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Weltgebetstag: „Kommt! Bringt eure Last.“

Gläubige aller christlichen Konfessionen begehen in mehr als 120 Ländern der Erde am Freitag, 6. März, den diesjährigen Weltgebetstag der Frauen, so auch im Erzbistum München und Freising. Die Gebete, Texte und Lieder für die Gottesdienste wurden in diesem Jahr von christlichen Frauen aus Nigeria vorbereitet und stehen unter dem Titel „Kommt! Bringt eure Last.“.

Marx weist Instrumentalisierung des Christentums zurück

Kardinal Reinhard Marx wendet sich mit deutlichen Worten gegen die Vereinnahmung des Christentums durch extremistische und polarisierende gesellschaftliche und politische Kräfte. „Wer laut tönt, rechtgläubig die christlichen Werte hochzuhalten, gleichzeitig aber gegen Menschen vorgeht, die nicht dem eigenen Idealbild entsprechen, pervertiert den Glauben und missbraucht den Namen Gottes für zerstörerische und ausschließende Zwecke“, so der Erzbischof von München und Freising laut Manuskript in einer Katholischen Morgenfeier zum Caritas-Sonntag und zur Caritas-Frühjahrssammlung. Der Gottesdienst wird am Sonntag, 1. März, um 10.30 Uhr im Radiosender Bayern 1 des Bayerischen Rundfunks gesendet.

„Tag der Archive“: Seltene Archivalien des Klosters Altomünster

Einblicke in bislang wenig bekannte Handschriften, Drucke und Archivalien des ehemaligen Birgittenklosters Altomünster (Landkreis Dachau) und deren moderne Nutzungsmöglichkeiten bieten Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising am „Tag der Archive“ am Samstag, 7. März, von 10 Uhr bis 17 Uhr im Lesesaal (Karmeliterstr. 1, Eingang Pacellistraße) in München. Die rund 25 gezeigten Stücke stammen aus der deutlich umfangreicheren Ausstellung „Beten. Backen. Bauen. Schätze aus Archiv und Bibliothek des Klosters Altomünster“, die vom 15. März bis 31. Mai 2026 im Museum Altomünster (St. Birgittenhof 6) in Altomünster eine Auswahl kostbarer Originale vor Ort präsentiert. Die aus dem Kloster erhaltenen Überlieferungen zum Alltagsleben des Birgittenordens sind in ihrer Dichte weltweit einmalig und reichen von liturgischen Büchern über Kirchenbau-Rechnungen bis hin zu Backrezepten aus der ehemaligen Klosterküche.

„Christ sein ist anspruchsvoll“

Christ oder Christin zu sein, das sei „nicht anstrengend – aber anspruchsvoll“, sagte Kardinal Reinhard Marx am Sonntag, 22. Februar, im Münchner Liebfrauendom gegenüber Erwachsenen, die sich auf die Taufe vorbereiten. „Wir versuchen eine neue Lebensweise: fröhlich, zuversichtlich, anspruchsvoll“, so der Erzbischof von München und Freising in dem Gottesdienst, in dem er mit mehr als 60 Frauen und Männern deren Zulassung zu den Sakramenten der Taufe, der Firmung und der Eucharistie feierte: „Was wäre das für ein Leben, das wir einfach dahinleben, ohne dass wir Ansprüche an uns stellen, dass wir ein Niveau haben wollen, dass wir mit großer Freude intensiv leben wollen?“

Marx: „Es geht um die Kostbarkeit jedes einzelnen Lebens“

Kardinal Reinhard Marx fordert in seinem Fastenhirtenwort zu Beginn der österlichen Bußzeit Christinnen und Christen dazu auf, sich für ein Leben in Würde für alle Menschen einzusetzen, „auf Weltebene, in Europa, in unserem Land, unseren Kommunen und Gemeinden. Katholisch sein und völkisch-nationalistisch sein, rassistisch oder gar antisemitisch sein kann deshalb nicht zusammengehen“, erklärt der Erzbischof von München und Freising im Hirtenwort. Die Würde und der Wert eines jeden Menschen müssten im Vordergrund aller politischer Überlegungen stehen. „Darum geht es auch, wenn wir über den Schutz des menschlichen Lebens sprechen, vom ersten Augenblick des Daseins bis zum Augenblick des Todes.“