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Christliche Freiheit ist anspruchsvoll, nicht bequem

Kardinal Reinhard Marx sieht die christliche Botschaft in ihrem Kern als „Freiheitsbotschaft“. Christliche Freiheit sei allerdings eine anspruchsvolle Freiheit, erläuterte der Erzbischof von München und Freising am Samstagvormittag in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael beim Festgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigung der Geistlichen Schwestern in der Erzdiözese. Freiheit sei nicht der letzte Punkt menschlicher Entwicklung. „Was tue ich mit dieser Freiheit?“, fragte der Erzbischof und hob hervor: „Das wahre Glück, die Vollendung der Freiheit, die kann nur in der Liebe geschehen.“ Der Weg der christlichen Freiheit führe nicht in die Ungebundenheit, nicht in die Bequemlichkeit, sondern in die größte Liebe, ist Marx überzeugt. Dies solle auch das Ideal des Ordenslebens sein.

Kardinal Marx: „Heimat ist kein abgeschlossener Ort“

Kardinal Reinhard Marx hat davor gewarnt, aus der Heimat eine abgeschlossene, unveränderliche Wirklichkeit zu machen. „Alles soll so bleiben, wie es ist, und niemand Neues soll dazukommen? Das ist nicht Heimat, von der die Bibel spricht, sondern eine Ideologie, die sich um sich selbst dreht und die Herausforderungen der Wirklichkeit nicht wahrnehmen will“, sagte der Erzbischof von München und Freising bei einem Festgottesdienst am Dienstagvormittag, 6. Januar 2026, auf dem Petersberg in Erdweg zur Verabschiedung des Geistlichen Direktors der Katholischen Landvolkshochschule Petersberg, Pfarrer Josef Mayer. „Heimat ist ein Ort der Geborgenheit, der Überschaubarkeit und gemeinsamen Traditionen, aber kein abgeschlossener Ort, der nicht die Kraft hat, auch anderen eine Heimat zu sein und sie willkommen zu heißen.“

Kardinal Marx: „Wir gehen in ein Jahr voller Fragezeichen“

Bei Kardinal Reinhard Marx überwiegt zum Jahreswechsel trotz aller Sorgen um die Zukunft die Zuversicht. „Wir gehen in ein Jahr voller Fragezeichen, aber an der Seite Jesu“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwoch, 31. Dezember, bei einer feierlichen Andacht in der Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Altstadt. „Niemand kann die Hoffnung zerstören, dass am Ende er bestimmt: Jesus Christus.“