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Wohnen für Studierende: Bezahlbar und in Gemeinschaft
Wer in Universitätsstädten wie München und Rosenheim studiert, findet dort meist wenig Wohnraum, und den auch noch für hohe Mieten. Die Erzd...
Mit dem dualen Studium Religionspädagogik an der Katholischen Stiftungshochschule in Benediktbeuern öffnet sich jungen Menschen ein einzigartiger Weg in pastorale Berufe. Die Erzdiözese das neue Modell mit entwickelt und schreibt als Kooperationspartner jedes Jahr vier duale Studienplätze aus. Was das Besondere an dem Studiengang ist und warum er auch für Quereinsteiger so attraktiv ist.
Im Wintersemester 2024/25 ist in Benediktbeuern ein Modellprojekt gestartet, das in Deutschland bisher einzigartig ist: Die Katholische Stiftungshochschule hat den ersten dualen Studiengang für Religionspädagogik eingeführt. Das neue Angebot reagiert auf eine Entwicklung, die Hochschulen seit Jahren beobachten: Der Anteil der dual Studierenden in Deutschland wächst kontinuierlich, wie eine aktuelle Studie des „Centrums für Hochschulentwicklung“ zeigt. Studiengangsleiter Ralf Gaus ist von diesem Erfolgsmodell überzeugt und hat das neue Angebot maßgeblich mitkonzipiert: „Es war an der Zeit, dass auch pastorale Berufe im dualen Studium möglich sind“, sagt er.
Der neue Studiengang setzt auf die enge Verknüpfung von akademischer Lehre und praktischer Arbeit im künftigen Berufsfeld. „Wirklich ab der ersten Minute dort zu sein, wo man später arbeiten möchte und konkret Vorlesungen und Lehrveranstaltungen anwenden zu können, um zu sehen, ob das wirklich funktioniert, das ist das Tolle“, erklärt Studiengangsleiter Gaus.
Auch das Erzbistum München und Freising ist überzeugt vom neuen Modell. „Dieses Studium enthält alle Inhalte des Präsenzstudiengangs und erfüllt den Standard, den wir brauchen“, sagt Julia Mokry, Leiterin der Abteilung Ausbildung und Berufseinführung im Erzbischöflichen Ordinariat. Als Kooperationspartner stellt die Erzdiözese Praxisplätze zur Verfügung und schreibt nun jedes Jahr vier Stellen für angehende Religionspädagogen und -pädagoginnen aus.
Jedes Jahr schreibt die Erzdiözese München und Freising vier Stellen für das Duale Studium Religionspädagogik an der Katholischen Stiftungshochschule aus. Die Stellenanzeigen finden Sie hier:
Im Herbst 2024 haben zwei, 2025 weitere fünf Studierende im Erzbistum München ihr duales Studium aufgenommen. Ihren ersten Einsatzort durften sie sich aussuchen. „Möchten sie in die Notfall- und Krankenseelsorge hineinschnuppern oder ist es eher die Jugendseelsorge, die interessant ist?“, erklärt Agnes Arnold. Als Leiterin der Ausbildung für Gemeindereferenten und Religionslehrer im Kirchendienst hat sie an dem Konzept für die Praxisausbildung der Studierenden mitgearbeitet. Im weiteren Verlauf des Studiums sind die Einsatzstellen festgelegt. Im zweiten Jahr arbeiten die Studierenden in einer Pfarrei mit, im letzten Jahr als Religionslehrkraft an einer Schule.
Lade Bild...Agnes Arnold, Leiterin des Fachbereichs Ausbildung Gemeindereferenten/‑innen und Religionslehrkräfte i. K„Gerade Studierende, die bereits Familie haben, profitieren von dem Modell, weil sie im Studium bereits Geld verdienen und damit auch versichert sind.“
Nicht nur die Verknüpfung von Theorie und Praxis macht den dualen Studiengang attraktiv. Der größte Teil der Lehrveranstaltungen findet online statt, nur zwei Wochen im Semester müssen die Studierenden am Standort der Hochschule in Benediktbeuern anwesend sein. Die Kombination von Online-Lehre, Praxisnähe und Vergütung machen den Studiengang besonders für Quereinsteiger interessant: „Gerade Studierende, die bereits Familie haben, profitieren von dem Modell, weil sie im Studium bereits Geld verdienen und damit auch versichert sind“, erklärt Ausbildungsleiterin Arnold. Über den bunten Mix von Bewerbern hat sie sich deshalb sehr gefreut: „Es waren sowohl junge Frauen dabei, die sich nach der Elternzeit umorientieren wollen, als auch Bewerber, die direkt von der Schule oder Uni kamen.“
Einer der Bewerber war Karl Bär. Der 19-jährige Abiturient startete 2024 gemeinsam mit einem weiteren Auszubildenden in das duale Studium zum Religionspädagogen, und zwar mit einem Einsatz in der Jugendseelsorge. Die Verbindung von Theorie und Praxis sieht auch er als großen Vorteil. „Manchmal gibt einem vielleicht der Praxiseinsatz Lerneffekte mit, die man im reinen Studium nicht so erfahren hätte“, freute er sich damals. „Mein Ziel ist es, meinen eigenen Glauben in der Zeit des Studiums zu intensivieren und mir Qualitäten anzueignen, um Menschen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg zu begleiten.“
Für Ausbildungsleiterin Agnes Arnold ist das neue dualen Studium schon jetzt ein Erfolg: „Ich glaube, es gibt wenig Berufe, in denen man so umfangreich arbeiten kann“, schwärmt sie. „Deswegen möchte ich dafür werben, dass wir Wege in diesen Beruf finden, die attraktiv sind und bleiben.“
Leitung: Julia Mokry
Kapellenstraße 4
80333 München