Mit unserem Erzbischof den Rosenkranz beten oder seinem ganz persönlichen Glaubensausdruck in seinen Bitten an die Mutter Maria oder den Heiligen Korbinian nachspüren: Im Gebet öffnet sich der Weg zu Gott.
Vom Gebet bei seinem Amtsantritt über Bitten an die Gottesmutter oder den Heiligen Korbinian gerichtet bis zur Einladung, sich per Video einem Rosenkranzgebet unseres Erzbischofs anzuschließen: Wir haben für Sie Gebete von Kardinal Reinhard Marx dokumentiert.
Heilige Maria, dein wunderbarer Name begleitet die Kirche von ihren ersten Tagen an. Die Kirche beginnt ja im Tiefsten mit deinem Ja-Wort in Nazareth, mit deiner Zustimmung zum Heilsplan Gottes, mit der Menschwerdung des Wortes Gottes in deinem Schoß.
Jungfrau Maria, du bist das von Gott geschaffene Paradies, in dem der neue Adam Jesus Christus zur Welt kommen konnte. Deshalb bekennt dich die Kirche als frei von der Ur-Schuld der Menschheit.
Im Blick auf dich, heilige Jungfrau und Mutter, erkennen wir als Kirche unsere
eigene Berufung: die neue Welt Gottes darzustellen und Jesus Christus, ihn selbst und sein Wort, sein Leben, sein Sterben, seine Auferstehung der Welt zu zeigen, die Welt auf ihn hinzuweisen, das ewige Wort des Vaters, das Brot des Lebens, das Bild des unsichtbaren Gottes.
Dein Sohn hat dich uns zur Mutter gegeben und deshalb dürfen wir uns deine Kinder nennen. Deinem mütterlichen Schutz vertrauen wir uns neu an in einer Zeit vielfältiger Veränderungen und Unsicherheiten. Bitte für uns, dass wir einen guten Weg gehen in Treue zum Evangelium und im gemeinsamen Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.
Wir vertrauen uns dir an, weil du unsere Mutter und Fürsprecherin bist. Mit dir und unter deinem Schutz kann unser Weg nicht in die Irre gehen. Du führst uns zu Jesus Christus, deinem Sohn, unserem Herrn und Bruder, der uns den Zugang erschließt in die unendliche Liebe des Vaters.
Deshalb können wir dir, Mutter Christi, unser Leben und alle an unserer Seite weihen und anvertrauen: Du nimmst uns alle in deine Arme und unter deinen mütterlichen Schutz. Wir versprechen dir unsere Treue und unsere Liebe, weil du der Meeresstern bist für das Schiff der Kirche auf hoher und manchmal stürmischer See.
Heilige Maria, Mutter Gottes, Mutter des Erlösers und unsere Mutter, Patronin und Schutzfrau Bayerns, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Beten Sie mit Kardinal Reinhard Marx den Glorreichen Rosenkranz. In unserem Film sehen Sie während des Gebets malerische Wallfahrtskirchen und Kunstwerke.
Heilige Maria,
dein wunderbarer Name
begleitet die Kirche von ihren
ersten Tagen an. Die Kirche
beginnt ja im Tiefsten mit
deinem Ja-Wort in Nazareth,
mit deiner Zustimmung zum
Heilsplan Gottes, mit der
Menschwerdung des Wortes
Gottes in deinem Schoß...
Deinem mütterlichen Schutz
vertrauen wir uns als Erzbistum München und Freising
neu an in einer Zeit vielfältiger
Veränderungen und Unsicherheiten.
Bitte für unser Erzbistum,
dass es einen guten Weg geht in
Treue zum Evangelium und im
gemeinsamen Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.
Wir: Gläubige, Diakone, Priester
und Bischof des Erzbistums
München und Freising weihen
uns dir von neuem, weil du unsere
Mutter und Fürsprecherin bist.
Mit dir und unter deinem Schutz
kann unser Weg nicht in die Irre
gehen. Du führst uns zu Jesus
Christus, deinem Sohn,
unserem Herrn und Bruder,
der uns den Zugang erschließt in
die unendliche Liebe des Vaters. Deshalb können wir dir,
Mutter Christi, unser Erzbistum,
diese Stadt München und
das Land der Bayern, weihen und
anvertrauen: Du nimmst uns
alle in deine Arme und unter
deinen mütterlichen Schutz.
Wir versprechen dir unsere
Treue und unsere Liebe, weil du
der Meeresstern bist für das Schiff
der Kirche auf hoher und
manchmal stürmischer See.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
Mutter des Erlösers und unsere
Mutter, Patronin und Schutzfrau
Bayerns, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres
Todes. Amen
Heiliger Bischof Korbinian, ich bitte dich um Fürsprache für meinen zukünftigen Dienst in diesem Erzbistum als dein 73. Nachfolger.
Du warst ein Wanderer zwischen den Kulturen: von Frankreich kommend, hier Heimat gefunden, immer wieder in Rom.
Hilf mir meinen Dienst in Bayern zu tun, in diesem Erzbistum. Als einer, der von Westfalen kommt, aus einer anderen Gegend, eine andere Heimat hatte. Hilf mir, durch deine Fürbitte hier Heimat zu finden.
Immer wieder warst du unterwegs auf der Suche nach Stille und Einsamkeit. Ein Bischof braucht die Quellen der geistlichen Kraft. Bitte für mich, dass ich diese Quellen immer wieder finde und immer neu ein geistlicher Mensch werde und bleibe. Ein Zeuge für das Evangelium, wie du es gewesen bist.
Du wolltest immer wieder in Gemeinschaft leben hier auf dem Freisinger Domberg, inmitten deiner Brüder. Gib mir und hilf mir mit Menschen die an meiner Seite stehen.
Bitte beim Herrn, dass ich Menschen finde, Brüder und Schwestern, die meinen Weg in dieses Erzbistum begleiten und mich unterstützen in meinem Dienst.
Heiliger Korbinian, du warst immer wieder verwurzelt in deiner Ortskirche, hast den Blick gewandt nach Rom zum Nachfolger Petri. Bitte für mich, dass ich immer in Gemeinschaft mit dem Nachfolger des Apostels Petrus bleibe, meinem Vorgänger und auch seinen Nachfolgern dann treu bleibe.
Heiliger Korbinian, bitte für mich, bitte für dieses Bistum mit so einer großen Tradition, dass wir im Glauben treu bleiben, miteinander verbunden, uns nicht trennen lassen. Wir danken dir, dass du mit uns gehst, du bist für uns nicht „verstorben“, kein „Vergangener“, sondern einer der mitgeht, als Heiliger unseres Erzbistums als erster Bischof, in dessen Nachfolge ich jetzt eintrete.
Herr Jesus Christus, sei mir gnädig und schenke mir Deine Güte, dein Erbarmen in diesem neuen Dienst, den ich in deinem Auftrag annehme.
am 12.10.2023 als Zeichen des Gedenkens und der Solidarität nach dem Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023.
Du, Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs,
höre, schau hin, sieh was geschieht in dem Land
des Volkes Gottes.
Du bist der Gott des Exodus, der Befreiung,
der Gott der Zehn Gebote, der Gott des Bundes,
der Gott und Vater aller Menschen.
Nimm die Getöteten in deine Arme auf
und wehre allem, was böse ist und Gewalt ausübt –
all den Aggressoren.
Gib uns gemeinsam die Hoffnung,
dass diese schrecklichen Tage ein Ende finden.
Und lass uns nicht allein.
Amen.
Heiliger Geist, schöpferischer, geheimnisvoller Geist Gottes,
erwecke in unserem Erzbistum München und Freising immer neu den Glauben an Jesus Christus, den Auferstandenen, den Lebendigen, der uns alle einlädt, den Weg seines Evangeliums zu gehen;
ermutige und stärke die jungen Männer, die sich aufmachen wollen, ihr Leben ganz in den Dienst Christi und seiner Kirche zu stellen;
vertreibe ihre Furcht und ihr Zögern, weil ihnen gesagt wird, sie könnten nur verlieren, sie würden das wahre Leben verfehlen und verpassen;
stärke und bewege sie, Heiliger Geist, zum befreienden Ja-Wort der Liebe, zum Vertrauen darauf, dass der Weg mit dem lebendigen Christus in seiner Kirche ein Weg in die wahre Fülle des Lebens ist;
vertreibe, Geist der Liebe und der Wahrheit, in unserem Erzbistum, in den Pfarreien, Gemeinschaften und Familien den bösen Geist der Resignation und der Müdigkeit, die Atmosphäre der Mutlosigkeit und des Misstrauens;
schenke Begeisterung und Freude darüber, den Namen Jesu Christi tragen zu dürfen, IHM zu begegnen in den Sakramenten, IHN zu bezeugen im Leben, damit seine Stimme hörbar, sein Leben sichtbar bleibt durch die Kirche;
Du schöpferischer Geist Gottes, der vom Tod ins Leben führen kann, der die Welt aus dem Nichts ins Dasein gerufen hat, Du kannst aus furchtsamen, zögernden und zweifelnden jungen Christen überzeugende Jünger Jesu machen, wenn sie sich von Dir lieben und führen lassen.
Komm, Heiliger Geist, Du Sturm der Liebe Gottes, wehe in der Kirche von München und Freising und wecke in ihr Berufungen für den priesterlichen Dienst;
stärke und ermutige auch junge Frauen und Männer zum Weg der evangelischen Räte;
öffne die Augen und Herzen aller in dieser Erzdiözese für den großen Schatz des Evangeliums: Jesus Christus! Amen.
Herr Jesus Christus, Du hast mich zum priesterlichen Dienst berufen. Nicht ich habe Dich erwählt, Du hast mich erwählt, und dieser Wahl habe ich zugestimmt. Ich danke Dir für Deine Liebe und die Gnade, Dir und den Menschen dienen zu dürfen. In allen Belastungen und auch Dunkelheiten meines Lebens bin ich gewiss: Du bist treu! Dein Ja-Wort wird niemals zurückgenommen, denn Du bist das „Ja zu allem, was Gott verheißen hat“ (2 Kor 1,20).
Manchmal bedrängen mich Sorgen und Ängste: wie wird es in unseren Gemeinden, in unserem Erzbistum, in der Kirche weitergehen? Wo sind die Zeichen des geistlichen Aufbruchs, der Offenheit für Deine Gegenwart mitten unter uns, besonders in der Feier der heiligen Eucharistie? Hilf mir, meine Kleingläubigkeit, Ängstlichkeit und Menschenfurcht zu überwinden, damit ich mit meinem Leben und Arbeiten wirklich Zeuge und Werkzeug deines Evangeliums werden kann.
Hilf mir, die Zeichen der Zeit im Licht Deines Evangeliums zu deuten und die vielen Früchte des Glaubens, der Liebe, des Gebetes nicht zu übersehen. Schenke mir immer wieder neu die Freude des Anfangs, der „ersten Liebe“ (Offb 2,4).
Ich danke Dir, Herr Jesus Christus, für das Geschenk des Priestertums und für diese konkrete Aufgabe, in die ich hineingestellt bin. Ich nehme sie an mit der Bereitschaft, mit meinen manchmal bescheidenen und schwachen Kräften meinen Dienst zu tun und bitte Dich: vollende Du in der Kraft des Heiligen Geistes, was in meinem Leben und Wirken Stückwerk und Fragment bleibt. Hilf mir, dass ich in allem Dir und damit den Menschen dienen kann. So werde ich auch den Weg finden zu einem erfüllten Leben, so wie Du es verheißen hast.
Dankbar bin ich für alle Menschen, die Du mir in meinem Dienst zur Seite gestellt hast. Ich weiß: ich bin nicht allein, viele Menschen gehen mit mir den Weg des Glaubens, ja die Kirche umfängt und trägt mich. Sie ist das Volk Gottes, Dein geheimnisvoller Leib, in dem wir alle miteinander verbunden sind. In dieser Kirche als Priester zu leben und zu wirken ist meine Berufung, die ich immer neu annehmen will.
Jesus, schenke mir die Gnade der Treue und der Freude in meinem Dienst. Amen.
Herr Jesus Christus,
Sohn des allmächtigen Gottes, geboren
von der Jungfrau Maria und deshalb der
Bruder aller Menschen. Du lädst uns ein,
Dir zu glauben, auf Dich zu vertrauen,
mit Dir zu gehen und bei Dir zu bleiben
und so den Weg zu finden in die unendliche
und unzerstörbare Liebe Gottes,
Deines Vaters.
Wir danken Dir, dass Du am Kreuz
Deine Arme für alle ausgebreitet hast
und uns alle an Dich ziehst. Bei Dir und
mit Dir lernen wir glauben, hoffen und
lieben! Du zeigst uns, wie die „Tür des
Glaubens“ geöffnet werden kann. Du
sagst: „Hab keine Furcht! Glaube nur!“
Du tröstest und ermutigst uns, wenn
unser Glaube klein und schwach ist wie
ein Senfkorn.
Hilf uns in diesem Jahr des Glaubens,
dass aus diesem Senfkorn immer wieder
in der Gemeinschaft aller Glaubenden
ein großer Baum wächst, der Raum
gibt für die Vielfalt der Wege zu Gott,
Deinem Vater. Wir wissen: wir können
unseren Glauben und den Glauben der
Kirche nicht machen, es ist ein Geschenk
Deiner Gnade, dass wir glauben können.
Und um diese Gnade bitten wir Dich:
Stärke uns durch den Heiligen Geist, dass wir
als Kirche überzeugend diesen Glauben
leben und so eine Einladung an alle
werden, Dich zu finden und mit Dir zu
gehen zum Vater. Lass uns in diesem
Jahr die Freude des Glaubens entdecken
und leben und miteinander bezeugen im
geistlichen Gespräch, im Gebet, in der
Feier der heiligen Geheimnisse. Mit den
Jüngern bitten wir: „Herr, stärke unseren
Glauben!“