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An Gott glauben – und die Welt fängt an zu leuchten
Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, ob wir glauben oder nicht? Thomas Hürten von der Glaubensorientierung erzählt, welche Wege zu Gott fü...
Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.
Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.
MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.
„Fürchtet euch nicht vor den Menschen“. Diesem Prinzip folgen mit großem Risiko Whistleblower. Sie machen etwas öffentlich, was vorher geheim gehalten wurde. Sie gehen das Risiko ein, ins Gefängnis zu geraten. Ein sehr mutiges Verhalten! Zu einem solchen Verhalten ruft auch Jesus auf: Macht das Geheimnis Gottes öffentlich. Die Welt soll wissen, dass Gott im Leben eines jeden wirkt, der sich zu ihm bekennt. (Mt 10, 26–33)
„Wenn du mit einem Finger auf andere zeigst, dann bedenke, dass gleichzeitig drei Finger von dir auf dich zeigen“. Biblisch gesprochen: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“ Gerne suchen auch wir die Fehler zuerst beim andern, bevor wir in unseren Lebensspiegel schauen. Wäre hier nicht stets eine regelmäßige Selbstprüfung hilfreich, verbunden mit der Bitte an Gott: Herr, vergib mir meine Schuld wie auch ich heute anderen vergebe. (Mt 7, 1–5)
„Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“. Diesen Spruch formuliert Jesus in der goldenen Regel in neuer Weise so: „Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen“. Für ihn ist der Maßstab für den mitmenschlichen Umgang die Liebe. Sie geht über das Minimalmaß hinaus. Die Liebe ist maßlos und unbegrenzt und fordert mich heraus, sie stets neu und kreativ zu leben. (Mt 7, 6.12–14)
Gott hat Pläne mit Menschen, er nimmt Menschen geradezu als seine Werkzeuge in Dienst. An Johannes dem Täufer sehen wir das ganz besonders: Ein Leben, von Gottes Geist erfüllt, im Dienst Gottes. Die meisten von uns sind nicht prophetisch begabt und haben keine solche Reichweite wie Johannes. Aber vielleicht ist es nicht weniger wichtig, wenn wir uns von Gott im Kleinen in Dienst nehmen lassen. Womöglich ist in Gottes Augen der Unterschied zwischen einer Prophetenpredigt und einer kleinen Hilfe im Alltag aus Nächstenliebe gar nicht so groß. (Hochfest Geburt des Hl. Johannes des Täufers – Lk 1, 57-66.80)
Nicht die großen Worte zählen, sondern das, was wir daraus machen. Jesus vergleicht den Glauben mit einem Haus auf Fels: Es trägt, wenn Stürme kommen. Wer hört und handelt, baut tragfähig. Im Alltag zeigt sich Glaube nicht in frommen Bekenntnissen, sondern in Taten der Liebe, Ehrlichkeit und Verantwortung. (Mt 7, 21-29)
Ein Aussätziger an den Straßenrand gedrängt, von der Gemeinschaft in unwürdiger Weise ausgegrenzt durch eine Krankheit mit vielen gesellschaftlichen Folgen. Der Aussätzige sucht bei Jesus Heiligung. Und Jesus gibt ihm Würde und Ansehen zurück, schaut ihn an und zeigt ihm seine ganze Zuwendung in konkreter Berührung und heilendem Wort. Vielleicht erwartet auch heute ein Aussätziger von mir hilfreiche Worte und Taten. (Mt 8, 1–4)
Not macht erfinderisch. Das Mitleid mit seinem kranken Diener beflügelt erfinderisch den Hauptmann, mutig alles für dessen Gesundung zu tun. Obwohl er als römischer Soldat ganz anders ausgerichtet ist, sucht er beim jüdischen Jesus, voll Vertrauen Heilung für seinen Diener zu erwirken. Wie imponierend: mit großem Mut und Gottvertrauen für andere alles zu deren Wohl zu tun. (Mt 8, 5–17)
Der Impuls für diese Woche kommt von Pastoralreferent i. R. Benedikt Gammel.