Jüngere Hände halten die Hand eines älteren Menschen fest, Nahaufnahme.
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„Wer Gott hat, der hat alles. Gott allein genügt.“ (Hl. Theresia von Avila)

Trost finden, auf Gott vertrauen: Gebete bei Krankheit und Tod

In schweren Zeiten tröstet die Hinwendung zu Gott besonders. Diese Sammlung vereint Gebete für Zeiten der Krankheit, Kurzgebete und ein Gebet für Verstorbene.

Gebete können eine Quelle der Hoffnung und der inneren Stärke sein. Sie begleiten Kranke und Sterbende mit Worten, die Frieden bringen und das Gefühl der Geborgenheit in der Nähe Gottes vermitteln.

Gebete für Zeiten der Krankheit

Herr, wenn du willst, kannst du mich gesund machen. So rufe ich in meiner Krankheit zu dir. Du hast die Kranken geheilt, du hast unsere Krankheiten auf dich genommen und unsere Schmerzen getragen. Durch deine Wunden sind wir geheilt. Ich bitte dich, lass mich gesund werden, und wenn nicht, gib mir die Kraft, mein Kreuz mit dir zu tragen.

Herr, Gott, großes Elend ist über mich gekommen. Meine Sorgen wollen mich erdrücken. Ich weiß nicht ein noch aus. Gott, sei mir gnädig und hilf! Gib Kraft zu tragen, was du mir schickst. Lass die Furcht nicht über mich herrschen; sorge du väterlich für die Meinen.

Barmherziger Gott, vergib mir alles, was ich an dir und den Menschen gesündigt habe. Ich traue deiner Gnade und gebe mein Leben ganz in deine Hand. Mach du mit mir, wie es dir gefällt und wie es gut für mich ist. Ob ich lebe oder sterbe, ich bin bei dir, und du bist bei mir, mein Gott. Herr, ich warte auf dein Heil und auf dein Reich.

Wie lange noch, Herr, vergisst du mich ganz? Wie lange noch verbirgst du dein Gesicht vor mir? Wie lange noch muss ich Schmerzen ertragen in meiner Seele, in meinem Herzen Kummer Tag für Tag? Wie lange noch darf mein Feind über mich triumphieren?
Blick doch her, erhöre mich, Herr, mein Gott, er
leuchte meine Augen, damit ich nicht entschlafe
und sterbe.
(Ps 13, 2-4)

Vater im Himmel, es will mir noch nicht gelingen, diese Krankheit anzunehmen. Ungeduldig warte ich darauf, wieder gesund zu werden.

Hilf mir, dass ich zur Ruhe komme und erkenne, dass du es so willst. Vielleicht ist diese Zeit ganz heilsam für mich. Ich kann mich wieder auf dich besinnen und fragen, was du mit mir vorhast.

Zeig mir, was ich in meinem Leben ändern, was ich geduldiger und liebevoller tragen soll. Zeig mir auch den Unfrieden meines eigenen Herzens und hilf mir, ihn zu überwinden. Gib mir deinen Frieden. Lass mich wieder Hoffnung haben und durch meine Hoffnung anderen Mut machen.

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr; fremd wie dein Name sind mir deine Wege. Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott; mein Los ist Tod, hast du nicht ändern Segen? Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt? Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.

Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, mein Unvermögen hält mich ganz gefangen. Hast du mit Namen mich in deine Hand, in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben? Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land? Werde ich dich noch mit neuen Augen sehen?

Sprich du das Wort, das tröstet und befreit und das mich führt in deinen großen Frieden. Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt, und lass mich unter deinen Söhnen leben. Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst. Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.

T: Huub Oosterhuis 1964, Übertragung Lothar Zenetti 1973, aus: „Du bist der Atem meiner Lieder“, Christophorus/Herder/Burckhardthaus (Freiburg/Wien/Geinhausen).

Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige, und wer Gott hat, der hat alles. Gott allein genügt.
Heilige Theresia von Avila

Seele Christi, heilige mich.
Leib Christi, rette mich.
Blut Christi, tränke mich.
Wasser der Seite Christi, wasche mich.
Leiden Christi, stärke mich.
O guter Jesus, erhöre mich.
Birg in deinen Wunden mich.
Von dir lass nimmer scheiden mich.
Vor dem bösen Feind beschütze mich.
In meiner Todesstunde rufe mich,
zu dir zu kommen heiße mich,
mit deinen Heiligen zu loben dich
in deinem Reiche ewiglich. Amen.

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit. 

(Ps 23)

Herr Jesus Christus,
auch im Leid bist du uns nahe,
wir denken an dein Leiden und Sterben am Kreuz.
Wir bitten dich, Herr,
schenke unserem (unserer) N. die Gesundheit wieder
und gib ihm (ihr) die Kraft,
seine (ihre) Krankheit in Geduld zu tragen.
Schenke deine besondere Liebe allen hilflosen Menschen,
den unheilbar Kranken und denen, die ohne Hoffnung sind.
Amen.

Kurzgebete

Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn. (Rom 14, 8)

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. (Ps 25, 1)

Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Lande der Lebenden. (Ps 27,13)

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir. (Ps 23,4)

Herr, in deine Hände leg' ich voll Vertrauen meinen Geist. (Ps 30, 6 a)

Jesus, Maria, Josef, steht mir bei im letzten Kampfe.

(Aus: „Die Feier der Krankensakramente“, S. 98 f)

Gebet für einen Verstorbenen

Herr, unser Gott, du bist allen nahe, die zu dir rufen. Auch wir rufen zu dir aus Not und Leid. Lass uns nicht versinken in Mutlosigkeit und Verzweiflung, sondern tröste uns durch deine Gegenwart. Gib uns die Kraft deiner Liebe, die stärker ist als der Tod. Mit unseren Verstorbenen führe auch uns zum neuen und ewigen Leben. Amen.