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Die Schätze aus Archiv und Bibliothek entdecken
Sie suchen nach Ihren Vorfahren oder forschen zur Orts- und Pfarreigeschichte? Das Digitale Archiv des Erzbistums und die Online-Kataloge de...
Für die Familienforschung stehen zahlreiche Anlaufstellen zur Verfügung, darunter staatliche und kirchliche Angebote wie auch private Quellen.
1. Genealogie als historische Hilfswissenschaft
2. Genealogische Institutionen und Organisationen
3. Im familiären Bereich
4. Kommunalarchiv/Standesamt
5. Staatliche Archive
6. Kirchliche Archive
Genealogie als historische Hilfswissenschaft befasst sich mit
Sie ist verwandt mit den historischen Zweigwissenschaften
Genealogische Forschung kann auf verschieden begrenzte Bereiche angewandt werden:
Biologische Grundlagen führen zu
Verschiedene Institutionen und Organisationen bieten Rat und Hilfe in Fragen der Familienforschung:
Bayerischer Landesverein für Familienkunde e.V.
Der 1922 gegründete gemeinnützige Verein hat seinen Sitz in München und Bezirksgruppen in den Regierungsbezirken Niederbayern (Passau), Oberbayern (München), Oberpfalz (Regensburg) und Schwaben (Augsburg). Er bietet sachkundige Anleitung und Beratung in Fragen der Familienforschung und Wappenkunde, die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten, Vorträge und Kurse (z.B. Lesen alter Schriften, Arbeit mit Quellen), Arbeitskreise und Exkursionen sowie den Zugang zu den vereinseigenen Archiv- und Bibliotheksbeständen (Fachbibliothek mit ca. 12.00 Bänden, z.Zt. in München, Metzstraße 14b). Publikation: Blätter des Bayerischen Vereins für Familienkunde (BBLF, „Gelbe Blätter“)
Gesellschaft für Familienforschung in Franken e.V.
Gegründet 1921, Sitz Nürnberg. Das Arbeitsgebiet umfasst die bayerischen Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken, aber auch benachbarte Gebiete in der Oberpfalz und in Baden-Württemberg, weiterhin Geschlechter-, Auswanderer-, Exulanten- und Hugenottenforschung. Publikationen: Blätter für fränkische Familienkunde; Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte
Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz e.V.
Gegründet 1991, Sitz Regensburg. Publikationen: Familienkundliche Beiträge; Chroniken aus alten Zeiten; Forscherhilfe; Familiengeschichtliche Hefte
Genealogie und Haus-Chroniken im Gebiet nordwestlich von München
Deutsche Zentralstelle für Genealogie Leipzig (DZfG)
Die DZfG wurde 1967 als Zentralstelle für Genealogie in der DDR zur Verwaltung genealogischer Sammlungen, u.a. des Reichssippenamts, gebildet und unterstand der Staatlichen Archivverwaltung. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde sie unter der Bezeichnung Deutsche Zentralstelle für Genealogie als Spezialarchiv für Personen- und Familiengeschichte vom Freistaat Sachsen übernommen. 1995 wurde sie in das Staatsarchiv Leipzig eingegliedert. Die Zentralstelle stellt genealogische Unterlagen aus dem deutschsprachigen Raum, u.a. Kirchenbuchunterlagen, Ahnenlisten, genealogische Nachlässe und Sammlungen, Personenkarteien, Ortsfamilienbücher sowie Publikationen für die Benutzung bereit.
Deutsche Auswanderer-Datenbank
Forschungsprojekt mit Sitz am Historischen Museum Bremerhaven über die europäische Auswanderung in die USA, v.a. über deutsche Häfen
Auswanderermuseum BallinStadt
Museum (in Kooperation von städtischen Hamburger Stellen und privaten Betreibern) mit Forschungsmöglichkeit (in Kooperation mit Ancestry) zur deutschen Auswanderung in die USA 1850-1938
Verein für Computergenealogie e.V.
Der 1989 gegründete Verein ist heute die größte genealogische Vereinigung in Deutschland. Er bietet ein umfangreiches Informationsangebot im Internet und fördert genealogische Projekte mit EDV-Einsatz. Publikation: Zeitschrift für Computergenealogie
Die weltweit größte genealogische Organisation und Datensammlung mit Zentrum in Salt Lake City entstand aufgrund der hohen religiösen Bedeutung, die der Familie und der Verbindung zu den Vorfahren in der Religionsgemeinschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) zukommt. Sie bietet umfangreiche Internet-Recherchemöglichkeiten.
Privatwirtschaftliche Firma (Zentrale in Salt Lake City, Europa-Zentrale in Luxemburg) mit umfangreichen Internet-Angeboten (kostenpflichtig bzw. nur für Mitglieder), z.B. Hamburger Passagierlisten (1850-1914, 1920-1934), Kriegsranglisten und Kriegsstammrollen des Königreichs Bayern (1914-1918)
Kostenpflichtige Genealogie-Plattform mit Sitz in Israel, auf der Nutzende Ahnentafeln erstellen und auch Fotos hochladen sowie 12,5 Milliarden historische Aufzeichnungen und rund vier Milliarden Profile anderer Nutzenden (Stand 2020) durchsuchen können.
Ein in Großbritannien ansässiger, kostenpflichtiger Online-Genealogie-Dienst mit mehr als vier Milliarden durchsuchbaren Datensätzen zu Volkszählungen, Adressverzeichnissen und anderen historischen Aufzeichnungen.
Es empfiehlt sich, zunächst die Quellen im familiären Bereich auszuwerten. In Frage kommen hierbei:
Seit dem 1. Januar 1876 werden in Bayern alle Geburten, Heiraten und Sterbefälle von den Standesämtern der Kommunen erfasst. Die historischen Standesamtsregister befinden sich in den Kommunalarchiven. Es empfiehlt sich, nach den Unterlagen aus dem familiären Bereich zunächst die kommunalen Unterlagen (insbesondere die Standesamtsregister) zu nutzen. Daneben können weitere Unterlagengattungen Informationen zur Familiengeschichte bieten:
Das zuständige Kommunalarchiv kann über das Angebot Archive in Bayern ermittelt werden. Für München wenden Sie sich an das Stadtarchiv München.
Auch Unterlagen staatlicher Archive können Informationen zur Familiengeschichte bieten. Dabei können insbesondere Urkunden, Unterlagen zu Grundleihe und Belehnung sowie Briefprotokolle zeitlich weiter als die Pfarrmatrikeln zurückführen.
Wichtige Quellengattungen sind:
Zu den Staatlichen Archive Bayerns (Übersicht)
Die Pfarrmatrikeln bilden die zentrale Überlieferung für die Familiengeschichte von Katholiken vor 1876.