Die Madonna aus nächster Nähe, ein Schrein in Form einer Kirche und ein neues Kunstwerk nach dem Vorbild der Natur: Die Hauptabteilung Kunst nimmt in kurzen Videos mit zu Kunstschätzen des Erzbistums, die frisch restauriert oder ganz neu entstanden sind und gibt damit faszinierende Einblicke.
Fünf ganz unterschiedliche Kunstwerke der Erzdiözese im Bewegtbild. In kurzen Videos stellt unsere Hauptabteilung Kunst die Wallfahrtskirche Maria Stern in Neukirchen, die Madonna in der Wallfahrtskirche Tuntenhausen, das 3D-Altarretabel in St. Laurentius in Altmühldorf, den Kosmas-Damian-Schrein in St. Michael in München und den Kalvarienberg in Lenggries vor.
Die Wallfahrtskirche Maria Stern in Neukirchen liegt am Simssee östlich von Rosenheim und beherbergt ein über 300 Jahre altes Gnadenbild, das von großer regionaler Bedeutung ist, sowie eine Menge historischer Votivtafeln. Seit Januar 2022 fanden in der Kirche umfassende Renovierungsarbeiten statt - unter anderem zum Sichern der Statik, Erneuern der Elektrik und Beleuchtung sowie der Restauration des Deckenfreskos, der Fenster, der Seitenaltäre und des Gnadenbilds. Im Zuge der Baumaßnahmen bot sich auch die Neugestaltung des Altarraums an, in dem bisher ein schlichter Volksaltar aus Holz stand. Den neuen Volksaltar sowie Altarleuchter, Ambo und Leuchter für die Osterkerze entwarf Josef Hamberger 2017, wenige Jahre vor seinem Tod, als schlank nach oben strebendes Ensemble aus Bronze, das sich unaufdringlich in den beengten, barock ausgestalteten Altarraum einfügt. Im Film sprechen einige Beteiligte der umfangreichen Renovierung über die wichtigsten Maßnahmen und gewähren interessante Einblicke in die aufwändigen Arbeiten.
Die ausführliche Dokumentation der Renovierung können Sie auf den Webseiten des Pfarrverbands Riedering nachlesen.
Tuntenhausen ist einer der ältesten Marienwallfahrtsorte in Bayern. Zur Madonna in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt pilgern die Menschen seit Jahrhunderten. Die Marienskulptur wurde Mitte des 16. Jahrhunderts von einem unbekannten Bildhauer geschnitzt. Sie ist einem Gnadenbild nachempfunden, das bei einem Brand im Jahr 1548 zerstört wurde. Auf vielen Votivtafeln und Kerzen ist der Satz „Maria hat geholfen“ zu lesen. Gläubige haben sie zum Dank gestiftet und in die Wallfahrtskirche gebracht. Im Film geben Kunsthistorikerin Dr. Monika Schwarzenberger-Wurster, Pfarrer Ryszard Basta und Kirchenpflegerin Marianne Reil Einblick in die Geschichte des Gnadenbildes und seine Wirkmächtigkeit.
Mit seiner organischen Anmutung verleiht das neue Altarretabel dem monumentalen Kreuz eine eigene Dynamik. In der Pfarrkirche St. Laurentius in Altmühldorf ist dank visionären Künstlern, innovativer Technologie und viel Engagement der Gemeindemitglieder ein faszinierendes Kunstwerk entstanden, das Impulse zu Andacht und Gebet gibt. Claudia Stadler, Pastoralreferentin in der Stadtkirche Mühldorf, und Dr. Alexander Heisig, Fachreferent für Zeitgenössische Kunst und Kirche im Erzbischöflichen Ordinariat München, erzählen, wie ein solches Kunstwerk entstehen konnte.
In der Jesuitenkirche St. Michael in München steht der um 1420 in Bremen gefertigte kostbare Kosmas-Damian-Schrein. Er hat die Form einer langgestreckten Kirche mit Satteldach in den Maßen 116 cm x 83 cm x 50 cm. Mit großem Detailreichtum wurde er aus Eichenholz geschnitzt, dazu kunstvoll mit vergoldeten Silberblechen beplankt und mit Bergkristallen und blau durchscheinenden Emailplättchen verziert. Der Schrein enthält Reliquien der beiden Heiligen Kosmas und Damian. Er kam 1649 durch Vermittlung von Kurfürst Maximilian I. nach München, wo er in einer feierlichen Prozession in die Michaelskirche überführt wurde. Dr. Anja Schmidt, Leiterin der Hauptabteilung Kunst im Erzbischöflichen Ordinariat, und Jesuitenpater Martin Stark, Kirchenrektor von St. Michael in München, geben im Film Erläuterungen zum Kosmas-Damian-Schrein.
Die oberbayerische Andachtsstätte wurde im Barock auf einem 750 Meter hohen Hügel angelegt. Sie ist Zug um Zug über die Jahrhunderte um weitere Kapellen ergänzt worden, so dass nahezu alle Passionsbilder Christi dort anzutreffen sind. Dr. Hans Rohrmann, Fachreferent für kirchliche Kunstpflege im Erzbischöflichen Ordinariat München, und Mesner Johannes Janßen, der das ehemalige Benefiziatenhaus auf dem Kalvarienberg mit seiner Frau bewohnt und mit ihr zusammen den Ort pflegt, geben im Film Erläuterungen zum ältesten Kalvarienberg im Erzbistum.
Leitung: Dr. Anja Schmidt
Kapellenstraße 4
80333 München