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Unterländer als Vorsitzender des Landeskomitees bestätigt

Joachim Unterländer ist als Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern bestätigt worden. Die Mitgliederversammlung wählte den ehemaligen CSU-Landtagsabgeordneten am Samstag, 17. April, im Rahmen der online durchgeführten Frühjahrsvollversammlung mit 59 von 61 abgegebenen Stimmen für eine weitere Amtszeit bis 2025 an die Spitze der katholischen Laien im Freistaat. Unterländer steht dem Landeskomitee bereits seit 2017 vor, eine Gegenkandidatur gab es bei dieser Wahl nicht.

„Stellenwert von Glauben und Kirche hervorheben“

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Joachim Unterländer, hat dazu aufgefordert, den „Stellenwert von Glauben und Kirche gerade in Zeiten der Corona-Pandemie“ immer wieder hervorzuheben. „Das Eintreten für das christliche Menschenbild in unbedingter Form“ müsse dabei „der dominierende Maßstab sein“. Es gebe „hinsichtlich der Grundwerte und auch der praktischen Umsetzung in Kirche und Politik in diesen Zeiten einen extrem hohen Handlungsbedarf“, sagte Unterländer In seinem Bericht bei der digital per Videokonferenz durchgeführten Frühjahrsvollversammlung des Landeskomitees am Samstag, 17. April.

„Gemeinsam auf dem Weg“

Mit Blick auf den Synodalen Weg, aber auch darüber hinaus, fordert das Landeskomitee der Katholiken in Bayern mehr Partizipation für Laien in der Kirche. Entscheidungsfindungen müssten „in den Pfarrgemeinden, Seelsorgegemeinschaften und Dekanaten, aber auch in den Diözesen sowie auf den interdiözesanen Ebenen möglichst breit angebahnt werden“ und neben den hauptamtlich Beschäftigten seien „auch die Gremien des Laienapostolats, Verbände, freie Initiativen und letztlich alle Gläubigen an Planungen, Entscheidungen und Handlungen der Kirche maßgeblich zu beteiligen“, heißt es in einer auf der Frühjahrsvollversammlung der katholischen Laien debattierten Beschlussvorlage mit dem Titel „Gemeinsam auf dem Weg“. Der Entwurf wurde in seinem Kernanliegen einstimmig gutgeheißen, die Verabschiedung der Erklärung jedoch aus Zeitgründen vertragt.

Beim Synodalen Weg „wachsam, aufmerksam, geduldig sein“

Anlässlich der Frühjahrsvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern hat Kardinal Reinhard Marx mit Blick auf den Synodalen Weg zu einem geistlichen und konstruktiven Miteinander aufgerufen: „Wir müssen wach, aufmerksam und geduldig sein“ sowie „in Ruhe auch denen zuhören, die andere Meinungen haben“, so Marx. „Wenn wir wirklich im Geist zusammen sind und uns aufeinander einlassen, dann wird am Ende nichts völlig Extremistisches von der einen oder anderen Seite eine Mehrheit finden“, betonte der Erzbischof von München und Freising bei der online durchgeführten Videokonferenz der katholischen Laien am Samstag, 17. April 2021.

Gedenken für Tote der Corona-Pandemie in der Erzdiözese

Mit Blick auf das bundesweite Gedenken für die Verstorbenen der Corona-Pandemie am Sonntag, 18. April, finden am Wochenende in der Erzdiözese München und Freising zahlreiche Gottesdienste zum Totengedenken statt, angefangen mit einem ökumenischen Gottesdienst für die Trauernden in der Coronazeit im Freisinger Mariendom am heutigen Freitag, 16. April, um 19 Uhr. Der Gottesdienst unter dem Titel „Lebe wohl!“ wird im Internet live übertragen unter https://bit.ly/3dYUEBb. Ebenfalls am heutigen Freitag wird in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael (Neuhauser Straße 6) bei der Abendmesse um 18 Uhr der Toten der Pandemie gedacht. In einem Buch, das täglich im Mittelgang der Kirche ausliegt, können Angehörige die Namen von Personen niederschreiben, die sie durch Corona verloren haben. Bei den freitäglichen Abendgottesdiensten in St. Michael wird das Buch jeweils an den Altar getragen und gemeinsam der Toten gedacht.

Wissenschaftliche Online-Tagung zu „200 Jahre Erzbistum“

Aus Infektionsschutzgründen angesichts der Corona-Pandemie ausschließlich online findet im Rahmen des Jubiläumsprogramms anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Erzbistums München und Freising von Donnerstag, 22. April, bis Freitag, 23. April, eine wissenschaftliche Tagung statt. Diese verspricht „zwei Tage voller spannender Geschichte“ mit „neuen Erkenntnissen, wie sich Glaube und kirchliches Leben in Zeiten der Umwälzungen entwickelten“. Veranstaltet wird sie vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit dem Verein für Diözesangeschichte von München und Freising, dem Archiv und der Bibliothek des Erzbistums sowie der Domberg-Akademie.

Aus österlicher Erfahrung neue Wege für die Kirche suchen

Kardinal Reinhard Marx hat dazu aufgerufen, aus der österlichen Erfahrung des Aufbruchs heraus neue Wege für die Zukunft der Kirche zu suchen: „Was bedeutet die Ostererfahrung jetzt, in dieser Stunde? Was sind die Prioritäten, was ist jetzt angezeigt?“ Um die österliche Erfahrung wirksam werden zu lassen, müsse „manches vielleicht vergehen und Neues entstehen können“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Donnerstagabend, 15. April, bei einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom. Es gehe darum, „was jetzt Aufgabe der Kirche ist, nicht nur in nostalgischer Zurückwendung auf das, was früher war, und nicht in utopischer Vorwegnahme, was einmal sein wird“.

Antonius-Küche als „Ort der Hoffnung“ mit offener Tür

Mit Blick auf die tägliche Essensausgabe der Antonius-Küche in der Pfarrkirche St. Anton betont Bruder Bernd Kober, Leiter des Pfarrverbandes München-Isarvorstadt, die Bedeutung von offenen Türen kirchlicher Gemeinden für die Menschen, die „auf der Suche nach dem nächsten Weg in ihrem Leben sind“. In der neuen Folge der Videoreihe „Mittwochsminuten“ verdeutlicht Kober: „Wir haben gerade Ostern gefeiert, ein Fest der Hoffnung, bei dem eine Tür aufgeht, die keiner vermutet hat. Es hat sich ein Weg gezeigt, wo kein Weg war.“ Die Antonius-Küche solle deshalb „ein Ort der Hoffnung sein“, der deutlich mache, „dass Türen aufgehen und der Weg des Lebens weitergeht.“

„Woche für das Leben“ nimmt Hospizarbeit in den Blick

Die diesjährige bundesweite ökumenische „Woche für das Leben“ stellt unter dem Motto „Leben im Sterben“ die Sorge um Schwerkranke und sterbende Menschen durch palliative und seelsorgliche Begleitung in den Mittelpunkt. Das Erzbistum München und Freising beteiligt sich daran mit Online-Angeboten sowie einer Video-Installation und einer künstlerisch gestalteten Andacht in der Münchner Pfarrkirche St. Paul im Bahnhofsviertel.

Kardinal Marx weiht Altar von St. Peter und Paul Beuerberg

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, weiht am Sonntag, 18. April, um 10 Uhr den neuen Altar der Pfarrkirche St. Peter und Paul im früheren Kloster Beuerberg im Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen. Nach fast zehn Jahren endet damit die Gesamtrestaurierung und liturgische Neugestaltung der ehemaligen Augustinerchorherren-Stiftskirche. Der Gottesdienst findet pandemiebedingt und aus Platzgründen nichtöffentlich statt. Nach dem Gottesdienst besteht unter Einhaltung der in Kirchen angesichts der Corona-Pandemie geltenden Infektionsschutzbestimmungen die Möglichkeit, die renovierte Kirche zu besichtigen.

Kardinal Marx: „von den Wunden der Welt nicht abwenden“

Sechzehn Erwachsene und zwei Kinder hat Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, am Vorabend zum Weißen Sonntag, Samstag, 10. April, in einem feierlichen Gottesdienst in der Jesuitenkirche St. Michael in München getauft. Die erwachsenen Täuflinge erhielten zudem das Sakrament der Firmung und der Eucharistie. In seiner Predigt hob Marx hervor, dass wer Christin oder Christ sei, sich „von den Wunden der Welt nicht abwenden“ könne. „Einen unverwundeten Christus gibt es nicht, einen Christus, der nicht das Leid der Welt trägt, gibt es nicht“, so Marx. Christsein bedeute auch immer offen zu sein für die Begegnung mit den Armen, Getretenen, Unterdrückten. „Das ist ein Trost und eine Herausforderung“, betonte der Erzbischof von München und Freising. Es gelte jedoch als Christ in diesem Bewusstsein zu leben und Zeugnis zu geben.

Kardinal Marx: „Fratelli tutti“ unterstreicht Grundhaltung des Papstes, dass Kirche nicht um sich selbst kreisen dürfe

Kardinal Reinhard Marx würdigt die heute veröffentlichte Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus als einen bedeutsamen Text, der zur rechten Zeit komme. Sie unterstreiche die Grundhaltung des Papstes, dass Kirche nicht um sich selbst kreisen dürfe, so der Erzbischof von München in Freising in seiner Würdigung. „Fratelli tutti“ schließe an die Sozialenzykliken früherer Päpste an und bringe mit dem Begriff der „sozialen Freundschaft“ einen neuen Aspekt ein. Marx betont, die Enzyklika sei ein wichtiger Beitrag für die Schaffung von Frieden und Gerechtigkeit – innerhalb der einzelnen Nationen und in der Welt.