Christoph Klingan ist seit dem 1. Januar 2020 Generalvikar der Erzdiözese München und Freising. Erzbischof Kardinal Reinhard Marx berief ihn als seinen Stellvertreter in der Leitung der Erzdiözese.
Generalvikar Christoph Klingan trägt im Rahmen der sich aus dem gesamtkirchlichen Recht und den aus dem ihm vom Erzbischof erteilten Spezialmandaten ergebenden Befugnisse gemeinsam mit diesem in erster Linie Sorge für die theologisch-pastorale Ausrichtung des kirchlichen Handelns im Bereich der gesamten Erzdiözese sowie für die Bündelung der verschiedenen Akteure mit dem Ziel der Stärkung kirchlichen Handelns. Gemeinsam mit der Amtschefin des Erzbischöflichen Ordinariats leitet der Generalvikar die Verwaltung der Erzdiözese nach Maßgabe des vom Erzbischof erlassenen Diözesangesetzes zur Neuordnung der Leitungsstrukturen des Erzbischöflichen Ordinariats München. Der Erzbischof hat Generalvikar Klingan zudem das nach gesamtkirchlichen Recht vorgesehene Amt des Moderators der erzbischöflichen Kurie (d. h. der Verwaltungsorgane, die den Erzbischof in der Leitung der Erzdiözese unterstützen) übertragen.
Darüber hinaus ist der Generalvikar der direkte Vorgesetzte der 18 Dekane der Erzdiözese, die die Dekanate als mittlere Ebene der Pastoral vor Ort leiten.
Außerdem trägt Generalvikar Klingan derzeit zusätzlich die Verantwortung für die Seelsorgsregion München. Mit dem Regionalteam werden die hier anfallenden Aufgaben erfüllt.
Christoph Klingan wurde 1977 in München geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1996 studierte er ab 1997 an der Bayerischen Beamtenfachhochschule in Hof, die er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloss, und war bis 2001 Beamter der Landeshauptstadt München.
2001 begann er die Priesterausbildung im Priesterseminar St. Johannes der Täufer des Erzbistums München und Freising und studierte zunächst Katholische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Ab 2003 setzte er seine Priesterausbildung als Priesteramtskandidat im Priesterseminar Germanicum in Rom fort und studierte an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Dort erwarb er das Lizentiat in Theologie. Im Jahr 2007 wurde er in München zum Diakon geweiht, 2008 in Rom zum Priester.
Von 2009 bis 2011 war Christoph Klingan Kaplan im Pfarrverband Prien und in der Pfarrei Rimsting am Chiemsee. Anschließend berief ihn Kardinal Reinhard Marx zum Erzbischöflichen Kaplan und Sekretär. Von 2011 bis 2016 war Klingan in dieser Funktion Büroleiter und zudem für die liturgischen Feiern Zeremoniar des Erzbischofs.
Im Jahr 2016 übernahm er als Pfarrer die Leitung der Pfarrei St. Michael in Poing. 2019 ernannte ihn Kardinal Marx zum Stellvertretenden Generalvikar. Seit dem 1. Januar 2020 ist Christoph Klingan Generalvikar der Erzdiözese München und Freising.