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Was ein Kardinal ist – und wie Reinhard Marx einer wurde
Im Mai 2025 blickt die Welt auf sie: 133 Kardinäle in leuchtend roten Soutanen ziehen zum Konklave in die Sixtinische Kapelle ein. Nur sie d...
* 21.09.1953 in Geseke
Zum Erzbischof ernannt am 30.11.2007
Amtsantritt am 02.02.2008
Priesterweihe: 02.06.1979
Bischofsweihe: 21.09.1996
Kardinalserhebung am: 20.11.2010
Wahlspruch von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising„UBI SPIRITUS DOMINI IBI LIBERTAS –
Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit (2 Kor 3,17)“
Kardinal Reinhard Marx (*1953) ist seit dem 2. Februar 2008 Erzbischof von München und Freising. Zum Kardinal erhoben wurde er 2010 von Papst Benedikt XVI.
Marx ist Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz und Magnus Cancellarius der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Mit dem Amt des Erzbischofs von München und Freising sind weitere diözesane und überdiözesane Verpflichtungen verbunden.
Seit 2014 trägt Kardinal Marx zudem Verantwortung als Koordinator des Päpstlichen Rates für die wirtschaftlichen Angelegenheiten.
2013–2023 war Marx zudem Mitglied in der Kardinalsgruppe zur Beratung von Papst Franziskus. Von 2014–2019 war er als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz mit vielen weiteren Aufgaben befasst. Seit seiner Bischofsweihe engagiert sich Marx in verschiedenen Kommissionen der DBK; aktuell als Vorsitzender der Publizistischen Kommission.
Zuvor war Reinhard Marx Bischof von Trier (2002-2008), Weihbischof in Paderborn (1996–2002), Professor für Christliche Gesellschaftslehre und Direktor des Sozialinstituts Kommende in Dortmund. Von 2012–2018 hatte er zusätzlich die Aufgabe des Präsidenten der COMECE (Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union), deren Mitglied er als Delegat der DBK seit 2006 war.
Predigten, Debattenbeiträge, Interviews, Verkündigungsbeiträge und Publikationen verstärken das Engagement des Erzbischofs, der darin zu verschiedenen aktuellen kirchlichen, theologischen und zeitgenössischen Themen Stellung nimmt.
Zu den Publikationen gehören auch mehrere Monographien, u.a.: Das Kapital. Ein Plädoyer für den Menschen (2008); glaube! (2013), Kirche überlebt (2015); Freiheit (2020) und KULT (2025).
Ausgewählte Daten (Stand: Februar 2026)
| 1953 | geboren in Geseke |
| 1972 | Abitur in Geseke, Gymnasium Antonianum anschließend Studium der Theologie und Philosophie in Paderborn, Paris, Münster und Bochum |
| 11.02.1978 | Diakonenweihe |
| 02.06.1979 | Priesterweihe in Paderborn durch Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt |
| 1979–1981 | Geistlicher Rektor des Sozialinstituts Kommende des Erzbistums Paderborn mit Sitz in Dortmund Diözesanbeauftragter für die Betriebsseelsorge im Erzbistum Paderborn |
| 1981–1988 | Weiterstudium in Münster und Bochum; Promotion zum Doktor der Theologie (Christliche Gesellschaftslehre) |
| 1989–1996 | Direktor des Sozialinstituts Kommende in Dortmund |
| 1993 | Ernennung zum Päpstlichen Ehrenkaplan |
| 1996–2002 | Professor für Christliche Gesellschaftslehre an der Theologischen Fakultät in Paderborn |
| 23.07.1996 | Ernennung zum Titularbischof von Pedena und Weihbischof in Paderborn |
| 21.09.1996 | Bischofsweihe durch Erzbischof Degenhardt im Hohen Dom zu Paderborn |
| 1997 | Ernennung zum Bischofsvikar für Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft |
| 1999–2008 | Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken |
| 20.12.2001 | Ernennung zum Bischof von Trier |
| 01.04.2002 | Einführung als Bischof von Trier |
| 2004–2014 | Vorsitzender der Kommission für Gesellschaftliche und Soziale Fragen der DBK (K VI) |
| 2006–2018 | Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz in der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft COMECE |
| seit 2006 | Großprior des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem – Deutsche Statthalterei |
| 30.11.2007 | Ernennung zum Erzbischof von München und Freising |
| 02.02.2008 | Amtsübernahme als Erzbischof von München und Freising |
| seit 2008 | Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz |
| seit 2008 | Vorsitzender des Zentralrates von missio München |
| 22.01.2009 | Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (Dr. h. c.) |
| 2009–2012 | Vizepräsident der COMECE |
| seit 2010 | Magnus Cancellarius der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt |
| 20.10.2010 | Erhebung zum Kardinal durch Papst Benedikt XVI. |
| 20.11.2010 | Aufnahme in das Kardinalskollegium |
| 2012-2018 | Präsident der COMECE |
| April 2013 | Berufung in die Kardinalsgruppe zur Beratung von Papst Franziskus |
| 2013– 2023 | Mitglied der Kardinalsgruppe zur Beratung von Papst Franziskus |
| seit 2014 | Koordinator des Vatikanischen Wirtschaftsrates |
| 2014–2020 | Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz |
| 2017 | Verleihung der Ehrenprofessur der Universität Cuenca, Ecuador |
| 2019 | Verleihung der Ehrendoktorwürde des Institut Catholique de Paris (Dr. h.c.) |
| seit 2020 | Mitglied im Verbandsrat des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) |
| seit 2021 | Vorsitzender der Publizistischen Kommission der DBK (K IX) |
| seit 2021 | Mitglied der Glaubenskommission der DBK (K I) |