Nach dem Tod eines Menschen haben die Hinterbliebenen viele Fragen. Was ist jetzt tun, wer ist zu informieren? Welche Pfarrei ist zuständig? Wie läuft das mit der Beerdigung? Unser Katholischer Bestattungsdienst berät und begleitet Sie. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu Vorbereitung und Ablauf einer katholischen Bestattung in München.
In einer Zeit, in der Sie um einen geliebten Menschen trauern und eigentlich vor allem nach Halt, Kraft und Trost suchen, sind zugleich viele Entscheidungen zu treffen und Aufgaben zu erledigen. In dieser emotionalen Ausnahmesituation begleiten Sie unsere Seelsorger und Seelsorgerinnen mit Seelsorgeangeboten, Unterstützung bei der Organisation und wichtigen Informationen.
„Vielen ist beispielsweise nicht bekannt: Sie haben die Möglichkeit, ein Requiem für den Verstorbenen zu feiern – als letzten gemeinsamen Gottesdienst mit dieser Person“, erklärt Heidrun Oberleitner-Reitinger, pastorale Leiterin des Katholischen Bestattungsdienstes in München. „Das kann sehr tröstlich sein, ebenso wie der Besuch eines Seelsorgers vor der Bestattung oder unmittelbar nach dem Tod.“
Denn wenn ein Mensch gestorben ist, verspüren Angehörige oft diesen Wunsch: noch einmal würdevoll Abschied zu nehmen im Kreis der Familie, bevor er oder sie vom Bestattungsunternehmen abgeholt wird. Hierfür kann ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin der zuständigen Pfarrei kommen, um den Segen zu spenden. „Auch die Verabschiedung mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn des oder der Verstorbenen empfinden viele Angehörige als tröstlich“, weiß Oberleitner-Reitinger.
Während Angehörige versuchen, mit ihrer Trauer zurechtzukommen, haben sie zugleich eine Reihe von Fragen zu klären. Unter anderem geht es darum, ein Bestattungsunternehmen auszuwählen und die Bestattung zu organisieren, sofern die verstorbene Person nicht selbst etwas verfügt oder die Wahl bereits zu Lebzeiten getroffen hat.
Das Bestattungsunternehmen kann frei gewählt werden und hängt ab von den individuellen Wünschen für die Trauerfeier und der Art der Bestattung. „Es ist ratsam, sich für diese Entscheidung Zeit zu nehmen und eventuell Empfehlungen von Verwandten oder Bekannten einzuholen“, sagt Oberleitner-Reitinger.
In der Regel informiert das Bestattungsunternehmen die Pfarrei beziehungsweise in der Großstadt München den Katholischen Bestattungsdienst, der wiederum Kontakt zur zuständigen Pfarrei aufnimmt. Ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin meldet sich dann bei den Angehörigen.
Durch den letzten gemeldeten Wohnsitz lässt sich herausfinden, welcher Pfarrei oder welchem Pfarrverband die Adresse des Verstorbenen zugeordnet werden kann. Dabei ist es nicht wichtig, ob es sich um eine Wohnung oder eine Einrichtung wie zum Beispiel ein Seniorenheim handelt. Über die Pfarrei-Suche kann die zuständige Pfarrei ermittelt werden.
Wohnte der oder die Verstorbene nicht im Bereich der Seelsorgsregion München, wird aber auf einem der Städtischen Friedhöfe München bestattet, führt ein Seelsorger oder eine Seelsorgerin aus der Seelsorgsregion München die Trauerfeier und die Bestattung durch. Das Bestattungsunternehmen nimmt in diesem Fall Kontakt zum Katholischen Bestattungsdienst auf.
In der Regel wird nach einem Todesfall zuerst ein Bestattungsunternehmen informiert. Dieses übernimmt die Organisation der Bestattung. Die Termine für die Feierlichkeit werden von der jeweiligen Friedhofsverwaltung in Abstimmung mit dem Bestattungsunternehmen vergeben. In Absprache mit den Angehörigen werden wichtige Formalitäten geklärt, unter anderem der Erwerb eines Grabnutzungsrechtes, falls noch keines besteht. Den Friedhof und das Grab wählen die Angehörigen aus, sofern der Verstorbene nicht schon zu Lebzeiten eine Wahl getroffen hat.
Auf folgenden Seiten finden Sie Informationen zur Wahl des Friedhofs:
Anschließend informiert das Bestattungsunternehmen oder der Katholische Bestattungsdienst die Pfarrei über den Sterbefall, den Termin sowie den Ort der Bestattung. Für Bestattungen im katholischen Ritus, die eine Trauerfeier in einer Aussegnungshalle einschließen, sieht die städtische Friedhofsverwaltung auf den städtischen Friedhöfen in München einen zeitlichen Rahmen von 45 Minuten vor. In diesem Zeitraum finden die Trauerfeier in der Aussegnungshalle, der gemeinsame Gang zum Grab sowie die Beisetzung statt. Die Wege auf den Friedhöfen sind zum Teil recht lang, sodass dies in der Zeitberechnung bedacht werden sollte. Das gilt auch, wenn eine umfangreichere Trauerfeier oder mehreren Reden am Grab geplant sind. Es besteht die Möglichkeit, Mehrfachzeiten zu buchen. Dies sollten die Angehörigen bereits bei der Planung mit dem Bestattungsunternehmen bereits absprechen.
Zur Vorbereitung der Trauerfeier und der Bestattung organisiert der Seelsorgende – Priester, Diakon, Pastoral- oder Gemeindereferent oder -referentin – ein persönliches Gespräch mit den Angehörigen. Hier ist es immer hilfreich, wenn die Angehörigen aus dem Leben des Verstorbenen erzählen und vielleicht sogar schriftliche Notizen mitbringen. So lässt sich für die Traueransprache ein besseres Bild von der verstorbenen Person formen.
„Das Gespräch ist für die Hinterbliebenen auch die Möglichkeit, von sich, ihren Gefühlen und ihrer Situation zu erzählen. Zudem können sie Wünsche für den Ablauf und die Gestaltung der Trauerfeier und der Bestattung einbringen“, schildert Oberleitner-Reitinger.
Leitung: Heidrun Oberleitner-Reitinger
Sendlinger Straße 34
80333 München