Das Bennofest bietet alljährlich im Juni die Gelegenheit, die breite Palette kirchlicher Angebote und Initiativen kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam die Stadt München und den Heiligen Benno zu feiern – und das mitten in der Stadt.
Am 13. und 14. Juni 2026 wird rund um den Münchner Liebfrauendom wieder gefeiert. Das alljährliche Bennofest zu Ehren des Münchner Stadtpatrons, des Heiligen Benno, findet im Rahmen des Stadtgründungsfests mit Gottesdiensten, einem vielfältigen Bühnenprogramm und zahlreichen Ständen statt. Der Katholikenrat der Stadt München und die Seelsorgsregion München laden Besucherinnen und Besucher ein, die breite Palette kirchlicher Angebote und Initiativen kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam die Stadt München und den Heiligen Benno zu feiern.
Als Höhepunkt des Bennofestes steht Erzbischof Reinhard Kardinal Marx am Sonntag, 14. Juni, um 10 Uhr einem Festgottesdienst im Dom vor. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Vokalensemble des Domchors und den Dombläsern unter Leitung von Domkapellmeisterin Lucia Hilz mit der Missa Carminum von Gerald Fischer.
Bei der Pontifikalvesper mit Reliquienprozession um 17 Uhr im Münchner Dom bringen die Domsingknaben, die Mädchenkantorei, die Junge Domkantorei und die Dombläser unter Leitung von Domkantor Benedikt Celler in einer Uraufführung die feierliche Bennovesper von Gerald Fischer zu Gehör.
Die Bandbreite des kirchlichen Engagements von Vereinen, Verbänden und Organisationen, katholischen Pfarreien und muttersprachlichen Gemeinden zeigt sich an rund 45 Informationsständen und Mitmachstationen sowie dem interkulturellen Bühnenprogramm mit vielfältigen Darbietungen. Vertreten sind außerdem Ordensgemeinschaften, das Evangelisch-Lutherische Dekanat München und das Erzbischöfliche Ordinariat München. Als musikalische Hauptattraktion am Samstag, 13. Juni, treten ab 19 Uhr die Wuidara Pistols auf, bekannt unter anderem von ihren Auftritten auf dem Münchner Oktoberfest.
Der Gedenktag des Heiligen Benno ist der 16. Juni, sein Todestag. Als Bischof von Meißen förderte der Heilige im elften Jahrhundert die Mission und bemühte sich um Vermittlung in den Konflikten seiner Zeit. Im Zuge des Investiturstreites vertrieb Kaiser Heinrich IV. Benno von seinem Bischofsstuhl und setzte einen Gegenbischof ein. Um diese Begebenheit rankt sich eine Legende: Demnach warf Benno beim Verlassen der Stadt die Domschlüssel in die Elbe. Als er Jahre später nach Meißen zurückkehrte und man ihm zur Begrüßung einen Fisch servierte, fand er die Schlüssel im Bauch des Tieres wieder. Deshalb wird der Heilige meist als Bischof mit Fisch und Schlüssel dargestellt.
Schon bald nach seinem Tod am 16. Juni 1106 wurde Benno eine große Verehrung entgegengebracht, 1523 wurde er durch Papst Hadrian VI. heiliggesprochen. In den Wirren der Reformationszeit übergab 1576 der letzte katholische Bischof des alten Bistums Meißen die Reliquien des Heiligen an Herzog Albrecht V. von Bayern. Seit 1580 befinden sie sich im Münchner Liebfrauendom. So wurde aus dem sächsischen Bischof ein „bayerischer“ Heiliger. Besonders die Stadt München verehrt ihn bis heute als ihren Patron. Auch das 1921 wieder errichtete katholische Bistum Dresden-Meißen hat sich unter Bennos Schutz gestellt.