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An Gott glauben – und die Welt fängt an zu leuchten
Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, ob wir glauben oder nicht? Thomas Hürten von der Glaubensorientierung erzählt, welche Wege zu Gott fü...
Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.
Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.
MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.
Die Frage, die die Jünger damals und viele Menschen heute bedrängt, lautet: Wo ist Gott? Wie kann ich ihn erfahren? Die Antwort, die Jesus gibt, ist erstaunlich einfach: Gott ist durch ihn, Jesus, einen Menschen aus Fleisch und Blut, mit Haut und Haaren erlebbar. Gott ist der mitmenschliche Gott. Und nicht nur das: Gott ist da, wo Werke in seinem Geist geschehen, Werke der Mitmenschlichkeit, die Leben schützen und erhalten. (Joh 14, 1–12)
„Liebe ist nicht nur ein Wort, Liebe das sind Worte und Taten“. Vielen Gläubigen sind diese Verse eines geistlichen Liedes von Eckard Bücken und Gerd Geerken aus dem Jahr 1973 bekannt. Die Gottesliebe zu allen Menschen ist Jesu Lebensprinzip. Ein Prinzip, das er an uns weitergibt. Ernstgemeinte, liebevolle Worte haben die Kraft zu heilen und zu versöhnen. Zum Wort kommt die Tat, dann ist Liebe wirklich konkret und greifbar. Es heißt ja: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. (Joh 14, 21-26)
Mich bringen die aktuellen Ereignisse immer wieder ganz schön durcheinander. Kriege, Klimawandel, der tägliche Leistungsdruck, das Älterwerden und so weiter und so fort. Hier hilft mir das heutige Evangelium weiter. Es weiß um unsere Ängste und Sorgen. Kein naives „Alles wird gut!“ wird uns gesagt, sondern: „Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht“. Das ist etwas anderes, es geht tiefer. Es heißt: Du darfst der Friedensmacht Gottes vertrauen. (Joh 14, 27-31a)
Jesus bringt für die Treue zu ihm das sehr eingängige Bild des Weinstocks und seiner Reben. Der Wein ist ein Symbol für die Lebensfülle, die Gott schenkt. Damit der Traubensaft zum Wein wird, braucht es Zeit und vor allem Pflege. Die Frucht und somit die Qualität des Weines sind aber von der Art des Weinstocks und vom Boden, in dem der Weinstock wurzelt, abhängig. Die Fruchtbarkeit unseres Wirkens nährt sich aus der frohen und befreienden Botschaft Jesu, die ganz in der Zuwendung Gottes zu uns Menschen wurzelt. (Joh 15, 1-8)
Was meint das Jesuswort „In der Liebe bleiben“? Es meint nicht, Unstimmigkeiten stillzuschweigen und die Augen zu verschließen, sondern sich den Konflikten im Leben zu stellen und mittels wechselseitiger Wertschätzung sich darum zu bemühen, gemeinsam lebbare Kompromisse zu finden. (Joh 15, 9-11)
Jesus, Sohn Gottes, Gott. Wir müssen uns die Worte Jesu erst erschließen, müssen uns in die Mentalität der ersten Hörerinnern und Hörer erst hineindenken. Menschen waren im Verständnis der damaligen Zeit keine Freunde der Helden und Götter. Ganz im Gegenteil: Sie waren Spielfiguren, Objekte der Götter, die ihren eigenen Interessen dienten. Wir Christen dürfen uns Freunde Jesu und somit Freunde Gottes nennen. Freundschaft bezeichnet die große Nähe zwischen zwei Subjekten. Später nach seiner Auferweckung wird Jesus seine Jünger auch noch Brüder nennen. Wie er haben wir unsere Wurzel in Gott, unserem Ursprung. (Joh 15, 12-17)
Sollen wir weltfremd leben? Wie alle anderen sind wir Christen ein Teil dieser Welt mit allen Licht- und Schattenseiten. Was also ist gemeint? Wenn wir auch der manchmal bitteren Realität nicht entkommen können, so ist uns Christinnen und Christen eine Hoffnung geschenkt, auf die wir aufbauen können und durch die wir Halt finden. Unsere Vollendung finden wir bei Gott unserem Schöpfer. (Joh 15, 18-21)
Der Impuls für diese Woche kommt von P. Lukas Essendorfer OSB, Pfarrer von Sankt Bonifaz in der Münchner Maxvorstadt.