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Gerade Rechnungen sind wichtige Dokumente zur Pfarrgeschichte.

Quellen

Hier finden Sie Quellen zur Orts- und Pfarrgeschichte aus Archiv und Bibliothek des Erzbistums. Das Archiv verwahrt die Unterlagen, die bei der Aufsichtstätigkeit der Diözesanverwaltung des Erzbistums München und Freising sowie deren Vorgängerbehörden in Hinblick auf die jeweils zugehörigen Pfarreien entstanden sind.

Inhalt

1. Grundsätzliches
2. Bistumsbeschreibungen
2.1. Bistum Freising
2.2. Erzbistum Salzburg
2.3. Erzbistum München und Freising
3. Pfarrakten
3.1. Ältere Pfarrakten
3.2. Jüngere Pfarrakten
4. Klosterakten
5. Stiftsakten
6. Weitere Ortsakten
7. Visitationen
7.1. Bistum Freising
7.2. Erzbistum Salzburg
7.3. Erzbistum München und Freising
8. Mirakelbücher
9. Berichtswesen
10. Pastorales Personal
11. Sammlungen und Dokumentationen

1. Grundsätzliches

Das Archiv verwahrt die Unterlagen, die bei der Aufsichtstätigkeit der Diözesanverwaltung des Erzbistums München und Freising sowie deren Vorgängerbehörden in Hinblick auf die jeweils zugehörigen Pfarreien entstanden sind.

Für eine Recherche ist notwendig:

  • Identifizierung der Pfarrei, zu der ein Ort zum jeweiligen Zeitpunkt gehörte

Hilfsmittel zur Orts- und Pfarreiensuche finden Sie auf der Seite zur Orts- und Pfarreiensuche

Identifizierung der bischöflichen Oberbehörde, der eine Pfarrei zum jeweiligen Zeitpunkt unterstand

2. Bistumsbeschreibungen

In unregelmäßigen Abständen wurden als Grundlage für die Verwaltung Beschreibungen des gesamten Bistums bzw. aller Pfarreien im Bistum angefertigt.

2.1. Bistum Freising

  • Konradinische Matrikel 1315, vgl. hierzu auch die Edition in Martin von Deutinger: Die älteren Matrikeln des Bisthums Freysing, München 1849/50 (Band 3, S. 207-235) sowie das Inhaltsverzeichnis/Register zur Konradinischen Matrikel
  • Sunderndorfer Matrikel 1524, vgl. hierzu auch die Edition in Martin von Deutinger: Die älteren Matrikeln des Bisthums Freysing, München 1849/50 (Band 3, S. 237-433) sowie das Inhaltsverzeichnis/Register zur Sunderndorfer Matrikel
  • Schmidt’sche Matrikel 1738/40: Band 1, Band 2, Band 3, Band 4, Band 5, Band 6. Vgl. hierzu auch die Edition in Martin von Deutinger: Die älteren Matrikeln des Bisthums Freysing, München 1849/50 (Band 1 | Band 2 | Band 3) sowie das Inhaltsverzeichnis/Register zur Schmidt'schen Matrikel
  • Freisinger Hofkalender (online verfügbar 1743-1802)

2.2. Erzbistum Salzburg

Vgl. hierzu die Übersicht zu den Salzburger Querschnittsquellen mit Hinweisen auf die einschlägige Literatur.

2.3. Erzbistum München und Freising

Pfarrbeschreibungen 1817:

  • Band 1 (Dekanate: Rottenbuch, Aibling, Abens, Dachau, Dorfen)
  • Band 2 (Dekanate: Egenhofen, Erding, Freising, Gündlkofen, Landshut)
  • Band 3 (Dekanate: Miesbach, München [außer Altstadt], Oberföhring, Schwaben, Sittenbach, Steinhöring)
  • Band 4 (Dekanate: Wasserburg, Werdenfels, Wolfratshausen, Babensham, Höslwang, Mühldorf)
  • Band 5 (Dekanate: Oberbergkirchen, Peterskirchen, Söllhuben, Berchtesgaden, Burghausen, Haslach, Laufen, Neuötting)
  • Band 6 (Dekanate: Reichenhall, Teisendorf, Tittmoning, München [Altstadt], Angath [Tirol], Breitenbach [Tirol]).
  • Vgl. hierzu das Inhaltsverzeichnis
  • Vgl. hierzu die Edition des Vereins für Diözesangeschichte von 2021
  • Schematismus des Erzbistums München und Freising ab 1811 (online verfügbar 1823-1878)
  • Martin von Deutinger: Tabellarische Beschreibung des Bisthums Freysing nach Ordnung der Decanate, München 1820 Link (alternativer Link
  • Seelenstandsbeschreibungen 1820-1850, Band 1, Band 2
  • Pfarrbeschreibungen 1936/44
  • Pfarrbeschreibungen 1954 
  • Pfarrverbandsbeschreibungen (nicht abschließend bearbeitet)

Anton Mayer/Georg Westermayer: Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising, München 1874-1884

3. Pfarrakten

3.1. Ältere Pfarrakten (16. Jh. bis ca. 1880, teilweise bis 1944)

Die Akten wurden von der jeweils zuständigen kirchlichen Oberbehörde im Hinblick auf die ihr zugeordneten Pfarreien angelegt und finden sich im Bestand der jeweiligen kirchlichen Behörde unter „Lokalia“.

Parallel kann auch über die alternative Beständeübersicht zu den Pfarrakten (in Bearbeitung, derzeit verfügbar A-O) zugegriffen werden.

Sie beinhalten Unterlagen zu verschiedenen Themen mit Pfarreibezug, die von der Oberbehörde behandelt wurden. Sie wurden im 19. Jahrhundert nach einem einheitlichen Schema geordnet .

3.2. Jüngere Pfarrakten (ab 1944)

Die Akten enthalten Unterlagen mit Bezug auf die Pfarrei von folgenden Stellen:

  • Generalvikariat (u.a. Errichtung von Seelsorgestellen, Pfarrbeschreibungen, Stellenbesetzung)
  • Weihbischof (Visitation)
  • Erzbischöfliche Finanzkammer (bis ca. 1970)
  • Baureferat (bis ca. 1970)

4. Klosterakten 

Die Akten wurden von der jeweils zuständigen kirchlichen Oberbehörde im Hinblick auf die in ihrem Gebiet liegenden Klöster und Ordensniederlassungen angelegt. Sie behandeln nur solche Themen des Ordenslebens, mit denen sich die bischöfliche Oberbehörde aufgrund ihrer Zuständigkeiten befasste. Dazu zählen (nach Orden z.T. unterschiedlich):

  • Gründung von Ordensniederlassungen
  • Aufnahme von Ordensmitgliedern
  • Wahl von Vorstehern
  • Visitationen
  • Besitzverwaltung
  • Säkularisation 1802/03

Bitte beachten Sie: Die Akten sind noch nicht abschließend bearbeitet und deshalb nur auf Anfrage zugänglich.

Unterlagen, die in den Klöstern selbst entstanden sind, finden sich in den Kloster- und Ordensarchiven

5. Stiftsakten

Die Akten wurden von der jeweils zuständigen kirchlichen Oberbehörde im Hinblick auf die in ihrem Gebiet liegenden Kollegiatstifte angelegt. Sie behandeln nur solche Themen, mit denen sich die bischöfliche Oberbehörde aufgrund ihrer Zuständigkeiten befasste. Dazu zählen:

  • Gründung und Statuten von Kollegiatstiften
  • Aufnahme von Kanonikern
  • Bestellung von Dignitären
  • Visitationen
  • Besitzverwaltung
  • Säkularisation 1803

Bitte beachten Sie: Die Akten sind noch nicht abschließend bearbeitet und deshalb nur auf Anfrage zugänglich.

Unterlagen, die in den Stiften selbst entstanden sind, finden sich in den Archiven der Kollegiatstifte

6. Weitere Ortsakten

  • Akten der Erzbischöfe von München und Freising zu Klöstern und Stiften (1821-1917)

Bitte beachten Sie: Die Akten werden neu bearbeitet, derzeit ist eine Nutzung nur auf Anfrage möglich!

  • Bauakten: Akten der diözesanen Bauverwaltung mit Bezug auf kirchliche Gebäude (Kirchen, Pfarrzentren, Pfarrhöfe)

Bitte beachten Sie: Eine Nutzung ist nur auf Anfrage möglich!

Erzbischöfliche Finanzkammer: Akten der diözesanen Finanzverwaltung mit Bezug auf Seelsorgestellen

  • Aufsicht über Kirchenstiftungen
  • Aufsicht über Pfründestiftungen

Hinzu kommen

Bitte beachten Sie: Eine Nutzung ist nur auf Anfrage möglich!

  • Kunsttopographie: Inventar aller kirchlichen Gebäude im Eigentum der Erzdiözese und von Kirchenstiftungen und ihrer Ausstattung

Bitte beachten Sie: Eine Nutzung ist nur auf gesonderten Antrag unter Einhaltung der Benutzungsordnung für die Kunsttopograhie möglich!

7. Visitationen

In unregelmäßigen Abständen, ggf. anlassbezogen, führten die Bischöfe Visitationen des gesamten Bistumsgebiets oder von Teilen durch. Bis heute werden alle Pfarreien immer wieder visitiert, um die Amtsausübung des Ortsgeistlichen zu kontrollieren und sich vom Zustand der Pfarrei zu überzeugen. Die Ergebnisse werden stets protokolliert. 

7.1. Bistum Freising

7.2. Erzbistum Salzburg 

Weitere Visitationen können über die Findhilfsmittel zur (ehemaligen) Heckenstaller-Sammlung ermittelt werden, auch für: 

  • Archidiakonat/Konsistorium Salzburg
  • Archidiakonat Baumburg
  • Archidiakonat Gars
  • Archidiakonat Chiemsee
  • Bistum Chiemsee
  • Fürstpropstei Berchtesgaden

Zu Ermittlung der jeweils hier zugehörigen Pfarreien nutzen Sie die Hilfsmittel zur Orts- und Pfarreiensuche.

7.3. Erzbistum München und Freising

8. Mirakelbücher

Viele Kirchen und Kapellen werden von Gläubigen in Wallfahrten, Bittgängen und Prozessionen aufgesucht, um dort Heilige, Gnadenbilder und Reliquien zu verehren. Zahlreiche Wallfahrtsorte besitzen eine lange Geschichte und sind bis heute lebendig. Die Wallfahrtsgeschichte ist ein wichtiger Teil der Orts- und Pfarrgeschichte.

Zentrale Quellen hierfür sind die Mirakelbücher, in denen die Geschichten von Menschen aufgezeichnet sind, denen nach ihrer Überzeugung auf die Fürsprache von Heiligen bei Gott wunderbar geholfen wurde. Die Aufzeichnungen beruhen auf den Meldungen der Betroffenen an die für die Wallfahrt zuständigen Geistlichen und umfassen in der Regel: Anliegen, Verlöbnis, Votivgaben, Zeugen, Datierung sowie Name, Stand und Herkunftsort der Votanten. Mirakelbücher erlauben Forschungen zur Entwicklung einer Wallfahrt, zu Herkunft und Anliegen der Wallfahrer, zu Votivbrauchtum, Medizin- und Alltagsgeschichte.

Mirakelbücher und weitere Quellen zur Wallfahrtsgeschichte (Chroniken, Kerzenbücher, Predigten, Mitgliedsverzeichnisse von Bruderschaften …) sind im Archiv in der Regel als Deposita aus Pfarrarchiven überliefert. Sie finden diese Quellen zusammengefasst in der nutzerspezifischen Sicht  zu ausgewählten Objekten

Vgl. auch Georg Brenninger: Verzeichnis der Mirakelbücher im Erzbistum München und Freising (Teil 1 | Teil 2). 

Recherche nach gedruckten Mirakelbüchern im Katalog der Diözesanbibliothek 

9. Berichtswesen 

Neben den Visitationen existierte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein ausgeprägtes Berichtswesen. Die Ortsgeistlichen hatten eine jährliche Zustandsbeschreibung ihres Seelsorgebezirks abzuliefern, in ähnlicher Weise mussten auch die Schulverhältnisse in der jeweiligen Pfarrei an die kirchliche Oberbehörde berichtet werden.

Eine parallele beziehungsweise ergänzende Überlieferung der Seelsorgeberichte findet sich gegebenenfalls im jeweiligen Pfarrarchiv.

Eine parallele bzw. ergänzende Überlieferung der Schulberichte findet sich gegebenenfalls im jeweiligen Pfarrarchiv.

  • Pastoralkonferenzen: Der Klerus traf sich dekanatsweise viermal jährlich zu Fortbildungskonferenzen, auf denen vorgegebene aktuelle und historische Themen zu diskutieren und schriftlich auszuarbeiten waren, in der Regel unter Bezug auf den Zustand der eigenen Pfarrei.

Eine parallele bzw. ergänzende Überlieferung der Pastoralkonferenzen findet sich gegebenenfalls im jeweiligen Pfarrarchiv.

Fragebögen zur nationalsozialistischen Verfolgung, 1946

  • A: Verfolgung von Geistlichen
  • B: Verfolgung katholischer Laien
  • C: Antikirchliche Maßnahmen sachlicher Art

10. Pastorales Personal 

Das pastorale Personal ist von großer Bedeutung für die Orts- und Pfarrgeschichte. In der Überlieferung der Diözesanverwaltung finden sich zahlreiche Unterlagen zu Priestern sowie (seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil) Ständigen Diakonen, Pastoralreferenten und -innen und Gemeindereferenten und -innen.

Weitere Unterlagen finden sich in den älteren Pfarrakten 

Personalakten: Die von der kirchlichen Oberbehörde geführten Personalakten der in der Diözese tätigen Priester enthalten Unterlagen zur beruflichen Laufbahn (Pfarramtskonkurs, Versetzungen, gegebenenfalls Beschwerden usw.) bis hin zur Regelung des Nachlasses. 

Schematismus des Erzbistums München und Freising ab 1811 (online verfügbar 1823-1878): Die Schematismen erfassen alle zum jeweiligen Zeitpunkt in der Diözese tätigen Geistlichen mit ihrem Einsatzort sowie knappen biographischen Angaben (Geburt, Weihe, Investitur).

Nekrologien: Die Nekrologien verzeichnen verstorbene Diözesangeistliche nach ihrem Todestag. Die Nekologien sind im Lesesaal von Archiv und Bibliothek nutzbar.

11. Sammlungen und Dokumentationen mit Ortsbezug

Ergänzend zur amtlichen Überlieferung sammelt das Archiv auch nichtamtliche Unterlagen, die für die Orts- und Heimatforschung von Interesse sein können.

  • Graphiksammlung Topographie: Graphische Ansichten von Orten, vornehmlich aus dem Bereich der Erzdiözese.

Bitte beachten Sie: Die Graphiksammlung wird derzeit bearbeitet und ist nur auf Anfrage nutzbar.

  • Plansammlung: Baupläne, die aus konservatorischen Gründen den Pfarrakten entnommen wurden; weitere handgezeichnete Pläne, Karten und Ortsansichten aus dem Bereich der Erzdiözese. (siehe auch 3. Pfarrakten) 

Bitte beachten Sie: Die Plansammlung wird derzeit bearbeitet und ist nur auf Anfrage nutzbar.

  • Bruderschaftsbriefe: Gedruckte Bruderschaftsbriefe, die teilweise aus konservatorischen Gründen den Pfarrakten entnommen und teilweise durch Kauf und Schenkung erworben wurden. (siehe auch 3. Pfarrakten)

Bitte beachten Sie: Die nach Orten geordnete Sammlung wird derzeit bearbeitet und ist nur auf Anfrage nutzbar.

  • Karten: Sammlung gedruckter topographischer und kirchlicher Karten des Diözesangebiets

Bitte beachten Sie: Die Sammlung ist noch unbearbeitet und deshalb nur auf Anfrage nutzbar.

  • Dokumentation Topographie: Sammlung von Dokumentationsmaterial (Fotos, Zeitungsausschnitte, Pfarrbriefe, …), geordnet nach Seelsorgestellen.

Bitte beachten Sie: Die Dokumentationen werden laufend erweitert und sind nur auf Anfrage nutzbar. Die Findmittel werden derzeit überarbeitet.