Mitglieder des Berufungsnetzwerks burning persons halten Buchstaben hoch, die das Wort burn bilden.
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Wollen Menschen vom Glauben begeistern: die Mitglieder des Berufungsnetzwerks „burning persons“.

Berufung sichtbar machen: Das Netzwerk „burning persons“

Was bedeutet Berufung heute, mitten im Alltag, in einer sich wandelnden Kirche, zwischen Hoffnungen und Herausforderungen? Das Netzwerk „burning persons“ im Erzbistum München und Freising möchte genau diesen Fragen Raum geben. 

Es lädt dazu ein, persönliche Berufungswege zu reflektieren, sich auszutauschen und sich begleiten zu lassen. Seelsorgerinnen und Seelsorger aus verschiedenen Bereichen stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung. Sie bringen ihre eigenen Erfahrungen ein, teilen ihre Zweifel und Überzeugungen offen und ehrlich. Berufung wird dabei nicht als exklusiver Weg für wenige verstanden, sondern als dynamischer Prozess, der mitten im Leben beginnt.

Das Netzwerk wurde im Rahmen des Weltgebetstags um geistliche Berufungen im Mai 2025 gegründet. Anlass war ein gemeinsamer Pilgerweg zur Wallfahrtskirche Maria Birkenstein. Die Beteiligten verstehen sich als Weggefährtinnen und Weggefährten, die Menschen in ihren Fragen unterstützen möchten. Es geht darum, hinzuhören, das Leben zu deuten und gemeinsam zu entdecken, was trägt.

Ausdruck dieser Initiative sind die „burning persons“: Frauen und Männer aus unterschiedlichen pastoralen Berufsfeldern wurden beim Weltgebetstag für geistliche Berufungen 2025 gesegnet und ausgesendet. Sie brennen für ihren Beruf und ihre Berufung – und machen diese Leidenschaft sichtbar.

Die „burning persons“ im Überblick

Max Altmann, Pastoralreferent:
„Ich bin gerne Pastoralreferent, weil ich Menschen auf ihrem Weg in die Tiefe(n) des Lebens begleiten darf.“
Ministrantenverband und Schulpastoral

Caroline Auer, Gemeindereferentin:
„Ich bin gerne Gemeindereferentin, weil ich aus ganzem Herzen als Seelsorgerin Menschen in verschiedenen Lebenslagen begleite und dabei spüre, wie Gott in den Begegnungen wirkt. Mir ist es wichtig, das Wort Gottes – ja, den Glauben, der uns über Kontinente hinweg verbindet – konkret zu leben und Kirche aktiv mitzugestalten.“
Pfarrverband Grünwald, Dekanatsreferentin München Nord-Ost, internationale Freiwilligendienste

Arkadiusz Czempik, Priester:
„Ich bin sehr gerne Priester, weil es mich erfüllt, im Dienste der Liebe zu sein, die wirklich echt und grenzenlos ist, weil sie den Menschen wahre Freude schenken kann und ihr Name Gott ist.“

 Robert Daiser, Priester:
„Ich bin sehr gerne Priester, weil es mich erfüllt, miterleben zu dürfen, wie Gott im Leben anderer Menschen am Werk ist!“
KLJB-Landjugendpfarrer, Promotionsstudium an der Hochschule für Philosophie München

Oskar Ehehalt, Diakon:
„Ich bin gerne Diakon, weil Seelsorge in meinen Einsatzgebieten als reine Zuwendung zum Menschen vorbehaltlos und schnörkellos gefordert ist und weil alles andere erst mal dahinter zurücktritt.“
Justizvollzugsanstalt Garmisch, Notfallseelsorge Dekanat Bad Tölz – Wolfratshausen

Anton Emehrer, Pastoralreferent:
„Ich bin gerne Pastoralreferent, weil ich Menschen liebe, und weil ich etwas von der Hoffnung und Zuversicht, die mich und mein Leben trägt, mit anderen teilen mag.“
Jugendseelsorge im Landkreis Erding

Alois Emslander, Priester:
„Ich bin gerne Priester, weil ich damit den Menschen, unserer Kirche und Gott dienen kann und mich das mit ganz viel Sinn und Freude erfüllt.“
Pfarrverband Pasing

Michaela Geh, Gemeindereferentin:
„Ich bin Gemeindereferentin, weil ich mein Christsein gerne mit anderen Menschen teile und in diesem Beruf meine Charismen leben kann.“
Team Spirituelle Bildung in der Erzdiözese, Jugendpastoral

Sr. Josefa Maria Grießhaber, Ordensfrau:
„Ich bin gerne Ordensfrau, weil ich gerne diejenige bin, die anderen hilft. Ich strecke meine Hand aus und packe an, und genauso oft werde ich beschenkt, indem ich Christus in den Menschen entdecke, mit denen ich gerade in Begegnung bin.“
Barmherzige Schwestern München

Ulrich Jauernig, Pastoralreferent:
„Ich bin gerne Pastoralreferent, weil nur Fußballer noch schöner wäre.“
Pfarrverband Waging

Johannes van Kruijsbergen, Pastoralreferent:
„Ich bin gerne Pastoralreferent, weil ich in meinem Dienst viele unterschiedliche Leute begleiten kann und durch sie ganz unterschiedliche Glaubenszugänge entdecke.“
Dekanatsreferent München Nord-West, Pfarrverband München-West

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Andreas Maier, Diakon:
„Ich bin gerne Diakon, weil mir dort das Leben in Fülle begegnet. Von der Geburt bis zum Tod. Von tiefer Trauer bis zum schönsten Tag des Lebens.“
Pfarrverband Irschenberg

Tobias Pastötter, Priester:
„Ich bin gerne Priester, weil ich dadurch meine Begeisterung für Jesus und seine Botschaft – natürlich auch durch die Feier der Sakramente – an viele meiner Mitmenschen weitergeben kann.“
Pfarrverband Rohrdorf

Franziska Pichler, Bildungsreferentin:
„Ich bin gerne im Bereich Bildung tätig, weil ich Menschen mag und gerne mit andern zusammenarbeite. Lehrerinnen und Lehrer schaffen Räume, in denen Schülerinnen und Schüler wachsen können. Sie können Menschen im besten Fall dabei unterstützen, all das zu entdecken, wofür sie wirklich brennen. So sind alle Lehrerinnen und Lehrer im Grunde Pionierinnen und Pioniere des Wandels.“
Institut für Religionspädagogik und Lehrerbildung (IRL)

Raoul Rossmy, Pastoralreferent:
„Ich bin gerne Pastoralreferent und Jugendseelsorger, weil diese Welt Menschen braucht, die Jesus folgen und das Evangelium zeitgerecht verkünden.“
Pfarrverband Haidhausen, Jugendkirche München

Michael Schedl von Brockdorff, Diakon:
„Ich bin gerne Diakon, weil ich erkannt habe: 'Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!' (Mt 6,21).“
Pfarrverband Harlaching, Ausbildung Ständige Diakone

Stefan Schmitt, Priester:
„Ich bin gerne Priester, weil ich gerne Menschen inspiriere und begleite und weil es eine sehr abwechslungsreiche und spannende Aufgabe ist.“
Stadtkirche Rosenheim

Anja Sedlmeier, Seelsorgerin:
„Ich bin gerne Seelsorgerin, weil ich gern Menschen in hohen und tiefen Zeiten begleite. Ich lebe aus der österlichen Freude und verkünde gern die Hoffnungsbotschaft. Ein Herzensanliegen ist mir die Unterstützung Ehrenamtlicher, damit sie ihre Fähigkeiten in Gesellschaft und Kirche einbringen und ihre vielfältigen Berufungen leben können.“
Dekanatsreferentin und theologische Referentin im Kreisbildungswerk Ebersberg

Johannes Seibold, Gemeindereferent:
„Ich bin gerne Gemeindereferent, weil ich die Vielfalt der Möglichkeiten schätze, Menschen zu begleiten und Hoffnungen und Leben zu teilen.“
KLB, Christophorus Hospizverein, Queerseelsorge

Claudia Stadler, Pastoralreferentin:
„Ich bin gerne Pastoralreferentin, weil mir jeder Tag neue Begegnungen bringt, mit jungen und alten, mit glücklichen und traurigen Menschen. Mit Momenten, die mich erfüllen oder mich herausfordern. Und da ist diese tiefe Zuversicht, die mich trägt und die ich weitergeben möchte, dass da einer ist, der meinen Weg begleitet…“
Stadtkirche Mühldorf/Inn

Andreas Wachter, Diakon:
„Ich bin gerne Diakon, weil ich meinen Glauben lebe und mit Menschen unterwegs bin.“
Pfarrverband Kraiburg-Flossing

Sr. Maria Wolfsberger, Ordensfrau:
„Ich bin gerne eine Ordensfrau, weil ich mich mit Gleichgesinnten für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde einsetzen kann.“
Missionarinnen Christi München

Diese Stimmen zeigen, wie unterschiedlich Berufung gelebt werden kann. Manche begleiten Menschen in der Seelsorge, andere sind in Schulen, Gemeinden, sozialen Einrichtungen oder klösterlichen Gemeinschaften tätig. Sie alle verbindet die Erfahrung, dass Gott im Leben spricht und ruft, manchmal leise, manchmal überraschend, aber immer persönlich.

Die Berufungspastoral lädt dazu ein, eigenen Fragen nachzugehen. Sie möchte ermutigen, der eigenen Sehnsucht zu trauen und Schritte ins Ungewisse zu wagen. Berufung beginnt dort, wo Menschen sich berühren lassen, sich auf das Leben einlassen und spüren, dass etwas in ihnen brennt. Wer diesem inneren Ruf nachgeht, findet Begleitung, Erfahrung und ein Netzwerk, das mitgeht.

Stabsstelle Berufungspastoral

Leitung: Pfarrer Klaus Hofstetter

Kapellenstraße 4

80333 München

089 2137-77312