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An Gott glauben – und die Welt fängt an zu leuchten
Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, ob wir glauben oder nicht? Thomas Hürten von der Glaubensorientierung erzählt, welche Wege zu Gott fü...
Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.
Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.
MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.
Ich kenne scheinbar ausweglose Situationen, wo es mir den Boden unter den Füßen wegzieht. Jeder Hoffnungsschimmer erstickt im Keim. Wenn ich Jesus dann nicht gleich erkenne, so kann ich doch darauf vertrauen, dass er Licht ins Dunkel bringt. Wenn ich Geduld habe, höre ich ihn – in der Stimme des guten Ratgebers, des Freundes, auch während einer manchmal längeren Klärungsphase. Er bringt die Lösung – es bleibt eine Aufgabe, in diesem Vertrauen zu wachsen. (Mt 14, 22-33)
Auf das Leben zu achten ist gut und richtig. Doch die Sorge darum darf nicht den Platz Gottes einnehmen. Dann kann ich zum Weizenkorn werden, das Frucht bringt, selbst im Tod. Denn Christus ist gestorben und auferstanden. So darf auch ich, der ihm nachfolgt durch Kreuz und Tod, bei ihm sein, in seiner Auferstehung. Ich hoffe, dass mein Leben auf diese Weise reiche Frucht bringt. Denn ich gehöre nicht gern zu denen, die verlieren. (Hl. Laurentius - Joh 12, 24-26)
Keiner soll mehr der Erste sein. Das bedeutet für mich: Ich gehöre auf die Seite derer, die drohen verloren zu gehen. Auf die Seite der Alten, die Armut leiden. Auf die Seite der Flüchtlinge, die keine Perspektive haben. Auf die Seite derer, die sich gesellschaftlich abgehängt fühlen. Und vielleicht deswegen eine ganz andere Position vertreten als ich. Aber auch auf die Seite der Jungen, wenn sie keinen Optimismus für ihr Leben haben. Wo sind die alle? Wahrscheinlich ganz in meiner Nähe. (Mt 18, 1-5.10.12-14)
Jesus gibt nie auf, Menschen in seine Gemeinschaft zurückzuholen. Er will sie bei sich haben, weil er sie liebt. Er läuft allen unaufhörlich hinterher, sucht die Nähe der Menschen und glaubt an das Gute in ihnen. Wenn wir einen Menschen schon längst abgeschrieben haben – bei Gott bleibt sein Name tief eingeschrieben in seine Hand, die Halt gibt und zärtliche Umarmung schenkt. (Mt 18, 15-20)
Einem anderen zu vergeben, kostet viel Überwindung, zahlt sich aber am Ende aus, weil Vergebung zum Frieden führt – im eigenen Herzen und in der unmittelbaren Umgebung. Gott setzt sogar noch einen obendrauf und nennt die, die Frieden stiften, selig, also glücklich und zufrieden. Am besten noch heute damit anfangen, siebenundsiebzig Mal oder – wie es in der neuen Einheitsübersetzung der Bibel heißt: siebzigmal siebenmal zu vergeben. Dabei handelt es sich doch um ein recht hohes Kontingent… (Mt 18, 21 – 19,1)
Dem Mitmenschen gegenüber wertschätzend zu bleiben, ist eine echte Aufgabe. Für Eheleute genauso wie für die, die im Zölibat leben. Und es bleibt eine Aufgabe für die, die noch auf der Suche sind nach ihrer Beziehungsform. Allen Lebensweisen aber liegt zugrunde, dass Gott die Verbindung zwischen den Menschen bleiben möchte und wir in allen Beziehungen sein Wesen abbilden. (Mt 19, 3-12)
Die Nachricht einer unglaublichen Schwangerschaft wendet Marias Leben. Sie sucht Unterstützung bei Elisabeth, die ein ähnliches Schicksal ereilt hat. In Situationen, in denen sich existenzielle Fragen stellen, brauche ich einen Menschen, der mir beisteht. Wer ist das für mich, der immer für mich da sein wird, egal, was auch geschieht? In einer derartigen Person wird deutlich, wie Gott ist und handelt – in gesteigertem Maß. Wenn mich das nicht zum Loben und Danken animiert! (Mariä Aufnahme in den Himmel – Lk 1, 39-56)
Der Impuls für diese Woche kommt von Christoph Wittmann, Präses Kolpingwerk Diözesanverband München und Freising.