Pressemitteilungen

„Manches an Gehabe und an Selbstbewusstsein ist vielleicht vorüber“

Kardinal Reinhard Marx hat seine Äußerung, die Kirche sei „an einem gewissen ‚toten Punkt‘“, näher erläutert. „Das ist keine Kritik, sondern einfach nur ein Aufruf, ein Weckruf“, sagte der Erzbischof von München und Freising bei einer Predigt im Münchner Liebfrauendom am Sonntag, 13. Juni. Er freue sich darüber, dass in der Kirche so viele „engagierte Brüder und Schwestern“ tätig seien. „Aber sie erwarten von ihrem Bischof und von denen, die Verantwortung haben, den Blick auf die Zukunft, auf das, was neu werden muss. Jedes Engagement wird kostbar bleiben in alle Ewigkeit – und doch fragen wir uns: Ist nicht manches an der Sozialgestalt der Kirche vorüber? Nicht das Evangelium, nicht der Einsatz für die Kranken, nicht der Einsatz für den Nächsten, nicht die Feier der Eucharistie. Aber manches an Gehabe und an Selbstbewusstsein, das auf die Institution und auf die Macht und auf den Einfluss ausgerichtet ist, den wir hätten oder haben wollen – all das ist vielleicht doch vorüber.“

Weihbischof Bischof sendet sieben Pastoralreferentinnen und -referenten aus

Bei einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Herz Jesu in München (Lachnerstraße 8) am Samstag, 19. Juni, um 10 Uhr werden sieben Pastoralreferentinnen und -referenten in ihren Dienst ausgesandt. Die Feier mit Weihbischof Wolfgang Bischof steht unter dem Leitwort „Du stellst meine Füße in weiten Raum“ (Ps 31,9). Die vier Frauen und drei Männer, die ausgesandt werden, haben ihr Studium und ihre praktische Ausbildung in Pfarreien oder Pfarrverbänden, den Pastoralkurs, abgeschlossen. Ab Herbst arbeiten sie dann in Pfarreien und Pfarrverbänden des Erzbistums München und Freising als Seelsorgerinnen und Seelsorger.

„Einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen, kann nicht der Weg für mich und auch nicht für das Erzbistum sein“

Kardinal Reinhard Marx bleibt im Amt des Erzbischofs von München und Freising. Papst Franziskus lehnte in einem heute, Donnerstag, 10. Juni, in Rom veröffentlichten persönlichen Brief an den Kardinal den Amtsverzicht ab, den Marx in einem Schreiben am 21. Mai angeboten hatte.

Marx würdigt Franz Henrich: „Beweger, der Möglichkeiten sah“

Mit einem Requiem hat Kardinal Reinhard Marx den verstorbenen ehemaligen Direktor der Katholischen Akademie in Bayern, Prälat Franz Henrich, verabschiedet. Im besten Sinne sei Henrich „ein Beweger und ein unruhiger Geist" gewesen sowie „ein Mensch, der etwas in Gang brachte, der eine Idee hatte, nach vorne schaute und Möglichkeiten sah, die da sind". Die Akademie, die Franz Henrich 33 Jahre lang leitete, sei für diesen „nicht nur der Wirkungsort, sondern der innere Lebensraum“ gewesen, sagte der Erzbischof von München und Freising in seiner Predigt in der Schwabinger Pfarrkirche St. Sylvester am Donnerstag, 10. Juni. Henrich war am 4. Juni 2021 im Alter von 89 Jahren in München gestorben.

Kardinal Marx empfängt KU-Präsidentin Gabriele Gien

Anlässlich der Wiederwahl von Gabriele Gien als Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), hat Kardinal Reinhard Marx, Magnus Cancellarius der Hochschule, eine Delegation der KU empfangen. Teil der Gruppe, die am Mittwoch, 9. Juni, mit dem Erzbischof von München und Freising in dessen Dienstsitz in München zusammentraf, waren neben Gien der Stiftungsratsvorsitzende der KU, Peter Beer, die Hochschulratsvorsitzende Barbara Loos und der Senatsvorsitzende Harald Pechlaner.

Bennofest: Gottesdienste und Umfrage

Das Bennofest zu Ehren des Münchner Stadtpatrons, des Heiligen Benno, wird mit feierlichen Gottesdiensten am Sonntag, 13. Juni, im Münchner Liebfrauendom begangen. Das zweitägige Programm zum Bennofest, bei dem sich im Rahmen des Münchner Stadtgründungsfestes üblicherweise katholische Pfarreien, Verbände und Organisationen mit Informationsständen und einer Kulturbühne präsentieren, muss hingegen zum zweiten Mal pandemiebedingt entfallen. Die Seelsorgsregion München und der Katholikenrat der Region München als Gastgeber des Bennofestes nutzen die Unterbrechung, um per Online-Umfrage um Anregungen für eine künftige Gestaltung der Feier zu bitten.

Wie die „FerienLernGaudi“ mit Spaß Bildung fördert

Mit sinkenden Inzidenzwerten kehrt ein Gefühl von Normalität zurück in den Alltag vieler Menschen. Doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie hallen nach. Florence Choffat, Mitarbeiterin des Projekts „Flucht, Asyl, Migration und Integration“ (FAMI) der Erzdiözese München und Freising, betont, „dass Bildung und gutes soziales Verhalten Grundlagen für ein gelingendes Leben in unserer Gesellschaft sind.“ Während der Corona-Pandemie jedoch seien „durch soziale Isolation, Online-Unterricht und mangelnde technische Ausstattung“ in zahlreichen Haushalten sowie in Flüchtlingsunterkünften „viele Kinder und Jugendliche benachteiligt“ worden. Diesem Missstand soll mit dem Projekt „FerienLernGaudi“ begegnet werden, sagt Choffat in der neuen Folge der Videoreihe „Mittwochsminuten“, die am Mittwoch, 9. Juni, ausgespielt wird.

„Das katholische Bayern braucht Kardinal Reinhard Marx“

Nachdem Kardinal Reinhard Marx Papst Franziskus seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising angeboten hat, erklärt der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Joachim Unterländer

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Tremmel: „Gerade jetzt brauchen wir Kardinal Marx“

Dass Kardinal Reinhard Marx Papst Franziskus seinen Amtsverzicht angeboten hat, bezeichnet der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Hans Tremmel, als „ein sehr starkes, ein ehrliches, ein konsequentes und glaubwürdiges Zeichen“. Zugleich verbindet Tremmel damit die Hoffnung, dass Papst Franziskus den Erzbischof von München und Freising gerade jetzt nicht aus der aktuellen Verantwortung entlasse, da dieser nach wie vor weit über das Bistum hinaus eine enorm wichtige Aufgabe wahrzunehmen habe. „Gerade jetzt brauchen wir Kardinal Marx für den Synodalen Weg, weshalb ich das Angebot schon auch kritisch und ambivalent sehe“, betont der Diözesanratsvorsitzende.

Kardinal Marx bietet Papst Franziskus Amtsverzicht an

Kardinal Reinhard Marx hat Papst Franziskus gebeten, seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von München und Freising anzunehmen und über seine weitere Verwendung zu entscheiden. In einem Brief vom 21. Mai an den Heiligen Vater legte der Kardinal seine Gründe für diesen Schritt dar. Papst Franziskus teilte Kardinal Marx mit, dass dieses Schreiben nun veröffentlicht werden könne und dass der Kardinal bis zu einer Entscheidung seinen bischöflichen Dienst weiter ausüben solle. Der Text des Briefes und eine persönliche Erklärung des Kardinals werden im Wortlaut mit dieser Pressemeldung zusammen veröffentlicht.

Marx warnt vor Überheblichkeit: „aus der Geschichte lernen“

Kardinal Reinhard Marx hat dazu aufgerufen, die Schätze der eigenen Glaubenstradition wertzuschätzen und gleichzeitig voller Ehrfurcht auf andere Religionen und Traditionen zu schauen. „Die Vielfalt des Religiösen ist auch eine Einladung, das Religiöse selbst neu zu verstehen“, so Marx in seiner Predigt zum Fronleichnamsfest am 3. Juni im Münchner Liebfrauendom.

Erzdiözese hilft mit zwei Millionen Euro im Partnerland Ecuador

Die Erzdiözese München und Freising unterstützt ihr Partnerland Ecuador im Jahr 2021 mit insgesamt zwei Millionen Euro. Die Mittel sollen insbesondere die Folgen der Corona-Pandemie in dem südamerikanischen Staat abmildern. Sie fließen vor allem in die Bereiche Gesundheit, Bildung und soziale Hilfen und werden von der Kirche in Ecuador dort eingesetzt, wo Hilfe am dringendsten notwendig ist.

Engagement in Coronazeit wird an Fronleichnam gewürdigt

Zum Hochfest Fronleichnam findet ein Festgottesdienst im Münchner Liebfrauendom statt. Wie im vergangenen Jahr kann wegen der Coronapandemie die traditionelle große Prozession durch die Stadt mit tausenden Gläubigen nicht stattfinden. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert am Donnerstag, 3. Juni, um 10 Uhr ein Pontifikalamt, das im Internet per Stream übertragen wird. Nach der Eucharistiefeier wird Marx in einer kleinen Sakramentsprozession vor die Domportale treten und die Stadt segnen.

Kardinal Marx: „Fratelli tutti“ unterstreicht Grundhaltung des Papstes, dass Kirche nicht um sich selbst kreisen dürfe

Kardinal Reinhard Marx würdigt die heute veröffentlichte Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus als einen bedeutsamen Text, der zur rechten Zeit komme. Sie unterstreiche die Grundhaltung des Papstes, dass Kirche nicht um sich selbst kreisen dürfe, so der Erzbischof von München in Freising in seiner Würdigung. „Fratelli tutti“ schließe an die Sozialenzykliken früherer Päpste an und bringe mit dem Begriff der „sozialen Freundschaft“ einen neuen Aspekt ein. Marx betont, die Enzyklika sei ein wichtiger Beitrag für die Schaffung von Frieden und Gerechtigkeit – innerhalb der einzelnen Nationen und in der Welt.