Pressemitteilungen

Priester können „Zeichen der anderen Welt“ sein

Kardinal Reinhard Marx hat die Bedeutung des Priesters für das Wesen der katholischen Kirche hervorgehoben. Es gelte jedoch hinzuschauen, „was die eigentliche Berufung ist“, sagte der Erzbischof von München und Freising in seiner Predigt zum Tag der Priester der Erzdiözese am Samstag, 25. Juni, im Freisinger Mariendom. Es dürfe nicht überraschen, dass der Priester „immer auch ein Stein des Anstoßes ist“, so Marx. „Ein Anstoß kann natürlich auch etwas Positives bewirken, kann aber auch skandalisieren und den Glauben anderer erschüttern“, führte er aus. Sowohl „Überhöhung“ als auch „Profillosigkeit“ machte Marx als Gefahren des Priestertums aus.

Ehemaliger Künstlerseelsorger Alfred Kaiser ist verstorben

. Pfarrer Alfred Kaiser, der langjährige Künstlerseelsorger der Erzdiözese München und Freising, ist tot. Er verstarb am Mittwoch, 22. Juni, im Alter von 96 Jahren in Krailling bei München. Der am 26. Mai 1926 in München geborene Kaiser wurde am 29. Juni 1951 in Freising zum Priester geweiht und wirkte von 1985 bis 1998 als Bischöflicher Beauftragter für die Künstlerseelsorge in der Erzdiözese. Davor unterrichtete der promovierte Studiendirektor über zwei Jahrzehnte an einer Münchner Wirtschaftsoberrealschule das Fach Religion.

„Einen Gott, bei dem ich Leiden und Armut ausklammere, gibt es nicht“

Mit Blick auf die Relevanz gelebter Nächstenliebe und praktizierter Hilfe für die Benachteiligten hat Kardinal Reinhard Marx betont: „Einen Gott, wo ich das Leiden und die Armut, die Krankheit, den Krieg ausklammere, den gibt es nicht.“ Von Gott zu reden sei nur möglich, „wenn wir gleichzeitig von den Wunden der Welt reden“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Freitag, 24. Juni, in der Münchner Pfarrkirche St. Theresia im Rahmen eines Gottesdienstes anlässlich der Bundeskonferenz des caritativen katholischen Fachverbands SKM. Das Wirken der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen der im SKM organisierten Vereine und Initiativen sei nicht nur wertvoll, „damit Caritas geschieht oder Kirche glaubwürdig ist, sondern damit Gott verherrlicht wird mitten in dieser Welt", so Marx.

„Was Betroffene wirklich bewegt“

Unter dem Titel „Betroffene hören. Worte von Menschen mit Missbrauchserfahrung“ lädt die Erzdiözese München und Freising am Dienstag, 5. Juli, ab 19 Uhr erneut zu einem Abend ein, der die sachliche Auseinandersetzung mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche ins Zentrum rückt. Organisiert und moderiert wird die Diskussionsveranstaltung in der Katholischen Akademie in München (Mandlstraße 23) vom unabhängigen Betroffenenbeirat in der Erzdiözese München und Freising. Thematisch steht diesmal die Frage im Mittelpunkt „Was Betroffene wirklich bewegt“. Erstmals hatte die Erzdiözese im März 2022 das Gesprächsformat „Betroffene hören“ durchgeführt.

Altarweihe in St. Johann Baptist in München

Der Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München, Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, feiert am Donnerstag, 23. Juni, um 19 Uhr einen Festgottesdienst anlässlich der Altarweihe in der Pfarrkirche St. Johann Baptist in München-Johanneskirchen. Der neue Altar aus hellem französischen Kalkstein hat die Form eines griechischen Tau. Ebenfalls neu und passend gestaltet wurden von dem Bildhauer Toni Stegmayer Ambo, Taufstein und Sedilien.