Wirkung entfalten + Kirche gestalten Gesamtstrategieprozess der Erzdiözese München und Freising


Ausgestaltung der Gesamtstrategie schreitet voran

Signet Gesamtstrategieprozess
Ende 2021 hat die Erzdiözese München und Freising ihren Gesamtstrategieprozess „Kirche gestalten + Wirkung entfalten“ mit der Übergabe des strategischen Zielbildes abgeschlossen und damit Leitlinien sowie Ziele benannt, wie sie in den unterschiedlichen kirchlichen Handlungsfeldern trotz zurückgehender Ressourcen auch künftig bestmöglich für die Menschen da sein möchte. Die sieben Zieldimensionen des strategischen Zielbildes benennen dabei Bereiche, welche die Erzdiözese zukünftig besonders in den Blick nehmen möchte. So werden die kirchlichen Angebote hinsichtlich ihrer Wirksamkeit betrachtet und daraus Schwerpunktsetzungen abgeleitet, um den kirchlichen Auftrag in unserer Zeit und künftig gut erfüllen zu können. Auch die Förderung innovativer Projekte ist ein Baustein, um die Erzdiözese zukunftsfähig aufzustellen.
 
Direkt nach Abschluss des Prozesses wurde auf verschiedenen Feldern mit der Ausgestaltung der Ziele begonnen und eine Reihe von Projekten und Initiativen angestoßen, vorbereitet oder bereits begonnen:
  • Im Projekt Ehrenamt hat ein erstes Treffen stattgefunden, an dem wichtige Akteurinnen und Akteure aus der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen teilgenommen haben, zum Beispiel der Diözesanrat, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und die Erzbischöfliche Finanzkammer. Als wichtige Handlungsfelder wurden zum einen die Kommunikation mit Ehrenamtlichen sowie freiwillig Engagierten und die Information über Angebote, Unterstützung und Ansprechpersonen benannt, zum anderen die Einrichtung einer zentralen Kontakt- und Ansprechstelle für Ehrenamtliche in der Erzdiözese. Bei einem Workshoptag mit weiteren Akteuren im Bereich Ehrenamt im Herbst sollen die Überlegungen fortgeführt und vertieft werden, um dann möglichst zeitnah konkrete Schritte der Umsetzung zu tun.
  • Weiter vorbereitet wurde das Projekt „Immobilienstrategie und pastorale Nutzungskonzepte“. Ziel des Projekts ist eine deutliche Reduzierung der Immobilienlast, die die Erzdiözese und ihre Kirchenstiftungen tragen müssen. Dazu sollen in den Dekanaten die Schwerpunkte der seelsorglichen Arbeit vor Ort beschrieben werden, um auf dieser Basis zu entscheiden, welche Kirchen, pfarrlichen Räume und sonstigen Gebäude erhalten werden können. In regionalen Pilotprojekten, die in der zweiten Jahreshälfte 2022 beginnen, soll das geplante Vorgehen erprobt werden. Die Entscheidungen über den Umgang mit den Gebäuden werden dabei die Beteiligten vor Ort anhand der Rahmenbedingungen des Projektes selbst treffen.
  • Im Projekt „Wirksamkeit in der Pastoral“ werden die Seelsorge und das kirchliche Handeln in den Blick genommen. Pastorale Teams vor Ort sollen zusammen mit den Ehrenamtlichen dabei unterstützt werden, die Wirksamkeit der eigenen Arbeit zu überprüfen, Schwerpunkte zu setzen und pastorale Konzepte umzusetzen. Bestehende Angebote sollen hinterfragt und gegebenenfalls verändert sowie neue Angebote entwickelt werden. Grundlage dafür ist die Festlegung von Zielen und die Überprüfung der Wirkung von Seelsorge und kirchlichem Handeln. Es soll ein Instrumentarium aufgebaut werden, das für die Überprüfung der Wirkung des seelsorglichen Handelns auch an anderen Orten als Beispiel dienen kann. Ebenso soll ein Veränderungsprozess angeleitet werden, der eine Vergewisserung zur gemeindlichen Praxis möglich machen soll, um so den heutigen Herausforderungen der Kirche vor Ort zu begegnen. Das Vorgehen soll ab der zweiten Jahreshälfte 2022 in Pilotgemeinden erprobt werden.
  • Der Gesamtstrategieprozess hat auch Auswirkungen auf die Haushaltsplanung des Erzbischöflichen Ordinariats für das Jahr 2023. Hier läuft bereits das entsprechende Projekt, bei dem Einsparungen durch gezielte Kürzungen erreicht werden sollen, die auf einer inhaltlichen Priorisierung der verschiedenen Haushaltsbereiche basieren. Als Grundlage dient eine Einschätzung der Wirkung der verschiedenen kirchlichen Angebote, für die im Rahmen des Gesamtstrategieprozesses erste Kriterien erarbeitet wurden.
  • Die Ergebnisse des Gesamtstrategieprozesses sollen auch in der Linienarbeit der Erzdiözese, also in der bestehenden Struktur, ausgestaltet und umgesetzt werden, besonders in bereits laufenden Entwicklungs- und Veränderungsprojekten. So werden Projekte dahingehend überprüft, welchen Beitrag sie zur Umsetzung der Ziele leisten.
Für die Ausgestaltung der Gesamtstrategie wurde eine Programmplanung aufgestellt, die eine breite Beteiligung und ein eigenverantwortliches Arbeiten in den Projekten anstrebt. Ein übergreifender Lenkungskreis unter Leitung des Generalvikars, in dem Mitglieder des Bischofsrates, der Ordinariatskonferenz und des Diözesanrats mitarbeiten werden, setzt die Rahmenbedingungen und nimmt die Ergebnisse ab. Unterstützt wird er von einem internen Projekteservice, der sich als Dienstleister für die Projekte versteht und bei dem die Kommunikationsfäden zusammenlaufen.
 
Nach dem Sommer wird auf einer eigenen Themenseite auf der Homepage der Erzdiözese über den jeweils aktuellen Fortschritt in den Projekten informiert werden. Auch wird der Dialog mit den Gruppen und Gremien in der Erzdiözese durch die Projektleitung weitergeführt werden, wie es bereits im Gesamtstrategieprozess eingeübt wurde, um möglichst viele Resonanzen und Rückmeldungen einzuholen.

 
Alle Informationen zu den Ergebnissen des Gesamtstrategieprozesses sind hier zu finden.
 

 

Rückblick auf den Gesamtstrategieprozess

Die Erzdiözese München und Freising richtet den Blick nach vorne. Gegenwart und Zukunft mit ihren vielfältigen Herausforderungen wollen gestaltet werden. Der kirchliche Auftrag besteht darin, sich einzusetzen im Sinne der Botschaft Jesu, dem Evangelium Gesicht und Gestalt zu geben. Das wird konkret in den verschiedenen kirchlichen Einrichtungen, sei es im Bereich der Seelsorge, der Caritas oder der Bildung. Viele Menschen sind hier haupt- und ehrenamtlich tätig und bringen sich in den kirchlichen Institutionen und Organisationen ein.
 
Signet Gesamtstrategieprozess
Damit die Kirche im Erzbistum München und Freising auch weiter kraftvoll für die Menschen da sein und ihnen die christliche Botschaft im wahrsten Sinn des Wortes nahebringen kann, gilt es, die sich stets wandelnden Rahmenbedingungen dafür in den Blick zu nehmen. Nicht zuletzt, da die Ressourcen, v.a. die finanziellen aufgrund sinkender Einnahmen geringer werden, gilt es sich zu vergewissern, wie sich die Erzdiözese mit ihren Einrichtungen gut aufstellen kann, um auch in Zukunft ihrem wichtigen Auftrag gerecht zu werden.

Viele Projekte in den vergangenen Jahren haben hier bereits Akzente gesetzt, aber erst in einem gemeinsamen Blick auf die kirchlichen Handlungsfelder wird sich zeigen, wo künftig Prioritäten und Schwerpunkte liegen werden. Hier setzt der Gesamtstrategieprozess an. Sein Ziel ist es, Leitlinien zu entwickeln, anhand derer die Erzdiözese ihr Handeln wirksam für die Zukunft ausrichten kann. Er ist auf ein Jahr angelegt und wird die Vielfalt kirchlicher Handlungsfelder berücksichtigen.

 
Der Gesamtstrategieprozess steht unter dem Motto "Wirkung entfalten + Kirche gestalten".
 

 

Dank und Ausblick zum Abschluss des Gesamtstrategieprozesses:

 

 

Zwischenstand: Das Zukunftsprojekt der Erzdiözese

 

 

Vom Auftakt: Impulse und Erwartungen zum Strategieprozess

Visual Statement Generalvikar christoph Klingan
Visual Statement Katharina Maier
Statement WB Haßlberger zum Auftakt Strategieprozess
 

 

Vom Auftakt: Video zum Gesamtstrategieprozess

 

Kontakt

Fragen zu Gestaltung und Ablauf sowie zu Möglichkeiten der Beteiligung können per E-Mail an strategieprozess@eomuc.de gerichtet werden.

Drei Fragen an Kardinal Marx

Kurzinterview zum Gesamtstrategieprozess mit dem Erzbischof von München und Freising

Zum Kurzinterview