Die Marienkirche Adlberg liegt in einer kleinen Ortschaft auf einer Anhöhe entlang der Staatsstraße zwischen Erding und Taufkirchen an der Vils. Zum Patrozinium am Fest Mariä Himmelfahrt 2022 wurde bei einem Gottesdienst die Kirche nach längerer Restaurierung durch die Pfarrei wieder ihrer Bestimmung übergeben.
Der Sakralraum der Marienkirche in Adlberg lädt in besonderer Weise zur inneren Einkehr ein. Im Mittelalter war der Ort auf der Anhöhe noch wichtig. Der Überlieferung nach wurde hier am schon vor der Existenz der Städte Erding und Taukirchen an der Vils Markt gehalten. So verwundert es nicht, dass 1476 ein stattlicher Kirchenbau errichtet wurde, der heute im Wesentlichen noch erhalten ist. Aus der Erbauungszeit prägt den Raum bis heute das gotische Rippengewölbe. In der Barockzeit wurden von 1767 bis 1769 in mehreren Phasen eine neue Ausstattung, der Hochaltar, die Seitenaltäre und die Kanzel durch den Künstler Heinrich Hobmann aus Velden an der Vils geschaffen.
In den vergangenen Jahren führte die Pfarrei in mehreren kleinen Schritten eine bauliche Instandsetzung der Kirche durch. Nach der überstandenen Trockenlegung der Mauern im Außenbereich wurde in den Jahren 2021 und 2022 die Restaurierung der künstlerischen Ausstattung in Angriff genommen. Zusammen mit der Hauptabteilung Kunst nahm die Pfarrei einige ikonographischen Korrekturen vor:
Insgesamt war es wichtig, dass der Kirchenraum nach der Restaurierung wieder öffentlich zugänglich wird, auch außerhalb der Gottesdienstzeiten. Der rege Zuspruch von Besuchern anlässlich der Wiedereröffnung der Kirche sprach für sich. Neben weiteren kleineren Maßnahmen, die durch die Pfarrei noch geschultert werden müssen (Statik der Orgelempore, Restaurierung der Sockelputze) ist die Nutzung der Kirche jetzt wieder möglich. Die Kirche bildet eine willkommene Raststation und einen stimmungsvollen ruhigen Ort der persönlichen Andacht.
Leitung: Dr. Anja Schmidt
Kapellenstraße 4
80333 München