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Pressemitteilungen

Marx: Trotz „Social Distancing“ Gemeinschaft stärken

Vor dem Dreifaltigkeitssonntag lenkt Kardinal Reinhard Marx den Blick auf den „Geist der Dreifaltigkeit“, der auch der „Geist des christlichen Menschenbildes“ sei, „den wir als Christen in diese Gesellschaft einbringen können“. In diesem Bewusstsein „können wir das Gemeinschaftliche stärken, gerade in Zeiten von ,Social Distancing‘ und Abstandsregeln“, so der Erzbischof von München und Freising in einem Radiobeitrag für die Reihe „Zum Sonntag“ des Bayerischen Rundfunks, der am Samstag, 6.  Juni, gesendet wird. Die „geteilte Sorge füreinander“ schaffe ein neues Miteinander und „unsere geteilten Krisen-Erfahrungen können den Blick dafür schärfen, das Leben in einem umfassenderen Sinn zu sehen und in der Balance von Ich und Wir zu entfalten“.

Würdigung für Helferinnen und Helfer an Fronleichnam

Mit einem Festgottesdienst im Münchner Liebfrauendom begeht das Erzbistum München und Freising in diesem Jahr das Hochfest Fronleichnam. Wegen der Coronapandemie kann die traditionelle große Prozession mit tausenden Gläubigen nicht stattfinden. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, feiert am Donnerstag, 11. Juni, um 10 Uhr ein Pontifikalamt, das im Internet per Stream übertragen wird. Nach der Eucharistiefeier wird Marx in einer kleinen Sakramentsprozession vor die Domportale treten und die Stadt segnen.

Kardinal Marx: Coronakrise zeigt wirklich Wichtiges im Leben

Kardinal Reinhard Marx sieht in der Coronakrise die Chance, den Blick für die wahren Prioritäten im Leben zu schärfen. „Und gerade an Pfingsten wird uns dazu ja die Kraft des Geistes geschenkt, dass wir versuchen im Geist des Evangeliums zu erspüren, worauf es wirklich ankommt“, schreibt der Erzbischof von München und Freising in seinem Pfingstbrief an die Gläubigen: „der Respekt vor jedem Menschenleben, die Einheit der Menschheitsfamilie, die Sorge um die Schwachen und Kranken, die Hoffnung angesichts des Sterbens, die Feier des unzerstörbaren Lebens in der Heiligen Messe angesichts von Sterben und Tod“.

Kardinal Marx: „Weg der Kirche geht weiter“

Kardinal Reinhard Marx sieht in der trotz der Coronapandemie am Samstag im Münchner Liebfrauendom gefeierten Diakonenweihe ein wichtiges Symbol. „Es ist ein Zeichen: Der Weg der Kirche geht weiter – auch unter widrigen Umstände.“

Kardinal Marx ruft zu „respektvoller Kommunikation“ auf

Zu Pfingsten ruft Kardinal Reinhard Marx in der gesellschaftlichen Debatte über den Umgang mit der Corona-Pandemie und den Weg aus dem „Lockdown“ dazu auf, „eine wirklich authentische, respektvolle Kommunikation miteinander zu versuchen, einander grundsätzlich Vertrauen zu schenken“. Christen müssten hier Vorbilder sein: In Krisen wie dieser „hat die Kirche sicher nicht die Aufgabe, die Angst der Menschen zu vergrößern, Misstrauen zu säen, Spaltungen zu vertiefen“, mahnt der Erzbischof von München und Freising laut Manuskript in seiner Predigt am Pfingstsonntag, 31. Mai, im Münchner Liebfrauendom. Im Gegenteil sei es die Aufgabe, „zu helfen, dass in allem Ringen, Fragen und Suchen, Diskutieren und Streiten die Fähigkeit aufeinander zu hören, die Kraft des Vertrauens und das gemeinsame Ziel – das Heil aller Menschen – nicht aus dem Blick geraten“.

Bischof: „Polizeibeamte setzen ihre Gesundheit für uns ein“

Allen Polizistinnen und Polizisten hat Weihbischof Wolfgang Bischof für ihren Dienst an der Gesellschaft gedankt: „Sie setzen ihr Leben, ihre Gesundheit für uns ein“, sagte der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Süd des Erzbistums München und Freising, der auch Beauftragter deutschen Bischofskonferenz für die Polizeiseelsorge ist. Den Einsatzkräften wünsche er in Zeiten der Unsicherheit, „dass sie erfahren, dass Gott ihr Schild ist und sie begleitet in ihren Fragen“, so Bischof in einem Videobeitrag der Serie „Mittwochsminuten“, die geistliche Impulse anbietet. Jeweils mittwochs ab 12 Uhr werden die Videos im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/mittwochsminuten sowie auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese veröffentlicht.

Homeschooling für Kinder Alleinerziehender verbessern: Erzbistum stellt 18.000 Euro für Laptop-Käufe zur Verfügung

Mit 18.000 Euro hat die Erzdiözese München und Freising seit Mitte Mai Alleinerziehende dabei unterstützt, Laptops für schulpflichtige Kinder anzuschaffen. Der Fachbereich Alleinerziehendenseelsorge hatte das Hilfsangebot nach Bekanntwerden der Schulschließungen seit Beginn der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Diakonische Aufgaben entwickelt. Insgesamt haben bislang 45 Mütter und ein Vater das Angebot angenommen, vierzehn Alleinerziehende haben den Antrag für jeweils zwei Kinder gestellt.

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Diözesanrat: Coronakrise kann wichtige Reformen anstoßen

Der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising sieht in der Coronakrise enormes Veränderungspotenzial. „Die Pandemie kann zur treibenden Kraft für Reformen in der Ernährung und in der Agrarpolitik werden“, betont Josef Fuchs, Vorsitzender des Sachbereichsgremiums Ökologie und Globale Verantwortung des Diözesanrats, in einer vor Pfingsten veröffentlichten Stellungnahme. „Das Virus deckt schonungslos all die Widersprüche, Schwächen und Verwundbarkeiten auf, die wir im privaten, kirchlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Alltag nicht wahrhaben wollen oder können. Am wichtigsten ist jetzt: Ein ‚Weiter so‘ wie vor der Krise darf es nicht geben.“

Gottesdienst mit Kardinal Marx zum Pfingstfest

Mit feierlichen Gottesdiensten gedenken Christen am Hochfest Pfingsten, Sonntag, 31. Mai, der Herabkunft des Heiligen Geistes, die in der biblischen Apostelgeschichte geschildert wird. Der Heilige Geist ermöglichte den in Jerusalem versammelten Jüngern Jesu Christi, den Glauben in fremden Sprachen zu verkünden und so den Grundstein für seine Verbreitung in der ganzen Welt zu legen. Deshalb wird das Hochfest Pfingsten auch „Geburtstag der Kirche“ genannt.