Kunst

Sie entrückt, sie tröstet, sie macht Glauben erlebbar, und ihre Sprache kann durch nichts auf der Welt ersetzt werden: Kunst prägt das Erzbistum München und Freising in vielerlei Hinsicht und bleibt ein großer Auftrag für die Zukunft.

Seitenwand mit Rundbogenfenstern, darunter Kreuzwegreliefs und Kruzifix vor goldener Scheibe in St. Johann Baptist
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Ist es nicht wunderbar, dass wir eine Kirche betreten und sofort die Sprache der Kunst auf uns wirken lassen können? Künste gehören unverrückbar zum Kern des Glaubens: Schon die ersten Christen sangen „Psalmen, Hymnen und Lieder“, wie wir in der Bibel lesen (Eph 5,19). Trauernde fanden in biblischen Bildern der ersten christlichen Grabkunst Trost, und Kaiser Konstantin ließ für eine immer aufwendigere Liturgie die ersten Basiliken bauen.

Das Erzbistum München und Freising führt dieses Erbe seit Jahrhunderten fort: Kunst nimmt eine zentrale Rolle in Form von Architektur, sakraler Ausstattung, Malerei und Musik bis hin zu modernen Installationen und Aktionen ein. Als Ausdruck des Glaubens und Medium der Verkündigung erhebt sakrale Kunst die Seelen und schafft Räume, in denen der Mensch Gott begegnen kann.

Mehrere Personen hängen das restaurierte Fastentuch vor dem Hochaltar auf, die Transportkiste steht noch davor.
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Wie wir sakrale Kunst pflegen und erhalten

Immer wieder stellen sich dem Team der Hauptabteilung Kunst besondere Herausforderungen, wenn es darum geht, Kunstobjekte zu erhalten: Sehen Sie hier einige Beispiele wie ein Fastentuch aus dem 17. Jahrhundert oder eine mittelalterliche Christusfigur mit beweglichen Armen.

Kunst als kulturelles Erbe und Ausdruck des Glaubens

Mehr als 3.000 Pfarr- und Filialkirchen sowie Kapellen in der Erzdiözese zeugen davon. Sie bieten Raum für Gebet und Kontemplation, machen Glauben sinnlich erfahrbar und prägen dabei ihre Umgebung. Sie sind Orte des Gottesdienstes und zugleich Orte der Kunst.

Die Kirchenstiftungen bewahren einen kostbaren Schatz an Kunstwerken, liturgischen Geräten und Gewändern. Diese dienen zum einen dazu, Gott zu ehren und die Liturgie würdig zu gestalten. Zum anderen veranschaulicht ihre Symbolik die zentralen Glaubensinhalte der katholischen Kirche.

Kunst bewahren und erleben

Damit dieses künstlerische Erbe lebendig bleibt, engagiert sich die Hauptabteilung Kunst im Erzbischöflichen Ordinariat München für die fachgerechte Pflege, Bewahrung und Weiterentwicklung sakraler Kunst und derer Kontexte. Sie begleitet Kirchengemeinden bei Bau- und Restaurierungsprojekten, berät in Fragen der liturgischen Ausstattung und schafft Räume für neue künstlerische Ausdrucksformen im Glaubenskontext.

Aus großen Fenstern in Form von Rundbögen fällt Sonnenlicht in das Diözesanmuseum, dazwischen ziehen verschiedene Kunstgegenstände die Blicke auf sich.
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Zehn Gründe, warum Sie ins Diözesanmuseum kommen sollten

Kunst erleben und begreifen, Geschichte atmen und das Gefühl haben: Jetzt könnte ich losfliegen! Das Diözesanmuseum in Freising ist ein Ausflugstipp für die ganze Familie – und noch mehr.

Kunstpastoral schafft Begegnungsräume

Ergänzend dazu fördert die Kunstpastoral den lebendigen Austausch zwischen Kirche, Kunst und Gesellschaft. Sie eröffnet in Ausstellungen, Gesprächsformaten und spirituell-künstlerischen Projekten neue Zugänge zu Fragen des Glaubens. Damit schafft sie Begegnungsräume, in denen Kunst zum Impuls für Spiritualität, Nachdenken und Dialog wird – sowohl für Glaubende als auch für Suchende. 

Ein bedeutender Ort dieses kirchlichen Kunstverständnisses ist das Diözesanmuseum Freising. Es bewahrt und vermittelt eine der herausragendsten Sammlungen sakraler Kunst in Deutschland. Die Sammlung spannt den Bogen vom Frühchristentum bis in die Gegenwart und zeigt in eindrucksvoller Weise die Vielfalt kirchlicher Kunst und Kultur. Als Ort lebendiger Begegnung verbindet das Museum historische und zeitgenössische Kunst und versteht sich als Raum des Dialogs zwischen Glauben, Geschichte und künstlerischer Reflexion.
 

Glocken, Orgeln, Chöre und andere Musikgruppen in den Pfarreien prägen das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserem Erzbistum: Die Erzdiözese München und Freising fördert die Ausbildung von Musikerinnen und Musikern, unterstützt die Chöre und Organisten in den Gemeinden und pflegt das reiche musikalische Erbe des Erzbistums. Kirchenmusik dient der Verkündigung und ist zentraler Bestandteil der Liturgie.

Ausschnitt eines Deckenfreskos mit Engel- und Heiligenfiguren, reich geschmücktem Wappen und Pastellfarben.
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Wege der Hoffnung

Wege entstehen, indem man sie geht. Diese Wege, welche die Erzdiözese München und Freising auf diesen Seiten für Sie zusammengetragen hat, sollen Sie aus Ihrem Alltag herausführen, in Ihrem eigenen Tempo und nach Ihren eigenen Bedürfnissen – und hinführen auf etwas Größeres, Transzendentes, das die Grenzen des sinnlich Erfahrbaren überschreitet: Auf die Hoffnung selbst.

Kunst ist im Erzbistum München und Freising damit weit mehr als ein kulturelles Erbe. Sie ist ein lebendiger Bestandteil kirchlichen Lebens: Sie öffnet Räume der Stille und der Begegnung, regt zum Nachdenken an und übersetzt den Glauben in die Sprache der Gegenwart. Das Kulturmanagement der Erzdiözese sorgt  für die Vernetzung, Förderung und Sichtbarkeit dieser vielfältigen Aktivitäten. Es koordiniert Projekte, unterstützt Kooperationen zwischen Kunst, Musik und Pastoral und macht die kulturelle Vielfalt kirchlichen Lebens überregional erlebbar.

Orgelpfeifen im Liebfrauendom von unten in Detailansicht
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Kirchenmusik – Klang des Glaubens

Kirchenmusik vermag Herzen zu öffnen, Menschen zu verbinden und erfüllt einen zentralen Auftrag: den Glauben hörbar zu machen. Wie wir diesen Auftrag mit Leben füllen, prägt Gottesdienste weit über die Grenzen der Erzdiözese hinaus.

Die Hauptabteilung Kunst

Erfassen und dokumentieren, erhalten und pflegen sind die maßgeblichen Aufgaben der Hauptabteilung Kunst. Religiöse Kunstwerke in den Kirchen zu bewahren, zu pflegen und die Sakralräume würdig zu präsentieren, ist das wichtigste Ziel der kirchlichen Denkmalpflege. Die HA Kunst entwickelt gemeinsam mit den Kirchenstiftungen und externen Partnern geeignete Lösungsansätze, um die kirchlichen Bau- und Kunstdenkmäler mit allen fachlichen und technischen Möglichkeiten unserer Zeit für die Zukunft zu erhalten. Darüber hinaus begleitet der Fachbereich Zeitgenössische Kunst und Kirche die Entstehung von neuen Kunstwerken – wie liturgische Ausstattungen, Orte der Andacht, Bilder, Figuren – in historischen und zeitgenössischen Räumen.

Hauptabteilung Kunst

Leitung: Dr. Anja Schmidt

Kapellenstraße 4

80333 München

089 2137-2635

Fachbereich Kunstpastoral

Leitung: Dr. Ulrich Schäfert

St. Pauls Platz 10

80336 München

089 53819748
089 531511

Abteilung Kirchenmusik

Leitung: Prof. Stephan Zippe

Schrammerstraße 3

80333 München

089 2137-1204
089 2137-1743