Früher, als Lebensmittel knapp waren und die Winter lang und kalt, hatten viele Menschen Hunger. Deswegen verkleideten sich vor allem arme Kinder und Jugendliche als Könige und gingen von Haus zu Haus, um zum Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar den Menschen in den Häusern den Segen zu wünschen. Dafür bekamen sie meist eine kleine Spende oder etwas zu essen. Heute sammeln die Kinder bei uns für arme und hilfsbedürftige Kinder auf der ganzen Welt. Die Hilfsprojekte werden ausgesucht und begleitet vom
Kindermissionswerk (www.sternsinger.de). Die Kinder, die sich in ihrer Freizeit bei uns als Sterndeuter verkleiden, werden Sternsinger genannt, weil sie den Segen oft als Lied vortragen. Sie haben einen Stern aus Holz oder Pappe dabei, manchmal auch Weihrauch, und Kreide oder Aufkleber, um den Segensspruch an der Türe anzubringen.
Sternsinger bringen doppelt Segen. Sie wünschen den Menschen in den Häusern Gottes Segen und die gesammelten Spenden sind ein Segen für andere Kinder. Weltweit ist die Sternsingeraktion die größte Aktion, bei der Kinder Kinder unterstützen.
Die Sternsingergruppen werden über die Ortspfarreien organisiert. Falls du auch als Sternsingerin oder Sternsinger unterwegs sein möchtest, frag in deiner Pfarrei nach.
Und wenn es in den Tagen um den 6. Januar an der Türe klingelt, nach Weihrauch duftet und ein „Wir kommen daher aus dem Morgenland...” erklingt, dann lohnt es sich, die Türe zu öffnen für Gottes Segen!
Text: Veronika Bürker, Gemeindereferentin und Fachreferentin für Kinderpastoral