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An Gott glauben – und die Welt fängt an zu leuchten
Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, ob wir glauben oder nicht? Thomas Hürten von der Glaubensorientierung erzählt, welche Wege zu Gott fü...
Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.
Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.
MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.
Auferstehungserfahrungen geschehen in der persönlichen Begegnung. Wann immer mir ein Mensch in meiner Angst und Not nahe ist, mich in meinem Elend aushält und mich in seiner Gegenwart aufleben lässt, kann ich in dieser liebevollen Zuwendung den Auferstandenen Jesus Christus erkennen. Könnte es nicht auch so gewesen sein, dass der Gärtner tatsächlich der Gärtner gewesen ist, in dessen Zuwendung Maria von Magdala die Liebe des Auferstandenen erkennen konnte? (Joh 20, 1-18)
Viel kann im gemeinsamen Gehen geschehen. In der Bewegung ist es manchmal leichter, miteinander ins Gespräch zu kommen oder Persönliches miteinander zu teilen. „Walk and talk“ nennt man das heute. Die Bibel hat das schon viel früher erkannt. Wenn man miteinander geht, ist es neben dem Hören auch wichtig, sich an das Tempo des jeweils anderen anzupassen. Auch eine kurze Unterbrechung kann heilsam sein. Sie kann die Bedeutung dessen unterstreichen, was ich gerade erzählen möchte. (Lk 24, 13-35)
Wieder ist es ein Weg, bei dem diesmal die Frauen dem Auferstandenen begegnen. Ähnlich wie Maria Magdalena fallen sie vor ihm auf die Erde und umfassen seine Füße. Doch Jesus schickt auch sie zurück zu den anderen. Ostererfahrungen kann man zwar im Herzen bewahren, nicht aber mit den Händen festhalten. Und Auferstehungserfahrungen finden normalerweise in unserem Alltag statt. Jesus macht dies deutlich, indem er seinen Jüngern ausrichten lässt, sie sollen nach Galiläa gehen. Dort werden sie ihn sehen an dem Ort, an dem er lebte und wirkte. (Mt 28, 8-15)
Die Osterbotschaft bringt Beziehung hervor. Jesus spricht Maria an und wird persönlich. Und er nimmt uns Menschen in seine persönliche Beziehung zu Gott mit hinein, verbindet uns mit seinem Vater. Angesichts dieser Botschaft des Lebens kann ich mich nur persönlich dem Osterlicht zuwenden oder muss mich beziehungslos abwenden. Um Teil dieser neuen Schöpfung sein zu können, muss ich in ihm meinen „Meister“ erkennen und mich senden lassen in mein Leben. (Joh 20, 11–18)
Es dauert seine Zeit, bis die Jünger wirklich zum Glauben an die Auferstehung Jesu gelangen. Das kann uns Mut machen, wenn wir als Gläubige 2000 Jahre später auch unsere Zweifel haben und mit der Auferstehung Jesu ringen. Glaube ist ein lebenslanger Weg. Wir sind damit nie fertig. (Lk 24, 35-48)
Immer wenn wir auf Menschen treffen, besteht die Chance, Jesus zu begegnen. Ihn in diesen persönlichen Ostererfahrungen zu erkennen, sich von ihm stärken zu lassen, ist eine lebenslange Aufgabe. Öffnen wir uns für seine Gegenwart in unserem Leben, können wir schon jetzt Anteil an seiner Auferstehung erfahren. Auferstehung findet nicht nur im Tod statt, sondern schon mitten im Leben. (Joh 21, 1-14)
Das heutige Evangelium sagt mir, dass ich ganz persönlich gefragt bin, an die Auferstehung Jesu zu glauben. Dazu brauche ich weitere Zeugen. Die finde ich in der Gemeinschaft der Gläubigen, die mich in ihrem Glauben an die Auferstehung mitträgt. (Mk 16, 9-15)
Der Impuls für dieser Woche kommt von Pfarrer Andreas Vogelmeier, Leiter der Stadtkirche Geretsried.