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1.300 Jahre Bistum: Die schönsten Bilder vom Jubiläum
Unter dem Leitwort „glauben leben“ hat die Erzdiözese München und Freising 2024 ihr Bistumsjubiläum „1.300 Jahre Korbinian in Freising“ gefe...
Der Heilige Korbinian steht für Glaubensstärke, Haltung und geistliche Orientierung. Als Bistumspatron des Erzbistums München und Freising verbinden sich in ihm Bistumsgeschichte, Tradition und Symbolik.
Der Heilige Korbinian ist der Hauptpatron des Erzbistums München und Freising und eine prägende Gestalt der Frühgeschichte und Christianisierung Bayerns. Er wurde wohl um das Jahr 680 in Arpajon im heutigen Frankreich geboren und führte der Überlieferung nach ein von Gebet und Nächstenliebe geprägtes Leben.
Um 710 pilgerte Korbinian nach Rom, wo er zum Priester und Bischof geweiht wurde. Wenige Jahre später ließ er sich in Freising nieder und begann seine Missionsarbeit in Bayern. Damit bereitete er das spätere Bistum Freising geistlich vor. Auf ihn geht unter anderem ein Kloster auf dem Freisinger Nährberg zurück, aus dem sich die Abtei Weihenstephan entwickelte. Korbinian missionierte nicht nur, er vertrat auch kirchliche Überzeugungen gegenüber weltlicher Macht. Mit dem baierischen Herzog Grimoald geriet er in Konflikt, weil er dessen Lebensführung offen kritisierte. Korbinian zog sich deshalb zeitweise nach Mais bei Meran in Südtirol zurück.
Eng mit Korbinian verbunden ist das Motiv des Bären. Der Legende zufolge soll ein Bär auf einer Reise Korbinians Lasttier getötet haben. Korbinian zwang den Bären daraufhin, selbst das Gepäck zu tragen. Die Anekdote wurde zum Sinnbild für die Überwindung des Wilden durch den Glauben. Bis heute ist der Bär mit dem Packsattel sein Attribut und findet sich im Wappen unseres Erzbistums.
Korbinian starb vermutlich um 728 in Freising. Seinem Wunsch gemäß wurde er zunächst in Südtirol bestattet. Erst 765 wurden seine Gebeine nach Freising übertragen. Seitdem ruhen sie im Dom von Freising und bilden das Zentrum seiner Verehrung.
Über Leben und Wirken des Heiligen Korbinian berichtet vor allem Bischof Arbeo von Freising. Er verfasste im 8. Jahrhundert die Vita Corbiniani, die wichtigste Quelle über Leben und Wirken des Heiligen. Arbeo förderte auch die Übertragung der Reliquien und trug dazu bei, Korbinian als geistliche Leitfigur des Bistums zu verankern.
Bis heute wird Korbinian im Erzbistum verehrt. Sein Gedenktag wird am 20. November, dem Tag der Übertragung seiner Gebeine nach Freising, gefeiert. Um dieses Datum herum findet in unserem Erzbistum jährlich die Korbinianswoche statt. Einen besonderen Akzent setzt dabei Jugendkorbinian, das den Bistumspatron als Vorbild für junge Menschen erschließt.
Der Heilige Korbinian besitzt über Bayern hinaus internationale Bedeutung. Seit 1992 verbindet das Erzbistum München und Freising eine enge Partnerschaft mit der französischen Diözese Évry, die den Heiligen Korbinian ebenfalls als Bistumspatron verehrt.