Metallene Rosenblüte an einem Gitter vor unscharfem Kirchenfenster mit buntem Licht.
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Sein Wort mit in den Alltag nehmen – so wächst unsere Verbindung zu Gott.

Impuls zum Tagesevangelium

Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.

Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.

Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.

MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.

Fünfter Fastensonntag – 22. März

Wir alle sind aufgefordert, wie Martha im Evangelium unsere Antwort zu geben, wenn wir vor den Scherbenhaufen unseres Lebens stehen – wenn wir am Grab eines geliebten Menschen stehen und uns Trauer und Schmerz peinigen. Dann ist unsere Antwort gefragt. Glaube ich, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes? Der uns Leben zusagt, Leben in Fülle, jetzt und in alle Zeit! Glaubst du das? (Joh 11, 1-45)

Montag – 23. März

Damals wie heute sagt uns Jesus: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein. Nachdenken – in Ruhe überlegen und dann handeln. Ich hoffe sehr, dass ich in den Situationen, in denen ich gefordert war, so gehandelt habe. Und dass mein Handeln demjenigen, der Schuld auf sich geladen hat, einen Neuanfang ermöglichte. Einen Weg, der bisher versperrt oder nicht sichtbar war. Ich wünsche uns allen dieses Gespür für Gerechtigkeit, die gespeist ist aus der Liebe zu Gott und den Menschen – mit all ihren Fehlern. (Joh 8, 1-11)

Dienstag – 24. März

Menschen sprechen miteinander, aber sie sprechen in ihrer jeweiligen Blase. Die Argumente werden aus der jeweiligen Welt gespeist, es ist kein Platz für anderes. Jesu Antwort im Evangelium in eben dieser Situation: Er hört nicht auf, er redet weiter. Er versucht es noch einmal mit anderen Worten. Er baut gleichsam eine Brücke zwischen seiner Welt, dem Reich Gottes und der Welt der Pharisäer. Für mich ist dabei das Hören ein wesentlicher Baustein. Das Zuhören, wenn jemand spricht. Die Welt, die Blase wahrnehmen. Dem gegenseitigen Verstehen Raum geben, ohne sich selbst, seine Botschaft aufzugeben. Das ermöglicht letztlich Glauben. Glauben an Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes. (Joh 8, 21-30)

Mittwoch – 25. März

Der Schlusssatz des Engels im Evangelium lautet: „Denn für Gott ist nichts unmöglich“. Lassen Sie diese Worte des Engels nachklingen. Geben Sie ihnen Raum in Ihrem Denken und Handeln. Sie werden überrascht sein, vielleicht auch erschrecken. Denn Gott ruft jeden von uns wie Maria in die jeweils eigene Berufung hinein. (Hochfest Verkündigung des Herrn – Lk 1, 26-38)

Donnerstag – 26. März

Heute geht es darum, in Gott zu bleiben. Es fordert uns persönlich heraus, uns dieser Aufgabe zu stellen. Durch Taufe und Firmung bin ich hineingenommen in diesen Lebensbereich Gottes. Ich darf mich aber nicht darauf ausruhen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ich denke und handle wie die Juden, die damals mit Jesus im Streit lagen und Steine aufhoben, um sie nach ihm zu werfen. Dieser Evangelienabschnitt ruft uns allen mit einem großen Ausrufezeichen zu: Halte an seinem Wort fest. Bleib in Gott. (Joh 8, 51-59)

Freitag – 27. März

Für mich bedeutet das heutige Evangelium: Höre genau hin. Mache deine Augen auf und schau um dich. Schärfe deine Sinne und halte dein Gewissen wach. Damit ich mir in Streitgesprächen nicht vorschnell eine Meinung bilde, eine Meinung, die mich blind und taub macht für den Menschen und seine Botschaft. Dieser Text fordert mich dazu auf, auch das Undenkbare zuzulassen. Zu verstehen, wer dieser Jesus ist – der Sohn Gottes – und auch heute in unserer Zeit mit Gott zu rechnen. (Joh 10, 31-42)

Samstag – 28. März

Die Rechnung der Mächtigen geht nicht auf. Denn es ist nicht die Rechnung Gottes. Eines Gottes, der auch auf krummen Zeilen gerade schreibt. Eines Gottes, der seinen Sohn nicht im Tod lässt und allen, die glauben, sein Reich öffnet. Ja, für mich leuchtet auch in diesem Text – so düster er auch ist – schon anfanghaft die unbezwingbare Kraft des Lebens auf. Eines Lebens, das sich an Ostern Bahn bricht. Unaufhaltsam ist Jesus für uns alle gestorben. Wie es der Hohepriester Kajaphas prophetisch ausgesprochen hat. (Joh 11, 45-57)

Zur Person

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Der Impuls für dieser Woche kommt von Diakon Josef Jackl, Leiter des Pfarrverbands Irschenberg.