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An Gott glauben – und die Welt fängt an zu leuchten
Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, ob wir glauben oder nicht? Thomas Hürten von der Glaubensorientierung erzählt, welche Wege zu Gott fü...
Jede Woche neu laden die Impulse zu den Tagesevangelien dazu ein, das Wort Gottes im Alltag lebendig werden zu lassen. Kurze, inspirierende Gedanken öffnen neue Perspektiven auf die biblischen Texte und schenken Orientierung, Ermutigung und Tiefe.
Die Evangelien des Tages finden Sie im Liturgiekalender, beim Deutschen Liturgischen Institut oder unter Erzabtei Beuron, Schott-Tagesliturgie.
Einen ausführlichen Impuls zum jeweiligen Tagesevangelium hören Sie im Münchner Kirchenradio (MKR) montags bis freitags gegen 7:45 Uhr bzw. 21:45 Uhr sowie samstags und sonntags gegen 9:45 Uhr bzw. 23:45 in der Sendung „Innehalten“.
MKR – als Webradio unter muenchner-kirchenradio.de und auf DAB+ im Erzbistum München und Freising.
Jesus wird, obwohl er verärgert ist, seinen Fragestellern gerecht. Er beschimpft die Pharisäer sogar als Heuchler. Mich entlastet es, zu lesen, dass auch Jesus immer wieder Wutausbrüche hatte. Mit diesem Vorbild im Kopf darf ich mir das auch selbst in meinem Leben erlauben. (Mt 22, 15–21)
Wie oft ist es bei uns ähnlich wie im heutigen Gleichnis. Uns fehlt der Platz in der Wohnung. Immer kommt etwas Neues hinzu, gekauft oder geschenkt. Manchmal ist diese Fülle einfach nur eine große Last. Dann merkt man, was Jesus uns heute fast moralisch sagen will: Was das Leben wertvoll macht, sind die Schätze, die wir uns innerlich aneignen wie schöne Erlebnisse, eine gute Zeit mit lieben Menschen oder ein wertschätzender Umgang mit uns selbst. So ist vielleicht heute die Zeit, wieder ein altes ungebrauchtes Stück wegzuwerfen und den Freiraum zu genießen, innerliche Schätze zu sammeln. (Lk 12, 13-21)
Wachsam sein für das, was Gott für uns bereithält. Dazu gehört auch unser Blick auf andere: Wo verändert sich eine Stimmung, wo hat sich jemand besonders bemüht. Ich denke, in diesen kleinen Übungen lässt sich die Wachsamkeit auch in unserem Alltag ausprobieren. Und wenn wir Profis in der Wachsamkeit werden, beginnen wir auch die Gegenwart Gottes in unserem Leben zu erahnen. (Lk 12, 35–38)
Eine alte Freundin hat mir immer geraten: Fang nicht zu viel an, am Ende bleibt dir das noch. Ihr Tonfall klang damals eher abschätzig. Positiv gedeutet motiviert dieses Evangelium einen dazu, sich viel zuzutrauen. Der Preis dafür ist natürlich, dass man diese Fähigkeiten dann auch einsetzen muss. Eigentlich würde ich lieber sagen: einsetzen darf - für diese Welt. (Lk 12, 39–48)
Die Sehnsucht nach einem gelungenen Miteinander ist groß in diesen Tagen. Vielleicht kann das Horrorszenario aus dem heutigen Evangelium uns motivieren, wieder aufeinander zuzugehen: eine Postkarte zu verschicken, jemanden zum Kaffee einzuladen oder Fotos auf Social Media zu liken. Es braucht immer wieder neue Motivation, sich tatsächlich aufzumachen und mit anderen in Kontakt zu treten. Je öfter wir das tun, umso leichter bleibt es auch im Alter, kompatibel mit anderen zu sein. (Lk 12, 49–53)
Ich bin eine, die wägt ihre Entscheidungen gerne ab. Ich kann das, was Jesus heute beschreibt, also gut nachvollziehen. So einfach entscheidet es sich nicht. Bei mir sind die besten Entscheidungen oft auch im Bauch ganz klar. Ich merke dann schon, dass es in mir zu grummeln beginnt, und das sind dann auch die Kompromisse, die an einer Entscheidung haften bleiben. Ein eindeutiges Ja oder Nein zu etwas gibt es in unserem Leben eher selten. Auch wenn ein Kompromiss dabei ist, kann eine Entscheidung am Ende aber trotzdem klar sein. (Lk 12, 54–59)
Wie steht es um meinen Glauben, wenn ich bedenke, was Jesus sagt: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. Ich bin immer wieder schnell dabei, über andere zu urteilen. Es geht aber immer zuerst um mich, um meine Bekehrung, um meine Hinwendung zu Jesus und damit zu den Menschen, die nun allemal die gleiche Würde und die gleichen Rechte haben. (Lk 13, 1–9)
Der Impuls für diese Woche kommt von Pastoralreferentin Barbara Bertl, Fachreferentin in der Frauenseelsorge des Erzbistums München und Freising.