gesellschaftliche Tabus führen zu Scham, zur Verleugnung. Aus Angst verstummen Menschen, werden unfähig, auszusprechen, was in ihnen vorgeht, in Worte zu fassen, was sie erlitten haben. Jesu Wunder bemächtig und befähigt den Menschen, sich selbst wieder etwas zuzutrauen, sich anzunehmen, zu akzeptieren. Er befreit vom Verbot und davon, die Allgemeinheit, den Mainstream als göttlich anzusehen. (Lk 11, 14–26)
Einen segnenden Lobpreis spricht eine Frau gegenüber Jesus aus. Menschen erschaffen Idole, Stars, Ikonen, zu denen sie aufblicken und sich vor ihnen niederwerfen können. Entscheidend ist der Ruhm, den Menschen anderen Menschen gewähren. Anders bei Jesus: Ihn richtig zu verehren, bedeutet, so zu handeln, wie er handelt. Es ihm gleich zu tun, auf das Wort des Vaters hören und mit Leben zu füllen. Das ist wahre Gottesverehrung. (Lk 11, 27–28)
Der Impuls für diese Woche kommt von Diakon Michael Wagner, Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung München und Freising.